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12



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2016






1967 bis 2016

2014 Popular Problems

Zwei Jahre nach "Old Ideas", pünktlich zu seinem 80. Geburtstag erscheint "Popular Problems", Cohens 13. Studioalbum.

Happy Birthday, Lenny!

Wir hören einen gesetzten, resümierenden Leonard Cohen mit tiefsinnigen Texten und einfallsreich instrumentierten, musikalisch abwechslungsreichen Songs überzeugen. Er hat noch immer viel zu sagen. Wie auch sonst durchweht eine lakonisch-melancholische Stimmung das Album. Aber Musik ist der Rettungsanker für Leonard Cohen in einer Welt, die er kritisch sieht so schenkt er sich und uns Musik, die trotz aller Melancholie der Texte Trost spendet.
Kritiker schreiben:

"Musikalisch setzt der Altmeister des sonoren Sprechgesangs dabei ganz auf Entschleunigung, wie gleich die erste Textzeile des Openers "Slow‹ unterstreicht, die da lautet: ›I’m slowing down my tune."

"War schon ›Old Ideas‹ vor zwei Jahren ein Meisterstück, so legt Cohen noch einmal eins drauf, glasklar im Sound, unheimlich authentisch in der musikalischen Wirkung."

"So viel Wellness-Gefühl verströmte kein Cohen-Album zuvor."

"Existenzialismus pur: sinister, melancholisch, vermeintlich beschaulich in der Musiksprache zwischen Blues und Folk, knallhart in der philosophischen Aussage: ein Griff tief in die Seele des Hörers."

"My Oh My": Man merkt nicht, dass es ausgerechnet dieses auf einem simplen Blues-Pattern beruhende Stück sein soll, das einen in seinen Bann ziehen und sich zum Schluss als jener Song erweisen wird, der tagelang – Stichwort: Hörexzess – auf Repeat läuft, bis die Nachbarn in kollektive Lethargie verfallen und der Hund eine ausgewachsene Herbstdepression entwickelt, während man selbst wohlig darin eintaucht und komplett darin aufgeht. Frauenflüsterer Cohen mit seinen achtzig Lenzen hat noch mehr Erotik in einem Millimeter Stimmband als sämtliche Junior-Crooner dieses Planeten zusammen.









2015

Am 22. April 1915 greifen deutsche Truppen Stellungen der Alliierten erstmals mit Chlorgas an. Das Gas sinkt in die Schützengräben und tötet dort schätzungsweise 10.000 Soldaten, die qualvoll ersticken. Am 25. Mai 1915 sind ungefähr 35.000 deutsche Soldaten gefallen, die Verluste der alliierten Truppen sind doppelt so hoch, ganze Orte werden dem Erdboden gleichgemacht, die Landschaft verwüstet. Zwischen den Reihen der Holzkreuze wächst bald nach der Schlacht Klatschmohn ...
Der kanadische Lieutenant Colonel John McCrae schreibt das Gedicht am 3. Mai 1915, ein Granatsplitter hat seinen besten Freund, den gerade 22-jährigen Lieutenant Alexis Helmer, getötet. In der englischsprachigen Welt wird es das populärste Gedicht über den Ersten Weltkrieg und machte die Mohnblüte zum Symbol für die Gefallenen.

Nevermind (2014)





Fortsetzung