Austerlitz
S. 400:
An einem bestimmten Punkt unseres Gesprächs hat mich
S. 401:
Lemoine, auf eine beiläufig von mir geäußerte Bitte
hin, in das 18. Stockwerk des
Südostturms (C5)
hinauf-
geführt, wo man von dem sogenannten Belvedere aus
die gesamte im Laufe der Jahrtausende aus dem jetzt
völlig ausgehöhlten Untergrund herausgewachsene
Stadtagglomeration überblickt, ein fahles Kalkstein-
gebilde, eine Art von Exkreszenz, die mit ihren kon-
zentrisch sich ausbreitenden Verkrustungen weit
über die Boulevards Davout (D3,E4), Soult (E4, D5), Poniatowski (D5),
Masséna (B6) und Kellermann (A6) hinausreicht bis an die im
Dunst jenseits der Vorstädte verschwimmende äußer-
ste Peripherie. Ein paar Meilen südostwärts war in
dem gleichmäßigen Grau ein blaßgrüner Fleck, aus
dem eine Art Kegelstumpf hervorragte, von dem Le-
moine meinte, es sei der
Affenberg (E5)
im Bois de Vincen-
nes (E6). Mehr in der Nähe sahen wir die verschlungenen
Verkehrswege, auf denen Eisenbahnzüge und Auto-
mobile hin- und herkrochen wie schwarze Käfer und
Raupen...
S. 402
Von
der anderen Seite der Belvedere-Etage
sah man über das diagonale Band der Seine (A3,4, B4,5, C6,7), über
das Marais-Viertel (A3) und die Bastille(B4) nach Norden hin-
auf. Eine tintenfarbene Wetterwand neigte sich über
die nun in den Schatten versinkende Stadt, von deren
Türmen, Palästen und Monumenten bald nichts
mehr auszumachen war als der weiße Schemen der
Kuppel von Sacré Coeur (A1). Wir standen einen Fuß nur
hinter der bis an den Boden reichenden Verglasung.
Sowie man den Blick in die Tiefe senkte, auf
das helle
Promenadendeck und die dunkler aus ihm hervor-
ragenden Kronen der Bäume ...
Hinweis
Davout
,
Soult
,
Poniatowski
,
Masséna
und Kellermann
:
Marschälle Napoleons, Teilnehmer der
Schlacht von Austerlitz (bis auf Poniatowski)

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