ALKOR [13h25m +54°59']
g Ursae Majoris



Alkor, das sogenannte "Reiterlein" - Mizar sein Pferd - ist Stern g im Großen Wagen, der auch "Augenprüfer" genannt wird: Ein gutes Auge erkennt Alkor knapp über Mizar, dem mittleren Deichselstern des Großen Wagens - ohne Brille! Wenn nicht, sofort zum Optiker!

Diesem Forschungsschiff des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften der Universität Kiel hat Alkor seinen Namen ebenso geliehen wie dem Bärenreiter-Verlag:

Die Alkor-Edition ist eine Agentur für Orchesternoten ...


Schottische Kanäle
1. Crinan-Kanal

Wer in Schottland segelt , der befährt auch seine Kanäle, Meisterleistungen der Tiefbaukunst!

Ab 1794 ursprünglich für Handelssegelschiffe, später für

Clyde Puffers

(kleine Dampfboote für die Lebensmittelversorgung der Westsküste und der Hebriden, plumpe Kleintransporter, denen die Short Storys mit Captain Para Handy von Neil Munro einen weit verbreiteten Mythos verschafften) gebaut, wichtige Ergänzung des Caledonian Canal, um eine Verbindung zwischen der Industrieregion um Glasgow und den West-Highland-Dörfern und -Inseln zu schaffen. Man nennt ihn auch "Fußweg für Schiffe durch Kintyre peninsula".





Seinen Namen hat er von Crinan, dem Dorf, das an seinem Westende liegt. Er ist 9 Meilen lang und verbindet Ardrishaig am Loch Gilp mit dem Sound of Jura. Er schafft eine Schiffsroute zwischen Clyde und den Inneren Hebriden, um die weite Strecke um die Halbinsel von Kintyre zu vermeiden. Da er keine Höhenbegrenzung und eine Tiefe von 2.3m hat, ist er auch beliebt bei Yachten, die aus dem Firth of Clyde zur Westküste Schottlands wollen. Zwei- bis dreitausend Boote passieren ihn jährlich. Mit 15 Schleusen, die einen Höhenunterschied von 20m überwinden, ist er eine Meisterleistung der Ingenieure, aber auch Attraktion für Wanderer und Radfahrer ...
Ein bekannter Song Dan MacPhails von der "Vital Spark":

Oh! The Crinan Canal for me,
I don't like the wild raging sea,
It would be too terrific to cross the Pacific,
Or sail to Japan or Fiji.
A life on the Spanish Main,
I think would drive me insane,
The big foaming breakers would give me the shakers,
The Crinan Canal for me.

It's the Crinan Canal for me,
From sea terrors there you are free,
There's no shark or whale that would make you turn pale,
Or shiver or shake at the knee.
I would nae like leavin' ma bones,
In a locker beside Davy Jones,
From Ardrishaig to Crinan's the best trip A'hve bin in,
The Crinan Canal for me.

Aye the Crinan Canal for me,
It's neither too big nor too wee,
Oh! It's lovely and calm when you're frying your ham,
Or makin' a nice cup of tea.
You can go for a stroll on its banks,
To loosen your muscle bound shanks,
You can darn your socks while you're still in its locks,
The Crinan Canal for me.







































2. Kaledonischer Kanal

Er zählt zu den schönsten Wasserwegen Europas.
Faszinierendes Segeln in abwechslungsreicher und traumhaft schöner Landschaft. 29 Schleusen, 10 Brücken, berühmt "Neptuns Staircase" (eine achtstufige Schleusentreppe) und in Fort Augustus eine fünfstufige Schleuse. Nichts abgesperrt, alles für Jedermann zugänglich, Kinder spielen ausgelassen auf den Schleusentoren. Rechts und links säumen Geschäfte und Pubs das Schleusengefälle.
Urquhart Castle und das Ungeheuer Nessy sind die Attraktionen im Loch (=See) Ness. Inverness mit 40.000 Einwohner am Nordende des Kanals, Fort Williams an seinem Südende.

Der Kanal [kaledonisch = (lateinisch-keltisch) "schottisch"] verbindet die Ost- und Westküste Schottlands, um kürzere Transportzeiten für die Industriegüter zu erreichen und die Unwetter auf der See im Norden von Schottland um Cape Wrath und durch den Pentland Firth zu umgehen, gefährlich für hölzerne Schiffe. Er verläuft, beginnend im Nordosten durch folgende natürliche Gewässer: Moray Firth (Nordsee), River Ness, Loch (See) Dochfour, Loch Ness, River Oich, Loch Oich, Loch Lochy, Loch Linnhe und Firth of Lorne (Atlantischer Ozean).

Nur etwa ein Drittel des Kanals ist künstlich geschaffen, er ist 62sm lang.
Den ersten Entwurf hat James Watt gemacht. Gebaut wurde er 1803 bis 1822, zur Zeit der Highland Clearances war er wichtige Arbeitsplatzbeschaffung. Der Kanal hat nie die wirtschaftliche Bedeutung erreicht, die ihm zugedacht war:
In der Zwischenzeit war der Schiffsbau fortgeschritten, mit Einführung der Danmpfkraft kamen eiserne Schiffrümpfe, die meisten zu groß für den Kanal. Auch die Navy brauchte den Kanal nicht mehr, seit Napoleon besiegt war. Heute dient die Wasserstraße hauptsächlich der Erholung und dem Tourismus. Um die Höhenunterschiede (Höhe der höchsten Schleuse = 32 m üNN) der einzelnen Lochs auszugleichen, bedarf es 29 Schleusen. Zwischen 1995 und 2005 wurde der Kanal von Grund auf saniert. Edelstahlsseile sichern die Schleusenwändetore, jedes der Tore ist ersetzt, der Kanal war noch nie in einem solch guten Zustand.
Heute ein würdiges Denkmal, immer noch in Betrieb, zieht er jedes Jahr über eine Million Besucher an, jedes Jahr mehr...











Der Loch Ness ist ein Süßwassersee und liegt 16 m üNN mit einer maximalen Tiefe von 325 m, 39 km lang, 1,5 km breit, das größte Süßwasser-Reservoir Großbritanniens.

In den Wäldern um Loch Ness wachsen Eschen, Ebereschen, Haselnuss, Kiefern und Eichen, die aber meistens im frühen 19. Jahrhundert für den Bau des Kaledonischen Kanals gefällt wurden. Loch Ness gilt als einer der fischreichsten Seen Großbritanniens: Aale, Elritzen, Forellen, Hechte und Lachse, die im Herbst aus dem Atlantik einwandern, um zu laichen.
Obwohl Loch Ness auch in der warmen Jahreszeit sehr kalt ist (Jörg hats gespürt!), hat ein David Morgan die 36km lange Strecke in 11 Stunden geschafft! Tödlich endete 1952 der Versuch eines John Cobb, im Loch Ness mit einem Motorboot den damaligen Geschwindigkeitsweltrekord auf dem Wasser zu brechen.





Nessie, das Seeungeheuer spukt seit dem Jahr 565. Wissenschaftlich gibt es keinen Beweis, meistens handelt es sich wohl um Fehlbestimmungen gewöhnlicher Tiere. Der Mythos jedenfalls ist mit Antrieb für eines der Hauptziele des Tourismus in Schottland. Manches weist darauf eine Ähnlichkeit zum ausgestorbenen Plesiosaurus hin, eine Kreatur aus dem Mesozoikum