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NJ 15
ALKIONE [3h47m +24°06']
η Tauri



Alkione oder η Tauri (lat. des Stiers) ist der hellste Stern des Sternhaufens der


Plejaden.

Plejade Alkione ist in der griechischen Mythologie Tochter von Atlas und Mutter der Aithusa (Vater Poseidon). Der Stern ist 367 Lichtjahre entfernt.



Sie waren Eroberer, und dazu brauchte es nichts als rohe Kraft -
nichts, dessen man sich zu rühmen hätte, wenn man es besitzt,
denn unsere Kraft ist ja immer nur ein Gefühl,
das sich aus der Schwäche der anderen ergibt.
Sie rafften zusammen, was zu kriegen war,
und waren immer auf noch mehr aus.
Es war richtiger Raubmord unter erschwerenden Umständen,
in größerem Maßstabe, und die Leute gingen blind daran -
wie es sich ja auch für die schickt,
die sich in die Finsternis vorwagen.
Die Eroberung der Erde (ein Wort,
das meistens die Bedeutung hat,
daß man Leuten,
die eine andere Hautfarbe
oder
flachere Nasen als wir selbst haben,
ihr Land wegnimmt),
diese Eroberung ist nichts Allzuschönes,
wenn man sie sich aus der Nähe betrachtet.


Joseph Conrad Joseph Conrad

Als wir bei unserem Törn 2007 von London zurückkehren, machen wir wegen des auflaufenden Wassers in Sheerness fest.
1899 wartet Marlowe in Gravesend mit seinem Boot etwas weiter landeinwärts auf das Kentern der Flut.

Und währenddessen beginnt der Fahrensmann seine faszinierende Seegeschichte zu erzählen: Das Herz der Finsternis , die Coppola ebenso faszinierend 1979 in Apocalypse Now verfilmt.

Der gebürtige Pole Konrad Korzeniowski, Verfasser der Geschichte, erlebt die Gräueltaten des Kolonialismus am Kongo am eigenen Leib. Seit seinen Kindheitstagen träumte er davon, diesen Fluss zu erkunden, einen der letzten weißen Flecken auf der Weltkarte.
Als Kapitän für eine belgische Handelskompanie will er seinen Beitrag zu jenem "großen zivilisatorischen Werk" leisten, von dem der Direktor der Kompanie spricht.

Der Traum wandelt sich zum Albtraum, von dem er sich physisch wie psychisch nie wieder erholt, er muss erkennen, welche Wahrheit sich hinter diesen angeblich zivilisatorischen Absichten verbirgt, und bringt diese Erfahrungen zu Papier. Er beschreibt die unmenschlichen Zustände, prangert Kolonialismus und Imperialismus der europäischen Nationen an. Bis heute entfaltet das Buch, das zu des Autors bekanntesten Werken gehört, seine Wirkung. Coppola und Werner Herzog ("Aguirre, der Zorn Gottes" mit Klaus Kinski) lassen sich beeinflussen.
Die Europäer sind angeblich "Boten des Lichts", die die Afrikaner von grauenhaften Sitten befreien. Korzeniowski verzweifelt an der Unmenschlichkeit des Imperialismus. Er begegnet jenen Männern, die für den belgischen König Leopold II. den Kongo verwalten, dessen Privateigentum die Kolonie von 1885 bis 1908 ist, nicht zimperlich mit seinem menschlichen "Eigentum". Schnell entdeckt der Kapitän das gut gehütete Geheimnis: Elfenbein wird in riesigen Mengen für den Transport nach Europa vorbereitet. Die Belgier beuten das Land nicht nur hemmungslos aus, sie versklaven auch die Bevölkerung.

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Je näher Korzeniowski seinem Ziel kommt, jenem Flussdampfer, der die Schätze des Landes an die Küste bringen soll, je tiefer er in dieses geheimnisvolle, brutale Land eindringt, desto klarer wird ihm, dass die "Boten des Lichts" in Wirklichkeit Handlanger des Teufels sind. Vorgeblich wollen sie den Völkern Afrikas ihre "Zivilisation" nahe bringen, tatsächlich ist ihnen jedes Mittel recht, sie werden selbst zu jenen Wilden, die sie in den Einwohnern der Kolonien sehen.
Die schwüle Hitze raubt den Europäern nahezu den Verstand - Korzeniowski erlebt Fiebervisionen, muss eiligst einen Arzt aufsuchen, er bricht sein Kongo-Abenteuer ab. Die Spätfolgen der traumatischen Reise, Fieber und Depressionen, wird er nie wieder los. Auch nicht, als er als Joseph Conrad anfängt, Bücher zu schreiben.









Folgen des Vietnamkriegs 1964 bis 1975:
Ein verlorener Kreig, eine von ihrem Präsidenten zutiefst enttäuschte Nation, fast 60.000 tote US-Soldaten, Millionen toter Vietnamesen.

400.000 Tonnen Napalm, Einsatz chemischer Entlaubungsmittel („Agent Orange“) in großem Stil.
Folge: mehrere 100.000 Bewohner der betroffenen Gebiete, bis zu 200.000 US-Soldaten erkranken. Belastung der vietnamesischen Bevölkerung mit Dioxin bis in die Gegenwart, erhöhtes Auftreten von schweren Fehlbildungen bei Kindern, Krebserkrankungen, Immunschwächen usw.
Bis heute haben vietnamesische Geschädigte keine Entschädigung erhalten.