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Sternbild STIER / TAURUS

Der Stier (lat. Taurus) ist ein Sternbild des nördlichen Winterhimmels beidseits der Ekliptik. Das Tierkreiszeichen Stier geht hierauf zurück.
Der Stier ist abends von November bis April sichtbar, morgens von August bis Dezember, nördlich des auffälligen Orion, der in der Mythologie bezwungen hat. Den Kopf des Stiers bildet der V-förmige offene Sternhaufen der Hyaden, des "Regengestirns". Der auffällig rötliche Stern Aldebaran stellt das dem Orion zugewandte Auge dar. In einigem Abstand östlich der Hyaden stehen die Sterne β und ζ, die Hörnerspitzen des Stiers. Eine Handbreit nordwestlich der Hyaden steht der offene Sternhaufen der Plejaden – des "Siebengestirns".
Sonne, der Mond und Planeten wandern durch den Stier, weil ihn als Tierkreiszeichen die Ekliptik durchzieht. Der Stier gehört zu den ältesten Sternbildern.
Schon die die Sumerer erwähnen ihn als Centaurus im 3. Jahrtausend v. Chr., wo ein mythologischer Himmelsstier auch im Gilgamesch-Epos vorkommt. Im frühen Griechenland bilden die Hyaden mit den Plejaden das "Goldene Tor der Ekliptik".

In der der griechischen Mythologie nimmt Zeus die Gestalt eines Stieres an, nähert sich der schönen Europa und entführt sie auf seinem Rücken über das Meer nach Kreta.

Die Hyaden waren Töchter des Titanen Atlas. Da sie nicht aufhören konnten, den Tod ihres Bruders zu beweinen, wurden sie an den Himmel verbannt. Und die Plejaden stellen Atlas, seine Gemahlin Pleione und weitere seiner schönen Töchter dar. Um Pleione und ihre Töchter vor den Nachstellungen des Orion zu schützen, versetzte Zeus sie an den Himmel. Dort läuft Orion immer noch Nacht für Nacht hinter ihnen her, ohne sie je einzuholen.

Sterne:

α Aldebaran
β Elnath
η Alkione
ζ Alheka
ε Ain