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Wie Christian als Jurist agiert

Bis 2010 Richter am Landgericht in Chemnitz auf der Hohen Straße, zuletzt Schwurgerichts-Vorsitzender, als solcher wird er mehrfach Opfer des Hochstaplers Gert Postl - der Felix Krull weit in den Schatten stellte ...
Eher zufällig decke ich im Laufe eines Doppelmordprozesses in der DomRep die großen Betrügereien der STRABAG beim Bau der BAB 72 auf.

Seine Richterlaufbahn beginnt Christian als Beisitzer am Landgericht Nürnberg-Fürth bei einem sehr erfahrenen und menschlich überzeugenden Vorsitzenden Richter.
Er hatte im WK II in Finnland furchtbare Dinge erlebt, war Hobby-Jäger und hatte eine volksnahe, manchmal ziemlich gnadenlose Sprache. Obwohl Richter keine Vorgesetzten haben, war die Raumverteilung im Nürnberger Justizpalast dennoch Hierarchie:
Keller: Kantine, Parterre: Amtsrichter, erster Stock: Landrichter, zweiter Stock OLG (Oberlandesgericht)
Unvergesslich: Als wir - die Kammern gingen immer gemeinsam - in den Aufzug steigen, um in den Keller zum Mittagessen zu fahren, war der Senat, der über unserer Kammer saß, schon zugestiegen. Der Senatsvorsitzende, ein überaus leutseliger Typ und freundlicher Mensch. (Wir von der 6. Zivil-Kammer lebten mit dem Senat aber ein bisschen auf Kriegsfuß, weil sie uns manchmal zu Unrecht aufhoben. Der Senatsvorsitzende begrüßte unseren Vorsitzenden überfreundlich mit dem Satz "Ach, guten Tag Herr Kollege, wie geht es Ihnen denn?" Unser Vorsitzender schob mit Zähnen und Lippen langsam seine rauchende Pfeife vom rechten in den linken Mundwinkel und nuschelte dann: "Das geht Sie einen Scheißdreck o." Wir jungen Beisitzer wussten nicht, wohin wir im engen Aufzug schauen sollten.

Ich bekam eine Belobigung vom Präsidenten, weil ich den höchsten Streitwert in einem Fall verkündet hatte: Scheidung von Addi Dassler ...

Nach einem Jahr Staatsanwalt in Nürnberg
Zwei hoch interessante Fälle:
Der Angeklagte war Facharzt für Beinleiden (Pole, wohl nur Sanitäter gewesen), den die AOK anzeigte, weil er viel zu hoch abrechnetet und zwar immer nach der höchsten Position der Gebührenordnung, etwa die Anpassung eines großen ärztlichen Kunstgliedes, oder einmal 14 Rektoskpoien druchführte, und das am 6. Januar, einem gesetzlichen Feiertag.
Er entkam mir leider über Österreich und ein langes Auslieferungsverfahren blieb erfolglos.
In einem anderen Fall hatten sich sich zwei Anwälte und acht Autofirmen zusammengetan, um in großem Stil fingierte Verkehrsunfälle auszustreiten, abzurechnen und Versicherungen zu betrügen.Mit beteiligt war ein Sachverständiger, der jeweils die (angeblichen) Schäden begutachtete, Sie fuhren Autos in den Wald, zogen sie mit Baggern hoch und ließen sie wieder herunter fallen, was einen Frontalzusammenstoß vortäuschen sollte.
Das Ganze hatte ein Amtsrichter in Gang gebracht, der einen dieser Fälle verhandelte. Ihm kam es seltsam vor, dass der Unfall an einem autofreien Sonntag (damals gab es auch schon eine Ölkrise!) passiert sein sollte.
Ich deckte das Übel in langwieriger Arbeit in Zusammenarbeit mit guten Kriminalkommissaren auf. Der Sachverständige entkam mir leider ins Ausland, die Anwälte erhielten langjährige Freiheitsstrafen.

Nach einem weiteren Jahr soll ich als Amtsrichter in Lauf/P. das vergammelte Referat eines viel zu langsam arbeitenden Kollegen aufräumen. Die Tätigkeit als königlich-bayerischer Amtsrichter machte unheimlich Spaß ...
Irgenwann ruft mich ein Staatsanwalt an, und sagt, er habe mit jemanden aus der Schweizer Untersuchungshaft telefoniert, der Haftbefehl trüge meine Unterschrift. Als er ein paar weitere Details erklärt, wusste ich: Es war der Sachverständige, der ins Ausland, glaublich Australien, geflohen war und über die Schweiz wieder einreisen wollte.
Er wollte unbedingt, dass ich mich für seine beschleunigte Überstellung nach Nürnberg einsetzte, er wolle alles gestehen, er würde auf den Knien nach Nürnberg rutschen, wenn es schnell ginge, um aus der Schweizer Untersuchungshaft entlassen zu werden. Er habe nur eine Metallpritsche ohne Matratze und in seiner Zelle würden Ratten umherspringen.
Amüsant war dann die Klage gegen seine Anwältin, die er befragt hatte, wann er wieder nach in Deutschland einreisen könne, wann sein Fall verjähre. Diese hatte übersehen, dass der Sachverständige die Richtigkeite seiner Gutachten an Eidesstatt erklärt (Verjährung 25 Jahre). Muss sie deswegen für diesen Lumpen Schdensersatz bezahlen?



Mein jüngerer Sohn besucht dort den von Eltern gegründeten weltsanschaulich neutralen Kindergarten und hat den ersten männlichen Kindergärtner Bayerns als Erzieher (der mir einen selbst verfassten Gedichtband mit Widmung schenkt).
Ich residierte dort wie Kaiser Karl IV. im Wenzelschloss auf der Pegnitzinsel (wenn der Landgerichtspräsident sich zur Dienstnachschau ankündigte, ließ ich die Zugbrücke hochziehen!) und hielt meine Sitzungen im schönsten Sitzungssaal Deutschlands, dem Wappensaal, ab. Der Platz des Staatsanwalts war in der Nische des kaiserlichen Abtritts über der Pegnitz, und wenn er eine besch... Anklage vortragen musste, ließ ich ihn einen Schritt zurücktreten.
Das Kennzeichen LAU führte ich nicht, sondern ERH, da ich im nahen Nachbarlandkreis in Eckenhaid wohnte.
Gegenüber des Amtsgerichts auf der anderen Seite der Pegnitz hatte "Fred Feuerstein der Dreiradfahrer" seine Kneipe namens "Lumpensammler", wo ich lebenslanges Recht auf Freibier habe (eines Verfahrens wegen, in dem ich Gnade vor Recht ergehen ließ - siehe unten...)
Laff an der Bengadz 17 km östlich von Nürnberg ist Kreisstadt des mittelfränkischen Landkreises Nürnberger Land und zählt etwa 28.000 Einwohner.
1355 erhebt Kaiser Karl IV. die im 11. Jahrhundert entstandene Siedlung als Teil seines neuböhmischen Territoriums zur Stadt und lässt auf der Pegnitzinsel das Wenzelschloss mit seinem einzigartigen Wappensaal an der Goldenen Straße zwischen Nürnberg und Prag erbauen. Er will damit der Freien Reichsstadt Nürnberg zeigen, dass seine böhmische Herrschaft bis kurz vor ihre Stadttore reicht.
1504 kommt Lauf unter die Herrschaft des Hauses Wittelsbach. 1806 wird die Stadt im neuen Königreich Bayern Sitz verschiedener Ämter und Gerichte und hat bereits in vorindustrieller Zeit wirtschaftliche Bedeutung (Mühlen, Hammerwerke, Fabriken). Bis 1972 ist Lauf an der Pegnitz Kreissitz des gleichnamigen Landkreises. In Lauf sind u. a. die Juden Martin und sein Cousin Hans Thurnauer ansässig. Martin Thurnauer ist seit 1921 Direktor im Keramikkonzern Firma Stemag, der Vorgängerfirma der heutigen Firma Ceramtec. 1933 verhaften die Nazis beide (sog."Schutzhaft"), enteignen und zwingen sie zur Emigration in die USA.
Im Ortsteil Dehnberg befindet sich in einem alten Hopfenbauerngehöft das Dehnberger Hof Theater, das in dem aufwändig sanierten Anwesen Eigenproduktionen und Gastspiele nationaler Bühnengrößen aufführt.



Sein wirklicher Name sowie seine Lebensdaten sind nicht eindeutig geklärt, genauso wenig, ob er "Bimbela", "Bimbala", "Bimbl", "Pimpela" oder gar "Pimperlein" heißt, und "das" oder "der" als Artikel führt.
Jedenfalls ist das Bimberla schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts fester Begriff und Bestandteil einer Redewendung in Lauf: Da geht's zu wie beim Pimpela zu Laff.
Angeblich ist das Bimbela ein äußerst unordentlicher Mensch, dessen chaotischen Lebensverhältnisse geradezu sprichwörtlich sind und als Redewendung dazu dienen, um allgemein eine besonders schlampige Lebens- oder Haushaltsführung zu beschreiben.
Der Laufer Kaminkehrermeister, Heimatdichter und Bürgermeister Hans Schmidt verfasst das Gedicht:

Es Gried vom Laffer Bimbela
göiht rum in ganz Land,
doch wöi der Bimbl wirkli woar,
des is fast net bekannt.
Drum will ich etz, wenns reecht Eich is,
vom Bimbl wos dazühln,
und dene, döi neigerich senn,
des wos ich waß enthilln.

Dou hout amoal a Hafner ghaust,
vuan Tuar, vuan obern drassn,
den hobn die Leit, net blouß in Laff,
in "Hafners Bimbl" ghassn.
Wos ba den fir a Ordnug woar
und wöis dua hout ausgseng,
des is vuaher und nouchdehänd,
ich glaab, nu net dougwen:

Ka gouter Zöigl woar am Dooch,
ka Schluuß in kanner Tiir,
und wenn wou woar a Fensterscheibn,
nou woar däi voa Papier.
Im Bochtroug, als möißt’s grod su sa,
die Mäis ganz hamle woan,
und drinna, die Tischschublod’n,
des woa da Gaaß iha Boan’n.

Houts grengt, senns krochn untern Tiisch,
damit kanns woan is nooß,
und in da Kuchn afm Head
is gwachs goa as Gros.
Die Sai, döi hom as Stubnrecht ghatt,
senn gloffn ei und aus,
a Stoll fir döi woar Uebafluß,
a Saustoll woars ganz Haus!

Drum - wenns heit wou recht drekke is
und schlambet hibsch obndraff,
nou haßt’s: Ba dennan sichts grod aus
wöi sunst ban Bimbela z’Laff.

Die "Laffer Bimberla" ertragen es übrigens mit Humor, ja sind in gewisser Weise stolz darauf, dass die originelle Gestalt als Ortsneckerei auf ihre Gesamtheit übertragen wird - sie verfügt ja durchaus auch über eine gewisse Bauernschläue, wenn es um eigene Interessen geht ...



"Fred Feuerstein" hatte seine Spitznamen von seiner Angwohnheit, als Kneipenwirt in seinem "Lumpensammler" (er öffnete erst 23h) wie sein Namensvetter als Alleinunerhalter hinter der Theke rumszuspringen. Ich bekam eine Anklage wegen einer Trunkenheitsfahrt auf meinen Tisch und beschloss, mir ein eigenes Bild vom Angeklagten zu machen und besuchte am Sonntag vor der Hauptverhandlung seine Kneipe. Ab 23h30 füllte sich langsam die Wirtsstube und dann hub Fred Feuerstein an, alle seine Stammgäste auf die tags darauf staffindende Show im benachbarten Gericht einzustimmen und einzuladen.
Freds Sachverhaltsdarstellung: Er sei sturzbetrunken aus Nürnberg mit seinem Auto nach Hause gefahren, unterwegs mit seinem rechten Vorderrad an einen Radabweiser geknallt, das Rad habe sich abgeschält und entsprechende Spuren auf der Straße hinterlassen. Dieser seien Polizeibeamte gefolgt, sie hätte direkt in seine Garage geführt und dann ...
Die Stimmung in der Kneipe steigt, ich lausche andächtig, und stelle knappe bewundernde Zwischenfragen und schließlich platziert Fred sich neben mich.
Die Hand der Polizeibeamten legte sich schwer auf die warme Kühlerhaube. Dann klingelten sie bei ihm, und als er geöffnet hatte, fragten sie: "Bist wieder bsoffen gfahrn?"
"Gefahren ja, besofffen nein" sagt Fred Feuerstein. "Ich fuhr nüchtern aus Nürnberg heim, sah den Schaden an meinem rechten Vorderrad und war so schockiert, dass ich erst einmal eine halbe Flasche Whisky zur Beruhigung trinken musste - dort (er zeigt auf seinen Nachttisch) steht die Flasch noch".
Er legt seinen Arm um meine Schultern - Beifall rauscht nach seiner Story auf - und fragt "Jetzt bin ich nur gespannt, ob sie mir das bei Gericht glauben". Mein knappe Anwort: "ich auch", dann zahlte und ging ich.

Tags drauf habe ich um 8h eine Sitzung in anderen Sache - dabei füllt sich der Sitzungssaal mit den zwielichten Gästen des Lumpensammlers vom Vorabend. Punkt 9h springt die Tür auf, und Fred Feuerstein steht da, unter dem Gegrummel aller Zuhörer. Er sieht mich als Vorsitzenden und erstarrt. Ich lasse mir nichts anmerken. Verlesung der Anklage durch den Staatsanwalt. Ich belehre Den Angeklagten, er hebt kaum den Blick und murmelt: "ich bitte um gut Wetter".
Im Saal Protest, er winkt mit der einen Hand hinter seinem Rücken immer wieder ab, der Staatsanwalt beugt sich vor und flüstert zu mir: Ist der geständig?
Ich zum Angeklagten: "Es ist also alles richtig, was der Herr Staatsanwalt vorgelesen hat, besoffen gefahren?"
Er bejaht. Der Staatsanwalt kann es nicht glauben, wir haben drei Sachverständige geladen: Einen für Alkohol, einen für Bausachen und einen für Kfz-Technik. Mehrere Zeugen. Ganztägige Sitzung. Dann: Verzicht auf Beweisaufnahme, nach 20 Minuten (sehr mildes) Urteil. Rechtsmittelverzicht. Unverständnis äußernd leert sich der Sitzungssaal, Stille. Ich sitze allein da, schreibe mein (abgekürztes) Urteil - plötzlich klopft es.
Fred Feuerstein tritt ein. "Herr Richter, ich danke. Sie haben bis ans Lebensende Freibier bei mir". Ich: "Das ist doch Bestechung ..." "Nein, nein, keinesfalls."
Mein (abgekürztes) Urteil hängt gerahmt in der Wirtsstube des "Lumpensammlers" ...

Ozapft is
Ein weiterer amüsanter Fall mit einem Studienrat.
Er war auf Fortbildung in Bonn und hatte einen One-Night-Stand mit einer Kollegin - nicht ohne Folgen: sie wurde geschwängert.
Im Vaterschaftsfeststellunsverfahren leugnete er alles - damals gab es das DNA-Verfahren noch nicht - und man musste als erstes eine Blutprobe entnehmen, um damit schon einen Teil von Vätern auszuschließen. Mein Beklagter weigerte sich hartnäckig, Blut nehmen zu lassen. Ich ordnete Vorführung durch die Polizei an. Während der Pause an seinem Gymnasium fuhren zwei Polizeiwagen mit Blaulicht und Sirene vor - die gesamte Schülerschaft stand am Fenster - und sie führten ihren Lehrer in Handschellen (er hatte Wiederstand geleistet) ab.

Bei der örtlichen praktischen Ärztin tobte er weiter ("unter diesen Umständen entnehme ich kein Blut"), und so fuhr die Polizei ihn zur Gerichtsmedizin nach Erlangen. Der dortige Chef befahl "Nackt ausziehen!" An jedem Glied zog ein Beamter in eine andere Himmelsrichtung, mein armer Beklagter lag auf dem Boden, der Gerichtsmediziner entnahm das Blut und beendete den Vorgang mit dem zutreffenden und jedem Bayern vertrautem Satz "Ozapft is". Man ließ ihn los, er tobte nackt durchs Gerichtsmedizinische Institut auf der Suche nach seinen Kleidern - keiner wusste, wo sie waren ...
Ein paar Tage später traf eine umfangreiche Dienstaufsichtsbeschwerde gegen mich bei Gericht ein (wegen des genannten Zitats), die das Landgericht mit einem Wort verwarf ("Unbegründet"). Nach weiteren zwei Jahren und erbbiologischem Gutachten usw. stellte sich zweifelsfrei heraus, dass der Beschwerdeführer Erzeuger des Kindes war.
Später gestand mir der Polizei-Chef einmal nebenbei, dass sein Sohn den - unbeliebten - Lehrer auch ertragen musste und deshalb begeistert - wie alle seine Mitschüler - über die Polizeiaktion war.

Das AG Lauf/P. existiert nicht mehr - vom AG Hersbruck geschluckt.



Dann Beisitzer in einer Zilvilkammer und im Schwurgericht Ansbach



Präsident und Beisitzer Geschäftsstelle Landgerichtsarzt

Strafrichter sollen einen mehrwöchigen Aufenthalt in einer JVA abolvieren, was ich im Frauengefängnis Aichach tat.
Interessant waren die Aufnahmegespräche mit den Gefangenen. Die Frage, ob sie vorbestraft seien, verneinten fast alle. Wenn die JVA-Beamtin ihnen dann ihren Eintrag 'Freiheitsstrafe mit Bewährung' vorhielt, erklärten sie: "Das war doch ein Freispruch mit Bewährung." (Das sollte man sich als Strafrichter hinter die Löffel schreiben!)
Als ich dann mit den Aufsehern in der Kantine zu Mittag esse, schauten mich alle komisch an, ich wusste nicht, was das zu bedeuten hatte. Dann trat ein weiblicher Häftling hinter mich und stellt den Suppenteller hin. Als ich sie anschaue, Schock: Es war die 1,98m große Lesbe, die wir vor Jahren beim Ansbacher Schwurgericht zu lebenslanger Freiheitsstafe wegen Ermordung ihres Ehemanns verurteilt hatten. Sie hatte sich im Auto auf der Rückbank versteckt, als ihr Mann ihre neue Freundin nach Hause fahren sollte. Sie warf von hinten einen Gürtel um seinen Hals und zog langsam zu, bis er röchelnd verstarb (vorher hatte sie noch eine hohe Lebensversicherung abgeschlossen, für die sie bezugsberechtigt war). Ihr Fehler war die Formulierung in der Todesanzige in der Zeitung namens ihrer Kinder ("Böse Männer haben unseren Vater umgebracht..."). Der Mordkommissar bestand bei ihrer Vernehmung darauf, zu erklären, woher sie wisse, dass es Männer gewesen seien. Sie verhedderte sich immer wieder. Auch als er ihr vorhielt, auf dem Gürtel seien nur ihre Fingerabdrücke, leugnete sie noch immer.

Ja, ja die Lesben ...
Täterin in einem Schwurgerichtsfall in Chemnitz war ebenfalls eine Lesbe, die während ihrer Ehe (2 Söhne) ein Verhältnis mit mehreren anderen Frauen (darunter eine hochrangige Kirchenvertreterin) knüpfte, ebenfalls nach Abschluss einer Lebensversicherung.

Sie lud ihren Mann zu einem Abendspaziergang am Cospudener See ein und stach ihn von hinten mit 16 Stichen in den Rücken ab. Den Haushund konnte sie nicht wegziehn von der Leiche, die ein Angler fand. Als die Mordkommission mit Spürhunden erschien, führten diese die Ermittler geradewegs zu einem Jugendzeltlager in der Nähe im Wald. Sie nahmen drei Jugendliche (13 bis 16 Jahre) fest und führten sie bei ihren Eltern vor - die Jungs hatten sich nachts nochmal an den See geschlichen und waren erschrocken zurückgegangen, als sie die Leiche mit Hund gesehen hatten.
Als die Kripo früh bei der Täterin klingelt, lief die Waschmaschine. Auf die Frage, was sie gerade wasche, zeigte sie identische Kleider, die sie auch am Leib trug. Auch sie verwickelte sich in Widersprüche.
Ihr Verteidiger zog in der Hauptverhandlung eine große show ab; er wollte auf Lustmord (krankhaft) hinaus und zerstritt sich mit der psychiatrischen Sachverständigen (es war deren erster Fall). Ein neuer erfahrener Sachsverständiger kam zum Ergebnis: Vorsätzliche Tötung von hinten (Heimtücke). Unser Urteil: Lebenslang.

Armbrustfall - Lesbenfall der dritte ...

Eine geile (sie vernaschte auch ihre zwei Brüder) Frau, geldgierig und lesbisch, schließt eine hohe Versicherung für ihren Ehemann ab, zwingt ihre Brüder, ihn mit ihr zusammen zu ermorden. Spät nachts fahren die Drei in eine große LPG, wo das Opfer als Schweizer arbeitet. Plan: Sie wartet draußen im Auto, der eine Bruder soll an der Tür zum Kuhstall Schmiere stehen und der andere ihn mit einer Armbrust (im Internet bestellt und bezogen!) von hinten erschießen.
Als der jüngste Bruder ins Büro schleicht, sitzt sein Schwager mit dem Rücken zu ihm am Schreibtisch und schreibt. Er lädt einen Pfeil (ein kurzes Holzstück mit vier sternförmig vorn angebrachten dreieckigen Rasierklingen) und schießt ihn von hinten über der Schulter in den Körper, der Pfeil geht 1 cm über dem Herzen durch den Körper und tritt vorn wieder heraus. Der Schweizer dreht sich um und erkennt seinen Schwager: "DU?"
Da überfällt den Schützen das schlechte Gewissen, er gibt seine Tat auf, rennt hinaus an seinem Bruder vorbei: "Wir müssen sofort weg" und beide stürzen in das Fahrzeug, in dem die Anstifterin sitzt. Sie fahren nach Tschechien. Der Verletzte kann noch die Polizei anrufen, die eine Fahndung auslöst, die Drei werden kurze Zeit später in Tschechien verhaftet.
Ihr dürft raten, wie sie zu bestrafen sind.
Strafrechtlich eindeutig: Der Rücktritt des Jüngsten ist strafbefreiend für den Mord, aber nicht für die Körperverletzung. Einige Jahre wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Bruder der Schmiere gestanden hat: Beihilfe zum Mord - ihm kommt der Rücktritt nicht zugute - acht Jahre. Die Schwester als Haupttäterin - lebenslang.

Hättet ihr überholt?
Familie auf Sonntags-Fahrradausflug. Als sie im Erzgebirge hintereinander einen steilen Berg hinunterfahren - an erster Stelle der Sohn, an letzter die Mutter - überholt sie ein Pkw. Plötzlich schreit die Mutter von hinten:"Links!" Der Sohn biegt ab, ohne nach hinten zu schauen und dies zu signalisieren. Er wird von dem überholenden Fahrzeug weit emporgeschleudert, landet im Baum an der Wegabzweigung, fällt durch die Äste hinunter auf das Fahrzeug, das veruchte auszuweichen und gegen den Baum knallte: der Fahrer schwer verletzt am Bein, auf Lebenszeit gehbehindert; der Sohn nur leichte Prellungen.
Wie bestrafen?





Doppelmord Karibik
Als meine Lebensgefährtin und ich eine Veranstaltung des „Schwarzen Kreuzes“ besuchten, schwärmte beim Mittagessen ein junges weibliches Vereinsmitglied von einem unheimlich sympathischen Sträfling (lebenslänglich), den sie betreue und der ihr erklärt habe, dass er unschuldig sitze. Auf nähere Fragen, was ihm denn zur Last lag, erklärte sie, er solle zwei Leute in der Karibik umgebracht haben - der Angeklagte, den wir wegen Doppelmals verurteilt hatten!


siehe SPIEGEL

Der Angeklagte gehörte zu dem großen Korruptionsring um den Bau der A 72 Hof-Dresden. Die Strabag zahlte an viele angebliche Subunternehmen riesige Beträge. Eine solche Scheinfirma hatte auch der genannte Sträfling gegründet, der von der Strabag einen beachtlichen Betrag für angebliche Leistungen bekam.
Er schickte seine Freundin mit dem Geld in die Dominikanischen Republik, wo er ein Haus hatte und sie das Geld dort verstecken sollte. Misstrauisch gab er ihr einen Freund - beide früher bei der Stasi - mit auf die Reise. Der Freund verliebte sich in die Frau, sie zogen in eine andere Wohnung. Der nachgereiste Angeklagte fand sie dort, trat mit seinem stahlbereiften Absatz der Freundin auf die Zehen, brach ihr zwei und erfuhr das Geldversteck. Dann brachte er beide auf bestialischer Weise um: er entzündete ihr Fahrzeug, in dem sie eingesperrt saßen. Unerklärlicher Weise konnten sie sich aus dem Auto befreien, der Angeklagte erschlug die aussteigenden Brennenden mit seinem Baseballschläger.

Gut erinnerlich ist mir die Kontaktaufnahme der Sondereinheit aus Dresden mit unseren Wachtmeistern.
Ich hatte höchste Sicherheitsstufe angeordnet, weil sich in der Dominikanische Republik folgendes zugetragen hatte: Der Ermittlungsrichter, der die Auslieferung des Angeklagten veranlasst hatte, ging nach Dienst zu seinem Auto. Da er etwas vergessen hatte, drehte er um und ging zurück. Als er circa 20 m von seinem Auto entfernt war, ging die vom Angeklagten gelegte Bombe los, das Auto des Richters flog in die Luft. Als die Sondereinheit aus Dresden bei den Wachtmeistern nach dem Auto des Vorsitzenden fragte (sie hatten Sprengstoffhunde dabei), zeigten sie auf meinen Twingo. Der Chef der Sondereinheit:
"Verarschen können wir uns selbst".

Oberstaatsanwalt

PS
Um seine U-Haft zu verlängern, veranstaltete der Angeklagte am Morgen des Urteilserkündigungstages diese Show: Er rannte mit dem Kopf gegen die Wand und schnitt sich Wunden, er musste in die Klinik gebracht und sein Prozess später erneut aufgerollt werden.


Wie ich aus internen Hintergründen erfuhr - die Verurteilte fand in einer Aufseherin ein Vertrauensperson - litt ihr sympathischer Ehemann an der sexuellen Abart, nur mit einer Schwangeren verkehren zu können, weshalb sie immer wieder schwanger werden musste ...













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