Mit Vollbild (F11) schöner!





Überlingen - 47°46'N 009°09'E

"Iberlinge" sagen die Einheimischen zur ihrer Stadt am nördlichen Bodenseeufer, nach Friedrichshafen zweitgrößte Stadt mit gut 22.000 Einwohnern im Bodenseekreis. 1939 bis 1972 ist Überlingen Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.
Drei bei Überlingen entdeckte römische Fundmünzen von 364 bis 378 n. Chr. datieren in die Zeit nach dem Rückzug der Römer auf die Rheingrenze.





Mit dem Reichsdeputationshauptschluss verliert die freie Reichsstadt Überlingen 1803 ihre Reichsunmittelbarkeit und wird Teil des Großherzogtums Baden. Bei dem schweren Erdbeben in Süddeutschland von 1911 kommt der Bodensee in Wallung, Kamine knicken ein, das Been reißt den Überlinger Landungsplatz förmlich auf.
In der Nazizeit arbeiten KZ-Häftlinge an ausgedehnten unterirdischen Anlagen. Drei Stolpersteine erinnern an Landrat Hermann Levinger und seine Tochter Barbara, die sich kurz vor ihrer Deportation im Dezember 1944 das Leben nehmen, sowie an Franz Klauser, den die Nazis wegen „widernatürlicher Unzucht“ (Homosexualität) 1944 im KZ Ladelund, ermorden.
1972 führt Überlingen als erste Stadt Deutschlands eine Zweitwohnungssteuer ein („Überlinger Modell“). Diese örtliche Aufwandsteuer beträgt 2018 jährlich 20 % der Jahresmiete.
2002 kollidieren über Owingen bei Überlingen zwei Flugzeuge, eine Boeing 757 von DHL und eine Tupolew Tu-154 von Bashkirian-Airlines, 71 Opfer, darunter 49 Kinder, folgenschwerster Flugunfall der Bundesrepublik Deutschland:









Uelzen - 52°58'N 010°34'E

Die Hansestadt mit gut 33.500 Einwohnern, Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Nordosten Niedersachsens, liegt an der Ilmenau und am Elbe-Seitenkanal. Sie weist einige beachtliche Bauwerke der norddeutschen Backsteingotik auf, Fachwerkarchitektur prägt die Altstadt.



Uelzen liegt am Rand der Lüneburger Heide und ist Mittelpunkt des Uelzener Beckens. Reizvoll ist die Lage der Stadt am Heidefluss Ilmenau mit grünen Ufern, kleinen Parks und Auen.



Bis ins 16. Jahrhundert erlebt die Stadt eine Blütezeit als wichtiger Handelsplatz für Honig, Wachs, Holz, Vieh, Pelze, Getreide und Töpferwaren. Ein Londoner Handelskontor kauft Uelzener Leinen am Schnellenmarkt auf und exporteiert es von und nach Nordeuropa. Im Gegenzug gelangen englische Tuchwaren, schottische Wollstoffe oder rheinländische Keramikprodukte nach Uelzen.
Während der Hansezeit gelangt das "Goldene Schiff" in die Stadt, heute Wahrzeichen Uelzens. Die 63 cm hohe Nachbildung einer Hansekogge bewahrt heute die St.-Marien-Kirche auf.

Dunkelstes Kapitel in der Stadtgeschichte ist die Nazizeit. Im März 1945 erreichen etwa 500 Häftlinge aus dem KZ Neuengamme die Stadt. Zur Wiederherstellung der Gleise müssen die Männer schwerste körperliche Arbeit unter menschenunwürdigen Bedingungen verrichten. Sie sind in einer Lagerhalle untergebracht. Noch vor Kriegsende lassen die Stadtoberen die Häftlinge zurück nach Neuengamme bringen (wobei viele von ihnen auf dem Weg umkommen), und bestehen darauf, Uelzen nicht kampflos aufzugeben. Daher wurden fügt die British Army der Stadt durch Beschuss und Flammenwerfer weite Zerstörungen zu. 27 % der bebauten Fläche sind nach Kriegsende zerstört.
In Uelzen-Bohldamm befindet sich ein Notaufnahmelager für Flüchtlinge aus den deutschen Ostgebieten, der DDR und Ost-Berlin. Bis zur Schließung des Lagers werden 4 Mio Vertriebene und Flüchtlinge registriert und karteilich erfasst.







Uecker-Randow - 53°30'N 014°04'E

Pasewalk war Verwaltungssitz des Landkreises Uecker-Randow im Osten Mecklenburg-Vorpommerns, der von 1994 bis 2011 bestand. Zusammen mit dem Landkreis Ostvorpommern und der Hansestadt Greifswald ging er 2011 im neu gebildeten Landkreis Vorpommern-Greifswald auf. Der Name des Landkreises war aus den größten Gewässern des Kreisgebietes, den Flüssen Uecker und dessen Nebenfluss Randow abgeleitet. Der Landkreis entstand 1994 aus dem ehemaligen Kreis Pasewalk aus über 90 % des ehemaligen Kreises Ueckermünde und aus dem Ostteil des ehemaligen Kreises Strasburg
1990 bis 2005 verlor der Landkreis 20 % seiner Einwohner verloren. Laut Bevölkerungsprognose der Landesregierung werden 2020 nur noch etwa 53.000 Menschen im Kreis leben, was einem Rückgang gegenüber 2002 um 34 % und damit dem größten Bevölkerungsverlust aller Kreise in Mecklenburg-Vorpommern entspräche. Ursächlich ist der negative Wanderungssaldo und das damit einhergehende hohe Geburtendefizit.
Der Landkreis befand sich im Osten Mecklenburg-Vorpommerns. Im Osten grenzte Polen an ihn, im Süden Brandenburg, im Westen der Landkreis Mecklenburg-Strelitz, im Nordwesten der Landkreis Ostvorpommern und im Nordosten das Stettiner Haff. An der Grenze zur Republik Polen formt sich die Küstenlinie des Stettiner Haffs zur Bucht des Neuwarper Sees.
Entlang des Randowtals trifft man eine für Deutschland einzigartige Steppenflora an, welche überwiegend kontinentale Trockenrasen kennzeichnet. Aufgrund der jahrzehntelangen Nutzung weiter Teile der Ueckermünder Heide als Truppenübungsplatz der NVA, später auch der Bundeswehr, haben sich in diesen Gebieten wertvolle Zwergstrauchheiden und Magerrasen entwickelt. In den Randbereichen sind Naturschutzgebiete und Rückzugsräume z. B. für Seeadler entstanden.
Wichtige Städte sind Pasewalk mit gut 11.000, Strasburg (Uckermark) mit gut 5.000 und Ueckermünde mit knapp 10.000 Einwohnern.







Uffenheim - 49°33'N 010°14'E

Uff, Uff - nicht der Überraschungsruf Winnetous, sondern meine Verwunderung über dieses fränkische Kaff - durch und durch von protestantischen Pfaffen beherrscht, kleinbürgerlich, spießig - aber auf der anderen Seite eine sehr schöne Schule mit vielen sonderbaren Lehrern und einem unglaublichen Bürgermeister ...*) Privatunterricht in Latein im humanistischen Zweig (3 Leute!), spreche die tollste Sprache der Welt bis heute wie meine Muttersprache. Ich kam aus dem genauso bigotten, katholischen Amberg. Diese Erfahrungen möchte ich nicht missen, sie haben mir die Kirchen nicht näher gebracht, sondern bewiesen, was schon Tolstoi schrieb: Die Kirchen sind der wahre Antichrist!
Stadt im mittelfränkischen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim mit ca. 6.500 Einwohnern, ihr offizielles Kfz-Kennzeichen NEA, die Landschaft stark ackerbaulich geprägt. Die Einwohner nennen ihre Stadt "Uffni".
Seit 1806 gehört die Stadt zum Königreich Bayern. Der Landkreis Uffenheim besteht bis 1972.
Die Christian-von-Bomhard-Schule ist eine der ältesten Schulen Deutschlands. Schon im ausgehenden Mittelalter gibt es in Uffenheim eine lateinische Elementarschule. Basierend auf Luthers Erziehungskonzept, die Kinder im Sinne des Wortes Gottes zu christlichen, aber auch gleichzeitig zu weltoffenen und weltnahen Menschen zu erziehen, entsteht im 16. Jahrhundert eine evangelische Lateinschule, in der 1531 der erste evangelische Lehrer seinen Dienst antritt. 1806 entsteht eine königliche Lateinschule, 1926 eine rasch wachsende private Realschule mit Lateinabteilung. Der Betreiber der Webseite legt am Humanistischen Zweig des Gymnasiums 1964 seine Abi ab und hat beste Erinnerungen an seine Schulzeit, Lehrer und Klassenkameraden.

Im Schuljahr 1956/57 wird die Schule staatlich anerkannt und 2 Jahre später das Christian-von-Bomhard-Heim eröffnet.



*) Zitate aus Bürgermeisters Reden:
Als er eine Büste vom Turnvater Jahn einweihen soll (in der Stadthalle): "Hiermit enthülle ich das Denkmal von Turnvater Raiffeisen" (er war kurz vorher in einer Sitzung der Bank!)
Er eröffnet den neugebauten Campingplatz, zu Gast waren auch die eingeladenen GI's aus Illesheim mit 2 Helicoptern gelandet. Zitat: "Besonders freuen wir uns, dass unsere amerikanischen Freunde mit ihren Horroskoptern gekommen sind".
Die Feier zum Tag des Baumes, wo viele Schulkinder anwesend sind: "Hiermit eröffne ich die Feier zum Baum des Tages. Was haben wir für ein Glück mit dem Wetter, wir konnten in diesem Jahr mit der Vegetation 3 Wochen eher beginnen." Und, zu den Lehrern gewandt: "Was ist doch der Lehrerberuf schön, wenn man täglich den Kindern die Pubertät aus den Augen strahlen sieht."
Durch Uffenheim führt die Romantische Straße, wo ein Bahnbus mit ebendiesem Liniennamen verkehrt. Immer im Frühjahr, wenn die Saison beginnt, begrüßen die jeweiligen Bürgermeister die Fahrgäste, den Fahrer und die Hostess im Bus. Unser Bürgermeister zu der jungen, attraktiven Dame:
"Und nun wünsche ich Ihnen viel Besuch und regelmäßigen Verkehr!"
Alles - und noch viel mehr - verbürgt!
Uffenheim, wie es leibt und lebt - Schlammschlacht und Himmelsfenster:












Ulm - 48°24'N 009°59'E


Der wohl berühmteste Ulmer ist Albert Einstein (an Stelle seines Geburtshauses steht heute eine Skulptur zu Ehren des prominenten jüdischen Sohnes der Stadt, den die Nazis ausbürgern), die Geschwister Scholl, Widerstandskämpfer gegen die Nazis, sind ab 1932 in Ulm aufgewachsen.
Ulm, die an der Donau am südöstlichen Rand der Schwäbischen Alb gelegene Universitätsstadt in Baden-Württemberg, hat über 125.000 Einwohner und bildet mit Neu-Ulm in Bayern am gegenüberliegeden Donauufer eines der länderübergreifenden Doppelzentren Deutschlands. Bekannt ist Ulm auch für sein gotisches Münster, dessen Kirchturm mit 161,53 Metern der höchste der Welt ist.



Die Freie Reichsstadt ist ab 1802 bayerisch, seit 1810 württembergisch.
Das historische Stadtzentrum liegt 2 km unterhalb der Einmündung der Iller an der Mündung der Blau in die Donau.



Von 15 v. Chr. bis etwa 260 n. Chr. (Fall des Donau-Iller-Rhein-Limes) bildet das Ulm gegenüberliegende Donauufer die Nordgrenze des Römischen Reiches. Die Landesgrenze zwischen Bayern und Württemberg verläuft heute genau dort, wo schon vor über 2.000 Jahren die Grenze zwischen dem Imperium Romanum und dem unbesetzten Germanien (Germania Magna) verlief.
1804 bis 1818 gelangen Tausende Auswanderer auf dem Wasserweg ins Mündungsgebiet der Donau (Dobrudscha) im heutigen Bulgarien und Rumänien sowie nach Bessarabien (heutige Republik Moldau), ans nördliche Schwarze Meer (heutige Süd-Ukraine) und von dort nach Süd-Russland, insbesondere in das Gebiet des Kaukasus. Die zumeist schwäbisch-stämmigen Auswanderer schiffen sich in Ulm auf Flößen und Ulmer Schachteln ein und fahren die Donau hinab bis zu deren Mündung ins Schwarze Meer bei Ismajil. Reiseerzählungen berichten von größten Strapazen der Auswanderer während der rund 2.500 km langen Fahrt. Zahlreiche Unglücksfälle und Krankheiten, die nach dem Genuss von verschmutztem Flusswasser und aufgrund schlechtester hygienischer Bedingungen in der drangvollen Enge der meist überfüllten Boote ausbrechen, fordern zahllose Todesfälle. Ergebnis dieser großen donauabwärts gerichteten Auswanderungsbewegung sind die Volksgruppen der Dobrudscha-, Bessarabien-, Schwarzmeer- und Kaukasiendeutschen.



Die Auswanderungswellen verstärken die bereits vor dieser Zeit vorhandenen engen Kontakte Ulmer Kaufmanns- und Schifferfamilien in diesen Raum nachhaltig. Nach der Vertreibung der Ungarndeutschen und Donauschwaben aus Serbien und Ungarn nach dem 2. Weltkrieg sowie einer nach 1990 einsetzenden Auswanderungswelle von Donauschwaben aus Rumänien, siedeln sich diese häufig in den ehemaligen Herkunftsgebieten ihrer Vorfahren an. Hierdurch entsteht seit den späten 1940ern rund um Ulm eine starke donauschwäbische Gemeinde. Heute bezeugen mehrere im Stadtgebiet aufgestellte Denkmäler, welche an Geschichte und Vertreibung der Donauschwaben erinnern, das im Jahr 2000 in den Räumen der Oberen Donaubastion (Bundesfestung Ulm) eröffnete Donauschwäbische Zentralmuseum (DZM) und zahlreiche Städtepartnerschaften und Kooperationsprojekte mit Gemeinden und Städten entlang der Donau die enge Verbindung Ulms mit den Donauschwaben und Südosteuropa.
1805 führt die Schlacht von Elchingen zur Schlacht von Ulm, aus der Napoleon als Sieger herausgeht. Nachdem Marschall Ney die Österreicher vernichtend geschlagen hat (hierfür ernennt ihn Napoleon zum Herzog von Elchingen), ziehen sich diese nach Ulm zurück, wo die Franzosen sie belagern und sie kurz darauf kapitulieren.
Für Ulm hat der Übergang 1806 an Württemberg schwerwiegende und bis heute andauernde Folgen. Der kleinere, aber für Ulm wirtschaftlich wichtigere südliche Teil des vormaligen Ulmer Territoriums bleibt bayerisch, ist "Ausland" und bildete den Grundstock der künftigen Stadt Neu-Ulm. Ulm ist Grenzstadt.

1811 soll Albrecht Ludwig Berblinger, „der Schneider von Ulm“, anlässlich des Antrittsbesuchs des württembergischen Königs in der Stadt, das von ihm entworfene Fluggerät vorführen. Berblinger legte im Bereich des oberen Michelsbergs erfolgreich mehrere Gleitflüge von mehreren Dutzend Metern „über Wiesen und Gärten“ zurück. Berblinger soll am hohen Ufer der Adlerbastei nahe der Herdbrücke präsentieren. Berblinger scheut die Demonstration, weil er richtigerweise die dort herrschende Thermik für extrem ungünstig einschätzt. Am Tag darauf, anstelle des Königs ist sein Sohn anwesend, steht der Flugpionier wieder am Start. Man soll angeblich den immer noch Zögernden von der Adlerbastei gestoßen haben, er landet, statt am bayerischen Ufer, in der Donau, was für Berblinger verheerende Folgen hat. Weit über Ulm hinaus wird er zur lächerlichen Witzfigur, dem Spott seiner Zeitgenossen schutzlos preisgegeben. Er gibt verbittert seine Flugversuche auf, zieht sich zurück, stirbt verkannt und völlig verarmt. Neben zeitgenössischen Berichten beweisen aber moderne Nachbauten von und Versuche mit Berblingers Fluggerät eindeutig, dass es tatsächlich flugtauglich war und sich damit bei guter Thermik beachtliche Strecken zurücklegen lassen.
Der 1. Weltkrieg und die folgende Weltwirtschaftskrise treffen Ulm besonders hart, da die Wirtschaftsunternehmen der Stadt stark exportorientiert ausgelegt und als vormalige Rüstungsunternehmungen direkt von Reparationsforderungen und Herstellungsbeschränkungen des Versailler Vertrages betroffen sind.
Den Nazis gelingt es, die die Weimarer Republik stützemdem Paerteien für die Reparationsverpflichtungen, die schlechte Wirtschaftslage und auch für den Abbau des Militärs verantwortlich zu machen, verbunden mit einem hohen Anteil von Antisemitismus: Die Juden gelten als Urheber aller negativen Geschehnisse der Weimarer Republik.



Im Ulmer Reichswehrprozess 1930 werden 3 Offiziere des in Ulm stationierten Artillerieregiments wegen Vorbereitung zum Hochverrat angeklagt und schließlich wegen Verteilen politischer (NSDAP-)Propaganda zu je 18 Monaten Festungshaft verurteilt. Adolf Hitler persönlich ist Zeuge und nutzt dies zu einem Propagandaauftritt, sichert während seiner Befragung durch den Richter aber auch zu, politische Veränderungen nur auf verfassungsgemäßem Weg anzustreben. Nachdem die Nazis die Macht übernommen haben, setzt Verfolgung der Weimarer Demokraten, Kommunisten und Juden ein. Viele Opfer sind 1933 bis 1935 im KZ Oberer Kuhberg ohne Gerichtsverfahren eingekerkert und misshandelt worden, unter ihnen Kurt Schumacher. In der Reichspogromnacht setzen Ulmer SA-Leute die Synagoge in Brand und misshandeln Mitglieder der jüdischen Gemeinde, woran sich auch andere Ulmer Bürger beteiligten. Nach der „Reichskristallnacht“ quartierem die Nazis die restlichen in Ulm lebenden Menschen jüdischen Glaubens zwangsweise in sogenannte Judenhäuser ein und transportieren 1941 bis 1942 die Verbliebenen in die Vernichtungslager, um sie zu ermorden.
1944 beginnen schweren Luftangriffe, zu Kriegsende sind 81 % der historischen Altstadt zerstört. Sie wird zu großen Teilen in den Jahrzehnten nach Kriegsende wieder aufgebaut. 1973 wird Ulm Sitz des neu gebildeten Alb-Donau-Kreises. Die Überwindung der Wirtschaftskrise Anfang der 1980er macht aus der bisherigen Industriestadt auch ein Dienstleistungs- und Wissenschaftszentrum, welches 1987, bei einer Einwohnerzahl von 104.000, die beachtliche Zahl von 84.000 Arbeitsplätzen aufweisen kann.









Unna - 51°32'N 007°41'E




Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im östlichen Ruhrgebiet mit 59.000 Einwohnern und zweitgrößte Stadt des Kreises Unna, wo der Esel Symbolfigur ist. Dessen Ursprung liegt in sogenannten Ortsübernamen, die im 19. Jahrhundert in Westfalen weit verbreitet sind, wie beispielsweise (plattdeutsch) „Kömsche Bleier“ für die benachbarten Kamener, hier eben „Iasel Unna“.
Unna liegt15 km östlich von Dortmund in der Hellwegbörde, die sich zwischen den Flüssen Ruhr und Lippe erstreckt.
1808 kommt Unna nach den Napoleonischen Kriegen mit der Grafschaft Mark zum neu geschaffenen Großherzogtum Berg, 1813 nach Napoleons Niederlage ziehen wieder die Preußen ein. Mit dem Beginn der Steinkohleförderung setzt 1870 die Industrialisierung ein.
Nach dem 1. Weltkrieg besetzt 1920 für kurze Zeit die Rote Ruhrarmee Unna.
1933 zwingen die Nazis 156 Personen aus der noch bestehenden jüdischen zur Auswanderung oder sie fallen den Mördern in Theresienstadt, Belzec und Auschwitz zum Opfer.
In der Nachkriegszeit nimmt Unna Flüchtlinge und Vertriebene auf. Nach Auflösung des Landes Preußen wird Unna 1947 Teil des neuen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Mit Schließung der Schachtanlagen während der Strukturkrise im Ruhrgebiet in den 1960er Jahren endet die durch den Bergbau geprägte Entwicklung. Seitdem wandelt sich die Stadt zu einem Dienstleistungszentrum.