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Regensburg - 49°01'N 012°06'E

Sitz der Regierung der Oberpfalz wie des Landkreises. Seit 2006 gehört die Altstadt mit ihren historischen Baudenkmälern zum UNESCO-Welterbe. Regensburg viertgrößte Stadt Bayerns mit etwa 155.000 Einwohnern, Bischofssitz, 3 Hochschulen.
Die Stadt liegt liegt am nördlichsten Punkt der Donau an den Mündungen von Naab und Regen. Hier endet die historische Bayerische Eisenstraße, die zahlreiche Industrie- und Kulturdenkmäler verbindet. Man brachte Metalle und Halbfertigprodukte aus der Oberpfalz zum Umschlagplatz Regensburg. Im Abschnitt ab Amberg verläuft sie über 60 km als Wasserstraße auf den Flüssen Vils und Naab.
Ab 175 lässt Kaiser Mark Aurel das Legionslager Castra Regina (Lager am Regen) errichten. Der Steinbau mit seiner 10 m hohen Mauer, den 4 Toren und zahlreichen Türmen ist bis heute im Grundriss der Altstadt erkennbar. Im Lager ist die III. Italische Legion mit rund 6.000 Soldaten stationiert.
Bis 788 ist Regensburg der Hauptsitz der Herzöge der Bajuwaren. Nach seinem Sieg über Herzog Tassilo III. verbringt Karl d. Gr. 791–793 in Regensburg, um die Einverleibung Baierns ins sein Fränkisches Reich abzusichern.
Die Stadt erlebt mit Fernhandel bis Paris, Venedig und Kiew ihre wirtschaftliche Blütezeit. Sie ist damals eine der wohlhabendsten und einwohnerstärksten Städte Deutschlands. Um 1050 ist die Stadt mit ca. 40.000 Einwohnern die größte des Reiches, noch vor Rom und Zentrum des mittelalterlichen Sklavenhandels, bei dem die Händler kriegsgefangene Slawen und Balten in den muslimischen Herrschaftsbereich exportieren.
Zeichen des Wohlstands ist der Bau der Steinernen Brücke um 1146, die Vorbild für viele andere Brückenbauten, zum Beispiel die Karlsbrücke in Prag wird.
1189 bricht Kaiser Friedrich I. Barbarossa von hier mit einer großen Streitmacht zum 3. Kreuzzug auf. Um 1273 beginnt der Bau des Doms St. Peter, zusammen mit der Steinernen Brücke Wahrzeichen der Stadt.
1800 machen die Franzosen in Regensburg Quartier.
1938, in der Reichspogromnacht brennen Nazis die Synagoge nieder, deportieren Juden in KZs und ermorden sie, über 1.100 Menschen kommen im Rahmen der „Euthanasie“ um.







Rastatt - 48°51'N 008°12'E

Die Stadt in Baden-Württemberg mit etwa 50.000 Einwohnern ist 22 km von Karlsruhe, 12 km von Baden-Baden entfernt und Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Rastatt liegt in der Oberrheinischen Tiefebene, vom Schwarzwald im Osten und den Vogesen im Westen begrenzt. Der Rhein bildet die Stadtgrenze und Grenze zu Frankreich. Die Murg fließt durchs Stadtgebiet und mündet in den Rhein. Die historischen Fernstraßen (heute B 3 und B 36) treffen in Rastatt aufeinander.
Ab 1500 liegt die Stadt als Teil Badens im Schwäbischen Reichskreis. 1689 brennen die Franzosen die Stadt nieder. Mit dem Wiederaufbau entsteht ein Jagdschloss des Markgrafen Ludwig Wilhelm, später umgebaut in eine Residenz, das Schloss Rastatt. Um 1700 erhält Rastatt Stadtrechte.
Die Schlossanlage bleibt bis 1771 Residenzschloss der Markgrafschaft Baden-Baden, später Baden-Durlach. Die Friedenverhandlungen 1797 bis 1799 zwischen Frankreich, Preußen und Österreich enden mit dem Rastatter Gesandtenmord. 1849 leitet der Aufstand in der Bundesfestung den dritten Aufstand der Badischen Revolution ein, der mit Kapitulation der Revolutionäre endet. Seit 1939 ist Rastatt Sitz Landkreises. Im Novemberpogrom 1938 schänden von SA-Männern die Synagoge und brennen sie nieder.
1946 bis 1954 finden vor dem Tribunal Général der französischen Militärverwaltung 20 Strafverfahren (die sog. Rastatter Prozesse) wegen Verbrechen an Fremdarbeitern und Gefangenen im Nazilagersystem mit mehr als 2.000 Angeklagten statt.
Wahrzeichen der Stadt ist das Residenzschloss.
Wichtigster Arbeitgeber ist das Mercedes-Benz-Werk, 2012 verlässst das dreimillionste Kompaktfahrzeug das Werk. Siemens beschäftigt etwa 750 Mitarbeiter.



Nette Kommentare:
"Schön die armen Touristen mit so einem Video nach Rastatt locken und dann werden sie nachts von Merkels Gästen ausgeraubt und geboxt
Rastatt - eine Stadt in der Sie gleich ein abgewirtschafteter, dreckiger Bahnhof begrüßt. Hoffentlich habe Sie keinen Kinderwagen oder sind mobilitätseingeschränkt - sonst müssen Sie andere Reisende anbetteln, Sie die Treppen rauf und runter zu tragen...
Eine furchtbare Stadt. Barock war dort gestern. Ab dem Bahnhof nur Ausländer und Moscheen."
Bahnhof Rastatt





Rendsburg - 54°18'N 009°40'E



Rensborg (nddt) mt etwa 30.000 Einwohnern und Sitz der Kreisverwaltung des Kreises Rendsburg-Eckernförde in der Mitte Schleswig-Holsteins am Nord-Ostsee-Kanal und am historischen Ochsenweg. Die Stadt verbindet die Landesteile Schleswig und Holstein, wobei die Altstadt historisch auf einem Werder des Grenzflusses Eider liegt.
Rendsburg liegt an der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt, dem Nord-Ostsee-Kanal. Die Eisenbahnbrücke über den Kanal ist Wahrzeichen Rendsburgs.



Kiel ist 32 km und Hamburg 103 km entfernt. Durch Rendsburg führt die Deutsche Fährstraße zwischen Bremervörde und Kiel mit rund 50 Fähren, Brücken, Schleusen, Sperrwerken und maritimen Museen.
Nahe der Altstadt liegt der Rendsburger Stadtsee.
811 treffen sich 12 Franken und Dänen auf der Eiderinsel und vereinbaren die Eider als Grenzfluss zwischen dem fränkischen und dänischen Reich. 1460 gliedert König Christian I. von Dämemark, Herzog von Schleswig und Graf von Holstein Rendsburg in sein Reich ein. Ab 1765 stellt die Rendsburgische Fayance-Fabrique hochwertige Fayencewaren her, die über die Grenzen hinaus Absatz finden.
1847 wird Schleswig-Holstein preußische Provinz, 1848 ist Rendsburg Zentrum des Bürgerkrieges gegen Dänemark, 1895 öffnet der Kaiser-Wilhelm-Kanal (heute Nord-Ostsee-Kanal oder Kiel-Kanal) nach achtjähriger Bauzeit.
In der Reichspogromnacht 1938 beschädigen Nazis die Synagoge durch einen Sprengsatz schwer. Rendsburgs Verteidiger verzichten 1945 auf die strategische Sprengung der beiden Kanalbrücken und übergeben die Stadt den britischen Truppen.
Nach wie vor zeigt die Stadt Merkmale ihrer deutschen und dänischen Vergangenheit.







Recklinghausen - 51°37'N 007°12'E

Riäkelhusen (westfälisch) in Nordrhein-Westfalen mit etwa 112.000 Einwohnern ist Sitz des bevölkerungsreichsten deutschen gleichnamigen Landkreises, bekannt für die alljährlichen Ruhrfestspiele. Der Name Recklinghausen wird auf der dritten Silbe betont. Die Bewohner heißen Recklinghäuser, das Adjektiv lautet ebenso (z. B. Recklinghäuser Rathaus). Die Stadt bezeichnet sich als Ruhrfestspielstadt Recklinghausen.
Das größte Wachstum beginnt 1869 mit dem Bergbau. Heute ist Recklinghausen vor allem Dienstleistungs-, Einkaufs- und Verwaltungsstadt mit einem Einzugsgebiet von rund 600.000 Menschen.
Recklinghausen liegt im nördlichen Ruhrgebiet im Emscherland.
Das Vest Recklinghausen gehört bis 1802 zum Kurfürstentum Köln. Zwischen 1514 und 1706 sind 127 Hexenprozesse aktenkundig, 104 treffen Frauen. Die letzte als Hexe Verurteilte Anna Spiekermann köpft der Henker nach 16 Monaten Haft und Folter 1706 mit dem Schwert.



1811 kommt Recklinghause zum Großherzogtum Berg, einem Vasallenstaat Napoleons, 1814 zur preußischen Provinz Westfalen.
Der Ruhrkampf des Jahres 1920 trifft die Stadt ebenso wie die Ruhrbesetzung 1923 bis 1925.
Im Pogrom 1938 zerstören die Nazis die Synagoge, später deportieren und ermorden sie die Juden in den Vernichtungslagern. 1945 besetzen und befreien die Amerikaner Recklinghausen und Umgebung.
Nach dem 2. Weltkrieg, der vergleichsweise geringe Zerstörungen im Stadtgebiet hinterlässt, setzt die Entwicklung zur kulturellen Großstadt sowie die Nachblüte des Ruhrkohlebergbaus ein. Auf Einladung Konrad Adenauers stellt Ludwig Erhard 1948 auf dem CDU-Parteitag sein Konzept der Sozialen Marktwirtschaft als Grundlage einer freien Gesellschaft vor.







Regen - 48°58'N 013°08'E

Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Bayerischen Wald am Schwarzen Regen in Niederbayern mit etwa 11.000 Einwohnern.
Der Ort, wichtiger Brücken- und Grenzort, wird 1207 erstmals mit einer Holzbrücke erwähnt.
Ein Marienbild, das während des Dreißigjährigen Krieges den Brand eines Bäckerhauses übersteht, kommt später nach Salzburg unf führt zur Gründung von Wallfahrtsorten: Maria Plain und Maria Trost.
1945 vor dem Einmarsch der Amerikaner, sprengt die Armee noch 3 Brücken.
Seit 1957 findet am Ostermontag der Osterritt statt, an dem mit festlich geschmückten Pferden etwa 500 Reiter teil-nehmen.
Alle 2 Jahre findet an Pfingsten die Volksmusikveranstaltung "drumherum", das größte Volksmusikfestival Bayerns, statt. Über 50.000 Besucher aus nah und fern strömen in die Stadt, um den hunderten von Musikgruppen, die über die ganze Stadt verteilt aufspielen, zuzuhören, zu tanzen, diverse Volksmusikseminare und die Musikinstrumente-Messe zu besuchen.







Rochlitz - 51°03'N 012°48'E

Mit knapp 6.000 Einwohnern Große Kreisstadt in Sachsen im Landkreis Mittelsachsen kleinste sächsische Stadt mit diesem Status. Rochlitz liegt an der Zwickauer Mulde am Fuß des Rochlitzer Berges mit dem dort abgebauten Porphyr. Die Jahrhundertflut 2002 trifft die Stadt stark. Chemnitz ist 25 km, Leipzig und Zwickau sind 45 km entfernt.



Um 1200 gründet Markgraf Dietrich von Meißen die Rechtsstadt Rochlitz mit der Stadtkirche St. Kunigunde. Die Stadtanlage hebt sich durch ihren langgestreckten Straßenmarkt heraus.



Im 15. Jahrhundert erlebt die Stadt eine Blütezeit. 1547 findet vor den Toren der Stadt die Schlacht von Rochlitz im Schmalkaldischen Krieg statt, der bedeutendste militärische Erfolg der vereinigten protestantischen Streitkräfte vor der vernichtenden Niederlage in der Schlacht bei Mühlberg.

1691 weilt für der deutsche Handwerkschirurg, Wundarzt und Starstecher Johann Andreas Eisenbarth („Doktor Eisenbarth“, 1663–1727) 4 Wochen in Rochlitz.
Im „Dritten Reich“ fassen die Nazis frühzeitig Fuß, schon 1933 werden Hindenburg und Hitler Ehrenbürger. Ab 1944 betreiben sie 1944 das KZ-Außenlager Rochlitz (Außenlager des KZ Flossenbürg) mit etwa 600 inhaftierten jüdischen Frauen, die in der Mechanik GmbH Zwangsarbeit verrichten müssen.
In der DDR-Zeit arbeitet die Bevölkerung in den drei Großbetrieben VEB Elektroschaltgeräte, VEB Stern-Radio und VEB Orsta-Hydraulik. 1952 bis 1994 ist Rochlitz Kreisstadt des gleichnamigen Kreises, der dann im neu gebildeten Landkreis Mittelsachsen aufgeht.



Bis 1547 wohnt hier eine beeindruckende Frau: Elisabeth von Rochlitz. Sie setzt gegen den heftigen Widerstand ihres Schwiegervaters Herzog Georg von Sachsen in ihrem Hoheitsgebiet die Reformation durch.









Rockenhausen - 49°38'N 007°49'E

Rockenhausen an der Alsenz mit etwa 5.400 Einwohnern im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz liegt im Nordpfälzer Bergland auf halber Strecke zwischen Kaiserslautern und Bad Kreuznach.
Seit 1457 gehört die Stadt – mit einer Unterbrechung von 1559 bis 1592 – bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Kurpfalz. 1816 kommt die Region zum Königreich Bayern.

Das Kahnweilerhaus bewahrt und zeigt Erbe und Andenken an Daniel-Henry Kahnweiler, Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie und Ehrenbürger der Stadt Rockenhausen. Er war Kunsthändler und Pariser Galerist, Mitbegründer und Förderer des Kubismus, moderner Kunst und Picassos.
In der Pogromnacht1938 zerstören Nazis die Inneneinrichtung der Synagoge und mehrere Wohnungen jüdischer Einwohner; viele neugierige bis schadensfrohe Volksgenossen sehen den Aktionen zu. Das baulich erhaltengebliebene Synagogengebäude dient danach als Luftschutzschule. 1940 deportieren die Rockenhausener die letzten jüdischen Bewohner - zusammen mit etwa 60 anderen Juden aus dem Kreisgebiet - ins südfranzösische Gurs; viele von ihnen gelten als „verschollen“. Die Kommune reißt in den 1970ern das ehemalige Schul- und Synagogengebäude ab.



1969 vereinigt man die Landkreise Rockenhausen und Kirchheimbolanden zum Donnersbergkreis.
Durch Rockenhausen führen der Alsenz-Radweg, der Pfälzer Höhenweg und der Fernwanderweg Nahegau-Wasgau-Vogesen.







Rothenburg ob der Tauber - 49°23'N 010°11'E



Die mittelfränkische Kleinstadt mit etwa 12.000 Einwohnern im Landkreis Ansbach in Bayern liegt an der Grenze zu Baden-Württemberg 80 km westlich von Nürnberg am Rand des Naturparks Frankenhöhe.
Mit seiner weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Altstadt ist Rothenburg eine weltbekannte Sehenswürdigkeit mit vielen Baudenkmälern und Kulturgütern. Die Altstadt wirkt vollkommen ursprünglich, trotz der Kriegszerstörungen von 1945 und des schlichten, unauffälligen Wiederaufbaus sind modernistische Brüche nicht erkennbar. Eine begehbare Stadtbefestigung umgibt den historischen Stadtkern, eingebettet in die unverbaute Landschaft des Taubertals. Mehrere Museen unterstützen den Bekanntheitsgrad, wie Kriminal- und Käthe-Wohlfahrt-Weihnachtsmuseum. Überregional bekannte Veranstaltungen sind Meistertrunk, Reichsstadttage, Weihnachtsmarkt und Taubertal-Festival.
Bis 1803 ist Rothenburg eine Reichsstadt. Bereits vor dem 2. Weltkrieg gilt die Stadt als bedeutender Tourismusort Deutschlands, nach den Zerstörungen im 2. Weltkrieg baut man nur die wichtigsten Bauten originalgetreu wieder auf. Ein Besucher wird diese Gebäude erst auf den zweiten Blick erkennen. Ab 1950 wird die Stadt zu einem der Höhepunkte der Romantischen Straße, der ersten Ferienstraße Deutschlands. Bis 1972 Sitz des gleichnamigen Landkreises kommt sie dann zum Landkreis Ansbach.



1274 erhebt König Rudolf von Habsburg Rothenburg zur Reichsstadt, sie liegt bis 1806 im Fränkischen Reichskreis. Prominenteste Figur des Mittelalters ist Heinrich Toppler (bis 1408), der mit seiner energischen Politik und seinen Landkäufen das Schicksal der Stadt weit über seinen umstrittenen Tod hinaus beeinflusst.



Während des Rintfleisch-Pogroms von 1298 ermorden die Rothenburger ca. 450 Juden. Dennoch siedeln sich Juden, trotz neuer Pogrome, immer wieder an.
Im 30jährigen Krieg vesammelt sich die Stadtbevölkerung auf dem Marktplatz und bittet General Tilly um Gnade. Nach der um 1770 erfundenen Geschichte soll der damalige Alt-Bürgermeister Nusch auf dessen Befehl 3,25 Liter Wein auf einen Zug geleert und damit die Stadt vor der Zerstörung bewahrt haben. Aus diesem Anlass findet seit 1881 jährlich das Festspiel 'Der Meistertrunk' statt. Rothenburg muss eine Strafzahlung leisten und die Einquartierung der kaiserlichen Soldaten erdulden, was Übergriffe der Soldaten, Hunger und eingeschleppte Infektionen bedeutet. 1632 verlassen die Truppen die Stadt.
1803 kommt die Stadt zum Kurfürstentum Bayern. Ab 1870 besuchen Landschaftsmaler die Stadt, etwa Hans Thoma und Carl Spitzweg. Bereits um die Jahrhundertwende ist Rothenburg beliebtes Tourismusziel für Engländer und Franzosen. Noch vor dem 1. Weltkrieg treffen Ausflugsbusse mit gehobener Gesellschaft ein, die im Hotel „Eisenhut“ residiert.
In der Weimarer Republik entwickelt sich Stadt zur NSDAP-Hochburg, die 1933 83 % der Stimmen (Reich 43%) auf sich vereinigt. Noch im selben Jahr kommt es zu antisemitischen Übergriffen. 1938 vertreiben SA-Leute und Hitlerjungen die letzten 17 verbliebenen Juden aus der Stadt. Danach plündern sie das Inventar der Synagoge und zerstören sie. Die Rothenburger feiern ein Freudenfest anlässlich der Befreiung von den Juden.



1945 zerstört die US-Luftwaffe 45 % der Bausubstanz (als Ersatzziel für das Öllager im oberfränkischen Ebrach, das sie wegen Vernebelung nicht angreifen kann). Die Piloten geben später an, nicht geahnt zu haben, welche Kulturstadt sie bombardierten. Nach Kriegsende beteiligen sich die Amerikaner mit Spenden am Wiederaufbau. Der damalige US-Hochkommissar für Deutschland, John McCloy, erklärt 1950, er habe einen auf Rothenburg geplanten Artillerieangriff durch Intervention beim zuständigen General Devers verhindert, wofür ihm Rothenburg die Ehrenbürgerwürde verleiht. (McCloy kannte Rothenburg nur aus Erzählungen seiner Mutter, die die Stadt vor dem Krieg besucht hat und von dem mittelalterlichen Ort schwärmte).
Die Stadt ist südlichster Punkt des umfangreichen fränkischen Weinlandes. Die gut erhaltene Altstadt aus dem Mittelalter mit vielen verschachtelten Gässchen, Türmen und von Fachwerkhäusern umstandenen kleinen Plätzen ist Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt, sie gilt im Ausland als Prototyp einer mittelalterlichen deutschen Stadt. Insbesondere Besucher aus Asien machen bei organisierten Reisen durch Europa hier Halt.
Die Romantische Straße führt von Würzburg über das Taubertal nach Rothenburg und weiter bis nach Füssen, die west-östliche verlaufenden Burgenstraße kreuzt sie hier.
Sehr bekannt ist der Taubertalradweg, dessen Hauptvariante auf 100 km bis nach Wertheim führt. Der Altmühltalradweg erstreckt sich auf 250 km bis Kelheim an der Mündung der Altmühl in die Donau. Der Aischtalradweg verbindet auf 137 km die Stadt mit Bamberg. Der 180 km lange Jakobsweg Main-Taubertal endet in der Stadt.
Das Mittelalterliche Kriminalmuseum ist das bedeutendste deutsche Rechtskundemuseum und gibt einen Einblick in das Rechtsgeschehen der letzten 1000 Jahre; Ausstellungsstücke sind Folter- und Hinrichtungsinstrumente, Halsgeigen, Schandmasken, Richtschwerter, Richträder, mittelalterliche Gesetzestexte und Anleitungen zu Hexenprozessen.



Tilman Riemenschneiders 1500 bis 1505 geschaffene Heiligblut-Retabel in der Stadtkirche St. Jakob





Rotenburg (Wümme) - 53°07'N 009°24'E



Rodenborg (Wümm) (platt), Kreisstadt des Landkreises Rotenburg (Wümme) mit etwa 22.000 Einwohnern in Niedersachsen liegt im Dreieck zwischen Bremen, Hannover und Hamburg in der Niederung der drei Flüsse Wümme, Wiedau und Rodau. Um Rotenburg befinden sich ausgedehnte Wälder und naturbelassene Moore sowie der Große und Kleine Bullensee.
1566 führt Bischof Eberhard von Holle die Reformation ein. Philipp Sigismund von Braunschweig-Wolfenbüttel, lutherischer Fürstbischof von Verden und Osnabrück, baut die Burg Ende des 16. Jahrhunderts zu einem prächtigen Renaissance-Schloss um, in dessen Kapelle ein Orgelprospektvon Ludwig Münstermann steht, 1626 durch Truppen Tillys teilweise zerstört. Rotenburg führt bis 1666 Hexenverfolgungen durch: 9 Frauen und 3 Männer geraten in Hexenprozesse, eine 17-Jährige verbrennt man 1665. Missbrauchsvorwürfe und Denunzierung sind den direkten Nachbarn der Opfer zuzurechnen.
Im Frieden von Saint-Germain 1679 fällt Rotenburg an Schweden, bis Dänemark es 1712 erobert. Nach dem Wiener Kongress 1814 bildet die Stadt im Königreich Hannover das Zentrum des Amtes Rotenburg.
Bei der Reichstagswahl im März 1933 erhält die NSDAP 65 % (Reichsdurchschnitt 43,9 %). In den heutigen Rotenburger Werken, damals Rotenburger Anstalten der Inneren Mission, Heil- und Pflegeanstalt für Epileptische, sind schon 1931 die Lehren der Rassenhygiene und Fragen zur Vernichtung lebensunwerten Lebens Lehrinhalt der Pflegerausbildung. Die Anstalt führt bis 1945 an 97 Bewohnerinnen und 238 Bewohnern Zwangssterilisierungen durch und selektiert weitere Patienten in Forschungseinrichtungen oder Vernichtungslager. Die Beschäftigten der Anstalt ermorden 547 Einwohner im Rahmen der Aktion T4. Rotenburg ist Standort eines Arbeitserziehungslagers, in das man Zwangs- und Ostarbeiter einliefert, ansässige Juden vertreibt oder deportiert und ermordet man.

Die Cohn-Scheune ist das letzte existierende Originalgebäude einer jüdischen Familie von 1834. Nach Abbau Einweihung des wieder aufgebaute Gebäudes 2005, wo das Jüdische Museum Geschichte und Leben jüdischer Familien in und um Rotenburg präsentiert.
In Teilen der Bevölkerung regt sich Widerstand, darunter auch offen antisemitische Parolen. Die Presse berichtet von Leserzuschriften, die sie nicht veröffentlichen darf, weil sie den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllen. Es formt sich die Bürgerinitiative „Cohn Scheune am falschen Platz“. Der Leiter des Fördervereins Cohn-Scheune: „Verdeckt unter dem Mantel städteplanerischer Besserwisserei wurden hier eindeutig antisemitische Äußerungen ungeniert nach außen getragen, die mich erschreckten. Ich hatte nicht für möglich gehalten, dass es das in dieser Eindeutigkeit 60 Jahre nach Ende des Nationalsozialismus noch gab.“
Die Aufarbeitung der Nazizeit dauert bis in die Gegenwart, von 1989 bis 1992 ist Rotenburg Hauptsitz der „Stillen Hilfe“, einer Organisation, die Täter des NS-Regimes verteidigt und betreut. Stadtdirektor Ernst-Ulrich Pfeifer erfährt wegen Unterstützung der Organisation Kritik.
1969 wechseln Stadt und Landkreis ihren Namen von Rotenburg in Hannover in Rotenburg (Wümme). Seit Öffnung des Eisernen Vorhangs erlebt Rotenburg einen Wachstumsschub durch Zuzug vieler Russlanddeutscher und anderer Spätaussiedler aus Ländern des ehemaligen Ostblocks.







Rudolstadt - 50°43'N 011°20'E



Die ehemalige fürstliche Residenz Rolscht (thüringisch) mit etwa 25.000 Einwohnern, eingebettet in ein waldumgebenes Tal im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt im Freistaat Thüringen, zieht sich bandartig am weiten Bogen der Saale entlang.
Sie hat seit 1326 Stadtrecht und ihr weithin sichtbares Wahrzeichen ist Schloss Heidecksburg. Bekannt durch die Anker-Steinbaukästen der Firma Richter und ihre Porzellan-Manufakturen (Volkstedt) ist sie 1599 bis 1920 Hauptstadt von Schwarzburg-Rudolstadt.



776 schenkt Karl d. Gr. den Ort Rudolfestat dem Kloster Hersfeld. Eine kulturelle Blütezeit bringen 18. und 19. Jahrhundert, als zahlreiche Künstler hier leben. Auch Friedrich Schiller weilt oft in der Stadt, lernt hier seine spätere Frau Charlotte von Lengefeld kennen und begegnet im Beulwitzschen Haus 1788 erstmals Goethe.
1936 bis 1945 ist Rudolstadt Garnisonsstadt, 1938 findet das deutsche Hitler-Jugend-Treffen statt. Die Rudolstädter deportieren Juden, die nicht fliehen können, sie werden ermordet.
Auch die Verfolgung von Hitler-Gegnern fordert zahlreiche Opfer. 1933 bis 1944 unterziehen Landeskrankenhaus-bedienstete 597 Personen der Zwangssterilisation und lassen 126 Insassen im „Euthanasie“-Programm T4 in Zschadraß und Pirna-Sonnenstein ermorden.
François Mitterrand, der spätere französische Präsident, sitzt bis zu seiner Flucht 1941 im Otsteil Schaala als Kriegsgefangener ein.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt sich Rudolstadt-Schwarza zu einem Zentrum der chemischen Industrie der DDR. Mehr als 6.000 Beschäftigte arbeien im Chemiefaserkombinat „Wilhelm Pieck“ und mehrere Tausend in der Zulieferindustrie.
1992, zum 5. Todestag von Rudolf Heß, findet in Rudolstadt ein Gedenkmarsch statt, an dem auch Mitglieder der NSU-Kerngruppe teilnehmen. Gemeinsam mit dem Saalfelder Neonazi Andreas Rachhausen organisiert Thomas Dienel den Marsch, zu dem knapp 2.000 Neonazis aus der gesamten BRD anreisen.
Das Theater ist eines der traditionsreichsten Schauspielhäuser Thüringens.

Auf dem Zeigerheimer Berg steht der Bismarckturm, 1950 umbenannt in Geschwister-Scholl-Turm. Idee der Deutschen Studentenschaft ist, in Deutschland Bismarck-Feuersäulen zu errichten. Die feierliche Einweihung mit 200 Teilnehmern findet 1899 statt. 1985 saniert der „Freundeskreis Geschwister-Scholl-Turm“ den Turm.
Das Rudolstadt-Festival, größtes Folk-Roots-Weltmusik-Festival Deutschlands, findet jährlich im Juli statt und zieht Musiker und Gäste aus aller Welt nach Thüringen.
Im „Städtedreieck am Saalebogen“ arbeiten die Städte Rudolstadt, Saalfeld und Bad Blankenburg seit 1997 zusammen.
Für die Landwirte der Region ist die Rudolstädter BKK Bio-Diesel GmbH von erheblicher Bedeutung. Sie lassen ihren Raps zu Pflanzenöl oder Biodiesel und Rapskuchen verarbeiten. Die Anlage arbeitet vollautomatisch im 24-Stunden-System. Die Bauern sind damit weniger abhängig von importierten Futtermitteln und fossilem Diesel.







Rottweil - 48°10'N 008°37'E



Kreisstdt des gleichnamigen Landkreises mit etwa 25.000 Einwohnern am Neckar und älteste Stadt Baden-Württembergs etwa 80 km südwestlich von Stuttgart auf halbem Weg zum Bodensee.
Kaiser Vespasian lässt dort eine Siedlung 73 n. Chr. im Zuge des römischen Kinzigtalstraßenbaus gründen. Das römische Rottweil ist Hauptort einer Civitas und Municipium, eine der größten römischen Städte im Dekumatland, repräsentative Bauten prägen das Stadtbild. Um 260 n. Chr. verlieren die Römer die Kontrolle über die Gegend an die Alemannen, die Stadt geht unter.
In der Stauferzeit wird Rottweil auf einem Felssporn oberhalb des Neckars neu angelegt. 1230 bis 1802 ist Rottweil Reichsstadt, als seine Landgebiete in das Herzogtum Württemberg übergehen.
1546 bis 1661 sind 287 Verfahren wegen Hexerei und Zauberei belegt, die Rottweiler richten 266 Menschen, 2015 fasst der Stadtrat einen Beschluss zur sozialethisch-moralischen Rehabilitierung der Opfer..
Die Nazis richten 1936 in den Räumlichkeiten des katholischen Lehrerseminars die Napola Rottweil im Gau Württemberg ein. 1938 verwüsten SA-Leute die Synagoge, die noch nicht ausgewanderten jüdischen Familien deportierteren die Rottweiler zur Vernichtung.
Rottweil ist lange Zeit ein Zentrum des Viehhandels in den Händen der Metzger. Hunde dienten diesen als Hüte- und Treibhunde, Rottweiler Name der Hunderasse. Zu den den bekanntesten Söhnen der Stadt zählen Erwin Teufel, ehemaliger Ministerpräsident Baden-Württembergs und der Schriftsteller Rüdiger Safranski.



In Rottweil steht der 246 m hohe Thyssenkrupp-Testturm, der weltweit zweithöchste Testturm für Aufzugsanlagen. Die Konstruktion dient der Zertifizierung von Hochgeschwindigkeitsaufzügen.







Ratzeburg - 53°42'N 010°46'E



Ratzborg (nddt) Kreisstadt mit etwa 15.000 Einwohnern des Kreises Herzogtum Lauenburg nahe der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern, "Inselstadt" aufgrund der Lage seiner Altstadt inmitten des Ratzeburger Sees und der über 3 Dämme verlaufenden Verbindung mit dem Festland. Die nächsten größeren Städte sind Lübeck, Hamburg und Schwerin. 1945 bis 1990 liegt Ratzburg an der innerdeutschen Grenze zur DDR.
Hier residiert im frühen 11. Jahrhundert in einer Ringwallanlage Fürst Ratibor/Ratse, der an der Spitze des obodritischen Teilstammes der Polaben steht, er ist Namensgeber der Stadt. Während die Stadt zum Herzogtum Sachsen-Lauenburg gehört, gelangt das Stiftsgebiet mit dem Domhof 1648 durch den Westfälischen Frieden als Fürstentum Ratzeburg in die Hand der Mecklenburger und wird 1701 Teil von Mecklenburg-Strelitz.
Ratzeburg ist für seinen Bestand an alten Linden bekannt, den bereits der romantische Schriftsteller Victor Scheffel im Sommer 1848 auf seiner Reise beschreibt. Von 1705 bis 1976 war Ratzeburg Sitz der (Landes-)Superintendentur Lauenburg. Ihr folgten 1977 der Kirchenkreis Herzogtum Lauenburg und 2009 die Propstei Lauenburg im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg.[4] Ausgestattet mit einer Empfehlung des Dichters Friedrich Gottlieb Klopstock verbrachte der englische Romantiker Samuel Taylor Coleridge den Winter 1798/1799 in Ratzeburg beim dortigen Pastor. Er beschreibt Stadt und Umgebung mit sehr schmeichelhaften Worten („The whole has a sort of majestic beauty, a feminine grandeur“), kritisiert aber: „The only defect in the view is, that Ratzeburg is built entirely of red bricks, and all the houses roofed with red tiles. To the eye, therefore, it presents a clump of brick-dust red.“[5] Beziehungen zu Bismarck und Moltke Musikkapelle des Ratzeburger Jäger-Bataillons vor Fürst Bismarck konzertierend, Friedrichsruh 1. April 1895 Am 26. September 1865 erschien Ministerpräsident Otto von Bismarck erstmals zur Begleitung des preußischen Königs Wilhelm I. in Ratzeburg. Dieser wollte in der Petrikirche die Erbhuldigung der Ritter- und Landschaft entgegennehmen. Das Herzogtum Lauenburg war seit 1865 mit dem Königreich Preußen in Personalunion verbunden, und Bismarck verhandelte im Auftrag des preußischen Königs (als Minister für Lauenburg) mit den lauenburgischen Ständen, um die völlige Eingliederung in Preußen zu erreichen (1876 wurde es preußischer Landkreis). Bismarck erhielt 1871 als Dank für seine Rolle bei der Reichseinigung einen Teil des Besitzes im Amt Schwarzenbek, der dem preußischen König in Lauenburg zugefallen war (einschließlich des Sachsenwaldes), das vom König zum Rittergut erhoben wurde. Bismarck wurde auch die Herzogswürde von Lauenburg bei seinem Abschied 1890 verliehen, er führte den Titel aber nicht. Mit dem Lauenburgisches Jäger-Bataillon Nr. 9 kam er zum ersten Male während des Deutsch-Französischen Krieges in Berührung, als es am 9. August beim Vormarsch von der Saar hinter St. Ingbert ein Biwak bezog. Erst am 30. November 1890 kehrte Bismarck, nun als Altreichskanzler, nach Ratzeburg zurück, um das Denkmal vor seiner Enthüllung in Augenschein zu nehmen. Im Anschluss besuchte er das Kasino des Offizierkorps. Er war Ehrenbürger Ratzeburgs und erschien mehrmals zu den Sitzungen des Kreistages, in dem ein Sessel mit dem Wappen des ersten Kanzlers des Deutschen Reichs an ihn erinnerte.[6] Es entstanden enge Beziehungen zwischen dem Bataillon und dem etwa eine Stunde per Bahn entfernten Bismarck in Friedrichsruh. Diese kulminierten, als die Bataillonskapelle dem Fürsten mit einem Morgenständchen an seinen 80. Geburtstag ihre Glückwünsche überbrachte. Moltke war nie offiziell in Ratzeburg gewesen. Wohl aber hatte er mehrmals seine dort lebende Schwester besucht. Zu seinen bevorzugten Spaziergängen zählte dort der Weg um den kleinen Küchensee zum Restaurant Waldesruh. In unmittelbarer Nähe des Restaurants wurde ihm in einem großen Granitblockfindling auf einem Feldsteinunterbau ein Denkmal gesetzt. Er zeigt die vergoldete Inschrift: Generalfeldmarschall Graf Moltkes Lieblingsplatz. 1853–1888. Die Jahreszahlen erinnerten an seinen ersten und letzten Besuch in Ratzeburg. Das Denkmal für Kaiser Wilhelm I. Kaiser-Denkmal mit Hauptwache, 1902 Am 26. September 1890 fand die feierliche Enthüllung des Kaiserdenkmals auf dem Ratzeburger Marktplatz statt. Die Errichtung des Denkmals hatten engagierte Bürger der Stadt durch Sammlungen freiwilliger Geldspenden ermöglicht. Die Gesamtkosten des Denkmals beliefen sich auf ca. 34.000 Mark. Diese von dem Berliner Bildhauer Robert Bärwald geschaffene und von der Bronzegießerei der Aktiengesellschaft [vormals] Hermann Gladenbeck & Sohn[7] in Friedrichshagen bei Berlin in Bronzeguss hergestellte 310 cm hohe Statue des verstorbenen Monarchen stand auf einem Postament aus rotem schwedischen Granit. An der Vorderseite des Sockels befand sich die Widmung: „DEM EINIGER / DEUTSCHLANDS / KAISER WILHELM I. / DEM SIEGREICHEN / DAS DANKBARE LAUENBURG.“ Die Rückseite trug die Inschrift: „Dem König von Preußen huldigte / das Herzogtum Lauenburg / am 26. September 1865.“ und darunter „Errichtet am 26. September 1890.“ An der linken bzw. rechten Seite des Sockels waren runde Reliefmedaillons von Bismarck und Moltke aus Bronze angebracht. Das Standbild und die Reliefs wurden 1944 Opfer der Metallspende des deutschen Volkes; der leere Sockel wurde nach 1945 beseitigt. Seit dem 20. Jahrhundert Die Dominsel im Jahr 1895 Anders als der Rest der Stadt war der Domhof lange im Herrschaftsgebiet des Bischofs und gehörte seit 1803 zu Mecklenburg-Strelitz. Erst mit dem Groß-Hamburg-Gesetz 1937 wurde der Dombezirk Teil der Stadtgemeinde. Bei der Neugliederung 1937 kam der Domhof damit auch zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Die Kirchengemeinde des Doms blieb Teil der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburg; das Domarchiv verwahrte nach Kriegsende über viele Jahrzehnte die Sammlung älterer Kirchenbücher (fast) aller mecklenburgischer Gemeinden, die inzwischen ins Landeskirchliche Archiv Schwerin rückgeführt wurde. Ratzeburg ist seit 2003 Sitz der Luther-Akademie. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wuchs die Einwohnerzahl Ratzeburgs erheblich durch Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Mitte März 1945 wurde daher in Ratzeburg eine Treckleitstelle eingerichtet. Ratzeburg war überfüllt und viele der Flüchtlinge mussten weitertransportiert werden, nur die Kranken blieben zurück. Nicht jeder Flüchtling überlebte die Strapazen der Flucht. Auf dem Friedhof an der Seedorfer Straße zeugen noch 191 Gräber von Flüchtlingen, darunter 25 von Kindern, von diesem Leid.[8] Am 2. Mai 1945 wurde Ratzeburg kampflos von den Briten besetzt. Noch am selben Tag flüchtete die Geschäftsführende Reichsregierung aus dem 50 Kilometer weiter nördlich gelegenen Raum Eutin-Plön weiter nach Flensburg-Mürwik. Nur zwei Tage später erfolgte die Kapitulation aller deutschen Truppen in Nordwestdeutschland, den Niederlanden und Dänemark.[9] Politik Stadtvertretung Seit der Kommunalwahl am 6. Mai 2018 sind die 31 Sitze der Ratzeburger Stadtvertretung wie folgt auf die einzelnen Parteien und Listen verteilt: Partei / Liste Stimmenanteil Sitze +/- CDU 31,43 % 10 + 2 SPD 18,44 % 6 + 1 Bündnis 90/Die Grünen 15,42 % 5 + 2 FDP 4,54 % 1 ± 0 Die Linke 4,08 % 1 ± 0 Freie Ratzeburger Wählergemeinschaft (FRW) 18,92 % 6 ± 0 Bürger für Ratzeburg (BfR) 7,16 % 2 + 2 Die Wahlbeteiligung lag bei 44,17 %. Gegenüber der Wahl 2013 hat sich die Anzahl der Sitze in der Stadtvertretung um sieben erhöht. Vorsitzender der Stadtvertretung ist der Bürgervorsteher. Dieses Amt nimmt seit April 2003 Ottfried Feußner (CDU) wahr. Bürgermeister 1872–1896: Gustav Heinrich Friedrich Hornbostel 1897–1909: Friedrich Tronier 1909–1925: Friedrich Goecke[10] 1926–1938: Karl Saalfeld 1938–1939: Karl Michaelis 1939–1945: Max Stelter 1945–1946: Karl Kiesewetter 1946–1962: Otto Hofer[11] 1962–1968: Friedhelm Schöber 1968–1989: Peter Schmidt 1989–2001: Bernd Zukowski 2001–2007: Michael Ziethen 2007–2019: Rainer Voß seit 2019: Gunnar Koech[12] Wappen Blasonierung: „In Silber eine durchgehende rote Burg mit offenem, rundbogigem Tor, bis zum unteren Schildrand reichender Zinnenmauer und drei Zinnentürmen, von denen der mittlere, höhere mit blauem Spitzdach (darauf ein roter Knauf) versehen ist; neben den aufgeschlagenen, goldenen Torflügeln je drei goldene, aus dem unteren Schildrand emporwachsende niedrige Palisadenpfähle.“[13] Partnerstädte Denkmal für die Partnerstädte Ratzeburgs (hinter dem Rathaus) Frankreich Châtillon-sur-Seine in Burgund, Frankreich, seit 10. Juli 1960 Belgien Esneux in Wallonien, Belgien, seit 23. August 1969 Belgien Walcourt in Wallonien, Belgien, seit 23. August 1969 Dänemark Ribe in Jütland, Dänemark, seit 1. April 1989 Deutschland Schönberg (Mecklenburg), Deutschland, seit 7. Oktober 1990 Polen Sopot, Polen, seit 4. Juni 1994 Schweden Strängnäs, Schweden, seit 29. Juni 1996 Verkehr und öffentliche Einrichtungen Blick über den Ratzeburger See auf die Dominsel Bahnhof Ratzeburg Ankunft des ersten Zuges auf der Kleinbahn in Ratzeburg am 27. Juni 1903 Verkehr Ratzeburg liegt in unmittelbarer Nähe der Bundesstraße 207, die als Alte Salzstraße von Lüneburg nach Lübeck an der westlichen Stadtgrenze verläuft. Die B 208 von Bad Oldesloe nach Gadebusch und Wismar sowie Richtung Schwerin, führt durch die Stadt. Nördlich besteht Anschluss an die Ostseeautobahn A 20 (Anschlussstelle Groß Sarau), südlich an die A 24 Hamburg – Berlin, (Anschlussstellen Talkau und Hornbek). Am 20. Februar 2012 begann in Ratzeburg eines der größten Bauvorhaben in der Geschichte der Inselstadt, nämlich die komplette Neugestaltung des östlichen Zugangs zur Insel mit Errichtung zweier neuer Brückenbauwerke. Wegen der besonderen Bedeutung dieses Bauvorhabens hatte die Stadt zu diesem Thema eine eigene Homepage eingerichtet[14]. Am 27. August 2014 erfolgte dann die Verkehrsfreigabe für die sog. „Südliche Sammelstraße“ und das Bauprojekt war im Wesentlichen abgeschlossen. Der regionale Flughafen Lübeck-Blankensee ist nur knapp 20 Kilometer entfernt, bis zum internationalen Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel sind es etwa 70 Kilometer. Ratzeburg liegt an der Bahnstrecke Lübeck–Lüneburg. Mit der Bahn ist Ratzeburg aus Richtung Lübeck und Lüneburg jeweils stündlich zu erreichen. Ratzeburg ist dem Hamburger Verkehrsverbund angeschlossen. Bis 1945 war Ratzeburg Eisenbahnknoten. Hier kreuzte die Kaiserbahn von Berlin über Hagenow und Zarrentin nach Kiel (über Bad Oldesloe und Neumünster). Zwischen Hollenbek und Zarrentin wurde die Strecke durch die Teilung Deutschlands unterbrochen. Der Abschnitt Bad Oldesloe–Ratzeburg wurde 1971 stillgelegt und abgebaut. Seit 1998 verkehren Draisinen der Erlebnisbahn Ratzeburg auf dem Streckenabschnitt nach Hollenbek, die mit jährlich 50.000 Gästen ein wichtiger Tourismusfaktor geworden sind.[15] Die Ratzeburger Kleinbahn, welche in der Zeit von 1908 bis 1934 nach Klein Thurow führte, hatte lediglich regionale Bedeutung. Öffentliche Einrichtungen Ratzeburg ist auch Sitz eines Amtsgerichtes (Herrenstraße 11). Kultur und Sehenswürdigkeiten Dom von Ratzeburg Ernst Barlachs „Altes Vaterhaus“ – heute: Ernst Barlach Museum Ratzeburg A.-Paul-Weber-Museum Kreismuseum im ehemaligen Herrenhaus Wasserturm auf der Hindenburghöhe Wasserturm St. Georgsberg In der Liste der Kulturdenkmale in Ratzeburg stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale. Museen Kreismuseum im Herrenhaus am Dom A.-Paul-Weber-Museum Ernst Barlach Museum Ratzeburg Bauwerke Vorgängerin des Doms und älteste Kirche im Herzogtum Lauenburg ist St. Georg auf dem Berge auf dem Georgsberg. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde 1066 im Wendenaufstand zerstört. Die ursprüngliche Feldsteinkirche des 12. Jahrhunderts mit ihrem für Lauenburg später typisch werdenden Rechteckchor wurde Anfang des 13. Jahrhunderts über den Feldsteinfundamenten aus Backstein erneuert. Der spätbarocke Altar erinnert an den ehemaligen Fredenhagen-Altar des Thomas Quellinus in der Lübecker Marienkirche. Der die Stadtinsel überragende romanische Dom wurde 1170 fertiggestellt und beherbergt die Gebeine des Hl. Ansverus. Gestiftet wurde der Dom von Heinrich dem Löwen, er ist eine der ältesten Kirchen des Landes. Zur Kirche gehört der Kreuzgang und ein Friedhof. Die klassizistische St.-Petri-Kirche, von 1787 bis 1791 durch Johann Friedrich Laves als reine Predigtkirche erbaut, ist das seltene Beispiel einer querschiffig angelegten Saalkirche. Altartisch, Kanzel und Orgelprospekt bilden eine raumhohe Einheit im Zopfstil, damit gilt diese Kirche als mustergültig für den protestantischen Kirchenbau des 18. Jahrhunderts in Norddeutschland. Das für Herzog Adolf Friedrich IV. von Mecklenburg-Strelitz erbaute spätbarocke Herrenhaus der Herzöge von Mecklenburg von 1766 am Domhof beherbergt heute das Kreismuseum Herzogtum Lauenburg. Im Rokoko-Saal finden Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Der Pulverkeller ist der Rest eines 1691 erbauten brand- und beschusssicheren Munitionsdepots; im Keller wurden explosive Materialien wie Schießpulver gelagert, im Erdgeschoss Waffen, Lunten und Ausrüstung der welfischen Truppen. Das Burgtheater in Ratzeburg: Unter der Leitung des Architekten Cäsar Pinnau entstand 1950 der klassizistische (Film-)Theaterbau, bis heute einmalig im Kreis Herzogtum Lauenburg.[16] Heute noch befindet sich hier das Kino von Ratzeburg. Der Wasserturm auf der Hindenburghöhe wurde 1904 errichtet. 1935 wurde das Bauwerk erweitert und neu ummauert. Der alte Turmbau befindet sich noch im Innern. Kleiner, aber höher gelegen ist der Wasserturm im Stadtteil St. Georgsberg. Bildung und Kultur Schulen Grundschulen des Schulverbandes Ratzeburg mit den Standorten Scheffelstraße und Mechower Straße (Vorstadt), 688 Schüler in 32 Klassen Gemeinschaftsschule Lauenburgische Seen, Heinrich-Scheele-Straße, 717 Schüler in 32 Klassen Gymnasium Lauenburgische Gelehrtenschule, Bahnhofsallee, 773 Schüler in 32 Klassen Förderzentrum Pestalozzischule, Seminarweg, 65 Schüler in 5 Klassen (211 insgesamt Betreute) (Schülerzahlen aus dem Schuljahr 2018/2019[17]) Volkshochschule Ratzeburg, Unter den Linden Stadtbücherei, Unter den Linden Regelmäßige Veranstaltungen Juni: Internationale Ruder-Regatta auf dem Großen Küchensee Juli: Ratzeburger Töpfermarkt Open Air Kino im Sommer August: Racesburg Wylag (Mittelaltermarkt seit 1995) August: Ratzeburger Bürger- und Schützenfest Dezember: Ratzeburger Adventslauf (immer am 1. Advent manchmal also schon Ende November, veranstaltet vom Ratzeburger Sportverein) Einrichtungen Der CVJM betreibt in Ratzeburg ein Freizeit- und Segelzentrum. Die Evangelische Familienbildungsstätte hält ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm für Menschen aller Generationen bereit. Die Erlebnisbahn Ratzeburg bietet ein Freizeitprogramm auf der Bahnstrecke Ratzeburg-Hollenbek und an anderen Stationen in und um Ratzeburg. Ruderakademie Ratzeburg. Die Burgtheater Kulturgesellschaft sorgt für Theater, Kino, Kabarett und vielen weiteren Veranstaltungen im Burgtheater Ratzeburg. Jugendherberge. Seit 1955 befindet sich in Ratzeburg die als Grenzschutzgruppe 7 (GSG 7) gegründete Bundespolizeiabteilung Ratzeburg mit drei Einsatzhundertschaften und einer Technischen Einsatzhundertschaft.[18] Ein Pastoralkolleg wird von der 2012 gegründeten Nordkirche unterhalten, welche eine Fusion aus der ehemaligen Nordelbischen, der Pommerschen und der Landeskirche Mecklenburgs ist. Sportvereine Ratzeburger Kanu Club (RKC) Ratzeburger Segler Verein (RSV) Ratzeburger Ruderclub (RRC), gegründet im Jahre 1953 unter der Ägide des Ruder-Trainers Karl Adam und dessen Mentor Alfred Block. Ratzeburger Sportverein (RSV) Ratzeburger Schachclub Inselspringer von 1937 e. V. Fechtclub Inselstadt Ratzeburg (FCIR) Ratzeburger Schützengilde von 1551 e. V. Spielmannszug der Ratzeburger Schützengilde von 1946 e. V. Ratzeburger Sportfischerverein von 1925 e. V. Reit und Fahrverein Ratzeburg To-Judo-Kan Ratzeburg von 1972 e. V. (TJK Ratzeburg) Tennisverein Blau Weiss Vereine Heimatbund und Geschichtsverein Herzogtum Lauenburg e. V. (gegr. 1949 mit Sitz in Ratzeburg) Kleingärtnerverein Ratzeburg e. V. (gegr. 1948) Verein Ehemaliger Jäger Ratzeburg (gegr. 1908 in der Tradition des Lauenburgischen Jäger-Bataillons Nr. 9) Persönlichkeiten Ehrenbürger 1877: David Joachim Jakob Richter (1794–1880), 1821–1877 Stadtsekretär der Stadt Ratzeburg und Herausgeber einer Sammlung lauenburgischer Verordnungen und Gesetze; Verleihung der Ehrenbürgerschaft anlässlich der Pensionierung 1877. 1890: Otto von Bismarck (1815–1898), Reichskanzler; Verleihung der Ehrenbürgerschaft anlässlich seines 75. Geburtstages in Anbetracht seiner Verdienste um das Wohl der Stadt und ihrer Bewohner. Johannes Spehr (1849–1916), Kaufmann, Senator, 2. Bürgermeister; Verleihung der Ehrenbürgerschaft anlässlich der Niederlegung seines Bürgermeisteramtes (genaues Datum unbekannt). 1962: Karl Saalfeld (1887–1963), 1926–1938 Bürgermeister, 1951–1962 Bürgervorsteher der Stadt Ratzeburg; Verleihung der Ehrenbürgerschaft anlässlich der 900-Jahr-Feier der Stadt 1962. 1962: Karl Adam (1912–1976), Lehrer und Rudertrainer; Verleihung der Ehrenbürgerschaft anlässlich des Sieges bei der Ruder-WM 1962. 1975: Gustav Drevs (1907–1988), Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtags, Kreispräsident. Söhne und Töchter der Stadt Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547–1619), von 1581 bis 1619 Herzog von Sachsen-Lauenburg August von Sachsen-Lauenburg (1577–1656), von 1619 bis 1656 Herzog von Sachsen-Lauenburg Just Ludwig von Fabrice (1713–1771), Gutsherr, Verwaltungsjurist und Domherr Conrad Nahmmacher (1734–1768), evangelischer Theologe und Pädagoge Johann Friedrich von Kaufmann (1757–1833), Jurist, Oberamtmann, Hof-, Kanzlei- und Konsistorialrat und Gerichtsschulze Friedrich Christian Block (1763–1842), lutherischer Pastor und Superintendent, Mitgründer der Lauenburg-Ratzeburgischen Bibelgesellschaft Friedrich Wilken (1777–1840), Historiker (Orientalist) und Bibliothekar Carl Friedrich Wilhelm Catenhusen (1792–1853), evangelisch-lutherischer Theologe Ernst Brockelmann (1799–1878), Kaufmann und Politiker Eduard Friedrich Walter (1801–1868), Verwaltungsjurist August Kohrs (1808–1884), deutscher evangelisch-lutherischer Geistlicher und Abgeordneter Karl Friedrich Wilhelm Rußwurm (1812–1883), Historiker und Genealoge Anna Höchstädt (1854–?), Porträt- und Blumenmalerin Richard Eckermann (1862–1916), Marineoffizier, Schiffskommandant, Vizeadmiral im Ersten Weltkrieg, Ida Giesecke (1866–1931), Malerin Friedrich Weidemann (1871–1919) Opernsänger, Bariton, Mitglied der Wiener Hofoper Vollrath von Hellermann (1900–1971), General und Ritterkreuzträger Fritz Berendsen (1904–1974), Offizier, leitender Angestellter und Politiker (CDU) Hermann Bengtson (1909–1989), Althistoriker Wilhelm Hornbostel (* 1943), Archäologe und Kunsthistoriker Gerhard Sellin (1943–2017), evangelischer Theologe Gunther Tiersch (* 1954), Meteorologe und Goldmedaillengewinner bei Olympischen Spielen im Rudern Hans Barlach (1955–2015), Unternehmer Carsten Köthe (* 1962), Hörfunkmoderator Ulrich Koglin (* 1963), Fernsehjournalist Niclas Herbst (* 1973), Politiker (CDU) Florian Hartmann (* 1975), Historiker Florian Mennigen (* 1982), Ruderer Max Appel (* 1996), Ruderer Siehe auch: Domhof Ratzeburg#Söhne und Töchter Grabstätte der Familie Barlach auf dem Vorstadtfriedhof mit der Skulptur von Ernst Barlach „Der singende Klosterschüler“ (1931) Mit Ratzeburg verbunden Karl Adam, Rudertrainer, trainierte den legendären „Ratzeburger Achter“, der 1960 und 1968 Olympiasieger wurde. Adam wurde 1962 zum Ehrenbürger Ratzeburgs ernannt. Ernst Barlach, wuchs in Ratzeburg auf und ist hier begraben. Neithard Bethke, Kirchenmusikdirektor sowie Gründer der Ratzeburger Sommerakademie Regine Bonke, Objektkünstlerin, lebt und arbeitet in Ratzeburg. Hans Bunge-Ottensen, Maler, Buchkünstler und Schnitzer, lebte und arbeitete nach seiner Ausbombung in Hamburg von 1943 bis zu seinem Tod 1983 in Ratzeburg Karl Gatermann d. Ä., Maler, Zeichner und Graphiker, lebte und arbeitete nach seiner Ausbombung in Lübeck von 1942 bis zu seinem Tod 1959 in Ratzeburg. Hans Ferdinand Gerhard, Schriftsteller, Archivar und Heimatforscher, Herausgeber der Lauenburgischen Heimat, Gründer des Heimatmuseums (jetzigen Kreismuseums) Ilse Harms-Lipski (1927–2017), Malerin und Illustratorin Hans Lenk, Philosoph, Abitur an der Lauenburgischen Gelehrtenschule, Ruderer bei Karl Adam, Goldmedaillengewinner Ferdinand von Notz, Oberst a. D., Militär- und Regionalschriftsteller Friedrich-Franz Pingel, Kunsterzieher und Maler Henny Porten, Star des deutschen Stummfilms, lebte von 1945 bis 1957 in Ratzeburg Gottfried von Reventlow, letzter Präsident des lauenburgischen Hofgerichts in Ratzeburg Lothar Roeßler, Oberstudienrat an der Lauenburgischen Gelehrtenschule, Naturkundler und Heimatforscher Carl Lorenz Sachau, Landkriegskommissar, Auditeur, Gerichtshalter und Stadthauptmann, Gründer des Vaterländischen Archivs für das Herzogtum Lauenburg Siehe auch: Liste der Bischöfe von Ratzeburg Liste der Generalsuperintendenten, Landessuperintendenten und Superintendenten für Sachsen-Lauenburg Siehe auch Liste der Stolpersteine in Ratzeburg Literatur Beschreibung des Polaben-landes, und des darinnen belegenen uralten Stiffts, Stadt und Schlosses Ratzeburg. Nebenst derselben Abriß, wie es vor itzo veränderten Zustandt gewesen. 1693 (Digitalisat) L. Hellwig: Chronik der Stadt Ratzeburg, ergänzt bis auf die Gegenwart, Mit einem Anhang: Ratzeburger Polizeiordnung von 1582, einer Stadtansicht aus dem Jahre 1588 und einem Luftbild von Ratzeburg. Freystatzky, Ratzeburg 1929 Hans-Georg Kaack: Ratzeburg Geschichte einer Inselstadt. Wachholtz, Neumünster 1987, ISBN 3-529-02683-2 Günther Bock: Ratzeburg und die Billunger – Polabien als slawisch-sächsische Kontaktregion des 11. und 12. Jahrhunderts. In: Natur- und Landeskunde. Zeitschrift für Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg 122. Jg. (2015), S. 209–226 (Onlinefassung). Weblinks Commons: Ratzeburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien Wikisource: Ratzeburg – Quellen und Volltexte Wikivoyage: Ratzeburg – Reiseführer Stadt Ratzeburg Abbildung der Stadt 1588 in Civitates orbis terrarum von Georg Braun und Frans Hogenberg Einzelnachweise Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2019 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu). Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 8: Pölitz - Schönbek. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2007, ISBN 978-3-926055-89-7, S. 109 (dnb.de [abgerufen am 23. Juli 2020]). H.-G. Kaack: Ratzeburg. Geschichte einer Inselstadt. Wachholtz Verlag, Neumünster 1987. Geschichte des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg (online). Samuel Taylor Coleridge: Biographia literaria. London 1817, Band II, S. f234 f. Das Alte Kreishaus - ein Haus der Geschichte Inge und Rolf Kießhauer: Bronzenes für Deutschland aus den Gladenbeckschen Gießereien 1851 bis ca. 1926 – Der Norden, Antiquariat Katrin Brandel (Hrsg.): Friedrichshagener Hefte Nr. 57/1, Berlin 2010, S. 101 f. Lübecker Nachrichten: Die Flucht vor Bomben und Roter Armee, vom: 22. April 2015; abgerufen am: 27. Mai 2018 Lübecker Nachrichten: Die Luftangriffe auf Geesthacht und Büchen, vom: 11. April 2015; abgerufen am: 27. Mai 2018 1932 war er Bürger Münchens. Siehe Kapitel Wettlauf zum Meer aus Curt Badinski: Aus großer Zeit. Erinnerungsblätter des Jäger-Feld-Bataillons Nr. 9. Weltkrieg 1914–1918.; Ratzeburg 1932, Lauenburgischer Heimatverlag, H. H. C. Freystatzky's Buchdruckerei – Bürgermeister Goedecke überbringt den ersten Liebesgabentransport an die Lauenburger Jäger Nr. 9, deren Reserve-Bataillon sowie das neugeschaffene Reserve-Jäger-Bataillon Nr. 18 Otto Hofer, Dr. phil. und Dipl.-Landwirt, war Angehöriger der Corps Littuania und Albertina. Gunnar Koech wird neuer Bürgermeister in Ratzeburg. Lübecker Nachrichten Online, 1. April 2019, abgerufen am 5. April 2019. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein ratzeburg-baut.de %2F01 %2F24 %2Fa0066&cHash=bc7f606e42 Ein bahnsinniges Abenteuer (Memento des Originals vom 20. Mai 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., taz, 24. Januar 2009 Burgtheater – Unser Kino; abgerufen am 3. August 2017 Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein: Verzeichnis der allgemeinbildenden Schulen in Schleswig-Holstein 2018/2019 Bundespolizeiabteilung Ratzeburg (Memento des Originals vom 14. März 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., bundespolizei.de EinklappenWappen des Kreises Herzogtum Lauenburg Gemeinden im Kreis Herzogtum Lauenburg Albsfelde | Alt-Mölln | Aumühle | Bäk | Bälau | Basedow | Basthorst | Behlendorf | Berkenthin | Besenthal | Bliestorf | Börnsen | Borstorf | Breitenfelde | Bröthen | Brunsmark | Brunstorf | Büchen | Buchholz | Buchhorst | Dahmker | Dalldorf