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Nürnberg - 49°27'N 011°05'E



Globale Wahrnehmung erreicht die Stadt der Reichsparteitage während der Nazizeit, des Erlasses der Nürnberger Gesetze und als Schauplatz der Nürnberger Prozesse.



Närmberch, eine fränkische Großstadt in Mittelfranken mit rund 520.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Bayerns, bildet mit den Nachbarstädten Fürth, Erlangen und Schwabach und ihrem Umland den Ballungsraum Nürnberg und das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der knapp 3,6 Millionen Einwohner umfassenden Europäischen Metropolregion Nürnberg.
Berühmt sind Christkindlesmarkt, Germanisches Nationalmuseum und die Spielwarenmesse. Nürnberg ist Sitz der Bundesagentur für Arbeit und des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.



In der frühen Neuzeit zählt Nürnberg zusammen mit Köln und Prag zu den größten Städten des Heiligen Römischen Reiches. Vor den starken Zerstörungen im 2. Weltkrieg und gilt die mittelalterliche Nürnberger Altstadt als eine der bedeutendsten Europas. Im 19. Jahrhundert entwickelt sich Nürnberg zu einem der industriellen Zentren in Bayern.



1828 taucht auf dem Unschlittplatz ein mysteriöses Findelkind auf, das als Kaspar Hauser internationales Interesse erregt. 1835 fährt als erste Eisenbahn für den Personenverkehr in Deutschland der „Adler“ von Nürnberg nach Fürth. In den 1840ern Hafenstadt, als der Ludwig-Donau-Main-Kanal die Stadt erreicht (1950 aufgelassen). Nur ein Straßenname (An den Rampen) erinnert an den ehemaligen Hafen.
1922 hat die jüdische Gemeinde 9.280 Mitglieder. 1938 lässt Julius Streicher die


Hauptsynagoge

abreißen und Juden im Rahmen der „Polenaktion“ in Zügen und Lastwagen zur deutsch-polnischen Grenze abtransportieren und hinübergejagen, insgesamt ermorden die Nürnberger 1.631 Juden.
Nach dem Krieg haben Nürnberger Unternehmen wie Siemens-Schuckert, Schöller-Eis, MAN, Zündapp sowie der Bürogerätehersteller Triumph-Adler maßgeblichen Anteil am sogenannten Wirtschaftswunder. Weitere bedeutende Infrastrukturprojekte: 1955 Flughafen, 1967 U-Bahn und 1972 Bayernhafen am Main-Donau-Kanal.









Neubrandenburg - 53°33'N 013°16'E



Die Vier-Tore-Stadt Niegenbramborg mit rund 65.000 Einwohnern ist Kreisstadt in Mecklenburg-Vorpommern und Mitglied im länderübergreifenden Bund der Euroregion Pomerania. Sie liegt zentral zwischen der Ostsee und den Ballungsräumen von Stettin, Rostock , Berlin und Hamburg, und ist bekannt für Europas besterhaltene Stadtbefestigung der Backsteingotik. Die Stadt liegt am Nordufer des Tollensesees und in den Flusstälern derTollense, Datze und Linde.
Im 14. und 15. Jahrhundert ist die Stadt Hauptresidenz des Herzogtums Mecklenburg-Stargard. Bereits 1523 predigt ein mit herzoglicher Hilfe in Neubrandenburg die lutherische Lehre, das Franziskanerkloster wird 1552 säkularisiert, selbst der Klostervorsteher ist zum Protestantismus übergetreten.
Jahrhundertelang sind die Ereignisse des 30jährigen Kriegs als Schreckenstage im Lebensalltag der Menschen präsent:
1631 erobern und verwüsten kaiserliche katholische Truppen unter General Tilly die Stadt, foltern, quälen und ermorden hunderte Menschen, rauben Kirchen und Wohnhäuser aus und zerstören sie. Selbst das Kircheninnere bietet der wehrlosen Bevölkerung keinen Schutz. 1991 findet man ein Massengrab aus der Zeit. Es braucht mehr als eineinhalb Jahrhunderte, ehe sich Neubrandenburg von den Kriegsfolgen allmählich erholt. Noch im 18. Jahrhundert liegen in Hauptverkehrsstraßen der Altstadt einzelne Hausgrundstücke wüst.

Caspar David Friedrich: Neubrandenburg, um 1816, Stadt-ansicht von Nordosten
Trotz äußerem Schein bleibt die wirtschaftliche Grundlage des Lebens dürftig. Der Niedergang des Landes im Dreißigjährigen Krieg, die Lage in einem der am dünnsten besiedelten Gebiete Deutschlands, vor allem aber der Fortbestand der landständischen Verfassung in Mecklenburg bis 1918 hemmen die Entwicklung der Stadt nachhaltig. Neben der Eigenversorgung beschränkte sich die wirtschaftliche Bedeutung Neubrandenburgs in der Folgezeit im Wesentlichen auf Nahmarktfunktionen für das Umland. Die Industrialisierung setzt nur zögernd ein. Verarbeitungs-betriebe für landwirtschaftliche Erzeugnisse entstehen, Eisengieße-reien und Maschinenbaufabriken produzieren für Agrarbetriebe aus dem Umland. Weithin berühmt sind die Neubrandenburger Pferde- und Wollmärkte. 1770 "rädert" (so der 21jährige Goothe) man in Neubrandenburg - die letzte öffentliche Hinrichtung findet in diesem Jahr statt.
1940/1941 entsteht die Torpedo-versuchsanstalt an und auf dem Tollensesee. Im April 1943 kommen die ersten 200 weiblichen Gefangenen aus dem KZ Ravensbrück zur Zwangsarbeit in die Stadt, die die Neubranden-burger nachts zunächst in eine leer stehenden Fabrikhalle eingesperren. Zu Kriegsende sind ca. 7.000 weibliche KZ-Häftlinge in den Lgern bei Neubrandenburg interniert. Misshandlungen durch SS-Aufseherinnen und Wachmannschaften sind alltäglich. Den Großteil der kranken KZ-Häftlinge deportieren die Neubrandenburger ins KZ Ravensbrück, wo sie sterben.
Beim Näherrücken der Roten Armee verstecken sich die meisten Einwohner von Neubrandenburg in den umliegenden Wäldern. Am 29. April 1945 nimmt die Rote Armee Neubrandenburg als fast menschenleere Stadt ohne Widerstand oder nennenswerte Kampfhandlungen ein. Die Rotarmisten brennen die historische Altstadt zu 80 % nieder. (Angeblich seien die sowjetischen Truppen in eine brennende Stadt eingezogen, so der gefächte SED-Bericht).
In dem 1939 auf dem Gelände des Guts Fünfeichen für 10.000 Gefangene entstandenen Kriegsgefangenenlager sind 1944 20.000 untergebracht. Insgesamt werden ca. 120.000 Kriegsgefangene aus 10 Ländern in den Gefangenenlagern von 1939 und April 1945 registriert. Nach Kriegsende und Auflösung der Kriegsgefangenenlager nutzen die Sowjets das Stammlager Neubrandenburg-Fünfeichen als Repatriierungslager für befreite KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, später als Internierungs- und Speziallager des NKWD weiter. Interniert sind Deutsche, meist ohne Untersuchung festgenommen, weder verurteilt und noch kriegsgefangen, darunter viele Jugendliche, meist unschuldig unter dem Verdacht, zum "Werwolf" zu gehören. Bis zur Schließung des Lagers 1948 sterben über 5.000, d. h. mehr als ein Viertel, an den Haftbedingungen. Das Lager gehört zu den Tabuthemen in der DDR.
Nach 1991 beginnt die Sanierung des historischen Stadtkerns. 2011 wird Neubrandenburag Kreisstadt des neu gebildeten Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, des flächengrößten Landkreises in Deutschland.









Neuburg a.d.Donau - 48°44'N 011°11'E

Kreisstadt des oberbayerischen Landkreises Neuburg-Schrobenhausen mit knapp 30.000 Einwohnern, jahrhundertelang Residenzstadt des Herzogtums Pfalz-Neuburg, liegt an der Donau, die sich hier teilt und eine bewohnte Donauinsel bildet,

die Leopoldineninsel.

Während der frühen römischen Kaiserzeit im 1. Jahrhundert n. Chr. besteht am Westende der Felsformation des Stadtberges wahrscheinlich ein kleines Holz-Erde-Lager.
Kurz nach Gründung des Königreichs 1808 gliedert König Maximilian Joseph Neuburg in den Altmühlkreis ein. Lange Zeit ist Neuburg in erster Linie als Militärgarnison bekannt - bis 1918 ist das 15. bayerische Infanterieregiment stationiert, von dem 2.085 Soldaten im 1. Weltkrieg fallen, seit 1961 tut auf dem Fliegerhorst Neuburg das Taktische Luftwaffengeschwader 74 der Bundeswehr Dienst.
Bekannt ist Neustadt auch durch den Todesfall Rudolf Rupp, einer der bizarrsten Fälle in der deutschen Kriminalgeschichte. Mit dem späteren Auffinden seiner Leiche im in der Donau versunkenen Pkw erweist sich, dass das Urteil des Landgerichts Ingolstadt in weiten Teilen nicht stimmen kann, in Folge dessen Rupps Ehefrau, seine beiden Töchter sowie der damalige Freund einer der Töchter mehrjährige Haftstrafen verbüßten.

Bauer Rudi, geboren 1949, verschwindet 2001 spurlos nach einem Wirtshausbesuch, bei dem er sich betrunken hat.
2011 (alle Vorverurteilten sind nach Verbüßung von zwei Dritteln ihrer Freiheitsstrafen aus der Haft entlassen) spricht das Landgericht Landshut die Angeklagten frei, ist aber trotz völligen Fehlens einer plausiblen Tathypothese überzeugt, dass einer oder mehrere der Angeklagten den als Tyrann geltenden Landwirt getötet haben, es lasse sich aber nicht feststellen, wer für den Tod verantwortlich sei. 2005 hatte das Landgericht Ingolstadt 2 Angeklagte wegen Totschlags zu je 8 1/2 Jahren verurteilt. Sie hatten gestanden, Rupp in seinem Haus erschlagen, zerstückelt und an die Hunde verfüttert zu haben. Die Geständnisse hatten die Angeklagten noch vor Prozessbeginn widerrufen, die 15 und 16 Jahre alten Töchter erhielten mehrjährige Jugendstrafen.
Laut dem Urteil lauerte Matthias E. dem aus dem Wirtshaus nach Hause zurückkehrenden Rudolf Rupp im Treppenhaus auf und schlug ihm hinterrücks mit einem Vierkantholz ins Genick. Rupps Ehefrau und seine beiden Töchter sollen den jungen Mann dabei angefeuert und das wehrlose Opfer mit obszönen Schimpfwörtern bepöbelt haben. Auch Rupps Ehefrau soll ihrem Ehemann mit der Latte auf den Kopf geschlagen, die Töchter sollen auf ihren am Boden liegenden Vater eingetreten haben. Im Keller sollen Matthias E. und seine Verlobte dem noch lebenden Rupp mit einem Hammer die Schläfe eingeschlagen haben. Am nächsten Morgen zerlegten sie laut Urteil den toten Bauern mit einem Messer, einer Säge und einer Axt. Matthias E. hatte in seinem Geständnis geschildert, wie er Arme und Beine des Bauern abtrennte, den Leib aufschnitt, die Organe entnahm, das Blut mit einem Margarinebecher in einen Eimer abschöpfte und die Leichenteile an die auf dem Hof lebenden Dobermänner, den Bullterrier und den Schäferhund verfütterte. Das Urteil stützt sich bei diesen Feststellungen ausschließlich auf die (widerrufenen) Geständnisse der Angeklagten; forensischen Beweise für das Tatgeschehen gab es nicht.
2009 finden sich in der Donau zwei Autos, eines davon ist der verschwundene Mercedes 230 E von


Rupp,

seine teilweise durch Fischfraß skelettierte Leiche auf dem Fahrersitz. Sie weist keine Verletzungen auf, es ist ausgeschlossen, dass der Tote erschlagen wurde.
Juristisch nicht aufgearbeitet ist, wie die detaillierten falschen Geständnisse vor dem ersten Prozess zustandekamen. Obwohl sich die Aussagen massiv widersprechen und teilweise geradezu ausschließen, nimmt das Erstbericht alle einzelnen Aussagen als wahr an und verknüpfte sie zu einem durchgängigen Tatgeschehen. Das Landgericht Landsut verweigert den letztlich Freigesprochenen Haftentschädigung mit der Begründung, sie seien wegen ihrer falschen Aussagen selbst schuld. Rechtsmittel erfolglos.
Presse und Fernsehen sprechen von einem Justizskandal und erheben schwere Anschuldigungen gegen die Justiz, ziehen Parallelen zum Justizskandal zur Causa Gustl Mollath.
Die Kriminalpolizei warf dem Schrotthändler Ludwig H. die Beseitigung des verschwundenen Mercedes Rudolf Rupps vor, er sitzt 5 Monate unschuldig in U-Haft.
Die Verhörmethoden der Polizei sind später Gegenstand eines Strafverfahrens gegen H. 2010 schildert H. im Wiederaufnahmeverfahren als Zeuge vor dem Landgericht Landshut, wie er seinerzeit (2004) von einem Ingolstädter Kriminalpolizisten bedrängt wurde, seine Beteiligung an der Tat zu gestehen. Der Vernehmungsbeamte habe ihm seine Dienstpistole mit den Worten „Wir können auch anders, es geht um Mord, da dürfen wir alles“ an die Schläfe gehalten, als H. sich weigerte, das Vernehmungsprotokoll zu unterschreiben. Die Staatsanwaltschaft Landshut klagt H. daraufhin 2012 vor dem Amtsgericht Landshut wegen falscher Verdächtigung an, ohne die Vorwürfe überhaupt geprüft zu haben. In seinem Plädoyer in der Hauptverhandlung bezeichnet der Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft H. als Abschaum der Menschheit und fordert eine Haftstrafe von 20 Monaten ohne Bewährung - das Gericht spricht ihn frei, der Richter schenkt den Einlassungen der Polizeibeamten keinen Glauben, er kritisiert die Strafverfolger deutlich und erklärt, begründete Zweifel daran zu haben, dass der Angeklagte den Polizisten zu Unrecht beschuldigt habe, er wirft dem Oberstaatsanwalt verschiedene rechts- und pflichtwidrige Handlungen im Zusammenhang mit der Vernehmung des Schrotthändlers vor und rügte den Sitzungsvertreter für seine Formulierung Abschaum der Menschheit.









Neustadt a.d.Aisch - 49°35'N 010°37'E

Kreisstadt im Aischtal mit etwa 13.000 Einwohnern, die im 13. Jahrhundert als von Nürnberger Burggrafen neu geschaffene Stadt aus dem südlichen Teil des ehemaligen, seit etwa 741 nachweisbaren Königshofs Riedfeld hervorgeht. In die die Aisch münden links der Rengelsbach, rechts Schweinachbach. Die Stadt zählt zum südlichen Teil der Windsheimer Bucht.
1461 belagern Feide die Stadt, die Nahrungsmittel gehen rasch zur Neige, man will sich ergeben. Da kommt ein Schneider auf eine Idee: Er näht sich selbst in das Fell eines Ziegenbocks ein, setzt dessen Kopf auf und hüpft meckernd die Stadtmauer entlang. Als die Feinde den wohlgenährten „Geißbock“ sehen, geben sie die Belagerung im Glauben auf, die Neustädter hätten noch mehr als genügend Nahrung. Seitdem dreht der Neustädter Geißbock jeden Tag um zwölf Uhr mittags in der Turmuhr Neustädter Rathauses meckernd seine Runden.













Neunburg vom Wald - 49°21'N 012°23'E

Die Stadt an der Schwarzach mit mehr als 8.000 Einwohnern im Landkreis Schwandorf im Naturpark Oberpfälzer Wald in der Nähe des Eixendorfer Sees feiert 2017 ihr tausendjähriges Stadtjubiläum. Bekannt ist sie für die denkmalgeschützte historische Altstadt mit dem Alten Schloss und für das jährlich stattfindende Freilicht-Festspiel „Vom Hussenkrieg“. 1997 gründen mit dem Neunburger Memorandum Städte mit hussitischer Geschichte und Tradition eine Vereinigung, der 18 Städte in Tschechien und 18 in Deutschland angehören.







Neustadt an der Weinstraße - 49°21'N 008°09'E

Etwa 54.000 Naischdadter wohnen in dem Ort, der von 1945 bis 1950 Neustadt an der Haardt hieß (Autokennzeichen NH). Heute ist es Neustadt an der Weinstraße. Die kreisfreie Stadt in der Pfalz an der Deutschen Weinstraße ist eines der Zentren des deutschen Weinbaus und veranstaltet jährlich das Deutsche Weinlesefest, wo die Winzer die Deutsche Weinkönigin wählen. Bekannt ist die Stadt außerdem durch das Hambacher Schloss, 1832 Schauplatz des Hambacher Festes.
Die Stadt liegt zwischen der Haardt, dem östlichen Rand des Pfälzerwalds, und dem Westrand der Oberrheinischen Tiefebene.
Von 1798 bis 1814 war sie mit der Pfalz ein Teil Frankreichs, 1815 kommt sie zu Österreich, ein Jahr später zu Bayern, nach dem Zweiten Weltkrieg zum Land Rheinland-Pfalz.









Nienburg/Weser - 52°38'N 009°13'E

Die knapp 32.000 Eingeborenen sagen Nienborg, Neenborg oder Negenborg zur Kreisstadt des Landkreises Nienburg in Niedersachsen, die an der Weser zwischen Hannover (51 km) und Bremen (64 km) liegt.
1810 bis 1813 gehört Nienburg zu Frankreich.









Niebüll - 54°47'N 008°50'E

Nibøl (dänisch) oder Naibel (nordfriesisch) im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein war 1920 bis 1970 Kreisstadt des Kreises Südtondern. Niebüll liegt inmitten von Marschland auf einer Kornkoog genannten Geestinsel. Die um 1600 nach einem Deichbruch entstande Wehle (tiefe Auskolkung, die durch Sturmflut entsteht) nutzen die Niebüller als Naturbad.
Bis zum Deutsch-Dänischen Krieg 1864 gehört der Ort zur Bökingharde im Tønder Amt innerhalb des Herzogtums Schleswig, dänisches Lehen. 1867 wird Niebüll Teil der neugeschaffenen preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Der Hindenburgdamm verbindet seit 1927 die Insel Sylt mit dem Festland per Eisenbahn.
Mit Abtretung des nördlichen Teils des Kreises Tondern 1920 an Dänemark wird Niebüll Kreishauptort des neuen Kreises Südtondern. 1970 vereinigen sich Südtondern und die Kreise Eiderstedt und Husum zum neuen Kreis Nordfriesland mit Husum als Keisstadt, Niebüll verliert den Status der Kreisstadt.









Neumarkt in der Oberpfalz - 49°17'N 011°28'E

Wahrzeichen von Neimack oder Neimoarkt (bairisch), Große Kreisstadt im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz mit knapp 41.000 Einwohnern, sind die markanten Kirchtürme der Altstadt und die Burgruine Wolfstein. Neumarkt liegt in einen Talkessel am Westrand der Fränkischen Alb bzw. des Oberpfälzer Jura. Der Talkessel entwässert nach Norden über Schwarzach und Regnitz in den Main, nach Süden über Sulz und Altmühl in die Donau. Der Ludwig-Donau-Main-Kanal durchquert das Stadtgebiet und überwindet eben dort die Europäische Wasserscheide.
Über 300 Neumarkter fallen im 1. Weltkrieg. Während der Nazizeit finden umfangreiche Judenverfolgungen statt, die Synagoge wird 1938 zerstört. Am Karfreitag 1942 ist Neumarkt „judenfrei“, als die Stadt die 15 letzten Juden zur Erordung deportiert.









Northeim - 51°42'N 010°E



Die ehemalige Hansestadt ist Sitz des Landkreises Northeim und hier leben rund 30.000 Einwohner. Northeim liegt in Südniedersachsen im Niedersächsischen Bergland. Durchs Stadtzentrum verläuft der 10. Grad östlicher Länge (markiert durch weiße Pflastersteine). Durch Northeim fließt die Rhume mit dem Rhumekanal, nahe westlich der Stadt die Leine, in die die Rhume mündet. Northeim liegt an der Northeimer Seenplatte, der aus zwölf durch Kiesabbau entstandenen Seen.
Die NSDAP wird schnell bestimmende Macht im bürgerlich-konservativen (ab ca. 1950 eher sozialdemokratisch) Northeim.







Norden - 53°36'N 007°12'E

Nörden, die Stadt in Ostfriesland mit etwa 25.000 Einwohnern im Nordwesten Niedersachsens liegt unweit der Nordseeküste und ist die nordwestlichste Stadt auf dem deutschen Festland. Ihre Bewohner heißen Nörder. Bis 1977 ist sie Sitz des gleichnamigen Landkreises, der im Landkreis Aurich aufgeht. Die Stadt besitzt einen Fährhafen zu den vorgelagerten Inseln Juist und Norderney. Im "Grünen Tor zum Meer" beträgt die Zahl der Übernachtungen über 900.000.
Zwischen der Küstenlinie und den Inseln befindet sich das Wattenmeer, das als Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer unter Naturschutz steht und UNESCO Weltnaturerbe ist.
Bei den Kommunalwahlen 1933 vereinigen die Nazis die Mehrheit der Stimmen auf sich und bereits wenige Tage später setzen Verhaftungswellen gegen Kommunisten und Sozialdemokraten ein, die Nazis misshandeln 27 Sozialdemokraten und Kommunisten in der Gaststätte Zur Börse brutal. Die SA lässt sämtliche jüdischen Geschäfte schließen und führt Juden, die mit „arischen“ Frauen Kontakt haben, durch die Hauptstraßen des Ortes, um den Hals ein Schild mit der Aufschrift "Ich bin ein Rasseschänder."
In der Presse setzt verstärkte antijüdische Hetze ein. Die Synagoge wird 1938 zerstört. Die Norder treiben die Juden zusammen und bringen sie gemeinsam mit den anderen ostfriesischen Juden in das KZ Sachsenhausen. Die letzten Juden werden im April 1940 in Konzentrationslager abtransportiert, während der Zeit des Nationalsozialismus wird fast die Hälfte der jüdischen Norder umgebracht.







Neustadt am Rübenberge - 52°30'N 009°28'E

Eine Stadt an der Leine nordöstlich von Steinhuder Meer und Totem Moor mit gut 44.000 Einwohnern zwischen Bremen und Hannover, im sogenannten Speckgürtel von Hannover, flächengrößte kreisangehörige Stadt der alten Bundesländer.
Das stand am 7. April 1945 in der Hannoverschen Presse: "... nachmittags richtete Neustadt sich auf die Besetzung der Stadt ein ... um 16 Uhr kamen einige Bauern in die Stadt, die berichteten: „In Poggenhagen sind sie und kochen Tee“. Im Landratsamt hatten sich um 18 Uhr Landrat S., der Polizeichef, Kreisbrandmeister C. und Amtmann F. versammelt. Kaufmann B. bat den Landrat um Vermittlung zur Verhinderung der Brückensprengung, die möglicherweise schweres Leid für die Stadt heraufbeschwören würde. In diesem Augenblick zerriss um 23 Uhr ein furchtbarer Knall die Stille der Nacht ... Am nächsten Morgen wagten sich einige Neustädter an die Leine. Der westliche Bogen der 250 Jahre alten Brücke lag im Wasser und die Blutspritzer verrieten das Drama das sich hier abgespielt hatte. Gerade als die Engländer in Scharen auf der Brücke sich befanden, hatte der deutsche Feldwebel hinter dem Schützenplatzhäusern die Sprengladung ausgelöst."







Nürtingen - 48°38'N 009°20'E



Eine Stadt mit etwa 41.000 Einwohnern in Baden-Württemberg, 30 km südöstlich von Stuttgart, bis 1973 Sitz der Kreisverwaltung des gleichnamigen Landkreises. Die Altstadt liegt auf einem ehemaligen Umlaufberg des Neckars.
In der Nazizeit existieren etwa 17 Zwangsarbeitslager mit Ostarbeitern und Kriegsgefangenen, die in den örtlichen Firmen arbeiten müssen. Sämtliche jüdischen Schüler müssen die Schulen verlassen. In Mischehe lebende, als Juden angesehenen Männer werden in KZs transportiert und ermordet. Nachdem seine Eltern bereits ermordet sind, wird ein Sinti-Kind mit den meisten seiner Geschwister vom katholischen Waisenheim St. Josefspflege in Mulfingen 1944 nach Auschwitz-Birkenau verbracht und ermordet.







Neu-Ulm - 48°24'N 010°E

Kennen sie NUXIT? Der Begriff bezeichnet den angestrebten, 2019 abgelehnten Austritt der kreisangehörigen Stadt aus dem Landkreis Neu-Ulm.
Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises im bayerischen Schwaben und Hochschulstadt mit knapp 60.000 Einwohnern an der Westgrenze Bayerns (Grenzübertritte frei!) am rechten Donauufer gegenüber dem zu Baden-Württemberg gehörenden Ulm.