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Hechingen- 48°21'N 008°58'E



Wahrzeichen der Stadt ist die Burg Hohenzollern, und so nennt sich auch der Landkreis, in dem die Stdt mit etwa 20.000 Einwohnern liegt, Zollernalbkreis. Ehemals hohenzollerische Kreisstadt und Residenz der Fürsten von Hohenzollern liegt Hechingen zentral in Baden-Württemberg, am Westrand der Schwäbischen Alb, etwa 60 Kilometer südlich Stuttgarts.
Durch die Unterstadt fließt die Starzel. Angeblich soll hier die Schlacht bei Solicinium 368 zwischen Alamannen und dem römischen Reich unter Kaiser Valentinian I. sattgefunden haben. Im Mittelalter liegt Hechingen an der Reichsstraße vom mittleren Neckarraum nach Süden über Rottweil zum Hochrhein und zu den Alpenpässen. Graf Eitel Friedrich IV. (1576–1605) macht Hechingen zu einem Zentrum der Kunst und Musikpflege und der Renaissancearchitektur. Zahlreiche von ihm initiierte Bauten prägen das Stadtbild: die Klosterkirche St. Luzen, das Spital und der Untere Turm als eines der letzten Zeugnisse der ehemaligen Stadtbefestigung. Durch Erbteilung 1576 entstehen die Grafschaften Hohenzollern-Hechingen, Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Haigerloch. Hechingen ist fortan Residenz der Grafen von Hohenzollern-Hechingen. Cuius regio, eius religio: Hechingen bleibt mit seinem Landesherrn katholisch.
Im 30jährigen Krieg belagern 1633 württembergischen Truppen mit 2.000 Mann die Burg 9 Monate. In dieser Zeit bringen die Belagerten Proviant durch unterirdische Geheimgänge im Schutz der Dunkelheit auf die Burg und bezahlen die Bauern mit Wertgegenständen. Nach Einnahme der Burg stehlen die Soldaten alles, was ihnen in die Hände fällt. Die Bauern haben keine Tiere mehr, können ihre Felder nicht mehr bestellen. 1635 bricht die Pest aus und gelangt die Burg an Bayern. Die Soldaten Bernhard von Sachsen-Weimars rauben 1638 die Stadt komplett aus, sodass sich die Menschen, nachdem es keine Hunde und Katzen mehr gibt, von Nesseln und Schnecken ernähren.
Papst Pius VII. hebt 1821 das Bistum Konstanz auf und gründet das Erzbistum Freiburg, die hohenzollerischen Fürsten schließen sich an. Ab 1826 ist Hechingen unter dem letzten regierenden Fürsten Konstantin und seiner Gemahlin


Eugénie de Beauharnais

ein kulturelles Zentrum in Süddeutschland. Berühmte Persönlichkeiten sind Gäste: Eugénies Vetter, der spätere Kaiser Napoleon III., Hector Berlioz und Franz Liszt. Nachdem Fürst Konstantin wegen Amtsmüdigkeit im Anschluss an die Märzrevolution von 1848 auf sein Erbe verzichtet, fällt das katholische Hechingen zusammen mit dem gesamten Fürstentum Hohenzollern-Hechingen 1850 an das protestantische Königreich Preußen.
Ende des Mittelalters können sich Juden in Hechingen ansiedeln, 1848 gibt es 3 Synagogen. Der Anteil der Juden beträgt 25 %. In der Reichspogromnacht 1938 zerstören Hechinger Angehörige der SA unter Leitung des SA-Standartenführers Karl Schuhmacher aus Reutlingen die Inneneinrichtung der Synagoge komplett und der Landrat ordnet auf Befehl der Gestapo Sigmaringen in derselben Nacht die Verhaftung „tunlichst reichen Juden“ an. In der Nazizeit werden alle Juden in KZs deportiert und ermordet.
Der Humanist, Sozialist und nach der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg erste Vorsitzende der Kommunistischen Partei Deutschlands


Paul Levi

wird 1883 als Sohn eines jüdischen Gemeindevorstehers in Hechingen geboren.
1945 planen, um den französischen Truppen zuvorzukommen, General Groves und Lieutenant Colonel Pash, das St.-Luzen-Kloster, in dem sich die Anlagen mit den meisten der deutschen Atomphysiker aus Berlin befinden, mit Fallschirmjägern aus der Luft anzugreifen oder durch Bombenangriffe zu zerstören. Der Physiker Goudsmit kann Groves jedoch überzeugen, dass das deutsche Uranprojekt diesen Aufwand nicht wert sei und so entschließt man sich für eine Landoperation. Amerikanische Truppen maschieren ein und nehmen die Wissenschaftler, darunter Erich Bagge, Carl Friedrich von Weizsäcker und Karl Wirtz, gefangen und internieren sie in England und verhören sie mehrere Monate lang.
Ab 1952 gehört Hechingen zu Baden-Württemberg. Die Willkürmaßnahmen im Nationalsozialismus haben der Hechinger Wirtschaft erheblich geschadet, da ein Großteil der Hechinger Fabriken zuvor in jüdischem Besitz ist. IBM und BMW rücken von Plänen ab, ein großes Werk in Hechingen zu errichten.







Helmstedt - 52°14'N 011°E



Im Helmstedter Braunkohlerevier finden sich Spuren hier anwesender Menschen, etwa die rund 300.000 Jahre alten Schöninger Speere.
Helmstidde (auf Plattdeutsch) mit etwa 26.000 Einwohnern ist die Kreisstadt des Landkreises Helmstedt in Niedersachsen etwa 36 km östlich von Braunschweig an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Die ehemalige Universitäts- und Hansestadt liegt inmitten des Naturparks Elm-Lappwald. Der 11. Meridian verläuft unmittelbar am Westportal des Klosters Marienberg durch das Stadtgebiet.
Aufgrund seiner günstigen Verkehrslage zwischen den Handelsstraßen Lüneburg-Halberstadt und Braunschweig-Magdeburg entwickelt sich Helmstedt frühzeitig zu einem recht bedeutenden Handelsort. 1426 bis 1518 ist Helmstedt kleinstes Mitglied der Hanse.
Herzog Julius stiftet 1576 die Universität Academia Julia, sie prägt das Leben in der Stadt bis 1810. Die Herzöge holen Gelehrte wie den berühmten Italiener


Giordano Bruno

in die Stadt, der die Lehre des Kopernikus vertritt und deswegen in Rom auf dem Scheiterhaufen endet. All diese Gelehrten publizieren ihre namhaften Werke auf der vom Herzog eingerichteten Universitätsdruckerei des „Typographus“ und Meisters des Holzschnitts Jacob Lucius.
Jérôme Bonaparte, der Bruder Napoleons, regiert das Königreich Westphalen, zu dem Helmstedt gehört. 1810 stellt er den Universitätsbetrieb ein. Die Schließung der Universität ist ein großer wirtschaftlicher und kultureller Rückschlag.
Ab Reichsgründung 1871 und der einsetzenden industriellen Entwicklung wird die im Helmstedter Umland geförderte Braunkohle verstärkt nachgefragt. Die Braunschweigische Kohlen-Bergwerke AG (BKB) mit Sitz in Helmstedt forciert die Braunkohlegewinnung und -verstromung und prägt über viele Jahrzehnte mit Tagebauerschließungen das Landschaftsbild und die Erwerbsstruktur der Helmstedter Bevölkerung. Zusammen mit der DDR betreibt sie spaäter das geheime Werk Harbke.
Inflation und Arbeitslosigkeit in der Weimarer Republik treffen Helmstedt hart. 1933 gibt es erste Ausschreitungen gegen die relativ kleine jüdische Gemeinde der Stadt.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges endet die sowjetische Besatzungszone jenseits der ehemaligen braunschweigisch-preußischen Grenze und damit in unmittelbarer Nähe zu Helmstedt. Die Hauptlast des Transitverkehrs zwischen Westdeutschland und Berlin wickelt sich über den Kontrollpunkt Helmstedt ab.



Die Stadt verliert den Zugang zu ihrem östlichen Umland. Die Vertriebenenzuwanderung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und der Flüchtlingsstrom aus der SBZ lassen die Einwohnerzahl der Stadt sprunghaft ansteigen.
Bereits in der Nacht zum 10. November 1989 überqueren viele DDR-Bürger den Grenzübergang und in den folgenden Tagen erlebt die Stadt einen ungeahnten Besucheransturm.
Die besondere Rolle der Stadt während der Deutschen Teilung würdigt das 1994 eröffnete Zonengrenz-Museum. An Stelle des 2002 stillgelegten Braunkohle-Tagebaus entsteht seit 2004 der 4 qkm großer Lappwaldsee, der sich sehr langsam mit Grundwasser füllt.



Das Geheimnis von Harbke:







Bad Homburg vor der Höhe - 50°14'N 008°37'E

2002 stirbt ein Ehepaar Rütt unter ungeklärten Umständen in der Provence, wo es seit einigen Jahren lebt. Seit 1948 wohnen Ursula Rütt und ihr Mann Walter - Leiter der örtlichen Kriminalpolizeistelle - in Bad Homburg. 1955 erscheint „In Sachen Mensch“, der Roman von Ursula Schütt, der Aufsehen erregt. Das Buch schildert das Agieren der Stadtverwaltung und anderer lokaler Behörden sowie das Leben in der Stadt, Rütt benutzt für die handelnden Figuren Decknamen und betont die „unheilvolle Mixtur aus Vetternwirtschaft und Korruption, Ehebruch und Homosexualität“.
In der Stadt mit etwa 54.000 Einwohnern wohnen nur Arme. 2017 belegt sie den bundesweiten Spitzenwert mit einem Kaufkraftindex von 154 %, wobei Kaufkraft das in privaten Haushalten für Konsumzwecke verfügbare Einkommen bedeutet, also derjenige Betrag, der vom Einkommen verbleibt, nachdem alle regelmäßig wiederkehrenden Zahlungsverpflichtungen erfüllt sind (zum Vergleich: München 136%, Mecklenburg-Vorprommern 84%).
Bad Homburg vor der Höhe ist die Kreisstadt des hessischen Hochtaunuskreises und ein Heilbad. Sie selbst versteht sich als Kur- und Kongressstadt. Motto: „Champagnerluft und Tradition“. Die Stadt liegt im Ballungsraum Rhein-Main und grenzt direkt an Frankfurt/Main. International bekannt ist Bad Homburg für „Mutter von Monte-Carlo“ (die Spielbank) und ihre teure Wohnlage mit einer Reihe von Villengebieten.



Der Name der Stadt leitet sich von der Burg Hohenberg ab. „Die Höhe“ ist der traditionelle Name des Taunus.
1866 preußisch. Mit Aufkommen des Kurbetriebs, der sehr von der Einrichtung einer Spielbank profitiert, wandelt sich die Stadt zu einem international berühmten Bad. Bad Homburg wird Sommerresidenz Kaiser Wilhelms II. Der Kurbetrieb geht nach dem 2. Weltkrieg, in dem das Kurhaus durch Bomben schwer beschädigt wird, stark zurück. Die Militärregierung beansprucht führende Hotels. 1947 richtet der Wirtschaftsrat der Bizone zur Vorbereitung der Währungsreform die „Sonderstelle Geld und Kredit“ ein, deren Leiter Ludwig Erhard ist. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts ist Bad Homburg bevorzugter Wohnsitz wohlhabender Frankfurter Familien. 1989 töten Terroristen den hier wohnenden Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, durch eine Bombe, die sie bei seinem vorbeifahrenden Dienstwagen zünden.
Die Lokalolitiker halten die Innenstadt attraktiv, Discountmärkte in Stadtrandlage sind verboten. Die als besonders hoch angesehene Lebensqualität Bad Homburgs führt zu höchsten Bodenpreisen in der ganzen Bundesrepublik. Wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Kurbetrieb, der auf die zahlreich vorhandenen Heilquellen gründet.



„In Sachen Mensch“ - bis heute von Rätseln umgeben - findet für Monate Widerhall in der nationalen und internationalen Presse. Ursula Schütt, 41jährige Hausfrau 1955: „Ich will mich zum Sprecher aller Erniedrigten, Bedrückten und Bedrängten machen“. Ein Lokalhistoriker identifizert im Roman mehr als 30 wahre Pesonen. Kaum einer ohne Makel, etliche von diabolischer Ausstrahlung. Stets auf „Fresslust, Weiber und Gesäufigkeit“ erpicht. Die Liste umfasst die gesamte Spitze der Homburger Stadtverwaltung. Hinter „Sebastian Schnapp“ verbirgt sich der Bürgermeister, hinter der Leiter des Rechnungsprüfungsamtes, hinter „Otto Großkopff“ der Stadtpolizei-Chef. Und so fort. „Ursula Rütt hat hier kaum verschlüsselt“, sagt der Lokalhistoriker, der die Atmosphäre 1955 als Jugendlicher miterlebt. „Viele der Familien leben bis heute in Homburg.“
Die Stadtgesellschaft weiß das scheinbar Imaginäre zu deuten, umso mehr, als Ehemann Walter Rütt der städtischen Kriminalpolizei vorsteht und nun ins Visier der Amtskollegen gerät. Interna, die das Romangeschehen grundieren und sich später als Tatsachen erweisen, soll er zur Verfügung gestellt haben. Eine unheilvolle Mixtur aus Vetternwirtschaft und Korruption, Ehebruch und Homosexualität. „Bad Homburg“ wird an keiner Stelle genannt und obwohl manche Einwohner davon sprechen, dass „die Brüder mehr Dreck am Stecken haben, als in dem Buch geschildert ist“, setzen sich die Justizbehörden in Gang.
Drei Prozesse kreisen um die Frage, was Kunst darf und wann Persönlichkeitsrechte verletzt sind. Das Landgericht beschlagnahmt den Roman, Proteste des Schriftstellerverbands bei Bundespräsident Heuss fruchten nichts. In der DDR erscheint eine Lizenzausgabe – sie nutzt die Publikation als ideologische Waffe gegen die vermeintliche Dekadenz westlicher Prägung. Die "Zeit" 1956: „Diese der SED willkommene Propaganda sollte zu bedenken geben, wie vorsichtig man mit derartig unüberlegten und vorschnellen Verbotsanträgen sein muss.“
Die Justiz gibt das Buch wieder frei, im Januar 1958 3-tägige Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht in Frankfurt, 16 Zeugen und ein literarischer Sachverständiger, der Zuhörerraum ständig überfüllt, Pressevertreter aus dem ganzen Bundesgebiet zugegen. Kuriose Wortgeplänkel, man redet Homburger Amtsleute des Öfteren mit ihren Kunstnamen an. Am Ende Freispruch für Ursula Rütt – die Bekräftigung grundgesetzlich geschützter künstlerischer Freiheit.
Die Affäre geht weiter: Gerichte verurteilen den Beamten Warthenpfuhl („Julius Schartenpfuhl“)und seine Geliebte, die Sekretärin Hartmute Altmann, wegen Meineids, beide müssen das Homburger Amtshaus verlassen. Während sich der ehemalige Rechnungsprüfer als Handelsreisender durchschlägt, verschwindet „das Fräulein“ aus der Bürgergesellschaft. Von „menschlichen Tragödien“ ist in den lokalen Blättern die Rede. „Der Alltag“, so der Lokalhistoriker, „war für viele der Betroffenen nicht mehr auszuhalten.“ Noch einmal für Aufsehen sorgt die Schriftstellerin Rütt, als sie in der Kurstadt die Tagung „Deutsche Begegnung 1955“ organisiert: Ein Treffen sowjetnaher Wissenschaftler und Künstler („getarnte SED-Propaganda“?).
Die Polizeiverwaltung versetzt Kripochef Walter Rütt kurz nach der Affäre in den Ruhestand, die Familie zieht 1960 nach Darmstadt. Ursula Rütt bringt weitere Bücher heraus - darunter den Spielbank-Roman „Nachtgesellschaft“ - bekommt ein Auslandsreise-Stipendium. Ihr Weg führt in die Provence, wo das Ehepaar später ansässig wird und 2002 auf mysteriöse Weise zu Tode kommt. Keines der Bücher Rütts hat die Zeit überlebt, in ihnen finden die engen und vermufften 1950er vollendeten Ausdruck. Nicht einsehbar sind die Personalakten Walter Rütts – Schlüsselfigur des Skandals. Die Akte hält das städtische Archiv unter Verschluss - aus Rücksicht, heißt es, auf die Nachfahren von Ursula und Walter Rütt...







Hagenow - 53°26'N 011°12'E

Fru Püttelkow ut Hagenow
hett 'ne Herrenkonfektion,
un wer'ne niege Weste brukt,
de möt to ehr hingohn.
Doch giwt dat bi Fru Püttelkow
man blot nich Büx un Jack'
nee, se vertellt glick jedermann
den allerneusten Snack
Ham Se schon gehört, Frau Doktor?
Stelln Se sik blot vör, de lüttje Deern
von SIachter Liederjohn
soll doch mit ehre föfltein Johr
Nachts im Park rümgohn.
Un nich alleen, nee, mit'm Kierl,

de Jung von Krischan Pahl -
nu ward de Pahl wull Grotpapa -
wo bliwt dor de Moral? Fru Püttelkow ut Hagenow
ja, de hett dat vertellt.
Se weit Bescheid in Hagenow
un in de wiede Welt.
Fru Püttelkow ut Hagenow
hett't ganz genau studiert.
Un wenn se wat nich weiten süllt,
denn wier't ok nich passiert!

Un se hett dat hürt: Hein Piepelow
hett sik'n groten Wagen köft.
Dorbi hett he all'n Bungalow
in Hogenkieserow.
Un denn tut der noch jedes Jahr
ganz grot in Urlaub fahrn -
so'n junger Kierl un soviel Geld,
dat möt nich recht angahn.
Nee, nee, dor soll sik mol de
ABV drum kümmern!
Hem Se dat wüßt, dat Fieten Schult
schon wedder geschieden ist?
Un dat nun al tum dritten Mol -
is dat nich een Skandal?
Se süll so een Verhältnis hebb'n
mit so'n verheirateten Herrn.
Sin arme Fru weit nix davon,
wer dat is, wüsst' ich gern!
Fru Püttelkow ut Hagenow
ja, de hett dat vertellt ...

Nu hem wi hürt, ganz Hagenow
sich bannig amüsiert
öwer so 'ne dolle Sak,
de grade dor passiert.
Denn dat, wat uns Fru Püttelkow
nu grad nich rutkrieg'n kann:
de Herr, von wat de Rede war,
dat is ehr egen Mann
Doch,
Fru Püttelkow ut Hagenow,
de hett dat nich vertellt.
Se weit Bescheid in Hagenow
un in de wiede Welt
Frau Püttelkow ut Hagenow
hett't ganz genau studiert,
un wenn se wat nich weiten süll,
denn wird' ok nich passiern,
un wenn se wat nich weiten süll,
denn wier't ok nich passiert.


Die Stadt mit etwa 12.000 Einwohnerim Westen Mecklenburg-Vorpommerns, 30 km südwestlich Schwerins liegt im Westen des Landkreises Ludwigslust-Parchim. Die Schmaar durchfließt den Ort und ist in der Innenstadt zum Mühlenteich aufgestaut.
1952 bis 1994 ist Hagenow Kreisstadt des gleichnamigen Kreises und wird dann in den Landkreis Ludwigslust eingegliedert.
Seit etwa 1760 siedeln sich jüdische Familien an, die Nazis schänden ihre Synagoge beim Novemberpogrom 1938 geschändet, sie dient bis 2001 u.a. als Lagerhalle.
Im 2. Weltkrieg ist bei Sudenhof ein Flugplatz und Fliegerhorst der Deutschen Luftwaffe mit zwei Landebahnen, Flugzeughangars und Kasernen, nach 1945 sind dort Panzer-Streitkräfte der Sowjetarmee stationiert. Neben der Landwirtschaft sind Sägewerke, Ziegeleien und die Käsefabrik Wirtschaftsgrundlage. Das Panzergrenadierbataillon 401 der Bundeswehr befindet sich seit dem 1. April 1991 in der „Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne“.







Hildesheim - 52°09'N 009°57'E

Hilmessen (niederdeutsch), niedersächsische Stadt mit etwa 103.000 Einwohnern 30 km südöstlich Hannovers und Sitz des katholischen Bistums Hildesheim, ist Kresistadt des gleichnamigen Landkreises. Standort dreier Hochschulen: Universität Hildesheim, die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) sowie die Norddeutsche Hochschule für Rechtspflege. Die Kirchen Dom St. Mariä Himmelfahrt und St. Michaelis zählen zu den bedeutendsten Bauwerken der Vorromanik und sind UNESCO-Weltkulturerbe.
Seit dem hohen Mittelalter gibt es in Hildesheim eine jüdische Gemeinde, die eine repräsentative Synagoge am Lappenberg besitzt. 1842 errichtet das Königreich Hannover Landrabbinate, die alle jüdischen Gemeinden des Landes betreuen und die religiöse Unterweisung der Kinder beaufsichtigten. Das Landrabbinat Hildesheim umfasst 32 jüdische Gemeinden. Die NS-Obrigkeit löst die Landrabbinate 1939 auf.
In der Reichspogromnacht 1938 zerstören die Nazis die Synagoge, sie ermorden fast die gesamte jüdische Bevölkerung Hildesheims in Vernichtungslagern.
Seit 1992 gibt es die Selimiye Merkez-Moschee







Hilpoltstein - 49°11'N 011°11'E





Rekorde:
2006 stellt eine Lokomotive mit 357 km/h einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord für konventionelle Elektrolokomotiven im Gebiet der Stadt Hilpoltstein an der Neubaustrecke Nürnberg–Ingolstadt auf.
2018 verteidigt Frederic Funk, 22-jähriger Student aus Nürnberg, beim 30. Rothsee-Triathlon mit neuem Streckenrekord seinen Titel.
Die Stadt im mittelfränkischen Landkreis Roth mit etwa 14.000 Einwohnern - nicht zu verwechseln mit Markt Hilpoltstein im oberfränkischen Landkreis Forchheim - 30 km südlich von Nürnberg unweit des Rothsees wird 1799 dem Kurfürstentum Bayern zugeschlagen. 1880 wird der Ort aus der Oberpfalz ausgegliedert und Mittelfranken zugeschlagen. Der Landkreis Hilpoltstein besteht 1939 bis 1972.
Umgeben von Wäldern und Wiesen, im Dreieck von Roth, Hilpoltstein und Allersberg liegt der Rothsee. Er ist durch einen Damm geteilt: Im Bereich der Vorsperre tummeln sich ausschließlich die Badegäste. Segler und Surfer haben mit der Hauptsperre ihr ideales Revier. Den herrlichen Panoramablick von der großen Freiterrasse des Seenzentrums sollte man sich nicht entgehen lassen.







Hameln - 52°06'N 009°21'E



Man schätzt, dass ihn mehr eine Milliarde Menschen kennen: den Rattenfänger von Hameln ...

Die Brüder Grimm haben die Sage aufgeschreiben:
1284 lässt sich zu Hameln ein wunderlicher Mann sehen und gibt sich für einen Rattenfänger aus. Er verspricht, gegen Geld die Stadt von allen Mäusen und Ratten zu befreien. Hameln leidet zu dieser Zeit unter einer großen Rattenplage, derer die Stadt selbst nicht Herr wird, weshalb sie das Angebot des Fremden begrüßt.
Die Bürger sagen ihm seinen Lohn zu, und der Rattenfänger zieht seine Pfeife heraus und pfeift eine Melodie. Da kommen die Ratten und Mäuse aus allen Häusern hervorgekrochen und sammeln sich um ihn herum. Als er nun meint, es wäre keine zurückgeblieben, geht er aus der Stadt hinaus in die Weser; der ganze Haufen folgt ihm nach, stürzt ins Wasser und ertrinkt. Als die Bürger sich von ihrer Plage befreit sehen, bereuen sie ihr Versprechen und verweigern dem Mann den Lohn, so dass er zornig und erbittert weggeht.

Am 26. Juni aber kehrt er zurück in Gestalt eines Jägers, mit schrecklichem Angesicht, einem roten, wunderlichen Hut und lässt, während alle Welt in der Kirche versammelt ist, seine Flöte abermals in den Gassen ertönen. Alsbald kommen diesmal nicht Ratten und Mäuse, sondern Kinder, Knaben und Mägdlein vom vierten Jahre an, in großer Anzahl gelaufen. Diese führt er, immer spielend, zum Ostertore hinaus in einen Berg, wo er mit ihnen verschwindet. Nur zwei Kinder kehren zurück, weil sie sich verspätet haben; von ihnen ist aber das eine blind, so dass es den Ort nicht zeigen kann, das andere stumm, so dass es nichts erzählen kann. Einige sagen, die Kinder seien in eine Höhle geführt worden und in Siebenbürgen wieder herausgekommen. Es verschwinden ganze 130 Kinder. Man hat sie nie mehr gesehen.
Die niedersächsische Rattenfängerstadt an der Weser mit etwa 58.000 Einwohnern ist Kreisstadt des Landkreises Hameln-Pyrmont und liegt südwestlich von Hannover auf halber Luftlinie zwischen Herford im Westen und Hildesheim im Osten. Hamel und Humme münden in die Weser.
Historischer Hintergrund für die Rattengängersage dürften junge Bürger aus Hameln sein, die adlige Territorialherren zur Ostkolonisation anwarben. Mit der Symbolfigur ist Hameln auch Teil der Deutschen Märchenstraße.
Nach 700-jähriger Oberhoheit der Welfen wird Hameln 1866 preußisch.
1907 gründet Hans Hartmann die Norddeutschen Automobilwerke (N. A. W.) und beginnt mit der Produktion von Personenkraftwagen, die er in zahlreiche Länder exportiert. 1929 stellt N. A. W. die Produktion infolge der Weltwirtschaftskrise ein. Die Nazis reaktivieren das Werk, Robert Mederer entwirft einen Wagen mit neuartigem Motor, das 2.300 Reichsmark koste soll, was der Regierung zu viel ist, sie vergibt den Großauftrag nach Wolfsburg, wo zur Herstellung des nur 990 Reichsmark teuren KdF-Wagens die Volkswagen-Werke entstehen.
1933 bis 1937 findet auf dem Bückeberg regelmäßig das Reichserntedankfest statt. Mit bis zu einer Million Teilnehmern aus ganz Deutschland ist es eine der größten Massenveranstaltungen der Nazis. Menschen aus der Bauernschaft sowie Hitler, Goebbels und andere Funktionsträger nehmen teil.



2018 taucht der Plan auf, eine Gedenkstätte an die „Reichserntedankfeste“ am Bückeberg zu erichtern - aber die Bürger laufen Sturm. Wir gehen mit dem Historiker Bernhard Gelderblom dorthin, der Rundgang beginnt am Fuß der Bückebergstraße. Lauter gepflegte Eigenheime ziehen sich den Hang hoch. Gelderblom deutet auf das helle Straßenpflaster: „Das ist noch original“. Die Steine stammen aus den Jahren 1933 oder 1934.





Im Gefängnis Hameln sind ab 1933 so genannte Politische, vorwiegend Kommunisten und Sozialdemokraten interniert (aber auch Homosexuelle und Juden). Später kaommen politische Gefangene aus Frankreich und Dänemark dazu. Infolge der unmenschlichen Haftbedingungen gibt es etwa 300 Todesfälle. Zum Kriegsende im April 1945 lasse die Nazis das Gefängnis räumen, es kommt zu Todesmärschen.
In der Nachkriegszeit dient das Gefängnis der britischen Besatzungsmacht bis 1949 als Hinrichtungsstätte von 156 Personen als Kriegsverbrecher, unter anderem die im Bergen-Belsen-Prozess Verurteilten, darunter die KZ-Aufseherinnen Irma Grese, Elisabeth Volkenrath und Johanna Bormann, der Lagerkommandant Josef Kramer, der KZ-Arzt Fritz Klein. Weitere Hinrichtungen aufgrund alliierter Prozesse: KZ-Ärzte, KZ-Kapos, SS-Aufseherinnen und Kommandeure von SS-Einheiten (2. SS-Totenkopfregiment, SS-Division Totenkopf wie Walter Sonntag).







Heilbronn - 49°09'N 009°13'E

Der Kaiser zeugt in der Stadt am Neckar mit des Waffenschmieds Theobald Frau das Baby Käthchen, auf Drängen ihres Geliebten Graf vom Strahl erkennt der Kaiser den Bankert Jahre später an, er kann sein Käthchen freien. Hapyy End! Nach dieser Story, die Kleist in ihren Mauern spielen lässt, heißt Heilbronn seitdem "Käthchenstadt".
Sie liegt im Norden Baden-Württembergs 50 km nördlich Stuttgarts, hat etwa 127.000 Einwohner und ist ein eigener Stadtkreis und zugleich Sitz des gkeichnamigen Landkreiseses, der sie vollständig umgibt. Wegen der ausgedehnten Rebflächen ist Heilbronn bekannt als Stadt des Weins.
1848 gilt Heilbronn als württembergisches Zentrum der Märzrevolution. 1935 eröffent die Großschifffahrtsstraße Heilbronn-Mannheim und der Heilbronner Kanalhafen, bis heute einer der zehn größten deutschen Binnenhäfen.
1977 stationieren die USA auf der Heilbronner Waldheide nuklear bestückte Kurzstreckenraketen. Nach Protestkundgebungen und einer Blockade des Geländeszieht die US-Armee 1987 die Raketen und 1992 die letzten Einheiten ab.
2007 erregt die Tötung einer Polizistin großes Aufsehen, sie mutmaßliche Täterin, das „Heilbronner Phantom“, erweist sich 2009 aber als bloßes Konstrukt aufgrund von Ermittlungsfehler. Seit 2011 ordnet man das Verbrechen aufgrund von Waffenfunden in Zwickau der rechtsterroristischen Gruppe NSU zu.
Im Stadt- und Landkreis Heilbronn wohnt ein hohe Anteil von Gastarbeitern. Die Muslime (ca, 10.000) errichten mehrere Moscheen.

Was erstaunt:


Die Bilal-Moschee

vermittelt salafistische Positionen. Die „Heilbronner Salafisten“ haben Verbindungen in ganz Deutschland. Es gab eine Einladung der Heilbronner Salafisten zu einem Islamseminar im Mai 2012 in Bonn, wo es zahlreiche Ausschreitungen zwischen Polizei und Salafisten gegeben hat, bei welchen einige Polizisten durch Messerstiche verletzt wurden. Teilnehmer des Islamseminars waren führende Köpfe der Salafistenszene. Das Seminar fand in der Al-Mushinin-Moschee in Beuel, einem Ortsteil von Bonn, einer Salafisten-Hochburg, statt. Alle Terroristen des 11. September 2001 gehörten der salafistischen Strömung an. In Deutschland folgt eine Minderheit der Salafisten einer gewaltbereiten dschihadistischen Ideologie, die laut deutschem Verfassungsschutz mit der freiheitlichen demokratischen Grundordnung unvereinbar ist. In seiner Analyse kommt er zum Schluss, dass „das von Salafisten verbreitete Gedankengut den Nährboden für eine islamistische Radikalisierung … bildet“, und dass „fast alle in Deutschland bisher identifizierten terroristischen Netzwerkstrukturen und Einzelpersonen salafistisch geprägt bzw. sich im salafistischen Milieu entwickelt haben“.
Laut dem Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) sind die ideologischen Grundsätze des Salafismus unvereinbar mit den Prinzipien des Grundgesetzes, „insbesondere der Demokratie, des Rechtsstaats und einer auf der Menschenwürde basierenden politischen Ordnung“. Laut dem BfV hatten fast alle identifizierten terroristischen Netzwerke und Einzelpersonen einen salafistischen Hintergrund. Nach seinen Angaben gab es 2011 rund 4,000 Salafisten in Deutschland, und im Dezember 2017 war deren Zahl auf 10.800 gestiegen.







Hofheim in Unterfranken - 50°08'N 010°32'

Die Stadt mit etwa 5.200 Einwohnern im unterfränkischen Landkreis Haßberge liegt 25 km nordöstlich von Schweinfurt.
Beim Novemberpogrom 1938 plündern SA-Männer die Synagoge, sie blieb als Gebäude erhalten und ist heute Wohnhaus. In den 1990er und 2000er Jahren nimmt der Leerstand von Gebäuden im Hofheimer Stadtkern zu. 2008 gründen Hofheim und sechs Nachbargemeinden die Gemeinde-Allianz Hofheimer Land, die das Ziel hat, junge Familien für ein Leben in Hofheim oder in den umgebenden Dörfern zu gewinnen und um so den Bevölkerungsrückgang zu verringern.







Holzminden - 51°50'N 009°27'

Kloster Amelungsborn

Nicht nur James Joyce konnte das, schon lange vor ihm Wilhelm Raabe: Eine Story erzählen, die 24 Stunden zum Inhalt hat. Der jüdische Anzeigenwerber Leopold Bloom verbringt sie in Dublin am 16. Juni 1904, der sechzigjährige Magister Noah Buchius erlebt sie zwischen dem 4. und 5. November 1761 auf dem Odfeld und im Kloster Amelungsborn zwischen Ith und Sollling. Wilhelm Raabe, geboren 1831, verlebt in Holzminden bis 1845 seine Kindheitsjahre und seine Erzählungen spielen teilweise hier. 1888 erscheint "Das Odfeld": Noah Buchius lässt man zurück, als die Klosterschule umzieht ins Campe-Gymnasium Holzminden.
1960 beruft der neue Abt Christhard Mahrenholz einen Konvent und gründet die Laienbruderschaft der Familiaritas in Amelunsborn. Der frühere Klosterbezirk geht 1965 wieder in den Besitz des Konvents über. Der besteht aus Abt und 8 Konventualen. Zur Familiaritas gehören ca. 30 Männer.
1920 erscheint „The Tunnelers of Holzminden“ von Hugh George Durnford. Es erzählt vom größten Ausbruchsversuch des Ersten Weltkriegs 1918 im Kriegsgefangenenlager, an dem 75 britische und australische Offiziere teilnehmen, aber nur 29 durch einen Tunnel hinaus gelangen, als das Wachpersonal den Fluchtversuch bemerkt und unterbindet. Durnford war als englischer Offizier dabei.
1991 erregt der Polizistenmord von Holzminden bundesweites Aufsehen. Auf einem Waldparkplatz im Solling bei Boffzen erschießen zwei Täter zwei Polizeibeamte. Ein lang andauernder Gerichtsprozess folgt, siehe auch Filme.
Holzminden, die Stadt am östlichen Ufer der Oberweser im südlichen Niedersachsen mit etwa 20.000 Einwohnern ist Kreisstadt des gleichnmigen Landkreises. Etwas weiter nördlich befinden sich Vogler und Ith. Die Tourismusbranche bewirbt sie als „Stadt der Düfte und Aromen“. 1874 erfindet eine Geruchs- und Geschmackstoff-Firma in Holzminden künstliches Vanillinaroma, auch heute gilt die Stadt als Zentrum der deutschen Riechstoff-Industrie.







Horb am Neckar - 48°27'N 008°41'



Horb am Neckar mit etwa 25.000 Einwonern im Südwesten von Baden-Württemberg und 50 km von Stuttgart entfernt im Landkreises Freudenstadt ist durch die Duale Hochschule Baden-Württemberg bekannt. Horb liegt im Naturraum Obere Gäue bei der Einmündung des Grabenbachs in den Neckar, der hier ein mehr als hundert m tiefes Tal in die Gäuhochfläche gegraben hat. Die gut erhaltene Altstadt inklusive Burggarten und dem alten Marktplatz sind sehenswert.
1973 Auflösung der Landkreise Horb und Hechingen, Eingliederung von Horb in den Landkreis Freudenstadt. Der Tourismus zählt zu den Stützpfeilern der Stadt. Die Stadt will bis 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu werden. Den Windpark hat aber das Regierungspräsidium Karlsruhe gestoppt, um den roten Milan nicht zu gefährden.







Höchstadt an der Aisch - 49°42'N 010°48'E

Die Stadt im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt hat etwa 14.000 Einwohner und liegt am Rand des Steigerwaldes zwischen Erlangen und Bamberg. Bis 1972 ist Höchstadt an der Aisch Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Oberfranken. Die Aisch ist ein gut 80 km langer Nebenfluss der Regnitz in Mittel- und Oberfranken.



Die Höchstadter Kelleranlage entlang der Staatsstrasse 2763 mit 26 Eingängen ist ein wahres Labyrinth von Stollen und Gängen, sie ähnelt einer Bienenwabe. Das Kellersystem ist mehrstöckig und weitverzweigt.
Regelmäßige Kulturwochen und -nächte, bei denen auch hochrangige Künstler zu Gast sind. Young & Free, das größte deutsche Schülerfestival (2003 weit über 40.000 Schüler), wird in Höchstadt entwickelt, ab 2005 findet es an unterschiedlichen Orten statt, wie z. B. im Münchener Olympiastadion.







Heppenheim (Bergstraße) - 49°38'N 008°39'E

Hepprum (mundartlich) mit etwa 26.000 Einwohnern, Kreisstadt des südhessischen Kreises Bergstraße, liegt an der Bergstraße am Rande des Odenwaldes an der Landesgrenze zu Baden-Württemberg. Das Stadtgebiet selbst befindet sich unterhalb des Schlossbergs mit der mittelalterlichen Starkenburg. Charakteristisch für das Stadtbild ist neben der Burg auch St. Peter, der „Dom der Bergstraße“ – so die volkstümliche Bezeichnung der großen katholischen Kirche.
Der größte See in Heppenheim ist der Bruchsee.
„Bergstraße“ ist sowohl die von Darmstadt nach Heidelberg am Westrand des Odenwaldes bzw. Ostrand der Rheinebene verlaufenden Straße (B 3) als auch die Landschaft in der näheren Umgebung, die sich durch ein außerordentlich mildes und sonniges Klima mit besonders früher Baumblüte auszeichnet.
Im Stadtteil Ober-Laudenbach existiert eine hessenweit einzigartige Grenzkuriosität: Der nördliche Teil von Ober-Laudenbach bildet eine Enklave in baden-württembergischem Gebiet. Innerhalb dieser Enklave und im Südteil Ober-Laudenbachs befinden sich zwei baden-württembergische Enklaven.
Die liberale Heppenheimer Tagung 1847 ist Auftakt der Deutschen Revolution 1848/1849.
Martin Buber, Zionist und Honorarprofessor für Religionswissenschaft an der Frankfurter Universität, lebt ab 1916 in Heppenheim. Im Februar 1938 sieht er sich zur Auswanderung gezwungen. Beim Novemberpogrom 1938 plündern die Nazis sein Haus und zerstören dabei die 3.000 Bücher umfassende Bibliothek.
Die Ärzte in der ehemalige Landesirrenanstalt Heppenheim sind an den nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen beteiligt, und zwar als sogenannte „Sammelanstalt“ für jüdische Psychiatriepatienten, d. h. als Zwischenstation auf dem Weg in die Gaskammer (neben Heppenheim auch Gießen), darüber hinaus als Anstalt, aus denen Patienten in Mordanstalten oder in Konzentrationslager verlegt werden.
1945 bis 1946 lebt der Deutschamerikaner und spätere US-Außenminister Henry Kissinger in der Villa Schüssel, während er seinen Dienst beim Counter Intelligence Corps (CIC) in Bensheim (Hessen) versieht.







Rostock - 54°05'N 012°08'E

1992 finden die massivsten rassistisch motivierten Übergriffe der deutschen Nachkriegsgeschichte im Ortsteil Lichtenhagen statt, bis zu 3.000 Zuschauer applaudieren den ausländerfeindlichen Ausschreitungen von mehreren 100 teilweise extremistischen Randalierern und behindern den Einsatz von Polizei und Feuerwehr. Die Randalierer stecken ein Wohnheim, in dem sich über 100 Vietnamesen und ein Fernsehteam des ZDF aufhalten, mit Molotowcocktails in Brand. Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen sich die Polizei zeitweise völlig zurück, die im brennenden Haus Eingeschlossenen sind schutzlos sich selbst überlassen. Zum Pogrom siehe ausführlich Wikipedia
Und singt die Stadt mit etwa 210.000 Einwohnern heute:



Die Universitäts- und Hansestadt an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern erstreckt sich rund 16 km auf beiden Seiten der Warnow bis zu deren Mündung in die Ostsee im Stadtteil Warnemünde. Die Lage am Meer, der Hafen und die Universität, 1419 gegründet, prägen die Stadt. Der Hafen für Fährverkehr und Güterumschlag sowie der größte deutsche Kreuzfahrthafen in Warnemünde gehören zur Stadt und die Hanse Sail ist zu eine der großen maritimen Veranstaltungen im Ostseeraum. Bis 1918 gehört Rocstock zum Großherzogtum und dann Freistaat Mecklenburg-Schwerin und war neben der Haupt- und Residenzstadt Schwerin auch Zentrum von Kultur und Wissenschaft in Mecklenburg.
Die Flugzeugwerke Arado und machen die Stadt in den 1940er Jahren zu einem Ziel des Luftkriegs im 2. Weltkrieg. In der DDR wächst Rostock auf über 250.000 Einwohner an.
Während der Umbruchszeit 1989 sind die Rostocker Kirchen Anlaufstellen oppositioneller Kräfte, die sich in der Marienkirche zu Mahngottesdiensten unter der Leitung von Pastor Joachim Gauck versammeln. Ende November bilden die Rostcker einen Runder Tisch, um aktiv den politischen Umbruch mitzugestalten.
Nach der Wende kämpft die Stadt mit enormen wirtschaftlichen Problemen und erlebt einen starken Bevölkerungsrückgang um ungefähr 50.000 Einwohner.
Die Dokumentations- und Gedenkstätte des BStU in der ehemaligen U-Haft der Stasi setzt sich mit der wichtigsten Herrschaftsstütze des SED-Regimes in der DDR auseinander und erinnert an die Opfer des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Sie ist eine der am besten erhaltenen Untersuchungshaftanstalten des MfS.
2017 fertigt Rostcok bei 190 Anläufen von 36 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen 892.000 Passagiere abgefertigt. Der Flughafen Rostock-Laage, mit guten Anschluss an Berlin, Hamburg und Skandinavien als Touristenziele und das 2005 eröffnete Kreuzfahrtterminal begünstigen die Situation. Die deutsche Reederei AIDA Cruises Warnemünde nutzt Rostock als Basishafen für Ostseekreuzfahrten. Die Norwegian Cruise Line und die amerikanische Reederei Princess Cruises ermöglichen auf Ostseekreuzfahrten den Zustieg in Warnemünde. Durch zahlreiche Kreuzfahrt-Schiffsanläufe steigt im Raum Warnemünde in der Kreuzfahrtsaison die Belastung durch Rußpartikel und wird die übliche Verschmutzung in urbanen Räumen um das 60-fache überschritten!







Stralsund - 54°19'N 013°05'E



„Tor zur Insel Rügen“ am Strelasund, einer Meerenge der Ostsee zwischen Festland und der Insel Rügen, UNESCO-Weltkulturerbe, bekannt für das Deutsche Meeresmuseum mit dem Ozeaneum und den Rügenbrücken-Marathon, Kreisstadt des Landkreises Vorpommern-Rügen. Die Hansestadt in Vorpommern hat etwa 60.000 Einwohner, zur Insel Rügen gibt es einen Damm mit Brücke - den Rügendamm über die Insel Dänholm nach Altefähr – und die Rügenbrücke. Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft mit seiner großen Artenvielfalt ist nah.
Nach dem 30jährigen Krieg gehört die Stadt 200 Jahre zum Königreich Schweden bis es 1815 zu Preußen kommt. 1939 deportieren Naziärzte aus der Landesheilanstalt Stralsund 1.287 Patienten und ermorden sie.
Wirtschaftlich gibt es nach der Wende in der strukturschwachen Region erhebliche Probleme. Tourismus ist ein wichtigen Wirtschaftsfaktor. Stralsund hat einen Stadthafen und mehrere Yachthäfen, Yachten, Flusskreuzfahrt- und Seeschiffe fahren sie an. Im altstadtnahen Bereich sowie am Dänholm gibt es mehrere Yachthäfen und Marinas. Entlang der Nordmole machen im Frühjahr und Sommer oft hunderte Boote und Yachten fest. Mit dem Segelschulschiff 'Gorch Fock' liegt ein besonderer Traditionssegler im Hafen.







Hanau - 50°08'N 008°55'E

Am 19. Februar 2020 erschießt der 43-jährige Tobias Rathjen aus Hanau an verschiedenen Orten in der Stadt 9 Menschen mit Migrationshintergrund, seine Mutter und sich selbst. Er handelt aus rassistischen Motiven, wie sein „Manifest“ besagt, siehe ausführlich Wikipedia.
Hanau, die Stadt mit knapp 97.000 Einwohnern liegt an der Mündung der Kinzig in den Main. Sie gehört zum Ballungsraum Frankfurt und trägt den Beinamen "Brüder-Grimm-Stadt." Die Bulau, ein ausgedehnter Waldgürtel, umschließt sie. Bis 2005 ist Hanau Kreisstadt des Main-Kinzig-Kreises, als Sitz der Kreisverwaltung Gelnhausen wird. Aktuell ist Hanau kreisangehörige Stadt.
Im 19. Jahrhundert ist Hanau ein Zentrum demokratischer Bewegung in Deutschland. 1830 und 1848 gehen von hier wichtige revolutionäre Impulse aus. Zur zwangsweisen Durchsetzung der Konterrevolution in Kurhessen besetzen 1850 Bundesinterventionstruppen aus Bayern und Österreich Hanau; diese sogenannten Strafbayern ziehen nach einem halben Jahr 1851 wieder ab.
Die Nazis deportieren und ermorden die Juden der Stadt. Die Luftangriffe im 2.Weltkrieg zerstören die Stadt fast vollständig. Viele Einwohner verlassen sie, nur 15.000 blieben. 8 Tage vor dem Einmarsch der Amerikaner zerstört der britische Luftangriff am 19. März 1945 als „Hanauer Schicksalstag“ die Stadt völlig. Die Einwohnerzahl sinkt unter 10.000.
Mit Gründung des Landes Groß-Hessen im September 1945 wird Hanau Teil von Hessen. Die Stadt wird einer der größten Stützpunkte der US Army in Europa und der größte in Deutschland. Zum Höhepunkt des Kalten Krieges umfasst er rund 45.000 Soldaten, Zivilangestellte und Familienangehörige. 2008 schließt die komplette Garnison.
In den 1980er Jahren gerät Hanau als Standort der Nuklearindustrie und eines Brennelementewerks in die Schlagzeilen.
In Erinnerung an die Brüder Grimm, Söhne der Stadt Hanau, finden jährlich Mai bis Juli/August im Schlosspark Philippsruhe die Brüder-Grimm-Märchenfestspiele statt.
In Erinnerung an einen anderen Sohn der Stadt, Paul Hindemith, verleiht die Stadt Hanau den nach ihm benannten Preis, wie auch den Brüder-Grimm-Preis.







Hünfeld - 50°40'N 009°46'E

Hünfeld im osthessischen Landkreis Fulda mit etwa 17.000 Einwohnern, genannt Konrad-Zuse-Stadt, liegt an der Haune nahe dem Naturpark Hessische Rhön. Fulda ist etwa 16 km entfernt, Bad Hersfeld etwa 26. Bis 1972 ist Hünfeld Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.
Auf dem Gelände eines ehemaligen Gaswerkes befindet sich das Museum Modern Art Hünfeld, das Gerhard Jürgen Blum-Kwiatkowski leitet. Es stellt internationale Werke der Konkreten und Intelligiblen Kunst aus. Das Projekt Das offene Buch - an Hauswänden angebrachte Texte der Konkreten Poesie - gehört mit seinen inzwischen über 120 Werken zum Stadtbild Hünfelds. Ferner gestalten zahlreiche Skulpturen den öffentlichen Raum der Stadt.

Konrad Zuse (1910 - 1995), links sein Standbild im Stadtpark, baut 1941 den ersten funktionsfähigen Computer der Welt. Im 2. Weltkreig arbeitet er für die Laufwaffe. Seine Erfahrungen mit dem Militär resümiert er im Rückblick:
„Nur zu oft ist der Erfinder der faustische Idealist, der die Welt verbessern möchte, aber an den harten Realitäten scheitert. Will er seine Ideen durchsetzen, muß er sich mit Mächten einlassen, deren Realitätssinn schärfer und ausgeprägter ist. In der heutigen Zeit sind solche Mächte, ohne dass ich damit ein Werturteil aussprechen möchte, vornehmlich Militärs und Manager. Nach meiner Erfahrung sind die Chancen des Einzelnen, sich gegen solches Paktieren zu wehren, gering.“
Nach dem Krieg gründet Zuse 1949 in Neukirchen im damaligen Kreis Hünfeld die Zuse KG. Er baut dort bis 1957 Computer - herausragend ist die noch in Relaistechnik ausgeführte Z11, die er der optischen Industrie, Universitäten und Flurbereinigungsbehörden verkauft.
Zuse ist auch künstlerisch tätig: Seine Ölgemälde, Kreidezeichnungen und Linolschnitte signiert er zeitweise mit dem Pseudonym Kuno See. In seinem Leben hat er über 500 Bilder gemalt. Ein Großteil des künstlerischen Nachlasses befindet sich in der Staatlichen Graphischen Sammlung München. Einige Werke sind im Hünfelder Konrad-Zuse-Museum und im Astronomisch-Physikalischen Kabinett in Kassel ausgestellt.
Eines seiner letzten Bilder malt er von Bill Gates und übergibt ihm das Porträt auf der Cebit 1995. Gates hängte es in seinem Büro auf.





Husum - 54°29'N 009°03'E



Ihr braucht keinen Dolmetscher, obwohl die etwa 23.000 Einwohner Hüsems 5 Sprachen sprechen: Deutsch, Plattdeutsch, Dänisch, Südjütisch und Nordfriesisch - sprachenreichster Kreis Deutschlands!
Der nördlichste Landkreis Deutschlands, Heimat der Minderheit der Nordfriesen, erstreckt sich entlang der Küstenlinie der Nordsee im Nordwesten von Schleswig-Holstein und umfasst den Bereich des Festlands an der schleswig-holsteinischen Westküste und die Nordfriesischen Inseln und Halligen im Bereich der Uthlande des Nordfriesischen Wattenmeeres. Die politischen Grenzen auf dem Festland folgen in weiten Bereichen angrenzenden Flussläufen. Im Norden die Wiedau, im Osten die Süderau, die zugleich die deutsch-dänische Grenze abbilden. Im Osten ist die Treene der Übergang zum Kreisgebiet Schleswig-Flensburg, Grenzfluss im Süden die Eider.
Der nördlichste Punkt der Insel Sylt bildet zugleich den nördlichsten Punkt der Bundesrepublik Deutschland (der Halbinsel Jütland westlich vorgelagert auf Höhe des Staatsgebiets von Dänemark) und ist höchste Erhebung der Sandesberg/Gemeinde Ostenfeld mit 54 m.
Die Inselwelt des Wattenmeeres ist in weiten Bereichen Überbleibsel ehemals untergegangenen Kulturlandes.
Seit 1970 sind die Kreise Eiderstedt, Husum und Südtondern im neuen Kreis Nordfriesland (NF) mit Sitz in Husum vereinigt.



Der große Schriftsteller Theodor Storm (Immensee, Der Schimmelreiter, Pole Poppenspäler), 1817 in Husum Markt 9 geboren, ist in seiner Geburtsstadt Rechtsanwalt, Landvogt und Amtsrichter. Nach seinem Gedicht Die Stadt heißt Husum noch heute "graue Stadt am Meer". Im Theodor-Storm-Haus können wir die Originalwohnung des Dichters besichtigen.
Das Stadtgebiet erstreckt sich zu beiden Seiten der Husumer Mühlenau. Diese kreuzt noch innerhalb des Stadtgebiets die beiden Hafenbecken und mündet ins Wattenmeertief der Hever.
Während der Revolution 1848 findet der Butterkrieg statt: Der Höker H. Petersen kauft alle verfügbare Butter auf dem Markt auf, um sie nach Helgoland zu schicken. Dadurch wird Butter knapp und teuer. Die Deicharbeiter am Dockkoogdeich geraten in Wut und greifen das Geschäft an und beschädigen die Nachbarhäuser. Erst die eilig zusammengestellte Bürgerwehr kann dem Treiben der mehr oder weniger betrunkenen Arbeiter ein Ende setzen und die Männer verhaften. Im Rathaus hält man ein Strafgericht über sie.



1867 wird Husum Teil der preußischen Provinz Schleswig-Holstein. 1912 baut der Hamburger Ingenieur Emil Pein ein als Flutkraftwerk bezeichnetes Gezeitenkraftwerk.
1935 bis 1945 ist Husum Standort der Wehrmacht. Die Marinekriegsschule bildet Offiziersnachwuchs für die Marineartillerie, Festungspioniere und den Marinenachrichtendienst aus. Die Häftlinge des 5 km nordöstlich von Husum befindlichen KZs Husum-Schwesing setzt man beim Bau des Friesenwalls ein.



Im Schifffahrtsmuseum stehen wir vor dem Wrack eines friesischen Frachtenseglers aus dem 17. Jahrhundert, 1994 freigelegt und zwei Jahre in einer Zuckerlösung konserviert.



Der Binnenhafen mit der angrenzenden Schiffbrücke, ein ehemaliger Werfthafen, reicht fast bis an den Marktplatz heran. Dort liegt das älteste schwimmende Restaurantschiff in Deutschland.







Halle (Westfalen) - 52°04'N 008°22'E



Die Stadt in Nordrhein-Westfalen mit etwa 22.000 Einwohnern, 15 km westlich Bielefelds im Kreis Gütersloh in Ostwestfalen-Lippe heißt wegen der vielen Linden auch „Lindenstadt“. Der 52. Breitengrad schneidet das Stadtgebiet im südlichen Bereich.
Halle gehört über Jahrhunderte zur Grafschaft Ravensberg. 1816 wird die Stadt Hauptstadt eines eigenen Kreises. Während der Novemberpogrome 1938 setzen Nazis ein in jüdischem Besitz befindliches Haus in Brockhagen in Brand. Die Deportationen von Juden in die Vernichtungslager beginnen 1941.
Kurz nach Ende des Krieges muss Halle eine große Anzahl von Flüchtlingen und Vertriebenen vorwiegend aus dem Osten aufnehmen. In der Folge kommt es zu Versorgungs- und Integrationsproblemen, im Herbst 1945 hat die Stadt kurzzeitig 44.000 Einwohner. Nach 157 Jahren verliert Halle 1973 seine Stellung als Kreisstadt.
In der Stadt findet sich das Museum für Kindheits- und Jugendwerke bedeutender Künstler, einziges Museum weltweit mit diesem Schwerpunktthema. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Jugendmalereien von Künstlern wie Paul Klee, August Macke, Ernst Ludwig Kirchner und Pablo Picasso.







Herzberg (Elster) - 51°42'N 013°14'E

Die Kreisstadt im Westen des Landkreises Elbe-Elster in Brandenburg mit etwa 9.000 Einwohnern liegt an der Schwarzen Elster an der Grenze zu Sachsen-Anhalt und Sachsen. Im Wiener Kongress 1815 kommt Herzberg an das Königreich Preußen in die Provinz Sachsen. 1816 wird es Kreisstadt des neu gebildeten Kreises Schweinitz.
1933 bei der Wahl zum Reichstag bekommt die NSDAP 57,7 %.



1952 wird Herzberg Kreisstadt des neu gegründeten Kreises Herzberg im DDR-Bezirk Cottbus und 1990 gliedert man es ins neue Bundesland Brandenburg ein, obwohl es historisch eigentlich zu Sachsen-Anhalt gehört hätte.