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(mit Vollbild F11 am schönsten!)




Lee Wagstaff

Poison Door
Öl auf Leinwand

"Ein wiederkehrendes Thema in meiner Arbeit sind Muster. Ich bin von Mustern angezogen, die die kosmische Ordnung vorhersagen und ihr vielleicht trotzen."

Der englischer Künstler (geboren London 1969), sammelt 4 1/2 Jahre Tätowierungen mit Designs, die auf interkulturellen geometrischen Symbolen (Kreise, Quadrate, Hakenkreuze, Sterne usw.) basieren und sich auf religiöse Einflüsse stützen und stellt sich auf großformatigen fotografischen Selbstporträts weltweit aus.
Bekannt auch sein Leichentuch, ein Selbstporträt, gedruckt mit eigenem Blut. 2005 stellt Wagstaff seine Apostelshow aus, in der Jesus und seine Apostel als stark tätowierte Gesetzlose dargestellt sind, gigantische Siebdrucke auf Metall.


Dieser Künstler zerquetscht den Schädel seines toten Vaters, um dadurch ihre "seltsame Beziehung" zu bearbeiten.

Pressemitteilung 2014:
"Vor ein paar Jahren kam der Künstler Lee Wagstaff in den Besitz des Schädels seines verstorbenen Vaters. Durch die Verwendung des Schädels seines Vaters will er das zerstrittene Verhältnis zwischen den Beiden aufarbeiten. Weitere Leitmotive sind dabei religiöse Verehrung, Vergöttlichung und ewiges Leben. Der fertige Schädel soll nächstes Jahr in London präsentiert werden. Er wird mit Mustern versehen sein, die Wagstaffs geometrischen Kopf-Tattoos nachempfunden sind."



Derr Bildhauer recycelt nicht zum ersten Mal körperliche Substanzen im Namen der Konzeptkunst: Anfang des Jahres onanierte er dreieinhalb Monate lang täglich auf ein Sister of Mercy-Shirt und stellte das Werk namens 100 Nights of Solitude in seiner Berliner Galerie aus. Sein Projekt Shroud besteht aus einem Selbstporträt, das mit seinem eigenen Blut im Siebdruckverfahren erstellt wurde. David Bowie nannte das Ganze „beunruhigend heldenhaft und seelisch arrogant."
Wie kamst du zu dem Schädel deines Vaters?
Der Schädel wurde mir vermacht. Ich kann da jetzt nicht wirklich ins Detail gehen, weil das eine Familienangelegenheit ist.
Na gut. Warum hast du dich dazu entschieden, ihn in deine Kunst einzubauen?
Ich habe sofort überlegt, ob und mit was man die Pulver ersetzen kann, die man normalerweise beim 3D-Druck benutzt. Für mich sind körpereigene Materialen das Gleiche wie Kunstmaterialien - zum Beispiel Tinte, Farbe oder Gips. Bei den Ureinwohnern werden solche Dinge wie Blut sogar ziemlich häufig verwendet. Nur in einer sauberen, zeitgenössischen Welt wie unserer erregt alles Aufmerksamkeit, was auch nur im Geringsten eklig ist.



Sind dem Ganzen nicht auch gewisse legale Grenzen gesetzt?
Wenn du irgendwelche menschlichen Körperteile in deiner Kunst verarbeiten willst, dann ist das vor allem im Vereinigten Königreich sehr kompliziert, weil du für alles eine Genehmigung brauchst - für die Arbeit, für die Ausstellung und so weiter. Vor langer Zeit habe ich mal etwas mit Blut gemacht, aber seitdem haben sich die Gesetze geändert. Selbst für die kleinsten Mengen an Haaren und Haut braucht man jetzt eine Lizenz.
Zu deinem Vater hattest du in den Jahren vor seinem Tod keinen Kontakt, oder?
Unsere Beziehung war ziemlich kompliziert. Auf seinem Sterbebett habe ich ihn nach 15 Jahren zum ersten Mal wieder gesehen - das war dann auch das letzte Mal. Er war nicht mal bei Bewusstsein. In meinem Projekt geht es zum Teil auch darum, dieses komische Verhältnis aufzuarbeiten. Mich interessierte die Übertragung der Eigenschaften und der Ansichten meines Vaters. Ganz im Sinne von Reliquien ist alles, was mit einem heiligen oder besonderen Menschen zu tun hatte, irgendwie erfüllt von dem, was diesen Menschen ausmachte. Wenn man diese Reliquie dann berührt - oder auch einfach nur ansieht -, dann wird das Ganze in gewisser Weise auch auf dich übertragen. Die Vorstellung von der Übertragung dieser Eigenschaften finde ich interessant.
Womit hat er sein Geld verdient?
Mein Vater war Jäger - ich bin jedoch Veganer und ziemlich empfindlich, was tote Sachen angeht. Eigentlich ging es da mehr um das Abschießen, zum Beispiel von Federwild und so weiter. Er war sogar auch mal für das Wild auf einem noblen Anwesen zuständig. Er züchtete also Fasane heran, ließ sie anschließend frei und reiche Leute konnten dann auf die Jagd gehen. Ich bin ganz traditionell aufgewachsen, aber unser Haus war immer voller Tauben und Hasen. Meine Mitschüler wollten damals immer zu mir nach Hause kommen und das Ganze sehen. Ich glaube, mein Vater hatte irgendwie immer den Wunsch, eine Art Country-Gentleman zu sein. In seinem späteren Leben hat er sich diesen Wunsch ja auch erfüllt: Er hat uns verlassen und ist aufs Land gezogen. Wir waren früher ständig von toten Dingen umgeben - ich war also schon immer von Anatomie und Funktionsweisen fasziniert. Sobald etwas tot ist und nur noch das Skelett übrig bleibt, wird es einfach zu einem Objekt. Man muss es berühren und ganz fest daran glauben, dass es das ist, was es mal war. Als Objekt wird es dann aber auch zum Kunstwerk.

In der Kunst werden schon seit Langem Knochen, Skelette und Schädel beim Malen oder beim Bildhauen eingesetzt. Ich glaube, dass mein Projekt diese Tradition fortführt. Ich finde es ziemlich komisch, wenn manche Menschen die Asche von Verstorbenen bei sich zu Hause aufbewahren. Persönliche Gegenstände wie eine Tasse oder ein Kleidungsstück haben für mich einen größeren Wert. Ich glaube, dass ich bei so etwas empfindlicher wäre als bei etwas, das nicht mehr lebt. Deshalb ist es für mich kein Problem, mit einem Schädel zu arbeiten.
Wie wirst du die Kopie deines Schädels anfertigen? Ist dafür zuerst ein Ausdruck nötig?
Das kommt darauf an, welche Technologie mir zur Verfügung steht. Ich hab schon mit einigen Radiologen gesprochen und anscheinend ist eine hochauflösende Röntgenaufnahme der Schlüssel zum saubersten und genauesten Scan meines Schädels. Für den weiteren Verlauf gibt es eine Menge Bearbeitungssoftware, die solche optischen Scans in geeignete STL-Dateien umwandeln kann. Im Vereinigten Königreich ist es jedoch ziemlich schwierig, eine Röntgenaufnahme aus nicht-medizinischen Gründen machen zu lassen. Deshalb muss ich das wohl privat oder irgendwo anders in Europa durchziehen. Ich stehe mit einigen Unternehmen in Kontakt. Wenn ich aber erzähle, was ich vorhabe, dann zögern die Leute häufig. Zur Zeit ist jeder sehr vorsichtig. Es geht nur noch um den eigenen Ruf, wie man von der Außenwelt wahrgenommen wird und wie das alles deine Geschäfte beeinflussen könnte. Ich wollte meine Kopftätowierung in den Schädel eingravieren. Das ist dann so ähnlich wie bei vielen malischen Artefakten, wo das Tätowieren fast bis zum Knochen durchging. Mich interessiert, wie eine Person aussieht und wie sie sich der Welt präsentiert - zu was sie selbst nach ihrem Tod noch wird. So behält man sie in Erinnerung und das ist, was für immer mit ihnen verbunden wird.
Wurdest du religiös erzogen?



Da kam bei mir vieles zusammen: Die Familie meines Vater war hinduistisch und die meiner Mutter katholisch. Wir haben zuerst katholische und später dann baptistische Gottesdienste besucht. Das hat mich schon ziemlich beeinflusst. Wie wohl jeder andere Teenager auch habe ich zuerst gegen viele dieser Sachen rebelliert, aber mit zunehmendem Alter sieht man das Ganze dann in einem anderen Licht. In der Bibel habe ich immer sehr viel Inspiration gefunden. Viele der darin enthaltenen Geschichten sind kontroverser als die Serien von HBO. Biblische Erzählungen sind zum Teil wirklich ungeheuerlich. Deshalb finde ich das und die Konzepte der Opfergabe und der Beichte richtig faszinierend.







Ethel Walker

Porträt

Ethel Walker (1861 - 1951), schottische Malerin von Porträts, Blumenbildern, Meeresbildern und dekorativen Kompositionen, deren Werk den Einfluss des Impressionismus, Puvis de Chavannes, Gauguin und der asiatischen Kunst zeigt.
Walker schafft eine Vielzahl von Werken aus verschiedenen Genres, darunter Blumen, Seestücke, Landschaften und mythische Themen. Zu ihren Einflüssen gehörten die griechische Kunst und die Kunst der Renaissance, aber auch die chinesische Malerei und die taoistische Philosophie. Sie interessiert sich auch für die weibliche Form. Walker ist vor allem für ihre Porträts der weiblichen Form bekannt, wobei sie dem Ausdruck und dem individuellen Temperament der Dargestellten besondere Aufmerksamkeit schenkt. Ihre offensichtlichen, taktischen Pinselstriche verdecken unnötige Details und ermöglichen es ihr so, die Aspekte der Stimmung des Augenblicks zu betonen.
Walker ist eine Verfechterin der natürlichen weiblichen Form und tadelt oft öffentlich andere Frauen dafür, dass sie Make-up und schwere Kleidung trugen, die ihre Form verdeckten. Ihre Modelle dürfen während der Sitzungen niemals Make-up, Lippenstift oder Nagellack tragen. Eine Reihe von Werken spiegeln mythologische Themen wider und mehrere Werke zeigen nackte weibliche Modelle.



Invocation (Anrufung)

25 weibliche Modelle, die alle entweder spärlich bekleidet oder nackt sind und um drei weibliche Modelle knien, die durchsichtige Stoffe tragen. Über die Köpfe fattern Auf Vögel - es gilt als ihr detailliertestes Werk.
Walkers Werke scheinen während ihrer gesamten Karriere den menschlichen Geist einzufangen und gleichzeitig die Schönheit des weiblichen Körpers zu feiern. Obwohl sie nicht mehr als bedeutende Künstlerin gilt, hat ihre Kunst positiven und zum Nachdenken anregenden Einfluss auf die Kunst insgesamt.







Frank Walter



Antigua Lady on Green Grass/Antigua Lady on a Red Carpet

Frank Walter aus Antigua (1926 - 2009), persona incognita für alle großen Kunstkritiker: Rassismus pur? Einer der bekanntesten karibischen Maler, "einer der Väter der modernen Kunst"!
Erst nach seinem Tod Ausstellungen weltweit, 2020 Retrospektive im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt/Main.



Weiße Masken, schwarze Haut, jeder Pinselstrich eine Wunde, gemalt von einem der rätselfaftesten Künstler der Karibik. Sein ganzes Leben kämpft er als Nichtweißer, imaginiert sich eine andere Existenz, träumt sich weiß. Wie geht das? Die Frage zieht sich durch Frank Walters ganzs Leben. Und er schafft Landschaften der Sehnsucht, eine quasi romantische Sehnsucht, an einem anderen Ort ein anderer zu sein.

Hoch talentiert macht er schon früh Kunst. Cousin Jules Walter: "Er malt mit der Seele. Jedes Kind konnte seine Gemälde intuitiv verstehen." 1953 Europa. In Gelsenkirchen arbeitet er in einer Kohlenzeche, lebt ärmlich, erleidet Hunger, hat Halluzinationen. Schreibt, recherchiert in Bibliotheken, zeichnet. "Ich ging nach Europa und wusste bereits, wer ich war. Ich wollte niemandem mehr erlauben, mir zu sagen, wer ich zu sein habe." Seine Persönlichkeit will er frei konstruieren. Das kann er nur in der Kunst. Seine Gemälde suchen die Balance zwischen Hautfarbe und Wertigkeit, sind Widerhall eines unerbittlichen Kolonialsytems, von dessen Wertvorstellungen er sich tragischerweise nie lossagen kann.

Die städtischen Verhältnisse widersprechen aber seiner zurückhaltenden Persönlichkeit. 1993 baut er nach eigenem Entwurf ein Haus, ein Kunststudio und Gärten ohne fließendes Wasser oder Strom an einem abgelegenen Ort auf Bailey's Hill.



Er schafft ein Anwesen mit atemberaubenden Ausblicken auf die umliegende Landschaft und das Meer, wo er seine Träume als Künstler bis zu seinem Tod verfolgt. Einen Großteil seiner Lebensmittel baut er selbst an. Er lebt in der Nähe von Verwandten, Biobauern. Das Haus voller Gemälde und Skulpturen, die er im Geheimen anfertigt und sorgfältig arrangiert. Bücher über Philosophie, Recht, Geschichte, Botanik und Heraldik umgeben ihn.



Während er seine Bilder verehrt, haben die Skulpturen eine talismanische Kraft für ihn. Er behält sie in seiner Nähe und verkauft nicht eine, da er glaubt, sie verbänden ihn mit einer anderen Welt. Er sind so unterschiedliche Figuren wie alte Arawaks, antiguanische Bauern, europäische Könige und Männer aus dem Weltraum.





Seine Erinnerungen kehren in Bildern und Schrift in bemerkenswerten Details wieder, die Natur erkundet er als engagierter Umweltschützer und studierter Naturwissenschaftler. Viele Porträts und Landschaften beruhen auch auf Erinnerungen an Reisen in Europa, und er klassifiziert sein breites Spektrum an Gemälden als galaktisch, wissenschaftlich, heraldisch und abstrakt.
Während seines gesamten Lebens ist Kunst seine Anodynum.



Er hinterlässt über 5.000 Gemälde, 1.000 Zeichnungen, 600 Skulpturen, 2.000 Fotografien, 468 Stunden 468 Stunden Videos und ein Archiv mit 50.000 Seiten. Auf der Website Frank Walter finden wir viele Werke .

Siehe auch Fundstück Frank Walter





Seif Wanly

Ohne Titel


Der Ägypter Seif (1906 - 1979) ist ein produktiver Künstler, der mehr als 1000 Gemälde sowie zahlreiche Zeichnungen und Skizzen schafft. Seine frühen Werke sind von der leichten und sanften Strichführung seines italienischen Professors Ottorino Bicchi inspiriert, der den italienischen Macchiaioli und der École de Barbizon nahesteht. Später in seiner Karriere verwendet Seif größere Flächen mit kräftigen Farben und lässt sich in seinen Kompositionen mehr Freiheiten, was ihn dem Fauvismus näher bringt.
Seif ist von den darstellenden Künsten fasziniert und stellt Szenen aus Zirkus, Ballett, Oper, Musikkonzerten, Stierkämpfen und allen Arten von Sport, einschließlich Pferderennen, dar. Er stellt das Leben der Darsteller auf und hinter der Bühne dar, indem er ihre lebhaften und dynamischen Bewegungen zum Ausdruck bringt. Seine Faszination für die darstellende Kunst veranlasste ihn auch dazu, mehrere Bühnenbilder für Theater- und Opernproduktionen in Ägypten zu entwerfen. Seif ist auch der Autor einer Reihe von Selbstporträts, die seinen Sinn für Humor und Spott widerspiegeln. Nach dem Tod seines Bruders Adham, der ihn zutiefst erschüttert, führte er in seinen Gemälden eine dunklere Palette von Farben und Schattierungen ein. Seine Werke sind im Seif und Adham Wanly Museum in der Villa des Mahmoud Saïd Museums in Alexandria, im Museum der Schönen Künste in Alexandria, im Museum für moderne ägyptische Kunst in Kairo, im Mathaf Arab Museum of Modern Art in Doha sowie in zahlreichen Privatsammlungen in aller Welt zu sehen."

Er stellt das Leben der Darsteller auf der Bühne und hinter der Bühne dar, indem er ihre lebendigen und dynamischen Bewegungen zum Ausdruck bringt.

Er malt auch zahlreiche Ansichten traditioneller nubischer Dörfer, bevor sie überflutet wurden, sowie viele Landschaften Ägyptens und aller Länder, die er besuchte, einschließlich Spanien, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Polen und Russland. Er malt eine Reihe von Selbstporträts, die seinen Sinn für Humor und Spott widerspiegeln.



Nach dem Tod seines Bruders Adham, der ihn zutiefst beeinflusst, führte er eine dunklere Palette von Farben und Schattierungen in seine Gemälde ein.







Andy Warhol



Campbell’s Soup Cans
1962

Auf die Frage, warum er Campbells Suppendosen malte, antwortet Warhol (Amerikaner, 1928 - 1987) verständnislos: „Früher hatte ich das Gleiche zwanzig Jahre lang jeden Tag zu Mittag zu essen, ich denke, immer und immer wieder das Gleiche. “ Diese tägliche Mahlzeit ist Gegenstand der Arbeit, die aus zweiunddreißig Leinwänden besteht - eine für jedes der Aromen, die dann von Campbell's verkauft werden - und eine Kombination aus Projektion, Nachzeichnen, Malen und Stempeln. Die Leinwände wiederholen das nahezu identische Bild und betonen gleichzeitig die Einheitlichkeit und Allgegenwart der Produktverpackung und untergraben die Idee der Malerei als Medium der Erfindung und Originalität.







William Waterhouse



Odysseus und die Sirenen


Der britische Maler Waterhouse (1849 - 1917) holt seine Inspiration von den großen viktorianischen Malern und entwickelt daraus einen eigenen Stil, in dem Klassizismus, Romantik, Fantasie und Wirklichkeit miteinander verwoben sind. Er ist weniger als seine viktorianischen Vorfahren bedacht auf die Feinheit in Einzelheiten. Sein berühmtestes Bild "The Lady of Shalott" (Die Dame von Shalott), inspiriert vom gleichnamigen Gedicht Alfred Lord Tennysons:






Den Präraffaeliten schuldet er Themen und Frabenreichtum, nicht aber den Grad der Vollendung. Einige der Landschaften in seinen Gemälden ähneln denen der Impressionisten.







George Frederic Watts

Choosing


Für das Bildnis steht ihm seine Ehefrau Ellen Terry Modell. Die 17-jährige Schauspielerin heiratet er mit 47, die Ehe hält aber nicht einmal ein Jahr.
George Frederic Watts RA (1817 - 1904), Maler und Bildhauer im viktorianischen England, schafft große Fresken und Historiengemälde sowie allegorische und mythologische Darstellungen; bedeutender ist er als Porträtist prominenter Zeitgenossen.
Zu den bemerkenswertesten Historienbildern mythologischen und allegorischen Inhalts gehört der 1843 für Westminster Palace ausgeführte, preisgekrönte Entwurf


"Caractus wird in Ketten durch die Stadt Rom geführt"

Caratacus und sein Bruder Togodumnus sind um 40 n. Chr. die bedeutendsten Herrscher im südlichen Britannien und führen nach Landung der ersten römischen Truppen den Widerstand der britannischen Völker an. Togodumnus fällt bei den Kämpfen, Caratacus kämpft in einem Guerillakrieg erfolgreich weiter. Das zerklüftete Bergland bildet das ideale Operationsgebiet für Hinterhalte und rasche Überfälle. Dennoch rücken die Römer unaufhörlich langsam weiter vor, Caratacus verlegt den Kriegsschauplatz nach Zentralwales. Die Römer erstürmen die Festung der Britannier, aufgrund ihrer fehlenden Rüstung sind diese den römischen Waffen unterlegen, Frau und Tochter des Caratacus fallen den Römern in die Hände. Caratacus flüchtet weiter nach Norden zur Königin des mächtigen Volksstamms der Briganten, Cartimandua, die ihn aber in Ketten ausliefert, er muss als erbeutetes Glanzstück mit seiner Familie in Rom an einer öffentlichen Inszenierung des Claudius teilnehmen.
Die unerschrockene Haltung des ehemaligen britannischen Königs erregt aber Bewunderung. Er hält eine würdevolle Rede an Claudius, betont, dass sein zäher Abwehrkampf dem Kaiser viel Ruhm eingebracht habe. Das wäe bald vergessen, wenn er ihn jetzt töte; sollte er ihn verschonen, werde man sich ewig an die Milde des Kaisers erinnern. Claudius begnadigt Caratacus mit Familie.
Bei Besichtigung Roms bewundert Caratacus die schönen Häuser und staunt, warum die Römer den Britanniern ihre armseligen Hütten neideten, wo sie doch selbst solche Paläste besäßen.
1843 bis 1847 hält sich Watts in Italien auf, danach wieder in London. Seine Kompositionen und der von Italiens alten Meistern beeinflusster Stil bringen ihm den Beinamen „Englands Maler-Poet“ ein.
Im mittleren Alter erneuert arbeitet Watts wieder in Plastik.

"Physical Energy" ist in Kensington Gardens aufgestellt.

Seine Hinterlassenschaft überlässt der Philanthrop Watts dem Staat; sein Haus in Compton ist heute Museum.
Die Kunstwerken Watts’ inspirieren die 6. Sinfonie „In Memoriam G. F. Watts“ des britischen Komponisten Charles Villiers Stanford.







Elisabeth Wedenig

Nach gezogenen Kreisen
2014

Die meisten Arbeiten der österreichische Künstlerin (geborn 1980) sind in Abstraktion und Erzählung verwurzelt und das Ergebnis ihres Interesses an Wahrnehmung: Was ist real, wahr und wichtig für jeden von uns? Die Flexibilität und Elastizität der Realität; wie wir uns erinnern und wie wir vergessen; wie wir verlieren, verstecken, zerstören, behalten, erfinden, neu ordnen und neue Lösungen finden. Das Herzstück ihrer Arbeiten ist die Absicht, eine Verbindung zu verbinden und zu knüpfen, um ein Dazwischen zu finden. Zwischen Abstraktion und Figuration, Malen und Zeichnen, geometrischen und organischen Elementen, Chaos und Ordnung, Realität und Traum.





Edwin Lord Weeks



Great Mogul And His Court Returning From The Great Mosque At Delhi India
1886

Der wohl bekannteste amerikanische Orientalist (Us-Amerikaner, 1849 - 1903) reist 1874 nach Paris und studiert bei Léon Bonnat, der seinem Schüler das Bedürfnis nach absolutem Realismus und Liebe zur Farbe einflößt. Weeks experimenteller Einsatz der brillanten Farben und der Wagemut seiner Pinselführung ist dem Lehrer Bonnats, dem spanischen Maler Mariano Fortuny y Marsal, zu verdanken. Er ist stolz auf seine Farben und nennt sich "Kolorist" statt Orientalist. Seine Arbeit sei eher nach ihrer künstlerischen Behandlung als nach ihrem Gegenstand zu definieren.







Peter Weiss

Der Hausierer 1940

Peter Weiß (Pseudonym Sinclair, 1916 - 1982)
W. G. Sebald:
Das Bild ... zeigt eine aus dem Mittelgrund sich erhebende düstere Industrielandschaft, vor der ein kleiner Zirkus sich angesiedelt hat, der der ganzen Szenerie ein eigentümlich allegorisches Gepräge verleiht. Am vordersten Bildrand hält, den Rücken halb noch dem Beschauer zugekehrt und den Blick, wie zum Abschied, über die Schulter gerichtet, ein junger Mann mit einer Art Bauchladen und einem Wanderstab, vielleicht schon weit her gekommen und offensichtlich im Begriff, einen abschüssigen Weg hinunter und auf ein Zelt zuzugehen, dessen Öffnung die hellste und dunkelste Stelle des Bildes zugleich markiert. Die weißfarbene Fläche der Zeltbahn, von einer untergehenden Sonne beleuchtet, umgibt die im Inneren herrschende völlige Finsternis, einen schwarzen Raum, so scheint es, zu dem es die heimatlose Figur, die hier am Beginn ihrer Laufbahn steht, unweigerlich hinzieht. Das Bedürfnis, dort einzukehren, wo diejenigen behaust sind, die sich nicht mehr im Licht und am Leben befinden, erhält in dieser Selbstdarstellung einen bedingungslos auf das eigene Ende gerichteten Ausdruck.
(Campo Santo S. 130ff)

Siehe weiter bei W. G. Sebald




Die Maschinen greifen die Menschen an, Öl auf Holz 1935









Johan Hendrik Weissenbruch



Im Hafen von Zaandam
Aquarell auf Velin

Schon als Junge ist der niederländische Künstler (1824 - 1903) an Malerei interessiert, bewundert er Jacob van Ruisdaels Wolkenpartien, die er im Haager Mauritshuis studieren kann. Er malt dunkle, wolkige Lüfte; in Weissenbruchs Werken ist es nicht ungebräuchlich, dass sich der Horizont auf nur einem Viertel der Höhe des ganzen Gemäldes befindet. Nach etwa 1870 wird sein Stil lockerer. Viele Kritiker sind der Auffassung, dass Weissenbruch erst in den letzten 20 Jahren seines Lebens seinen künstlerischen Höhepunkt erreicht. Seit 1876 ist sein Werk in Kanada sehr beliebt. 1900 besucht Weissenbruch das französische Künstlerdorf Barbizon.
Weissenbruch, seiner bekannt unverblümten Kritik wegen „Schwert ohne Gnade“ genannt, sichtet die Arbeiten seines Schützlings Vincent van Gogh und spricht dem aufstrebenden Künstler Mut zu.






William Wendt

Saddleback Mountain 1919


Seine Gemälde zeigen eine nahezu religiöse Ehrfurcht vor der Natur.
Für Wendt (Amerikaner, 1865 - 1946) ist sie eine göttliche Manifestation, er sieht sich selbst als ihr treuer Interpret. Nur selten fügt er Menschen oder Tiere in seine Landschaften ein. Er arbeitet im Freien, skizziert manchmal, malt aber meist große, fertige Werke en plein air. Seine frühen Werke weisen die federleichten Pinselstriche und die dunstige Atmosphäre des Impressionismus auf. In seinen späteren Werken zwischen 1912 und 1915 verwendet er einen unverwechselbaren, blockartigen Pinselstrich, der seinen Darstellungen von Naturformen Festigkeit verleiht.
Aus einem Brief von 1898: Die Vollkommenheit dieses Frühlingstages und seine Freude lassen einen an die Genesis denken, als die Erde noch jung war und die Morgensterne miteinander sangen. Die Erde ist wieder jung. Der Frieden und die Harmonie, die alles durchdringen, verleihen dem Tag und der Umgebung etwas Sabbathaftes. Man hat das Gefühl, sich auf heiligem Boden zu befinden, im Tempel der Natur... Der Duft der Blumen und des Lorbeerbaums weht hoch hinauf wie Weihrauch... Die Vögel singen süße Loblieder auf ihren Schöpfer. In den Wipfeln der Bäume ist das Rauschen des Windes wie die gedämpften Gebete der Menge in einer riesigen Kathedrale. Hier wird das Herz des Menschen beeinflussbar. Hier, weit weg von den widerstreitenden Glaubensbekenntnissen und Sekten, weit weg von der seelenzerstörenden Hektik des Lebens, spürt es, dass die Welt schön ist, dass der Mensch sein Bruder ist, dass Gott gut ist.
Fasziniert von den vielfältigen Landschaften der Region und herausgefordert von der Fülle des atmosphärischen Lichts, lässt er sich dazu inspirieren, in die schwer zugänglichen Gebiete zu reisen, um die Schönheit der kalifornischen Landschaft zu genießen und zu malen. Wendt malt Leinwände, die mit Bäumen, sanften Hügeln, blauem Himmel und Bauernhäusern geschmückt sind. Seine früheren Werke sind ruhig und lyrisch, während sich seine späteren Werke zu kühnen und breiten Pinselstrichen mit satten Grün- und Brauntönen entwickeln.
"Wendts Leinwände wachsen in den 40 Jahren seiner Malerei an Kraft und Kühnheit", schreibt Nancy Moure in ihrem umfassenden Buch California Art: 450 Jahre Malerei & andere Medien. "Bald begann er mit dem Pinsel zu 'zeichnen', um die darunterliegende Struktur der Berge herauszuarbeiten, wobei er sich an den Falten der Erde erfreute."






James McNeill Whistler



Arrangement in Grey and Black: The Artist’s Mother
Öl auf Leinwand 1872

Der US-amerikanische Maler (1834 - 1903) freundet sich mit den Realisten Gustave Courbet und Henri Fantin-Latour an, sie nennen sich „Société des Trois“. Dann wendet sich Whistler der Radierung zu. 1861 stellt er 'The White Girl' aus, wo es zusammen mit Manets 'Frühstück im Grünen' zum Skandal führt.


Zu Ausstellungen, Werken, Familie, Privatem und Reisen siehe ausführling Wikipedia
PS
Whistler heißt zu deutsch Pfeifer oder Pfeiffer ...







Carl Wilhelm Wilhelmson


Fischermädchen
1894
Wilhelmson, Sohn eines schwedischen Seemanns (1866 - 1928), ist 7 Jahre in Paris, malt dann hauptsächlich Themen aus seiner schwedischen Heimat Bohuslän.

Ernsthaft und kraftvoll in Auffassung und Behandlung, sind seine Typen mit größter Unmittelbarkeit und Schärfe in der Charakteristik ehrlich und gut studiert. Das Szenario sorgfältig ausgearbeitet, entweder schildert er eine Ausstattung oder er lässt die bunten Hütten einer Fischersiedlung im Sonnenschein den farbenfrohen Hintergrund bilden, zu dunklen, ernsthaften und stillen Figuren. In mehreren Gemälden hat er eine dekorativere Haltung erreicht, die sein früheres trübes und weniger gefühlvolles Kolorit ersetzten, wobei sein Stil an Bedeutung, Festheit und Glanz gewinnt.







Konrad Witz

Christophorus
ca. 1435

Nomen est omen: Einer meiner Söhne heißt Christoph - und reist sehr gern.
Christophorus will dem mächtigsten Herrn dienen, aber er findet keinen Herrscher, dessen Macht nicht irgendwie begrenzt ist. Nach langer vergeblicher Suche rät ihm ein frommer Einsiedler, er solle nur Gott dienen, denn nur dessen Macht sei unbegrenzt. Um Gott dienen zu können, solle Christophorus seine große Gestalt als Gottes Willen erkennen und als Fährmann Reisende über einen Fluss tragen. Fortan verrichtet Christophorus diesen Dienst an einer tiefen Furt. Eines Tages nimmt er ein Kind auf die Schulter. Zunächst ist das Kind sehr leicht, aber je tiefer Christophorus in die Furt steigt, desto schwerer scheint es zu werden. In der Mitte des Stromes fürchtet Christophorus, er müsse ertrinken. Christophorus am amderen Ufer: „Du bist auf meinen Schultern so schwer gewesen: hätte ich alle diese Welt auf mir gehabt, es wäre nicht schwerer gewesen.“ Kind: „Des sollst du dich nicht verwundern, Christophore; du hast nicht allein alle Welt auf deinen Schultern getragen, sondern auch den, der die Welt erschaffen hat. Denn wisse, ich bin Christus, dein König, dem du mit dieser Arbeit dienst.“
Christophorus zählt zu den 14 Nothelfern und ist Schutzheiliger der Reisenden.



Abisai vor David - Heilsspiegelaltar Basel
Abischai ist der Oberste der dreißig Helden Davids. Er begleitet David in das Lager Sauls, wo sie den Speer des Königs stehlen. Im Krieg gegen die Ammoniter unterstellt Joab ihm einen Teil des Heerbanns. Im Kampf gegen Abschalom macht David ihn zum Oberbefehlshaber über den dritten Teil des Heeres. Ferner erhält er den Auftrag, die Rebellen unter Scheba zu verfolgen. Erwähnung findet er auch in der Liste der Helden Davids, nach der er David vor dem Philister Jischbi aus Nob rettet und diesen tötet.
Konrad Witz (oberdeutscher Maler, ca. 1400 - 1446) bemüht sich vor allem um die Gestaltung des Raumes in der Bildebene und die plastische Modellierung der Oberflächen. Zur Lösung dieser Probleme verwendet er kräftige Schatten und eine zwar fehlerhafte, aber sehr eindrucksvolle Perspektive. Bauchigen Falten und Faltenbrüchen gibt er durch Glanzlichter eine starke Reliefwirkung. Er liebt vor allem Rüstungen wegen ihrer klaren kubischen Formen, die um sich herum Bildraum schaffen.







Wols

Objets flottants (La banane)
1932

Wols (deutsch-französicher Künstler, 1913 - 1951) Werk entsteht ausschließlich in Frankreich, wohin er 1932 auswandert. Vom Surrealismus und den Bauhausmeistern inspiriert und ohne professionelle Ausbildung, schafft er, nach einer kurzen Phase als Fotograf, zunächst surrealistische und später informelle Zeichnungen und Gemälde. Insbesondere die in Öl gemalten Werke seiner späteren Phase beeinflussen französische und deutsche Maler des Informel. Jean-Paul Sartre und andere französische Schriftsteller schätzten ihn als Buchillustrator.







Grant Wood

American Gothic
1930

Sein wohl bekanntestes Werk, das den bis dato relativ unbekannten Maler schlagartig berühmt macht. Woods (US-Amerikaner, 1891 - 1942) künstlerische Ausbildung ist bruchstückhaft und konzentriert sich sowohl auf handwerkliche und graphische Techniken wie auf bildende Kunst. Von den avantgardistischen Strömungen in Europa scheint er in den 1920ern gänzlich abgeschnitten. Ein berufsbedingter Aufenthalt in Deutschland Ende 1920 verändert seinen Malstil: Er sieht die riesige Sammlung früher deutscher und flämischer Maler in der Alten Pinakothek München und ist tief beeindruckt von den scharfen klaren Umrissen und der wirklichkeitsgetreuen Darstellungsweise, mit der die alten Künstler das Leben ihrer Zeit festgehalten haben, möglicherweise beeinflussen ihn auch Bilder der Neuen Sachlichkeit, namentlich von Christian Schad oder Franz Radziwill.

Fall Plowing 1931

In Europa macht er sich mit unterschiedlichsten Malstilen, auch mit dem Impressionismus vertraut, nachhaltig beeindruckt ihn der klare altniederländische Malstil von Jan van Eyck. 1927 entwirft er ein großes Glasfenster für das Veterans Memorial Buildings in Cedar Rapids. Ihn ärgert die fehlende Anerkennung von amerikanischen Künstlern durch die Europäer: "Die hiesigen Kunstkritiker und -händler wollen keine amerikanische Kunst, sie denken das Land wäre zu groß und zu neu für jedwede Art von Kultur und zu primitiv und zu unterentwickelt, um irgendeinen Künstler hervorzubringen."
1934 wird er Dozent für Malerei an der University of Iowa. Man kritisiert seine Bilder wegen ihres dekorativen Manierismus und ihrer Sentimentalität hart.







Lebbeus Woods



Photon Kite
1988

Des US-amerikanischen Künstlers und Architekten aus Lansing/Michigan (1940 - 2012) einzig realisiertes Projekt ist der Light Pavilion in Chengdu, China. Ab 1976 verlegt er sich ausschließlich auf experimentelle Projekte und Architekturtheorie, er lehrt Architektur an der Cooper Union in New York.
Weil Terry Gilliam, Produzent des Films "12 Monkeys" eine Zeichnung Woods nahezu unverändert übernimmt, verklagt Woods ihn und das Gericht befindet das Design für nahezu identisch und veranlasst Universal, den Film vom Markt zu nehmen. Woods lenkt ein und erhält eine Entschädigung im 6-stelligen Bereich.





Wu Guanzhong



Papageienhafen


Wu (1919 - 2009, zeitgenössischer Maler, weithin als Begründer der modernen chinesischen Malerei anerkannt und gilt als einer der größten zeitgenössischen chinesischen Maler. Wus Kunstwerke haben sowohl westliche als auch östliche Einflüsse, Fauvismus und chinesische Kalligraphie. Wu malt verschiedene Aspekte Chinas, Architektur, Pflanzen, Tiere, Menschen sowie viele Landschaften und Wasserlandschaften in einem Stil, der an die impressionistischen Maler des frühen 20. Jahrhunderts erinnert. Er schreibt auch über zeitgenössische chinesische Kunst. Während seines Ingenieurstudiums lernte Wu einen Kunststudenten und verliebt sich wahnsinnig in Kunst. 1947 reist er nach Paris, und ist von der Kunst völlig begeistert. Wu kehrte im Sommer 1950 nach China zurück und stellt seinen Schülern an der Zentralakademie der Schönen Künste in Peking Aspekte der westlichen Kunst vor, wo er von 1950 bis 1953 unterrichtet.
Zu Beginn der Kulturrevolution im Jahr 1966 wird ihm das Malen, Schreiben und Lehren verboten und 1970 wird er zur Zwangsarbeit in die Provinz Hebei geschickt. 1973 muss er in Peking Wandbilder für Restaurants und Hotels malen. In den 1970ern beginnt er Aquarelle im traditionellen chinesischen Stil zu malen. Wu stirbt mit 90 in Peking.







Andrew Wyeth



Christina’s World
1948

Andrew Newell Wyeth (1917 - 2009), US-amerikanischer realistischer Maler, einer der bekanntesten des 20. Jahrhunderts, bezeichnet mitunter als Volksmaler. Seine Lieblingsmotive sind Land und Einwohner rund um seine Heimatstadt Chadds Ford und um seinen Sommerwohnsitz bei Cushing in Maine, sein bekanntestes Werk: Christina’s World.
Wyeth ist Sohn von N. C. Wyeth, dem berühmten US-amerikanischen Illustrator und Künstler. 1940 Heirat mit Betsy Merle James, das Modell auf dem Bild ist Christina. Sie und ihr Bruder Alvaro und deren verwittertes Haus sind über 20 Jahre wichtige Motive. Neben den Olsons in Maine sind die Kuerners und ihre Farm für die nächsten 30 Jahre eines seiner wichtigsten Motive.
Er fertigt Dutzende von Studien mit Bleistift oder Aquarell an, um dann das eigentliche Bild zu malen, mal als Aquarell, mal in einer Art Trockenmalen mit Wasserfarben oder in Eitempera. Sein Stil ist umstritten, der in großem Gegensatz zur Abstraktion steht, die ab Mitte des 20. Jahrhunderts in den USA üblich ist. Häufigster Vorwurf: Wyeths Bilder seien eigentlich Illustrationen, er male aus Sentimentalität Personen und Landschaften. Bewunderer seiner Werke sind der Meinung, dass sie zusätzlich zu der Schönheit seiner Motive auch starke Gefühle ausstrahlen, sehr symbolhaltig sind und eine unterschwellige Abstraktion besitzen.
Eine kontroverse Episode umgibt die Bilder von Helga Testorf, die er 1971 für über 15 Jahre beginnt. Er hält diese "Helga"-Bilder der Öffentlichkeit vor, auch seine Frau darf sie bis 1985 nicht sehen, die Medien vermuten eine Affäre mit dem Modell. Der Maler stirbt 2009 in seiner Heimatstadt.







Stanislaw Wyspiański



Selbstporträt


Stanislaw Mateusz Ignacy Wyspiański (1869 -1907), der polnische Künstler und Angehörige der Bewegung „Junges Polen“ studiert in Paris, wo ihn Art Nouveau beeinflusst, aber auch die Begegnung mit Künstlern aus dem Kreis um Paul Gauguin.
Wyspiański ist als Maler und Zeichner tätig, entwirft Ornamente, Bühnendekorationen und Glasfenster, z. B. der Franziskanerkirche in Krakau. Er verfasst Theaterstücke, in denen er Themen aus Mythologie und Sagen, der polnischen Geschichte verarbeitet. Ganz unerwartet wird "Wesele", das ursprünglich für den engsten Kreis der Freunde aus der Krakauer Bohème bestimmt war, zu einem der wichtigsten Dramen der polnischen Literatur, 1973 verfilmt