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(mit Vollbild F11 am schönsten!)




Hugo van der Goes



Die Anbetung der Könige (Monforte Altar)
um 1470

Weder Auftraggeber noch Ort der Bestimmung des Altars sind bekannt. Er gehört zu den frühesten großen Werken des Hugo van der Goes (1435 - 1482). Maria sitzt mit dem Kind auf dem Schoß vor der Ruine eines palastartigen Gebäudes. Neben inr kniet Joseph, der die Könige aus dem Morgenland begrüßt. Anbetend und in tiefer Verehrung versammeln sich die vom Stern geführten Vertreter der drei Weltreiche mit ihren Gaben vor dem Kind, um dem neuen Herrscher der Welt zu huldigen. Die lebenswahr gestalteten Bildfiguren weisen weit über das in der niederländiscnen Kunst bis dahin Erreichte hinaus. Selten ist das Thema der Anbetung so ergreifend gestaltet worden. Die Wiedergabe, der kostbaren Stoffe und Gegenstände, der Reichtum der Farben und die Unmittelbarkeit des Geschehens verleihen dem Heilsmysterium eine Gegenwartsnähe, die der zeitgenössische Betrachter als Zeichen der lebendigen Bedeutsamkeit des geschilderten Ereignisses empfunden haben muss.
Trotz einer schweren seelischen Erkrankung, die seine letzten Lebensjahre überschattet, ist er weiter als Maler tatig. Die künsterlerische Leistung van der Goes’ ist auch deshalb so bemerkenswert, weil sich das gesamte Schaffen auf einen Zeitraum von nur 15 Jahren zusammendrängt. In dieser Zeit entstehen Kunstwerke, die durch ihre Ausdruckskraft und Monumentalität zu den eindrucksvollsten Leistungen der niederländischen Kunst des spaten 15.Jahrhunderts gehören. Die "Anbetung der Könige" ist Mitteltafel eines großen Triptycnons. Der Verlust der Flügel und die Verkürzung Mitteltafel zeugen vorn wechselnden Schicksal des Werks. Seinen Namen verdankt der Altar der Herkunft aus dem Kloster Monforte de Lemos in Nordspanien.
Youtube 07:30





Rogier van der Weyden



Kreuzabnahme
1435 bis 1440

Josef von Arimathäa bittet Pontius Pilatus, den Leichnam Christi begraben zu dürfen. Typischer Topos der abendländischen Malerei: Abnahme Christi vom Kreuz. Die Nägel sind aus dem Leichnam entfernt, Christus in den Armen Josefs.

Seit dem 11. Jahrhundert erweitern die Maler die Szene um Assistenzfiguren.



Am rechten Bildrand betrauert Maria Magdalena den Tod Christi mit gefalteten Händen und nach vorne gebeugter Gestalt. Ihre Körperbewegung wiederholt sich im rotgekleideten Jünger Johannes am linken Bildrand, der sich nach vorne beugt, um die zu Boden sinkende Mutter Maria aufzufangen. Marias Armhaltung wiederholt sich in der Armhaltung des toten Christus. Die Figuren agieren in einem flachen Kastenraum mit Goldgrund.
Das Mittelteil des Triptychons, eines der Hauptwerke Weydens, schafft er im Auftrag der Großen Armbrustschützengilde zu Löwen. 1566 befindet sich das Bild in der Kapelle des königlichen Jagdschlosses El Pardo in der Nähe von Madrid. Wie immer bei den alten Meistern ist die Autorenschaft umstritten.
Der flämische Maler Rogier van der Weyden (ca. 1399 - 1464) hat mehr als Jan van Eyck und Robert Campin der Malerei ganz Europas ab 1450 bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts seinen Stempel aufgedrückt. Die Maler neben und nach ihm haben seiner Kunst Wesentliches zu verdanken. Das betrifft namentlich bekannte Maler wie seinen Sohn Pierre van der Weyden (vielleicht identisch mit dem Meister der Katharinenlegende), Dierick Bouts, Vrancke van der Stockt und Hans Memling, die als Rogiers Schüler gelten, aber auch viele namentlich unbekannte Maler wie beispielsweise den Meister der Barbaralegende, den Meister von Sainte Gudule und den Meister der Ursulalegende. Sie übernahmen und variierten Rogier’sche Kompositionen und Einzelfiguren, Gebäude und Hintergrunds-Landschaften.







Kees van Dongen



Femme Allongée


Kees van Dongen, Sohn eines Brauers, studiert bis 1894 an der „Akademie für Bildende Künste und Technische Wissenschaften“ in Rotterdam, wo er seiner späteren Frau Augusta Preitinger, genannt Guus begegnet. 1897 zieht er zu ihr nach Paris. Der Fauvist kommt durch Auftragsarbeiten zahlreicher Frauenporträts in den goldenen 20er Jahren zu Erfolg.







Anton van Dyck

Jugendliches Selbstbildnis um 1621

Van Dyck (1599 - 1641), den Rubens als besten seine Schüler bezeichnet, ist zu begabt, um sich im Schatten irgend eines Künstlers zu halten. Fromentin schreibt über den Künstler einige seiner schönsten Sätze:
"Ein junger Fürst von königlichem Geblüt, dem alles eigen ist, Schönheit, Eleganz, prachtvolle Gaben, frühreifes Genie ..., der starb, als gerade der Thron frei wurde, und der auf keine Art zur Regierung gelangen sollte ..."
Seine feinen, aristokratische Züge, seine rosige, fast zu zarte Haut unter blondroten Haaren auf dem Selbstbildnis stehen in größtmöglichem Gegensatz zu der robusten Gesundheit eines Rubens. Seine Frühreife ist zur Legende geworden. Mit 19 ist er bereits Freimeister. Der Malweise von Rubens hat er sich so glänzend angepasst, dass dieser ihn auf die schwierigsten Aufgaben ansetzt.



Noch heute zerbricht man sich den Kopf, ob die berühmten Negerköpfe von seiner Hand stammen oder nicht. Der Vertrag, den Rubens im Jahr 1620 mit den Jesuiten in Antwerpen schließt, sieht vor, dass die Skizzen des Meisters von van Dyck und den übrigen Schülern ausgeführt werden sollten, d.h. van Dyck wurde als einziger namentlich genannt. Dies wird durchaus verständlich, wenn wir sehen, welche ungewöhnlichen Fähigkeiten van Dyck als Bildnismaler an den Tag legt, sobald er auf eigene Rechnung arbeitet.
1621, unter der Regierung Jacobs I., begibt er sich ein erstes Mal nach England. Aber er bleibt nicht lange dort, sondern wendet sich nach Italien, wo er fleißig Tizian kopiert. Sein erster Aufenthaltsort ist Genua; dort erwartet er sich alsbald die Gunst des Adels.
U.a. entsteht das


Porträt der Marchesa Geronima Spinola-Doria,

einer eleganten Dame in schwarzen Gewand mit Tüllmanschetten, bezeichnend für Mode und Stil dieser Zeit.
In Rom ist sein Erfolg nicht geringer. 1627 kehrt van Dyck nach Antwerpen zurück. Obgleich Rubens zu dieser Zeit durch diplomatische Missionen stark in Anspruch genommen ist, beherrscht seine Persönlichkeit dennoch den Kunstmarkt, und van Dyck findet nicht den Erfolg, den er verdient zu haben glaubt. Daher entschließt er sich, wieder in die Fremde zu gehen, und schifft sich 1632 nach England ein. Diesmal erringt er einen vollständigen Sieg. Von Karl I. bevorzugt, glänzt er im Dienst dieses Fürsten, der zu Recht als einer der besten Kunstkenner Europas gilt.

Das Bildnis zeigt den König, der soeben vom Pferd gestiegen ist, Aristokrat vom Scheitel bis zur Sohle. Die Farben sind überaus delikat (man beachte die raffinierte Zusammenstellung der grauen Seide mit der rotbraunen Kniehose). Meisterhaft ist die Andeutung von Halbschatten um den Reitknecht, der im Hintergrund das Pferd hält.
Der ganze englische Hof findet sich vor seiner Staffelei ein, denn er versteht sich ausgezeichnet mit der englischen Aristokratie, die in ihm mit Recht den größten Bildnismaler der Zeit sieht. Van Dyck führt ein aufwändiges Leben und heiratet die schöne Hofdame


Mary Ruthven.

Um seine Modelle zu zerstreuen, lässt er Musikanten aufspielen. Jabach, der berühmte Kunstsammler, versichert, dass van Dyck nie länger als 1 Stunde an einem Portrait zu arbeiten pflegte. Für die Darstellung der Hände - die berühmten Hände van Dycks! – beschäftigt er bezahlte Modelle, und oft malt er auch die Gewänder nach Schneiderpuppen oder anderen Modellen.

Eines seiner schönsten Bildnisse zeigt zwei Knaben, George und Francis Villiers, beide mit langem, lockigem Haar von einer fast femininen Eleganz. Einer der Knaben, der den Blick zur Seite richtet, trägt einen Handschuh, dessen virtuose Behandlung an Velásquez denken lässt. Rubens ist Ende Mai 1640 gestorben. br> Van Dyck will nun noch einmal sein Glück in der Heimat versuchen. Er reist also im Herbst dieses Jahres nach Antwerpen. Als man ihn auffordert, die für Spanien bestimmten Werke seines Lehrers zu vollenden, verlangt er en so übertrieben hohes Honorar, dass der Kardinal-Infant die Verhandlungen abbricht. Kurzum es gab nur Enttäuschungen, und als van Dyck nach England zurückkehrt, er geht es ihm dort kaum besser. Er stirbt im Dezember 1641, von Krankheit und innerer Unruhe verzerrt, berühmt, aber auch angefeindet.







Hubert van Eyck und Jan van Eyck



Marienaltar
1437

Jan van Eyck (ca. 1370 - 1426) vermerkt in der Hohlkehle des Rahmens im Mittelaltar seine Signatur mit Jahreszahl und dem Zusatz 'als ixh xan' auf deutsch: so gut ich es vermag.
Mit den Werken des flämischen Malers Jan van Eycks, Robert Campins und Rogier van der Weydens beginnt eine neue Ära der Malerei, die sich durch liebevoll-realistische Detailschilderungen auszeichnet. Da es sich in vielen Fällen um Bilder religiösen Inhalts handelt, in denen Heilige dargestellt sind, bringt die realistische Darstellung „das Heilige ins Haus“ und ermöglicht dem Betrachter eine neue Unmittelbarkeit im Zugang zum Religiösen.
Auch maltechnisch beginnt mit van Eyck eine neue Ära. Er verwendet neben den traditionellen Tempera- und wässrigen Leimfarbensystemen auch häufig Ölfarben. Giorgio Vasari nennt Jan van Eyck den Erfinder der Ölmalerei, denn er ist vermutlich der erste Maler, der sikkative und gebleichte Öle (für Korrekturen) verwendet, das Potential der Ölmalerei durch seine neue Farbigkeit mit ihrer mannigfaltigen Nuancierung innerhalb der Tafelmalerei aufzeigt und sie in größerem Maße auch anwendet. Seine Werke sind von grundlegender Bedeutung für die Überwindung mittelalterlicher Traditionen in der europäischen Malerei und finden sich in allen größeren Museen.



Sein (?) bekanntestes Werk ist der monumentale Genter Altar. Die Suche danach in der Zeit des 2. Weltkrieges ist Thema des Spielfilms Monuments Men – Ungewöhnliche Helden von 2014.



Die abenteuerliche Geschichte des Kunstwerks:
Auftraggeber sind die reichen Genter Patrizier Joos Vijd und Frau Elisabeth Borluut.

Bestimmt ist der Altar für die ebenfalls von Vijd gestiftete Seitenkapelle in Sint-Jans, dem heutigen St. Bavo. Nach der Einweihung 1432 vermacht Vijd 1435 der Kirche ein Stück Land, um von dessen Erträgen am Altar Messen für die Stifter zu lesen. Bei seiner ersten Restaurierung Vernichtung der Predella, 1550 reinigen ihn Lancelot Blondeel und Jan van Scorel, während des niederländischen Bildersturms im Kirchturm versteckt, 1569 nach Rekatholisierung Flanderns wieder an seinen Platz in der Vijd-Kapelle. 1578 demontieren die Calvinisten den Altar und stellen ihn im Rathaus auf. 2o Jahre wieder in St. Bavo zurück. 1662 Einsetzung der der Tafeln in einen barocken Altaraufbau.
1781 nimmt Kaiser Joseph II. an den nackten Voreltern Anstoß, man entfernt die Tafeln mit Adam und Eva. Nach der Eroberung Flanderns lässt Napoleon die Mittelteile nach Paris verschleppen und im Louvre ausstellen, während man die Flügel rechtzeitig verstecken kann. Nach der Schlacht bei Waterloo geben die Franzosen die Haupttafeln der Stadt Gent zurück.

Die Seitentafeln sind zu diesem Zeitpunkt an einen Händler verkauft, der sie an den englischen Kaufmann Edward Solly weiterveräußert. Solly verkauft sie 1821 für 400.000 Gulden an den preußischen König Friedrich Wilhelm III. 1822 evakuiert man sie bei einem Brand des Dachstuhles knapp vor der Zerstörung. Die Malschicht der Lammanbetung ist beschädigt, die Tafel bricht horizontal entzwei. 1823 lässt Gustav Christoph Waagen in Berlin die großenteils übermalte Inschrift auf den unteren Rahmenleisten der Außenseite freilegen, von der bisher nur der Name Hubertus unter dem Stifterbild zu lesen ist. 1829 zerteilt man die nach Berlin gelangten Tafeln in Vorder- und Rückseite, um beide Seiten besser betrachten zu können. 1904 kommen sie in einem eigenen Kabinett im neuen Kaiser-Friedrich-Museum zur Präsentation.
Nach dem 1.Weltkrieg ist Deutschland im Vertrag von Versailles verpflichtet, die Tafeln gemeinsam mit den in der Münchener Alten Pinakothek aufbewahrten Tafeln des Löwener Altars von Dierick Bouts d. Ä. an Belgien auszuliefern, obgleich sie 1821 rechtlich legal erworben worden waren und die Haager Kriegskonvention von 1904 die Kompensation von Kriegsschäden mit Kulturgütern verbietet.

In Belgien fügt man die zersägten Tafeln wieder zusammen, vereinigt sie mit den inzwischen in das Brüsseler Museum gelangten Adam- und Eva-Flügeln und stellt sie in der Genter St.-Bavo-Kirche wieder als Hochaltar auf. 1934 stiehlt jemand die Tafeln mit den Gerechten Richtern und Johannes dem Täufer, letztere wird zurückgegeben. Für die ungleich wertvolleren Gerechten Richter fordert der Dieb ein Lösegeld von einer Million belgische Francs, die nicht gezahlt werden und das Bild bleibt verschollen, die heutige Bildtafel ist eine Kopie.

Während des 2. Weltkriegs bringt man den Altar ins südfranzösische Schloss Pau, wo ihn die deutschen Nazis entdecken. Sie verschleppen ihn zunächst nach Neuschwanstein und 1944 in das Salzbergwerk bei Altaussee, aus dem ihn die Monuments, Fine Arts, and Archives Section bergen.

Seit 1989 steht das Werk nach erneuter umfänglicher Restaurierung in der tageslichtfreien nördlichen Turmseitenkapelle von St. Bavo, geschützt und klimatisiert in einer hermetischen Panzerglasvitrine. Seit 2012 erneute Renovierung, seit 2020 ist die Anbetung des Lammes im Rahmen des Van-Eyck-Jahres in die Genter Kathedrale Sankt Bavo zurückgekehrt.
Lateinische Inschrift auf der Rahmung des Altars:

P(ic)tor Hubertus eeyck - maior quo nemo repertus
Incepit - pondus - q(ue) Johannes arte secundus
(Frater per)fecit - Judoci Vi-d prece fecit
Versu sexta Mai - vos collocat acta tueri

(Der Maler Hubert Eyck, der größte, der sich je fand, hat dieses Werk begonnen, und sein Bruder Johannes, in der Kunst der Zweite, hat die schwere Aufgabe vollendet, der Bitte des Joos Vijd folgend. Mit diesem Gedicht gestattet er euch, am 6. Mai das Vollbrachte anzuschauen.)
Die letzte Zeile enthält das aus roten Buchstaben bestehendes Chronogramm, das 1432 ergibt.
Ganze Bibliotheken sind gefüllt mit Mutmaßungen über den (die) Urheber.
Seit Generationen legen verschiedene Kunsthistoriker diese Zeilen als zeitgenössisch aus, bis eine Röntgenuntersuchung aus dem Jahr 1950 nahelegt, sie als nachträglich aufgebracht zu betrachten. Albrecht Dürer - er besucht den Altar 1521: „Am mittwoch frühe fuhrten sie mich auf S. Johannes thurn; do über sahe ich die groß wunderbarlich statt, darin ich gleich vor groß ansehen ward. Darnach sahe ich des Johannes taffel; das ist ein über köstlich, hoch verständig gemähl, und sonderlich die Eva, Maria und Gott der vatter sind fast gut.“ Eine Inschrift erwähnt er nicht. Auch in der ersten gesicherten Quelle von 1496 steht nichts von Hubert.
Volker Herzner vertritt 1995 die These, dass Jan van Eyck der alleinige Schöpfer des Altars ist, was van Asperen de Boer 1979 durch Röntgenreflektogramme der Unterzeichnung bestätigt sieht. Aufgrund neuerer Erkenntnisse im Zuge der seit 2012 andauernden Renovierung vertreten im Gegensatz dazu einige Kunstwissenschaftler den Standpunkt, es gebe keinen Anlass, die Authentizität der auf der Erstfassung der Rahmen angebrachten Inschrift und damit die Mitwirkung Hubert van Eycks zu bezweifeln.
Hauptthema des Retabels ist die Anbetung des Lammes aus der Offenbarung des Johannes mit Engeln und Heiligen.

Und ich sah: Das Lamm stand auf dem Berg Zion und bei ihm waren 144.000; auf ihrer Stirn trugen sie seinen Namen und den Namen seines Vaters. Dann hörte ich eine Stimme vom Himmel her, die dem Rauschen von Wassermassen und dem Rollen eines gewaltigen Donners glich. Die Stimme, die ich hörte, war wie der Klang der Harfe, die ein Harfenspieler schlägt. Und sie sangen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier Lebewesen und vor den Ältesten. Aber niemand konnte das Lied singen lernen außer den 144.000, die freigekauft und von der Erde weggenommen worden sind. Sie sind es, die sich nicht mit Weibern befleckt haben; denn sie sind jungfräulich. Sie folgen dem Lamm, wohin es geht. Sie allein unter allen Menschen sind freigekauft als Erstlingsgabe für Gott und das Lamm. Denn in ihrem Mund fand sich keinerlei Lüge. Sie sind ohne Makel.
Außer an Weihnachten, Ostern und Allerheiligen sind die Flügel geschlossen, und nur die „Werktagsseite“ ist zu sehen, die in 3 Zonen aufgebaut ist und wie ein Querschnitt durch ein Haus mit verschiedenen Stockwerken wirkt.

Die untere Zone zeigt 4 Nischen mit Rundbogenarkaden. In den äußeren Nischen knien die Stifter.
In den mittleren, den Stiftern zugewendet, stehen Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist. Des Täufers Attribute: Untergewand aus Fell und Lamm Gottes, auf das er mit dem Zeigefinger der rechten Hand zeigt. Johannes hat einen Kelch mit mehreren Schlangen in der Hand, Anspielung auf die Legende, als man ihm vergifteten Wein reicht, er den Kelch segnet und daraufhin das Gift den Kelch in Gestalt einer Schlange verlässt.

Johannes der Täufer ist Stadtpatron von Gent und Vorgänger des Heiligen Bavo als Patron der Kirche. Johannes ist Autor des Johannesevangeliums und der Offenbarung des Johannes.

Die mittlere Zone zeigt die Verkündigungsszene. Die 4 Tafeln präsentieren einen durchgehenden, niedrigen Innenraum, aus dem ein Biforienfenster den Blick in eine flämische Stadt öffnet. Die schmale Wandnische, die – wie die Lichtreflexe auf den metallenen Gegenständen und die Schatten des Maßwerks sowie des Bilderrahmens zeigen – erhellt weniger eine nicht genau definierbare Lichtquelle durch ein Dreipassfenster sondern eine Waschvorrichtung mit einer spiegelblanken Schale, einer kunstvollen, glänzenden Wasserkanne und einem weißen Handtuch. Diese Gegenstände sind Symbole der jungfräulichen Gottesmutter Maria.

Auf der linken Tafel der Verkündigungsengel, auf der entsprechenden gegenüberliegenden Tafel die kniende Maria, die von ihrem Betpult überrascht aufblickt. Über ihrem Kopf schwebt die Taube des Heiligen Geistes. Die Antwort auf den Ave-Gruß des Engels – Ecce ancilla domini steht auf dem Kopf, so als sollten sie die Taube oder der Prophet, der sich aus der darüberliegenden Lünette vorbeugt, besser verstehen können. Damit kommt eine räumliche und geistige Verbindung zwischen mittlerer und oberer Zone zustande.

Die obere Zone bilden Rundbogenabschlüsse der darunter liegenden Tafeln. In den Lünetten links und rechts die Propheten Sacharja und Micha.





Sacharja: Exulta satis filia syo[n] jubila … Ecce rex tuus ve(n)it (Juble laut Tochter Sion … Siehe dein König kommt (Sach 9,9).
Micha: Ex te egredietur qui sit dominator in isr[ae]l (Aus dir wird einer hervorgehen, der Herrscher sein soll in Israel (Micha 5,1)

Zwischen den Propheten Sibylle von Erythrai und Sibylle von Cumae, erstere in ein orientalisch wirkendes Kostüm gekleidet. Die Cumäische Sibylle trägt ein Kleid nach der Mode der Isabella von Portugal, der dritten Frau des Burgunders Philipp III.
Erythräische Sibylle: Nil mortale sona(n)s ... afflata es numine celso (Nichts Sterbliches besingend, bist du von göttlichem Willen erfüllt (Vergil, Aeneis VI, 50)
Cumäische Sibylla: Rex Al .. adve(n)iet p(er) sec(u)la futur(us) sci(licet) i(n) carn(em) Der rudimentäre Text lässt keine sinnvolle Übersetzung zu.

Mit geöffneten Flügeln zeigt der Altar seine „Sonntagsseite“. Der das Bild beherrschende obere Mittelteil zeigt eine inthronisierte, monumentale Gestalt: Gott Vater, umrahmt von Maria und Johannes dem Täufer. Auf den Seitenflügeln wird diese Gruppe jeweils von Engeln und von Adam und Eva begleitet.

Zu Füßen der zentralen Gestalt liegt eine kostbare Krone, zusammen mit dem Zepter Zeichen der Königswürde und Anspielung auf die der weltlichen Macht übergeordnete geistliche Macht.



Unten 5 Tafeln, die die Landschaft im Mittel- und Hintergrund verbindet, Engel und Gruppen von Heiligen, anbetend um das Lamm versammelt oder darauf zuströmend, geschildert in der Offenbarung des Johannes (Offb 7,9–10):
Danach sah ich: eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen in weißen Gewändern vor dem Thron und vor dem Lamm und trugen Palmzweige in den Händen. Sie riefen mit lauter Stimme: Die Rettung kommt von unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und von dem Lamm.

Ausschnitt aus den Gerechten Richtern, vermutete Porträts der Brüder van Eyck: Hubert links vorne und Jan rechts hinten.


Mann mit rotem Turban (1433) Selbstporträt?









Vincent van Gogh

Selbstbildnis mit abgeschnittenem Ohr
1889

Nie sollte er die frühen Eindrücke seiner ländlichen Heimat vergessen; viele seiner Bilder zeugen von seiner Liebe zur Natur. "Es würde mich wenig Erstaunen, wenn die Impressionisten binnen kurzem Gründe finden würden, meine Malweise, die mehr durch die Ideen von Delacroix als durch die ihrigen befruchtet wurde, zu beanstanden. Denn anstatt mich um eine genaue Wiedergabe dessen zu bemühen, was ich vor Augen habe, handhabe ich die Farbe mit größerer Willkür, um mich deutlich auszudrücken."
Die Sehnsucht nach einer strahlenden Sonne treibt den Niederländer van Gogh (1853 - 1890) in den Süden Frankreichs. Bestes Beispiel für seine grafische Gestaltungskraft ist der


Pont de l'Anglois

Von September 1866 bis März 1868 erhält er in Tilburg richtigen Zeichen- und Kunstunterricht. Nur 36 Jungen zugelassen, in Vincents Klasse waren sie 10. Die Lehrer sind zahlreich und auserlesen. Malerei gehört theoretisch und praktisch zum Unterrichtsplan und hat mit vier Wochenstunden einen hohen Stellenwert. Sein Lehrer ist ein in Frankreich erfolgreicher Maler von Landschaften und Bauernleben, Constant Cornelis Huijsmans. Vincent macht dort als Jugendlicher seine erste Zeichnung von zwei Bauern, die auf einer Schaufel lehnen. Vincent hat auf der Schule den wichtigsten holländischen Maler der Avantgarde zum Lehrer hatte, der ihm die Art zu sehen und zu malen beibringt, an die Vincent später anknüpfen wird, denn in Paris wird er sich mit den Nachfolgern dieser „Schule“ zusammentun.
In Den Haag, wo er bei einem Verwandten arbeitet, wie auch an seinen späteren Aufenthaltsorten besucht er sein Leben lang eifrig die örtlichen Museen. Nach dem Ende seiner Ausbildung 1873 in der Londoner Filiale. Vincent setzt sich dort intensiv mit den britischen Malern auseinander. Das Wissen, das er sich in den 6 Jahren als Händler erwirbt, macht ihn überlegen und in vielen Auseinandersetzungen mit Malern auch überheblich. Lange bevor er mit dem Malen anfängt, wusste er, welche Malerei wegführend war. Sein Ringen geht darum, technisch dazu in die Lage zu kommen, diese Vorstellungen umzusetzen. Immer wieder klagt er bis zum Ende darüber, seinen eigenen Ansprüchen nicht zu genügen.
Sein Werk weist starke expressionistische Tendenzen auf.

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Diego Velázquez



Venus vor dem Spiegel
1648–1651

Amor hält der nackten Göttin Venus, die mit dem Rücken zum Betrachter auf einem Bett liegt, den Spiegel. Der Göttin Gesicht im Spiegel ist leicht verschwommen. Für Voyeure hält Amor den Spiegel so, dass eientlich Venus' Scham reflektiert werden müsste. . .
Velásquez, Sapnier (1599 - 1660)
König Edward VII. spendet 8.000 Pfund umd die Londoner National Gallery kann das Bild erwerben.
1914 verübte die militante Suffragette ein Attentat auf das Gemälde, obwohl ein Sicherheitsbeamter nur für dieses eine Bild abgestellt ist. Mit einem Fleischerbeil zerschlägt sie das Glas und bringt dem freiliegenden Bild mehrere Schnitte bei. Motiv ist die Verhaftung von Emmeline Pankhurst am Tag zuvor: „I have tried to destroy the picture of the most beautiful woman in mythological history as a protest against the Government for destroying Mrs Pankhurst, who is the most beautiful character in modern history“ (Ich habe versucht, das Bild der schönsten Frau in der Mythologie zu zerstören, als Protest gegen die Regierung, die Mrs. Pankhurst zerstört hat, die schönste Gestalt der modernen Geschichte). und fügt 1961 hinzu: „ didn't like the way men visitors gaped at it all day long“ (mochte die Art nicht, wie männliche Besucher den ganzen Tag draufglotzten).



Karim Aïnouz erzählt:









Johannes Vermeer



Ansicht von Delft
und Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge, wohl die bekanntesten Werke Vermeers.
Delft entsteht um 1660/1661. Der niederländische Maler (1632 - 1675)gestaltet es wahrscheinlich mit Hilfe einer Camera obscura von einem höheren Stockwerk eines Hauses aus. Der Umstand des erhöhten Standpunktes wird vor allem an der Aufsicht der Figuren am linken unteren Bildrand deutlich. Das Bild zeigt eine Ansicht der Stadt mit dem Fluss Schie im Vordergrund. Jan Vermeer ordnet hier, ähnlich wie in seinen anderen Bildern, die architektonischen Elemente parallel zum Bildrand an, im Gegensatz zu anderen Malern, die mit in die Tiefe führenden Straßen das Innenleben einer Stadt zugänglich machen wollen. Daneben legt Vermeer in der Komposition im Vordergrund einen dreieckigen Uferstreifen an. Für die Farbgebung benutzt Vermeer vor allem Braun- und Ockertöne. Auf die im Schatten liegenden Gebäude im Vordergrund und an die Schiffsrümpfe setzt er Farbtupfen, um die Fugenstruktur und die Verkrustungen zu zeigen. Das die Wolken durchbrechende Licht beleuchtet vor allem Gebäude und den Turm der Nieuwe Kerk im Hintergrund. Mit dem hell erleuchteten Kirchturm gibt er ein politisches Statement ab. In der Kirche befindet sich das Grabmal des 1584 bei einem Attentat in Delft gestorbenen Wilhelm I. von Oranien, Held des Widerstandes gegen Spanien.

Bei dieser Nachricht aus Den Haag muss ich an meinen letzten Besuch in einem holländischen Museum denken. An das Gedrängel vor Van Goghs „Schwertlilien“, den „Sonnenblumen“. Im Louvre vor der „Mona Lisa“ ist es nicht besser, denn die meisten der 30.000 bis 40.000 Menschen, die pro Tag in das Museum kommen, wollen eigentlich nur zu ihr. In der von Michelangelo ausgemalten Sixtinischen Kapelle in Rom wird man mit „Avanti, Avanti“-Rufen weitergescheucht, es drängen ja immer schon die nächsten von hinten. Es gibt Werke, die wollen alle sehen, und aufgrund wachsender Touristenzahlen werden es immer mehr. Aber es ist furchtbar, wenn man darum kämpfen muss, einen Blick auf ein Bild zu werfen. Keine Zeit damit verbringen zu dürfen, nicht wirklich zu einer Betrachtung zu finden.
Den Haag bietet eine einzigartige Erfahrung. Von September 2020 an kann man mit Johannes Vermeers „Ansicht von Delft“ in einem großen Saal ganz allein sein. Oder auch zu zweit und mit einer kleinen Gruppe von Freunden. Still wird es sein, das Licht perfekt. Nichts wird einen ablenken vom Blick auf die erwachende Stadt, den weiten Himmel, an dem sich Wolken auftürmen, die Kähne im Hafen. Als der Schriftsteller Marcel Proust im Jahr 1902 das Bild des Malers von seiner Heimatstadt sah, nannte er es „das schönste Gemälde der Welt“. Bis Januar 2021 läuft diese spezielle Ausstellung - eine von Corona inspirierte Idee, denn man kann derzeit ohnehin weniger Menschen als sonst in die Museen lassen. Aber könnte sie nicht zukunftsweisend sein - auch ohne Pandemie? Es würden dann sehr viel weniger Menschen pro Tag ein Bild sehen, das ist wahr, aber dafür würde es für uns wenige eine ganz besondere, sicherlich unvergessliche Begegnung sein.
Das Element mit dem dreieckigen Uferstreifen führte übrigens Pieter Brueghel ein.

Das populärste Bild Vermeers.
Die Bekanntheit beruht vor allem darauf, dass es der Aufhänger einer erfolgreichen Vermeer-Ausstellung im Mauritshuis in Den Haag in 1995/96 war. Vermeer bildet das Mädchen aus unmittelbarer Nähe und ohne erzählerische Attribute ab, was das Bildnis von seinen anderen Werken deutlich abhebt. Es ist unbekannt, wer die Abgebildete ist. Der dunkle Hintergrund verstärkt die Helligkeit des Mädchens, insbesondere die seiner Haut. Es neigt den Kopf, was den Anschein von Gedankenverlorenheit beim Betrachter hervorruft. Das Mädchen interagiert mit uns, indem es uns direkt anblickt und den Mund leicht öffnet, in der niederländischen Malerei häufig die Andeutung einer Ansprache des Bildbetrachters. Die Kleidung des Mädchens malt Vermeer mit annähernd reinen Farben, ihre Anzahl auf dem Bild ist begrenzt. Der Turban mit dem gelben herabfallenden Tuch ist ein Zeichen für das in der damaligen Zeit vorhandene Interesse an der morgenländischen Kultur infolge der Türkenkriege. Im 17. Jahrhundert sind Turbane ein beliebtes und weit verbreitetes Accessoire in Europa. Daneben fällt besonders die Perle am Ohr des Mädchens auf, die aus der Schattenzone des Halses hervorsticht.










Maurice de Vlaminck



Landschaft bei Chatou
1906

Die französischen "Fauves" (wilde Bestien), also der Fauvismus bereitet die klassische Moderne vor, indem er sich vom Anspruch einer illusionistischen Wiedergabe löst.
Chatou liegt außerhalb von Paris am rechten Seine-Ufer. Der vom Pariser Vlaminck (1876 - 1958) gewählte Ausschnitt lenkt unseren Blick über Vorder- und Mittelgrund aus Bäumen und Unterholz auf ein weißes Haus mit blauem Dach, in der Ferne an Hang und Fluss gelegen. Die Sonne leuchtet es grell an und wir spüren die gleißende und flirrende Hitze eines heißen Sommertages. Die einzelnen Bildelemente zerfallen durch die mit heftigem Pinsel nebeneinander gesetzten Striche zu einer Art flächiger Gitterstruktur, die sich formal verselbständigt. Die Malweise nimmt bereits den Weg der Malerei in die Abstraktion vorweg. Dabei stehen Gelb-, Rot-, Blau- und Grüntöne in unterschiedlichsten Nuancen unverbunden nebeneinander und vermischen sich erst in unserem Auge. In dieser Technik wird der stilistische Einfluss der Impressionisten deutlich. Häufiges Bildthema ist die Natur und ihre Zerstörung durch den Menschen und die fortschreitende Industrialisierung.
Maurice des Vlaminck ist Autodidakt, der seinen Lebensunterhalt zunächst als professioneller Radrennfahrer und Kontrabassist bestreitet. 1900 entschließt er sich nach einer zufälligen Begegnung mit dem Künstler André Derain, von diesem ermutigt, Maler zu werden. Sie mieten in Paris ein gemeinsames Atelier. Der Besuch einer Ausstellung Vincent van Goghs bestärkt Vlamick in seinen künstlerischen Bemühungen. 1905 stellt er zusammen mit Henri Matisse und André Derain im Pariser Herbstsalon aus. Ihr Einsatz der Farbe übt deutlichen Einfluss auf die Malerei des deutschen Expressionismus aus, die zur gleichen Zeit entsteht.







Heinrich Vogeler

Am Heiderand
, 1900


Das Dritte Reich, 1934

Heinrich Vogler aus Bremen (1872 - 1942)













Klaus Modick: Konzert ohne Dichter





Eva Vogt



Zerbrechlich
2020

Leidenschaftliche deutsche Künstlerin, geboren Leitmeritz 1954, die ihre Arbeiten in ganz Deutschland und Österreich ausstellt.
"Mich faszinieren die Kontraste und Spiele zwischen Licht und Schatten, zwischen Helligkeit und Dunkelheit, zwischen Realität, Traum und Experiment. Ich kompensiere öfters reale Themen mit der experimentellen Malerei, oder kombiniere beides in einer interessanten Einheit."
In ihren abstrakten Arbeiten experimentiert die Künstlerin mit vielerlei Materialien, mit Pigmenten, Beizen, Tuschen, mit Kohle, Schellack, Öl, verschiedenen Kreiden, Mehlen, Sanden, mit Bitumen, Wachs, Paraffin, und Rost. Gern arbeitet sie mit Strukturen anhand von Fäden, Schnüren, Juteband, Gaze oder Hanf.
"Ich versuche nicht, andere zu übertreffen, sondern mich selbst zu übertreffen."
Fasziniert von Kontrasten und Spielen zwischen Licht und Schatten, Helligkeit und Dunkelheit, Träumen und Wirklichkeit, kreiert sie markante figurative Gemälde mit einer menschlichen Figur sowie faszinierenden abstrakten Arbeiten. Vogt schafft eine Balance zwischen Positivem, Schönem und Harmonischem und Schockierendem, Unterdrückendem und Nachdenklichem.

Kleine Träumerin, 2020

Die Webseite der Künstlerin







Édouard Vuillard



Das Schneiderstudio
1892

Neben Pierre Bonnard, Maurice Denis und Paul Sérusier sowie seinem Schwager Ker-Xavier Roussel ist der Franzose Vuillard (1868 - 1949) Mitglied der Künstlergruppe 'Les Nabis'. Als bedeutender Grafiker schafft er vor allem hervorragende Lithografien. Die Zeitschrift La Revue blanche verdankt ihm einige ihrer besten Blätter. Für seine Ölbilder entwickelt er besonders matt und transparent wirkende Farben und gilt als einer der Hauptmeister des Postimpressionismus. Vuillard war leidenschaftlicher Fotograf, der die Fotos auch als Vorlagen für seine Malerei benutzt.