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(mit Vollbild F11 am schönsten!)




Luc Lafnet



Composition On The Temptation With A Lascivious Woman On A Sofa


Lafnets technische Beherrschung des Ätzprozesses macht ihn zum Erben der großen belgische Radierer der vorherigen Generation, und wie sie fühlt er sich natürlich von einer symbolistischen Ästhetik angezogen.
Und er ist Assistent des Zeichners Rob-Vel bei den ersten Abenteuern von Bibor und Tribar sowie von Spirou.






Lew Felixowitsch Lagorio



Der Eistransport
1849



Ansicht von Lahti

1850 erhält Lagorio den Titel "Künstler" für dieses Gemälde.







Marcus Larson



Fischer im Fjord bei Mondlicht




Wasserfall

Das Gemälde stellt Larson auf der Weltausstellung in Paris aus, es wird sofort verkauft.







Lascaux



Felsbilder
, die ältesten Zeugnisse der Malerei sind in die Felsen eingeritzt oder darauf gemalt.

An schwer zugänglichen Orten, zum Teil in tiefen Höhlen, sind sie uns erhalten geblieben. Die Reste der altsteinzeitlichen Kultur datieren um 100.000 bis 30.000 v. Chr., gehören erdgeschichtlich zur letzten Eiszeit.
Die erhaltenen Bilder liegen geographisch weit voneinander entfernt, verteilen sich auf den europäischen bis afrikanischen Raum: von der Dordogne über Ostspanien bis nach Natal Lascaux.
Besucht das Lascaux Centre International!







Henri Lebasque



La cigarette
1921

Der französische Maler des Post-Impressionismus hat in Le Cannet/Region Provence-Alpes-Côte d’Azur in Südfrankreich sein Sommerdomizil. Er pflegt intensiven künstlerischen Austausch mit jungen Malern, insbesondere Vuillard und Bonnard, den Gründern des Künstlerverbandes "Les Nabis" (die Propheten) und den "Intimisten". Lebasque, Maler der „Freude und des Lichts“, bewundert für die Intimität seiner Themata und seine einzigartige Freude an Farbe und Form und gefeiert für seine Individualität, seinen zarten Sinn für Licht und seinen persönlichen Charme.
Beaunier 1908: "Lebasque verdient den Ruf eines reizenden Originalkünstlers, der seine Berufung kennt, sie gut nutzt und sie niemals missbraucht".
Lebasque ändert seinen Stil in der gleichen Weise wie "Les Fauves", indem er eine ähnliche Gleichmäßigkeit in Form und Farbe annimmt, aber einen subtileren Stil beibehält. Er reist in die Vendée, die Normandie und die Bretagne, obwohl er immer die kleinen idyllischen Dörfer Südfrankreichs bevorzugt.







Ferdinand Léger



Les Loisirs-Hommage à Louis David
1948/49

Sein Sujet ist die Stadt, seine ganze Aufmerksamkeit gilt den Umbrüchen seiner Zeit, und er gehört bis heute zu den berühmtesten Künstlern, die das Abenteuer der Moderne wagen. Ob kubistische Avantgarde oder kommunistisches Engagement – ein zentraler Gegenstand von Légers Malerei ist stets der durch Maschine und Massenproduktion veränderte Mensch. Doch über diese starken Bilder hinaus entzieht sich sein vielseitiges und dabei kohärentes Werk jeder Kategorisierung.
„Das Schöne lässt sich nicht katalogisieren, hierarchisieren. Das Schöne ist überall, in der Anordnung einer Reihe von Töpfen vor einer weißen Wand ebenso wie im Museum“ .
Diese Worte des Künstlers sind gleichsam Ode an die Freiheit des Blicks, eine Absage an das Diktat des akademischen Geschmacks und jede Hierarchie zwischen Kunst und Alltag.



Légers Arbeiten sind ebenso Bestandsaufnahme der pulsierenden, farbenfrohen Moderne und ihrer ästhetischen Wirkmacht wie auch der Herausforderungen, vor die sie die Künstler stellt.
Legér gelingt es, in der Auseinandersetzung mit dem bunten Treiben der Welt und der Öffnung zu anderen kuünstlerischen Disziplinen die Malerei neu zu erfinden. Léger illustriert Buücher, schafft Bühnenbilder und Wandgemälde, wendet sich dem Experimentalfilm und der Fotomontage zu – und bleibt dabei immer Maler. Und wie kaum ein anderer moderner Künstler versteht er es, enge Bande zu anderen Kreativen aus Architektur (wie Le Corbusier, Charlotte Perriand, Paul Nelson), Film (z.B. Abel Gance, Marcel L’Herbier, Sergei Eisenstein), Tanz (Jean Börlin), Musik (etwa Darius Milhaud, Arthur Honegger) und Dichtung (u.a. Blaise Cendrars, Wladimir Majakowski) zu knüpfen. Befeuert durch die Vitalität seiner Epoche, sucht Léger mit seinem Werk, den vorgegebenen Rahmen zu verlassen, um Kinoleinwand, Bühne und die Mauern der Stadt zu erobern.



Sein disziplinenu¨bergreifender Ansatz gilt dabei nicht nur der Suche nach einer neuen Formensprache, sondern ist auch Ausdruck eines politischen Engagements, eines Strebens, Kunst und Alltag zu verbinden und so möglichst viele Menschen zu erreichen.
Kubismus





Wilhelm Leibl

Das ungleiche Paar


Älterer Bauer und junges Mädchen, 1876/77

Die schöne Junge und der hässliche Alte. Seine Nähe erträgt sie anstandslos, aber ihre Haltung verrät Unbehagen: Bei noch größerer Annäherung wird das Glas überschwappen - die Gelegenheit, sich aus seiner Umklammerung zu lösen. Mit dieser Wirtshausszene schreibt sich Leibl in die Bildtradition des "ungleichen Paares" ein. Aber keine moralisierende Absicht steht dahinter. Sein Interesse gilt der Gestaltung von Atmosphäre und dem Spiel mit unterschiedlichen Texturen: vom rosigen Teint des Mädchens im Gegensatz zur gegerbten, runzligen Haut des Greises über die Stoffe des Trachtenmieders bis hin zu den spiegelnden Oberflächen der Gefäße.







Leonardo da Vinci

Mona Lisa
1503/06

Wie jedes berühmte Gemälde geheimnisumwittert. Entschulüsselungsversuche zuhauf. Analysen in allen Sprachen füllen Bibliotheken.
Bob Dylan bezeichnet sie als „das berühmteste Stück Pappelholz der Welt“.
Das geheimnisvolle Lächeln der Mona Lisa irritiert viele Menschen. Während einige Untersuchungen auf eine Fazialislähmung als mögliche Ursache hinweisen, stellt ein anderer Forscher fest, dass manche Menschen zuweilen ähnlich lächeln, wenn sie ihre Schneidezähne verloren haben.
„Die Gestalt, die hier so seltsam neben den Wassern auftaucht, drückt die Erfüllung eines tausendjährigen Begehrens des Mannes aus. Es ist eine Schönheit, in welche die Seele mit all ihrem kranken Sinnenleide hineingeflossen ist! Gleich dem Vampyr hat sie schon viele Male sterben müssen und kennt die Geheimnisse des Grabes; sie tauchte hinunter in die See und trägt der Tiefe verfallenen Tag in ihrem Gemüt.“ (Walter Pater)
2006 finden Kunstwissenschaftler einen weiteren möglichen Grund für das Lächeln der Mona Lisa: Sie durchleuchten mit Hilfe spezieller Techniken die Farbschichten. Ergebnis: Mona Lisas Kleid ist von einem dünnen, transparenten Schleier umhüllt, der mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. Diese Art von Schleier sei typisch für jene Frauen, die im frühen 16. Jahrhundert in Italien schwanger waren oder gerade ein Kind zur Welt gebracht hatten.

Medizinalprofessor Jan Dequeker (Hobby: auf Gemälden nach Anzeichen von Krankheiten forschen!) diagnostiziert den gelben Fleck im linken Augenwinkel als Xanthelasma, eine Anhäufung von Cholesterin unter der Haut, sowie eine Schwellung der rechten Hand als subkutanes Lipom und diagnostiziert Hyperlipidämie. Hyperlipidämie ist erblich. Die sonstigen Familienmitglieder der Mona Lisa lebten aber deutlich länger als sie, deshalb gehen andere Quellen davon aus, dass anstelle von Hyperlipidämie eher Hypercholesterinämie in Frage komme.
Mona Lisa, weltberühmtes Ölgemälde von Leonardo da Vinci aus der Hochphase der italienischen Renaissance Anfang des 16. Jahrhunderts. Das auf Italienisch als "La Gioconda (‚die Heitere‘)" ist vermutlich nach der Florentinerin Lisa del Giocondo benannt. Der bei uns gebräuchliche Titel 'Mona Lisa' beruht auf einem Rechtschreibfehler, denn Mona leitet sich von der italienischen Kurzform Monna (für Madonna ‚Frau‘) ab, und ist demnach also kein Vorname, sondern der Titel, mit dem man Lisa als Ehefrau (madonna) von Francesco del Giocondo anredete.

3 Jahre malt Leonardo da Vinci an der Mona Lisa.
Am 22. August 1911 breitet sich klähmendes Entsetzen unter der Belegschaft des Pariser Louvre aus. Im Salon Carré des renommierten Kunstmuseums findet sich lediglich ein leeres Rechteck - wo sonst Mona Lisa hängt. Obwohl man einen Kriminalpolizisten zum neuen Louvre-Direktor ernennt, es bleibt zunächst rätselhaft, wie das 77x53 cm große Bildnis einfach verschwinden konnte. Am Vortag, einem Montag, ist das Gebäude wegen Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten für den Publikumsverkehr geschlossen.
Während dieser Zeit hängt man zahlreiche Bilder um. Als man den 35 kg schweren Holzrahmen in einem Winkel des Louvre entdeckt, ist es klar: Der Dieb (links) löste die Gemäldetafel heraus und schmuggelt sie irgendwie aus dem Haus. Vom Täter fehlt für die nächsten 2 Jahre jede Spur.
Mona Lisa wird früh mit Giuliano de Medici verlobt, dem jüngsten Sohn Lorenzos des Prächtigen. Die Familie Medici beherrscht damals das gesamte Territorium um Florenz. 1494 bricht ein religiöser Aufstand los, die Aufständischen vertreiben die Medici aus der Stadt. Giuliano flieht nach Frankreich, die arme Lisa bleibt allein und geschwängert in Florenz zurück. 1495 nimmt sich ihrer der wesentlich ältere aber sehr wohlhabende Kaufmann Francesco del Giocondo an und heiratete sie.
1503 bestellt er bei dem berühmten Universalgenie Leonardo da Vinci ein Porträt seiner Ehefrau. 3 Jahre müht sich Leonardo, ohnehin kein schneller Arbeiter, mit dem Gemälde ab, um es dann schließlich zu behalten und 1517 in sein französisches Exil mitzunehmen.
Im 19. Jahrhundert bricht ein regelrechter Kult um das Bild aus, keiner will glauben, dass die Dame mit dem seltsam verschleierten Blick nur eine langweilige Kaufmannsfrau ist. Diskussionen über Diskussionen. Die meistdiskutierte These: Das Bild ist ein verkapptes Selbstporträt Leonardos, der seiner Nachwelt ein weiteres Rätsel aufgeben wollte. Als Beweis dient eine Computeranalyse zwischen dem einzig authentischen Selbstbildnis da Vincis, einer Zeichnung, und der Mona Lisa.

Freilich hat Ersteres den entscheidenden Mangel, dass es den Künstler als faltenzersägten Greis jenseits der 60 zeigt, während die Gioconda allenfalls 25 bis 30 Jahre zählt. Das macht jedweden Gesichtvergleich höchst spekulativ. Ein weiteres (zutreffendes) Argument lautet, es gäbe keinerlei Vorentwürfe oder Skizzen zu diesem Bild, obwohl Leonardo normalerweise von seinen Modellen etliche Federzeichnungen anfertigte. Natürlich nicht, denn er brauchte ja nur in den Spiegel zu schauen, um an dem Gemälde weiterzuarbeiten.

Eine neue Theorie: Der geflochtene Einsatz am Dekolleté heißt auf Italienisch vinco - augefälllíge Parallelen zu da Vinci - aber: leider tragen diesen vinco mehrere porträtierte Damen ...
Die skurrilste Interpreatation liefern unlängst Archäologen der britischen (ist angeboren!) Universität Bradford. Laut ihrer Analyse geht die rätselhafte Mundpartie der Gioconda auf ein zahnmedizinisches Problem zurück. Leonardo habe lediglich das schadhafte Gebiss hinter dem verkniffenen Lächeln kaschieren wollen.
Das eigentliche Geheimnis besteht wohl in einer völlig neuen Maltechnik: Leonardo erfand das Sfumato (italienisch = dunstig, neblig), was einen fließenden, kaum wahrnehmbaren Übergang zwischen verschiedenfarbigen Flächen kennzeichnet. Dadurch verschmelzen die Schatten, was den Konturen eine teilweise Verschwommenheit gibt, so auch dem Gesichtsausdruck. Ein leichter Dunstschleier überweht das kaum gedeutete Lächeln und die Schatten über den Mundwinkeln der ehrbaren Kaufmannsfrau.
1961 besuchen US-Präsident John F. Kennedy und seine Gattin Jacqueline Charles de Gaulle, um die amerikanisch-französischen Beziehungen zu verbessern. Jacqueline Kennedys fließendes Französisch und ihre Kenntnisse der französischen Kultur nahmen de Gaulle so für sich ein, dass er dem Vorschlag zustimmt, Mona Lisa in den USA auszustellen. Die Kuratoren des Louvre sind entsetzt. An Bord des Luxusliners SS France wird das Gemälde in eine eigens vorbereitete Kabine der ersten Klasse gebracht und in einer unsinkbaren Kiste verstaut.
Aus den Memoiren des Museumsdirektors: Im Gemäldelager des Museums löste jemand versehentlich die Sprinkleranlage aus und einige Stunden lang strömte Wasser über das Bild...

Die Polizei verhört Hunderte Beschäftigte des Museums, überzeugt, dass der Diebstahl nur mit Fachwissen möglich gewesen ist. Die Befragung der Beschäftigten im Louvre verläuft enttäuschend. Die Polizei spekuliert auf eine Bande, die im Auftrag eines reichen Kunstsammlers arbeitet. Nachdem die Ermittler anfangs noch von einem schnellen Fahndungserfolg ausgehen, geraten die Untersuchungen nach einer Woche an einen toten Punkt. Am 30. August erscheint jedoch im Paris Journal ein Artikel, der Bewegung in die Ermittlungen bringt. Ein junger Mann hat der Zeitung eine kleine vorchristliche iberische Statue zugespielt, die er aus dem Louvre gestohlen hatte.
Der Mann nennt sich Baron d’Ormesan und prahlt, wie einfach es gewesen sei, sich im Museum zu bedienen. Noch weitere Statuen habe er entwendet, berichtet die Zeitung weiter. Zwei davon verkaufte er an einen Pariser Maler. Der Baron prophezeit, dass sein „Diebeskollege“ auch bald die Mona Lisa zurückbringen würde. Für die Pariser Polizei ist klar, dass der Aufschneider Mitglied der gesuchten Diebesbande ist. Identifiziert man, wer hinter dem Baron steckt, würde man über kurz oder lang auch die Mona Lisa wiederfinden.

Die Geschichte im Paris Journal sorgt unterdessen bei zweien der schillerndsten Pariser Künstler für Panik: Pablo Picasso und Guillaume Apollinaire. Maler der eine, Dichter der andere, mischen sie seit einiger Zeit die Pariser Kunstszene auf. Beide wissen, dass hinter dem Baron d’Ormesan der Belgier Géry Pieret steckt, ein Taugenichts und Abenteurer, der oft in Apollinaires Wohnung übernachtet hat. Seinen Namen hat er sich aus einem Erzählband Apollinaires gestohlen. Es wird nur eine Frage von Tagen sein, bis die Polizei dahinterkommt. Und das ist ein Problem, denn in Picassos Wandschrank liegen zwei kleine Statuen aus dem Louvre. Er ist der Maler, der in dem Artikel als Käufer des Diebesgutes genannt wird. Gegen die Zusicherung von Anonymität bringt Picasso die Skulpturen schließlich in die Redaktion des Paris Journals. Am 6. September berichtet die Zeitung darüber.
Inzwischen hat die Polizei herausgefunden, dass Apollinaire mit dem Dieb der Statuen bekannt ist. Am 7. September wird er verhaftet. In den Verhören gibt er zu, Géry Pieret zu kennen, bestreitet aber, den Diebstahl der Statuen in Auftrag gegeben oder gar etwas mit dem Verschwinden der Mona Lisa zu tun zu haben. Im Bestreben, sich zu entlasten, zieht er seinen Freund Picasso mit in die Sache hinein.
Am 9. September wird auch der von der Polizei abgeholt. Vor Angst zittert Picasso so sehr, dass ihm seine Geliebte und Muse Fernande das Hemd knöpfen muss. Picasso und Apollinaire werden vor Gericht gegenübergestellt. Picasso und Apollinaire vor Gericht, das ist ein Ereignis. Zumal sie jammern und um Gnade flehen. Picasso behauptet zunächst sogar, Apollinaire nicht zu kennen. Später beschuldigen sie sich gegenseitig, in den Diebstahl der Statuen verwickelt zu sein. Doch es sind nicht nur diese Statuen, um die es dem Gericht geht. In ihrer radikalen Hinwendung zur Moderne haben sich beide oft verächtlich über die Alten Meister geäußert. Apollinaire unterzeichnete sogar einen Aufruf, den Louvre niederzubrennen.
Doch bei allem Verdacht, den beide auf sich gelenkt haben, darf Picasso schließlich unter der Auflage, Paris nicht zu verlassen, nach Hause. Ein paar Tage später wird auch Apollinaire aus der Haft entlassen. Die Aufregung um den Diebstahl legt sich, die Mona Lisa gerät langsam in Vergessenheit. Als bereits niemand mehr mit ihrem Auftauchen rechnet, löst sich der Fall schließlich ohne Zutun der Polizei. Im Dezember 1913 bietet der Italiener Vincenzo Peruggia Leonardos Bild einem Kunsthändler in Florenz zum Kauf an. Peruggia wird verhaftet und gesteht den Diebstahl. Er hatte das Bild in seiner Wohnung in Paris aufbewahrt, nur wenige hundert Meter vom Louvre entfernt, in dem er als Glaser arbeitet. Zusammen mit zwei Komplizen ließ er sich sonntags im Museum einschließen und verließ am folgenden Ruhetag in Handwerkerkleidung das Museum - die Mona Lisa unter dem Arm.
Nach den Motiven gefragt, sagt Peruggia, er wollte die Mona Lisa stehlen, damit sie wieder in ihre Heimat Italien zurückkommt.
Die Freundschaft von Pablo Picasso und Guillaume Apollinaire bricht nach den Ereignissen des Septembers 1911 auseinander. Beide entfremden sich. Picasso äußert sich in einem Zeitungsinterview 1959 noch einmal zum Diebstahl. Vor allem, dass er seinen Freund vor Gericht verleugnete, bedauert er: „Ich schäme mich heute noch.“









Herbert Lespinasse



Le lac
1955

Fertigt mehrere hundert Holzstiche an. Beeinflusst vom Surrealismus 1923 und 1935 Holzalben veröffentlicht, geprägt von bretonischen oder mediterranen Meereslandschaften, dem Unterwasserleben in New York, das von einem fantastischen Edgar Allan Poe heimgesucht wird. Die Kritiker seiner Zeit begrüßen seine Technik mit Begeisterung.



Nach vielen Schwierigkeiten beginnt er wieder 1947 mit der Herstellung von Stichen.





Charles Levier



Jeune fille aux fleurs


Leviers Bilder, des sehr erfolgreichen französischen Malers, finden sich in der ganzen Welt in zahllosen privaten und öffentlichen Sammlungen







Isaak Lewitan

Herbsttag in Sokolniki
1879

1879 kauft Pavel Tretyakov, Gründer der Tretyakov Gallery, das Bild, das trotz seiner frühen Arbeit unverkennbar levitanisch ist. In diesem leicht traurigen Gemälde schlendert eine Frau einen langen, gewundenen Weg entlang, von goldfarbenen Bäumen flankiert. Das einzig ungewöhnliche Element ist die Tatsache, dass sich eine Person darin befindet. Tretjakows Einfluss reicht nicht aus, um Lewitan und seine Familie davor zu bewahren, als Juden aus der Stadt vertrieben zu werden - ein Beispiel für den Antisemitismus, dem Lewitan immer begegnet und den er in der „Außenseitigkeit“ seiner Landschaften kundtut.
Die jenseitige Natur in Lewitans Gemälden kommt überall zum Vorschein.



Die "Mondnacht" könnte Bühne für einen Horrorfilm sein.



"Kurz bevor die Nacht hereinbricht": Eine Kirche, in der Ferne kurz vor Sonnenuntergang über einem Feld, eine Straße schlängelt sich auf der linken Seite der Leinwand. Die Szene fühlt sich auffallend leer an. Beten alle, während wir draußen bleiben? Kirchen erscheinen in vielen seiner Gemälde, zeigen die Schönheit Russlands, aber der Künstler entfernt sich von ihnen.
Lewitans Landschaften bilden ein nostalgisches Russland ab, nach dem die Menschen sich sehnen, das aber letztendlich unerreichbar ist. Seine Bilder mit den malerischen Holzkirchen und schimmernden Flüssen scheinen nur äußerst realistisch zu sein.







Roy Lichtenstein



As I opened Fire
, 1964

1960 lernt Roy an der Rutgers University in New Jersey Allan Kaprow kennen, der ihn mit Robert Watts, Claes Oldenburg u.a., bekannt macht. Kaprow verband in seiner Kunst Happenings und Installationen mit Alltagsgegenständen. Diese Einstellung teilte er mit seinem Lehrer, dem Musiker John Cage, der auch als Mentor der beiden Extremkünstler Robert Rauschenberg und Jasper Johns galt. Deren extremer Umgang mit der Kunst stellte für Lichtenstein die Grundlage für seine provokativen Comicbilder dar. Lichtenstein experimentiert erst mit Kaugummibildern, 1961 bricht er mit allen restlichen Traditionen der bisherigen Malerei, indem er die Imitation der industriellen Drucktechnik und vor allem die aus den Comics bekannte Sprechblase in seinen Bildern verwendet.
Sein Stil wird auch zugleich der industrielle Stil des gedruckten Comics. Lichtenstein legt seine Bilder dem New Yorker Galeristen Leo Castelli vor, der sie sofort akzeptiert. Einige Wochen später taucht in der Galerie Andy Warhol mit Comicbildern auf, diese lehnte Castelli ab. Als Warhol die Bilder Lichtensteins sieht, wendet er sich von den Comics ab, da er diese Nische als besetzt erkannte. (Stattdessen verlegt er sich auf die Darstellung von Quantitäten und Wiederholungen, mit denen er dann weltbekannt wird).







Max Liebermann



Gartenlokal an der Havel - Nikolskoe
1916

Das Bürgertum in der Sommerfrische. Sehen und gesehen werden. Max Liebermann liebt das Sujet des Gartens, aber auch das des bevölkerten Parks oder des sonnenbeschienenen Cafés. Zur farbenprächtig erblühten Natur gehört für ihn auch der diese Natur glücklich genießende Mensch hinzu. Max Liebermann reift zu einem Realisten heran. Während der 1890er Jahre wendet er sich der helleren und lockeren Malweise der Impressionisten zu. Berühmt wird er für die „Sonnenflecken“, d.h. die Beobachtung des Sonnenlichts, das durch Lauben oder Bäume auf den Weg fällt und dabei Lichteffekte hinterlässt. Heute gehört Liebermann neben Max Slevogt und Lovis Corinth zum Dreigestirn des deutschen Impressionismus.



Der Papageienmann
eines von Liebermanns berühmtesten Bildern, ist weniger eine Tierstudie als ein Bild mit Lichtstimmung und Farbe. Im Hintergrund flaniert die Freizeitgesellschaft, während der titelgebende Papageienmann sich um seine drei farbenprächtigen Aras kümmert. Im Gegensatz zu den französischen Impressionisten löst Liebermann die Motive nicht in einzelne Farbtupfen auf, auch malt er nicht en plein air Stimmungsbilder, sondern sucht in Studien die aussagekräftigste Komposition.







Gustave Loiseau



Vieux arbres au bord de la Seine
1905

Gustave Loiseau ist für seine farbstarken Bilder aus der Bretagne beliebt. In der mittleren Schaffensphase faszinieren ihn insbesondere die Landschaften von Seine und Oise, charakteristisch durch die singuläre Strichtechnik, genannt "touche croisée" oder "en treillis".
Das Naturtalent Loiseau lernt - außer einer kurzen Passage an der École des arts décoratifs und sechs Monate bei Fernand Just Quignon - nur bei seinen eigenen Malübungen und durch den Umgang mit bekannten Malern der Zeit. Seine Bilder leben von atmosphärischen Darstellungen von Regen, Frost, Nebel, Morgennebel und den Wolken, die die Sonnenstrahlen filtern: Einer der aufrichtigsten Interpreten der französischen Landschaft.







Claude Lorrain



Ascanius erlegt den Hirsch der Silvia
1682

Wer immer sich in den europäischen Malerei-Museen in die Säle mit der Kunst des 17. Jahrhunderts verirrt, wird an den Werken dreier um 1600 geborenen Großmaler kaum vorbeikommen: Claude Lorrain genau 1600; Nicolaus Poussin ein bisschen früher, 1594; Rembrandt van Rijn ein bisschen später, 1606. Allein dieser Zufall von Großnamenshäufungen um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert zeigt, welche künstlerische Wende der großen historischen Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert vorausgeht, wenn es dann Zusammenhänge zwischen Wenden in der Kunst und denen in der Gesellschaft gibt.



Claude Lorrain ist kein vergessener Maler. Im achtzehnten Jahrhundert pflegten höfische Gesellschaften mit speziellen Claude-Spiegeln auf die Landschaften ihrer Parks zu blicken, damit das Lorrain-Gefühl sich einstelle, dieses Hinüberwechseln ins Klassische. Das gilt noch einmal und besonders für die Hafen- und Seestücke. Sonnenüberstrahlte Häfen erwecken das Inbild von Ausfahrt oder Heimkunft. Die Betrachter können nur an der Richtung, in der die auf Topp gesetzten Wimpel flattern, erkennen, ob es sich um eine Morgen- oder Abendszene handelt, ob Seewind oder Landwind herrscht. Auch klassizistische Idealität und Offenheit verlangen nach kundigem Blick, um zu verstehen, ob das Abenteuer vorbei ist oder noch bevorsteht.



Hafen mit der Villa Medici (1639)



Hafen mit der Einschiffung der Königin von Saba (1648)

Wohl gilt dies auch für Lorrains Spätwerk „Landschaft mit Ascanius, den Hirsch der Silvia erlegend“ aus dem Jahre 1682: Der Sohn des Aeneas erlegt dort einen der gezähmten Hirsche der Silvia, indem er – wenig waidgerecht – über ein Flusstal hinwegschießt. Auch hier wieder der Kontrast: düstere, bedrohliche Wolken über dem Ort des Frevels, helles Licht über dem Ort des Täters.
Mit solchen Bildern, mit der Darstellung von etwas Unbestimmbarem vor Augen, könnte der Wunsch auftreten, dies zur Heimat haben zu wollen. Auch wenn allen Betrachtern nur zu bewusst sein dürfte, dass eine solche Sphäre sich stets entziehen wird.







Markus Lüpertz



Hades
2014

Der deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer, zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart. Seine Bildgegenstände zeichnen sich durch suggestive Kraft und archaische Monumentalität aus. Lüpertz dringt darauf, den Darstellungsgegenstand mit einer archetypischen Aussage seines Daseins festzuhalten. Viele seiner Werke werden dem Neoexpressionismus zugeschrieben.
Während eines Studienaufenthalts im Kloster Maria Laach beschäftigt er sich unter anderem mit einem Kreuzigungsbild und verbringt eine „fanatisch religiöse Zeit“. Von 1988 bis 2009 ist er Rektor an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf. In der Öffentlichkeit zeigt er sich als exzentrischer Maler, der seinen eigenen Geniekult betreibt. Die Presse stilisiert ihn zum modernen Malerfürsten.







Shev Lunatic



Scarlett
Graffiti auf Holz 2016

Eine Welt zwischen Pflichtbewusstsein und Passion: Aufgehender Stern in der Streetart-Szene
Während ihres Studiums am Institute of Design in Düsseldorf entwickelt sie ihren abstrakten und detaillierten Stil. Und für sie war immer klar, dass ihr Weg der Kreativität folgen wird. Der Durst nach Entfaltung ihrer Kreativität und die Begegnung mit einem Galeristen aus Monaco treibt Shev Lunatic an.
Kunst als Rebellion für die Freiheit des Ausdrucks



Shev Lunatic arbeitet mit kräftigen Farben, ohne dabei die Ernsthaftigkeit ihres Ausdrucks zu verlieren. Sie erschafft ihre für sie typischen farbenfrohen Streetart Werke auf Festivals und Veranstaltungen. Sie verbindet abstrakte Formen und erschafft mit Spray- und Acrylfarbe Bilder zwischen Realismus und Surrealismus. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich immer auf die Augen ihrer Porträts, um den vom Zitat inspirierten surrealistischen und psychedelischen Geist zu intensivieren: "Augen sind die Fenster unserer Seele. Meine große Leidenschaft ist es, meine innere Welt mit meiner Kunst auszudrücken."



Website Shev Lunatic