Start


(mit Vollbild F11 am schönsten!)





Eyvind Earle

Alter Wald
2006

Der US-amerikanische Maler, Autor und Illustrator, bekannt mit seiner Arbeit für Walt Disney, hält seine frühen Werke im realistischen Stil. "Peter Pan", "Susi und Strolch" und "Dornröschen": künstlerische Höhepunkte des Animationsfilms im 20. Jahrhundert. In monatelanger Arbeit entstehen große, äußerst detailreiche und in der Landschaftsgestaltung auf weitläufige Fernsicht angelegte Szenenbilder, mit denen Disney sein Ideal der lebendigen Illustration verwirklicht.
Ab 1966 widmet Earle sich wieder der Malerei.







Albert Edelfelt



Ett barns likfärd" (Leichenfahrt eines Kindes)
Öl auf Leinen 1879

Der finnlandschwedische Maler und Graphiker Albert Gustaf Aristides Edelfelt, geboren 1854, studiert Malerei in Antwerpen und Paris, 1880 Auszeichnung für "Ett barns likfärd". 1895 Vorsitzender der finnischen Künstlervereinigung.



Edelfelt malt vor allem Szenen aus dem finnischen Volksleben und illustriert Bücher.







Rainer Ehrt



Blindenzug Schwarzgelb
2011

Pieter Brueghel lieferte das Vorbild für diese schwarzgelbe Blindentruppe; Minister Guttenberg stürzt gerade seinem Vorfgänger nach...
Rainer Ehrt (links Selbstbildnis 2016)
Er folgt mit seinen Werken, welche die realen Umstände unserer Gesellschaft repräsentieren, der künstlerischen Traditionslinie kritischer Realisten wie Otto Dix, Käthe Kollwitz oder Conrad Beckmann, welche wiederum ihre Wurzeln in der Renaissance hat.
1993 gründet Rainer Ehrt die Künstlerbuch-Edition "Edition Ehrt", wo originalgrafische Künstlerbücher und Mappenwerke erscheinen. Ehrts Werke spiegeln Geschichte, Literatur und Mythologie wider und reflektieren auf ebenso sinnliche wie ironische Weise die großen und kleinen Dramen des Menschseins.
Rainer Ehrt publiziert auch Anthologien und Bücher.


Angela Immer bereit - ob als Jungpionier, als Agitator bei der Freien Deutschen Jugend oder als Bastion von freedom and democracy - Angie immer bereit!



Baron Münchhausen trifft Don Quixote, 2019

Webseite






James Ensor



Der Tod und die Masken

Das Trauma der feindseligen Herabsetzungen, die Ensor als Teilnehmer an Salonausstellungen in Brüssel erfärt, verfolgt ihn lange. "Ein Hagel von Verrissen stürzte auf mich ein; man beschimpft, beleidigt mich, ich bin verrückt, blöd, böse, schlecht, unfähig", klagt er noch 1920. "Einfacher Kohl wird zur Schande, meine stillen Interieurs und Bürgerlichen Salons werden zu Revolutionsherden."



Aus Verbitterung über die Ablehnung verwendet er eines seiner Bilder als Teppich in seinem Atelier und versucht sein Gesamtwerk zu verkaufen. Er findet nicht einen Interessenten. Als Visitenkarte benutzt er die Zeichnung eines Sarges, auf dem sein Name steht. 1887 stirbt sein Vater, einer der wenigen Befürworter seiner Kunst und ab diesem Zeitpunkt nehmen Masken und Skelette eine herausragende Rolle in seiner Bilderwelt ein. Er ergänzt sogar Bilder von 1880 um diese Sujets. Seine Skelette sind keine starren Knochenmänner sondern kämpfen, musizieren, fliegen durch die Lüfte und sind somit alles andere als tot.
Zunächst für kurze Zeit vom Impressionismus und William Turner beeinflusst.
Ensors Werk grob eingeteilt in die Phasen
- Frühzeit, überwiegend Karikaturen, Zeichnungen und Radierungen
- mittlere Phase: Hauptwerke (bekanntestes Gemälde, das Monumentalbild Einzug Christi in Brüssel (1888)
- das expressionistisch orientierte Spätwerk
Bereits ab 1883 stehen im Zentrum seines Schaffens phantastische Visionen mit Dämonen, Skeletten und vor allem immer wieder Masken, die ihn unter anderem in die Tradition von Hieronymus Bosch rücken. Ensor gilt als wichtigster Vertreter des belgischen Symbolismus. Die Kunsthalle Mannheim widmet ihm 2021 ein Sonderausstellung.







Francis de Erdely



Woman & Tree/Harlequin

Der Künstler, gründlich in der Technik der traditionellen Mal-Zeichnungskunst, Komposition und Farbharmonie geschult.
"Die Geburt einer Idee ist nur der Beginn einer langen Zeit intensiver Suche nach all ihren Aspekten. Wenn sie den Test der Zeit und verschiedene Analysen unter dem Gesichtspunkt von Raum und Konstruktion überlebt, bin ich bereit.
Mein erster Schritt ist eine Zeichnung in Schwarzweiß, die am besten als 'Notizen zur Vision' beschrieben werden kann und die nur vom professionellen Maler entziffert werden kann. Wenn es sich um Figuren handelt, bereite ich drei oder vier Kompositionsskizzen vor. Wann immer möglich, bevorzuge ich es, keine professionellen Modelle zu verwenden, da ich feststellte, dass sie nach einer Reihe von Studio-, Werbe- oder Illustrationsposen oft die Einfachheit gewöhnlicher menschlicher Bewegungen verlieren. Es ist schwierig, mit einem unerfahrenen Modell zu arbeiten, die mit Schüchternheit und Unfähigkeit, die Situation zu verstehen, dazu neigen, den Maler zu hemmen.
Mein erster Schritt bei der Konstruktion des Gemäldes ist die geometrische Unterteilung der Leinwand. An diesem Punkt erfordern die ursprünglichen Studien häufig Änderungen der endgültigen Komposition, etwa deswegen, weil sich die Haltung eines Modells als zu starr erwiesen hat. Die Kohlelinien werden dann von der Leinwand abgerieben. Da die Leinwand zuvor mit Öl behandelt wurde, sind die Skizzen der Figuren noch sichtbar. In diesem und jedem anderen Stadium muss die Leinwand sauber sein, eine persönliche Regel, von der ich nie eine Ausnahme mache. Mit einem sehr feinen Pinsel übermale ich die schwachen Kohlelinien mit gebrannter Umbra."

De Erdelys technische Fähigkeiten, Pinselführung und Komposition basieren auf dem europäischen Klassizismus. Die Politik beginnt seine Arbeit zu informieren, als der Faschismus in Europa an Boden gewinnt. Als sich De Erdelys Karriere entwickelt, konzentriert er sich weniger auf die Historienmalerei und die Themen der klassischen Antike. Themen rund um Krieg, Leiden und menschliche Stärke werden präsent.





Max Ernst



Natur im Morgenlicht
1936

Eine erotisch aufgeladene Verfolgungsszene: Von links kommend, bahnt sich ein anthropomorphes Vogelwesen seinen Weg durch ein dschungelartiges Dickicht. Sein Ziel ist die am rechten Bildrand kauernde, nackte Frauengestalt. Das Werk thematisiert die Kunst selbst - die erotische Inspiration des Schaffensprozesses und das Eintauchen in eine andere Sphäre. Der Wald steht bei Max Ernst nicht nur für die Welt an sich, die Natur und ihre Schattenseiten, sondern auch für ihre ästhetische Verwandlung und Neuschöpfung. Die Phantomfigur des Vogels ist als Alter Ego der Stellvertreter des Künstlers.
1922 entsteht der Surrealismus in Paris, seine Initiatoren sind Dadisten. Auch er feiert die Tugend des Irrationalen, aber er begnügt sich nicht damit, zu verneinen und zu zerstören. Angeregt durch Dichter, die Sigmund Freud gelesen haben, will diese Bewegung das Unbewusste ergründen und erhellen, was in der Tiefe der menschlichen Seele verborgen liegt.
Auf surrealistischen Gemälden sind die Einzelheiten realistisch, der Raum illusionistisch, die Zusammenstellung der Dinge jedoch traumhaft. Fraglos hat Max Ernst das vielschichtigste und umfassendste Ouvert des Surrealismus geschaffen. Er ist weniger aggressiv als Dali, aber seine Arbeiten entspringen ganz offensichtlich einer zwingender Notwendigkeit, und seine Naturmythologie entstand aus ganz persönlichen Erfahrungen.



1926 "Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen" stößt auf scharfe Kritik der Kirche.







Maurits Cornelis Escher

Die Perle der Weisheit


Der niederländische Künstler und Grafiker ist bekannt vor allem durch seine Darstellung unmöglicher Figuren. 1919 Architekturstudium in Haarlem, das er nach einer Woche abbricht. Ab 1921 bereist er mehrfach Italien, meist zu Fuß oder auf dem Esel, sowie Spanien, wo er sich mit arabischer Ornamentik (Alhambra) auseinandersetzt. 1924 Heirat mit der Schweizerin Jetta Umiker, das Paar lässt sich in der Nähe von Rom nieder, 2 Söhne 1926 und 1928.
Bis 1937 überwiegend mediterrane Landschaftsbilder, vor allem in den USA erregt Escher Aufmerksamkeit.
Auf einem Frachtschiff bereist Escher die Adria, Sizilien und die Riviera. Nach einem zweiten Besuch der Alhambra 1936 verändert sich Eschers Thematik, die Periode der Metamorphosen beginnt. 1937 Umzug in die Nähe von Brüssel.
Nach Kriegsende wendet er sich erstärkt perspektivischen Bildern zu.



Escher schafft vor allem grafische Arbeiten und bringt es in den Techniken des Holzschnitts, des Holzstichs und der Lithografie zur technischen Perfektion. Durch seine vielen Reisen verbindet Escher eine besondere Liebe mit dem Meer und der Schifffahrt.
Seine bekanntesten Werke, die Escher nahezu den Status eines Popstars einbringen, beschäftigen sich mit der Darstellung perspektivischer Unmöglichkeiten, optischer Täuschungen und multistabiler Wahrnehmungsphänomene. Man sieht Objekte oder Gebäude, die auf den ersten Blick natürlich zu sein scheinen, auf den zweiten aber vollkommen widersprüchlich sind („unmögliche Figuren“).

Die von Lionel Penrose entworfene unendliche Penrose-Treppe bildete die Grundlage zu Eschers Bild Wasserfall. Es zeigt einen Wasserlauf, der sich von einem Wasserrad im Vordergrund im Zick-Zack vom Betrachter fortbewegt, jede Ecke Teil von insgesamt zwei Türmen auf Säulen. Schließlich läuft das Wasser als ein Wasserfall im Vordergrund nach unten und streicht über das Wasserrad vom Anfang und macht die Konstruktion scheinbar zu einem Perpetuum Mobile. Das Wasser läuft größtenteils bergauf, gleichzeitig scheinbar in immer weitere Ferne, obwohl die Ecken des Wasserlaufs trotzdem abwechselnd in einem der beiden Türme liegen.



Dodekaederstern - Skulptur nach einer Zeichnung von Escher vor der Universität Twente

Schon früh schätzen ihn Wissenschaftler und Mathematiker sehr, da seine sauberen, exakten Arbeiten sich auf eine intuitive und sinnliche Weise mathematischen Themen annähern und Problemstellungen der Wissenschaft illustrieren. Sie laden ihn nicht selten zu Mathematik-Vorlesungen ein, obwohl er von sich selbst sagt, er verstünde nichts von Mathematik. Er hält auch selbst stark frequentierte Vorlesungen über seine Arbeit in ganz Europa.
Besondere Aufmerksamkeit bekommt er mit dem Bestseller

Das Buch setzt das Werk des Mathematikers Kurt Gödel, die Illustrationen von Escher und die Musik von Johann Sebastian Bach in Beziehung zueinander.
Das Paradoxe und nicht selten Mystische seiner geheimnisvollen Bilder findet auch Anklang bei Esoterikern und der Popkultur des 20. Jahrhunderts. Seine Bilder werden als Poster gedruckt und als Plattencover verwendet.







Hermann Wilhelm Benjamin Eschke



Blick von Svolvaer nach Store Molla und Lille Molla
1887

Mit seinen Motiven gestaltet Eschke das Genre durch die glückliche Wahl der wiedergegebenen Stimmungen in bemerkenswertem Zusammenspiel zwischen Licht, Luft und Wasser.

Leuchtfeuer auf einer Klippe







Brigitte Espenhain

Hinter den Steinen wird Licht

Acryl auf Leinwand, 2001

Die ersten Werke der in Leipzig geborenen Künstlerin sind Metallätzungen, deren genaue Arbeitsweise Brigitte Espenhain bis heute noch nicht preisgeben mag. 1988 Flucht in den Westen flieht. Ansbach wird ihr zur neuen Heimat. Die dort gefundene Geborgenheit führt zu einem positiven Lebensumbruch. Es kommt zu einer schöpferischen Pause bis 1998. Wenn ihr auch die Entbehrung der Metallkunst schwerfällt, die hier zu betreiben mit unbezahlbaren Auflagen des Umweltschutzes verbunden wäre, so beeindruckt uns die Künstlerin mit ihren Acrylmalereien mit einer Emotionalität, der man sich nicht zu entziehen vermag.
Siehe auch Brigitte Espenhain