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Alles, was ich schreibe,
ist insofern immer persönlich,
als ich von meinem Wesen her Lyriker bin.
Und der Lyriker kann eigentlich gar nicht anders,
als über sich schreiben -
auch wenn er über etwas anderes schreibt.
Es kommt von innen.
Die Gedichte müssen mir passieren.
Das war schon so, als ich mit 14 angefangen habe,
zu schreiben.
Bei Prosa ist es anders.
Da nehme ich mir vor, was ich schreiben möchte.
Bei Gedichten oder Liedtexten
muss der erste Entwurf aus mir herausfließen.



Ich glaube, wir kommen nur zu uns selbst,
wenn wir im Leben bestimmte Leid-Erfahrungen machen.
Die Menschen,
die mal wirklich gelitten haben
und das auch eigenverantwortlich angenommen haben,
sind für mich immer die interessanteren Menschen.
Mit denen kann man besser reden,
die haben eine ganz andere Tiefe in dem,
was sie empfinden oder sagen.






Konstantin Wecker

geboren 1947 in München, also 70.
Was habe ich nicht alles dafür getan, eben nicht 70 Jahre alt zu werden?

Die wohl schillerndste Figur des deutschen Liedermachens, seine Biografie liest sich wie die eines Rockstars: Kokainsucht, Exzesse, Schulden, Haftstrafe, Anarcho-Attitüde.
Altersmilde Selbstreflexion, erzählt, wie er im bodenlangen Nerzmantel durch München läuft, weil er für einen Zuhälter gehalten werden wollte. Seine Songs radikaler mit jedem Jahr, Tanz zwischen Poetik und Politik.
Alt-Achtundsechziger, Antifaschist und Pazifist, singt für eine herrschaftsfreie Welt, schimpft gegen Aufrüstung und Militarismus und gegen Obergrenzen, trägt die tolerant bunte Holzkette um den Hals. Einer der letzten großen Protestliedmacher Deutschlands, Komponist, Schauspieler, Autor. Sensibler Berserker, Hochkultur und Halbwelt, Absturz und Belcanto – sein Leben voller Gegensätze und Widersprüche.

Wecker wächst auf im Stadtteil Lehel, lernt mit sechs Klavier, mit acht Geige und mit 14 Gitarre, schauspielert 1972 bis 1974 beim Krankenschwestern-Report und weiteren Sexfilmen. 1980 siedelt er mit Musikern und Freunden in die Toskana über. Im selben Jahr heiratet er die Schauspielerin Carline Seiser, Scheidung 1988.

Er spielt mit Wolfgang Dauner, Charlie Mariano, Johannes Faber, Frank Diez, Stephan Diez, Norbert Meyer, Wolfgang Haffner und Jo Barnikel, Colin Hodgkinson, Pete York, Hannes Wader. In den 1990er Jahren drogensüchtig – nach eigener Aussage konsumiert er täglich bis zu 7 Gramm Kokain, leidet an Wahnvorstellungen. 1995 verhaftet, jahrelange Gerichtsverhandlungen. 2000 zu 1 Jahr 8 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.
1996 heiratet der schwer drogenkranke Sänger die 27 Jahre jüngere Annik Berlin.




1997 Sohn Valentin, 1999 Sohn Tamino geboren.

Annik und Konstantin trennen sich 2013. Sie war sein Fan, er ein alternder Star in der Krise.
Die studierte Kommunikationswissenschaftlerin bekennt sich in dessen wohl größter Lebenskrise zu ihrem späteren Mann: Der Sänger ist schwer crack- und kokainabhängig, hoch verschuldet.
Annik steht beruflich auf eigenen Beinen. Sie hat bereits mehrere sehr erfolgreiche Backbücher veröffentlicht und ist Betreiberin eines eigenen Cafés in München.
Beide seien, teilen sie mit, nach wie vor die besten Freunde.
2002 geben Konstantin Wecker, Hannes Wader und Reinhard Mey aus Anlass des 60. Geburtstages Waders ein Konzert in Bielefeld, wo auch Jo Barnikel als Pianist mitwirkt.
2004 komponiert Wecker das Hundertwasser-Musical und 2005 mit Christopher Franke das Musical Ludwig²

In den letzten Jahren tritt Wecker vermehrt solistisch oder mit Jo Barnikel als Begleiter auf.
2006 und 2007 musikalischer Leiter der Theateraufführungen Faust I und Faust II bei den Bad Hersfelder Festspielen, für die er die musikalische Begleitung komponiert. Jeweils zum Probenbeginn gibt Wecker in der Stiftsruine ein Konzert.
Zum Wintersemester 2007/8 Lehrauftrag an der Uni Würzburg. In seinem Workshop Songwriting unterrichtet er Komposition und Arrangement.
2010 Berufung zum Münchner Turmschreiber.
In vielen seiner Lieder setzt sich Wecker mit dem politischen Tagesgeschehen auseinander, macht seine linke, anarchistische und pazifistische Weltsicht deutlich.

"Ich habe mich immer schon, auch in der 68er Zeit, dem Anarcho-Lager zugehörig gefühlt, weil ich als junger Mann von Henry Miller schwer beeindruckt war. ... Wir müssen an unseren Utopien einer herrschaftsfreien und gewaltfreien Gesellschaft festhalten, sie zusammen mit anderen weiterentwickeln."
2003, kurz vor dem Zweiten Irakkrieg, reist Wecker mit anderen Künstlern in das Land Saddam Husseins, um in Bagdad bei einem vom irakischen Regime politisch instrumentalisierten Solidaritäts-Konzert aufzutreten. Wecker: "Das ist ein Preis, den man bezahlen muss. Ich weiß nicht, was die irakische Presse publizistisch aus unserem Besuch macht, das ist mir auch egal. Inoffiziell heißt die zentrale Zeitung das ‚Desinformationsblatt‘. Das wissen auch alle und verstehen es, zwischen den Zeilen zu lesen. Und was kann die irakische Regierung schon damit anfangen, wenn sie Konstantin Wecker vereinnahmen will?"

Wecker als SS-Standartenführer im Film «Wunderkinder»

Mit dem Motto Nazis raus aus dieser Stadt tourt Wecker zusammen mit den Liedermachern Strom & Wasser 2006 durch Ostdeutschland. Für Diskussionen sorgen die Absagen der Konzerte in Hoyerswerda und in Halberstadt. Das Konzert in einem Halberstädter Gymnasium verbietet der Landrat auf Druck von NPD-Politikern und der Ankündigung von Störaktionen. Begründung: Man wolle nicht riskieren, dass die NPD sich das Recht einklagt, ebenfalls in der Schule Veranstaltungen abhalten zu können.
Es gibt schließlich doch ein Freilichtkonzert. Mit dabei sind Hannes Wader, Hans-Eckardt Wenzel, Strom & Wasser (Heinz Ratz) und der afghanische Perkussionist Hakim Ludin. Folge ist eine Debatte im Bundestag über den Rechtsextremismus in Deutschland.
Das Konzert in Hoyerswerda sagt Wecker aus Streit um das Motto des Auftrittes ab. Das vorgeschlagene Thema des Veranstalters Nazis raus aus den Köpfen missfiel Wecker, der bei Nazis raus aus dieser Stadt bleiben will.
2010 entsendet die sächsische Linksfraktion Wecker in die 14. Bundesversammlung zur Wahl des Bundespräsidenten - er sagt seine Teilnahme ab.
Einen Parteieintritt lehnt er ab: "Ich war schon immer der Meinung, dass die Chance des Künstlers darin besteht, bunt malen zu dürfen im Gegensatz zum Schwarz-Weiß der Politik. Für mich wäre eine Parteimitgliedschaft daher auch immer eine Einschränkung gewesen."

Der große Liedermacher steht in deutlichem Gegensatz zur nachgewachsenen Generation von Deutschpoeten, die positionslos durch Gefühlskitsch mäandern - ihre Texte klingen so, wie Weichspüler-Werbefilmchen aussehen. Auch poetisch stiehlt Wecker ihnen die Schau: Er schreibt keine Lieder, sondern brührende Gedichte, die er später vertont. Protest und Poesie...




Wer seine Werte selbst bestimmt
und wer sich auf sich selbst besinnt,
ist marktwirtschaftlich nicht mehr zu gebrauchen.

Das ist nicht gern gesehn zur Zeit.
Verdient wird an Beliebigkeit,
und schließlich muss der Schornstein immer rauchen.

Deshalb bleibt manches Lied gezielt
sich selbst umkreisend ungespielt.
Es könnte beim Verdrängen stören.


Ich habe als junger Mann die zartesten Liebesgedichte
und Liebeslieder geschrieben,
die vor allem die Frauen begeistert haben,
weil sie sich verstanden fühlten.
Mein Rollenspiel als Möchtegern-Macho allerdings war
ein krasser Gegensatz zu dem,
was ich in den Liedern offenbart hatte.
Trotzdem habe ich in meinen Gedichten nicht gelogen.
Gute Texte kann man nicht erlügen. Gelogen habe ich insofern,
als ich viel weicher war, als ich es nach außen zeigen wollte.



Hinweis:
Titel entsprechen nicht immer dem Original, meist der Verfügbarkeit auf youtube




1973 – Die sadopoetischen Gesänge des Konstantin Amadeus Wecker
Mein linker Arm
Der Lindenbaum
Der Spielmann
Die Tote
Wieder dort sein
Das Lied vom abgeschnittenen Glied
Sommer war's
Sie war ein Mittelmass
... dann pack ich meine Zähne aus
Die Irren
Meine Leiche
Der Lauscher hinterm Baum





1974 – Ich lebe immer am Strand
Die Bienen
Ich habe deinen Körper ausgebeutet
Spinnen (für Günther)
Die Ballade vom Dackel Waldi
Zwischenräume
Ich möchte etwas bleibend Böses machen...
Ich lebe immer am Strand (für Gottfried Benn)
Modell-Blues
Straßenbahnballade
Susi (für Susi)
Wenn ich Makler wär' (Neufassung 'Minister')
Dorthin mit dir





1975 – Ich singe weil ich ein Lied hab' – Live im Onkel Pö
Ich singe, weil ich ein Lied hab'
Ich lebe immer am Strand
Blau blüht der Enzian
Das Brechmittel
Modell-Blues
Der alte Kaiser
Wenn ich Makler wär'
Waidmannsheil
Ich sah dich weinen
Karolina komm
Wecker-Gedicht
Kinderstar
Straßenbahnballade





1976 – Weckerleuchten
Laufen Sie mal Amok
Liebeslied
Flieg oder stirb
Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
Du bist so hässlich
Ich hab zum Sterben kein Talent
Reisezeit
Der dumme Bub
Abgesang eines Gefangenen
Heut' schau'n die Madl wia Äpfel aus





1977 – Genug ist nicht genug
Genug ist nicht genug (Für Barbara)
Stur die Strasse lang
Was tat man den Mädchen
Willy
Der alte Kaiser
In diesen Nächten
(Es herrscht wieder) Frieden im Land
Ausklang





1978 – Eine ganze Menge Leben
Es ist schon in Ordnung
Wer nicht genießt, ist ungenießbar
Eine ganze Menge Leben
Ich liebe diese Hure (Für's Stutzerl)
Bleib nicht liegen
So möcht' ich nicht begraben sein
Totgeboren - aber nicht verloren
Hexeneinmaleins
Waidmanns Heil
Oamoi von vorn ofanga





1979 – live (in Hamburg)
Es ist schon in Ordnung
Eine Ganze Menge Leben
Wer nicht genießt, ist ungenießbar
Lösungslotterie
Was man sich merken muss
Waidmanns Heil
Brahmberg
Vaterland
Bleib nicht liegen
Das Stöhnen meines Mitmenschen im Klo nebenan
Frieden im Land
Lang mi ned o
Angst vorm Fliegen
Ich liebe diese Hure
Meine Frau wollte heute ausgehen
Lied vom Mannsein
Habemus Papam
Oamoi von vorn ofanga
Mensch gib acht
Haberfeldtreiben
Hexeneinmaleins
Weckerleuchten
Genug ist nicht genug
Oft
So möcht' ich nicht begraben sein





1981 – Liebesflug
Endlich wieder unten
Warum sie geht
Brich auf, Geliebte
Und ging davon
Der Schutzengel
Schafft Huren, Diebe, Ketzer her
Vater, laß mich raus
Manchmal weine ich sehr
Es sind nicht immer die Lauten stark
Liebesflug
Liebes Leben





1981 – Live in München
Oamoi von vorn ofanga
Endlich wieder unten
Und doch läßt etwas Kirschen blühen im April
Warum sie geht
Wenn man darüber rausschauen könnte
Genug ist nicht genug
Nächtens
Fragwürdig
Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
Der Schutzengel
Der dumme Bub
Statistisch erwiesen
Vater, laß mich raus
Tod eines Familienvaters
Manchmal weine ich sehr
Es sind nicht immer die Lauten stark
Wer nicht genießt, ist ungenießbar
Liebesflug
Schafft Huren, Diebe, Ketzer her
Vaterland
Weckerleuchten
Lang mi ned o
In diesen Nächten
Zwischenräume
Bleib nicht liegen
Vom Frieren
Der Lauscher hinterm Baum
Der alte Kaiser
Susi, Oh Susi
Du bist so hässlich
Heut' schau'n die Madl wia Äpfel aus
Liebes Leben
Zirkus
Verabschiedung





1982 – Das macht mir Mut
Das macht mir Mut
Du mußt dir alles geben
Wieder eine Nacht allein
D'Zigeiner san kumma
Ach du mein schauriges Vaterland
Sehr verehrter Herr Richter
Und das soll dann alles gewesen sein
Das Lied vom Mannsein
Das wird eine schöne Zeit
Vom Weinstock und den Reben





1982 – Wecker
Ballade vom Puff, das Freiheit heißt
Der dumme Bub 2
Du wolltest ein Stück Himmel
Ich möchte weiterhin verwundbar sein
Manche Nächte
Noch lädt die Erde ein
Nur dafür laßt uns leben
Revoluzzer
Und dann
Wenn unsre Brüder kommen





1983 – Im Namen des Wahnsinns Live '83
Im Namen des Wahnsinns
Text
Du mußt dir alles geben
Text
Revoluzzer
Text (live)
Du wolltest ein Stück Himmel
Wenn ich erst Minister bin
Frieden im Land
Ballade vom Puff, das Freiheit heißt (live)
Text (live)
Ich möchte weiterhin verwundbar sein
Noch lädt die Erde ein
Text (live)
Triviale Litanei
Ach du mein schauriges Vaterland
Text
Nur dafür laßt uns leben
Das macht mir Mut





1984 – Inwendig warm
Einen braucht der Mensch zum Treten
Anneliese
Morgen samma dod
Renn lieber, renn
Mei was is bloss aus mir wordn
Anna
Inwendig warm
So bleibt Vieles ungeschrieben
Fast ein Held?
Was passierte in den Jahren
Joe





1986 – Wieder dahoam
Wieder dahoam
Lass mi wieder falln
Oma
Weil du fort bist
Bayern Power
Der Baum
Fangt mi wirklich koaner auf
San koane Geign da





1986 – Jetzt eine Insel finden – Live
Der Sänger
Ich bin’s nicht
Der alte Kaiser
Lieber Gott
Was tat man den Mädchen
Eine ganze Menge Leben (Gedicht)
Über die Zärtlichkeit (Gedicht)
Liebeslied
Was passierte in den Jahren
Drei Gedichte: Als wir beim Falkner waren
Drei Gedichte: Immer wenn ich, berauscht
Drei Gedichte: Surfen und Skifahren
Renn lieber, renn
Fast ein Held
Jetzt eine Insel finden (Gedicht)
Wenn unsere Brüder kommen
Improvisationen über Casanova mit Klaus Kreuzeder





1987 – Live (in Wien und Graz)
Wieder dahoam
Am Dichtertisch/Franz hat sich gefunden
Trans Tanz
Der Baum singt
Grand Piano – Wolfgang Dauner
Der Baum
Image
Anna
Brahmberg
Vom Frieren
Vierzigjährige unter sich
Was passierte in den Jahren
Lang mi ned o
Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
Über die Zärtlichkeit
Oma
Randi
San Francisco Bay
Fangt mi wirklich koaner auf
Lass mi wieder falln
Inwendig warm
Zwischenräume
Weil du fort bist
San koane Geign da





1988 – Ganz schön Wecker
Der Fachmann
Niemand kann die Liebe binden
Der Herr Richter
Drunt' in der Au
Der Wald
Es weihnachtet sehr
Der Himmel brennt
Anna Blume
Die Weisse Rose
Zigeuner ohne Sippe





1989 – Stilles Glück, trautes Heim
Irgendwann
Opa
Fahr'n ma weida, fahr'n ma zua (Weekend Runner)
Stilles Glück, Trautes Heim
Sturmbannführer Meier
Alle haben recht
Vom Herzen
Feine Gesellschaft
Die schönen Leute
Wieder Sperrstund im Kaffee





1990 – Konstantin Wecker & die Band
Ouvertüre
Der alte Kaiser
A Revoluzzer
Ich lebe immer am Strand
Der Fachmann
Opa
Die schönen Leute
Die feine Gesellschaft
Stilles Glück, Trautes Heim
Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
Ballade vom Puff, das Freiheit heißt
Vom Herzen
Weekend Runner
Zwischentext
Der Herr Richter
Alle haben recht
Wieder Sperrstund im Kaffee
Irgendwann
Genug ist nicht genug
Der Wald
Inwendig warm
In diesen Nächten





1991 – Konstantin Wecker Classics
San koane Geign da
Genug ist nicht genug
Frieden im Land
Bleib nicht liegen
Ich liebe diese Hure
Hexeneinmaleins
Nur dafür laßt uns leben
Lento (Filmmusik)
Allegretto
Im Namen des Wahnsinns
Einen braucht der Mensch zum Treten
Endlich wieder unten
Liebesflug
Hans-Thema
Die Weisse Rose
Kir Royal
Wieder eine Nacht allein
Das wird eine schöne Zeit
D'Zigeiner san kumma
Und das soll dann alles gewesen sein
Schabernack
Kyrie
Der Herr Richter
Vom Herzen
Stilles Glück, trautes Heim
Prost Deutschland
Das macht mir Mut
Wieder Sperrstund im Kaffee





1993 – Uferlos
Uferlos
Was ich an dir mag (Für Kerstin)
Liebeslied im alten Stil
Sage nein!
Die Ballade von Amadeu Antonia Kiowa
Kleines Herbstlied
Kokain
Tropenträume
Und dann
Ich habe Angst (Für Petra und Gerd)
Questa Nuova Realta





1993 – Zeitlos - Das Beste von Konstantin Wecker
Genug ist nicht genug
Nur dafür laßt uns leben
Lang mi ned o
Der alte Kaiser
Der dumme Bub
Ich lebe immer am Strand
Ich singe, weil ich ein Lied hab
Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
Es sind nicht immer die Lauten stark
Vaterland
Noch lädt die Erde ein
(Es herrscht wieder) Frieden im Land
Wer nicht genießt, ist ungenießbar
D'Zigeiner san kumma
Die Weisse Rose
Oma
Ich möchte weiterhin verwundbar sein
Willy





1994 – Wenn Du fort bist
Wenn Du fort bist
Kind warst Du nie
Schlaflied
Frühlingslied
Das deutsche Phänomen
Blues
Nächte der Dämonen
Sexual Correctness
Was hast denn Du bloß wieder angestellt mit mir
Stürmische Zeiten, mein Schatz
Für meinen Vater
Jetzt, da Du Abschied bist
Stirb ma ned weg
Fliegen mit Dir





1994 – Uferlos in Salzburg Live
Sage nein!
Intro
Irgendwann
Was ich an dir mag
Liebeslied im alten Stil
Uferlos
Tropenträume
Kokain
Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
Kleines Herbstlied
Die Ballade von Antonio Amadeu Kiowa
Vom Herzen
Randi
Und dann
Der Herr Richter
Ich habe Angst
Sage nein!
Questa nuova realta
Ich singe weil ich ein Lied hab'
Lang mi net o
Wieder dahoam
Der Himmel brennt
Der Joe wieda sei
Sperrstund im Kaffee





1996 – Gamsig
Afrika
Paradies
Gamsig
Wir zwoa
Heit no
Ebata
Sage nein!
Soulman
Cameroon
Blues
Geh noch kaputt an Dir
Da muß doch noch irgendwas sein
If You Follow
Inwendig warm





1998 – Brecht
Choral vom Baal
Oh, die unerhörten Möglichkeiten
Das Schiff
Ballade vom Mazeppa
Wenn sie trinkt, fällt sie in jedes Bett
Erinnerung an die Marie A.
Vom Schwimmen in Seen und Flüssen
In den Zeiten der äußersten Verfolgung
Liebeslied
Vom Glück des Gebens





1998 – Live '98
Der Wahnsinn
Waffenhändlertango
Noch lädt die Erde ein
Ich lebe immer am Strand
Stürmische Zeiten
Willy 4





2001 – Vaterland
Novemberlied
Wehdam
Es geht uns gut
Alles das und mehr
Kennst du diese plötzlichen Sekunden (Obduktion)
I werd oid
Fachmann II
Amerika
Wenn die Börsianer tanzen
Vaterland
An den Mond
Entzündet vom Weltenbrand
Allein
Girasoli
Schlaflied 2 (für Valentin und Tamino)
Liebesdank
Willy III





2001 – Vaterland Live
Vaterland
Der Wahnsinn
Wehdam
Der Waffenhändlertango
Noch lädt die Erde ein
Ich lebe immer am Strand
Novemberlied
Allein
Alles das und mehr
Wenn die Börsianer tanzen
Stürmische Zeiten, mein Schatz
Liebesdank
Willy 4
Amerika





2005 – Am Flussufer
Was immer mir der Wind erzählt
Flaschenpost
Praeposthum
Statistisch erwiesen
Wiegenlied
Lass mich einfach nicht mehr los
Wieder im Leben
All die unerhörten Klänge
Dem Mond entgegen
Däumlingsgesetze
Vom Sinn
Schlendern
Das ganze schrecklich schöne Leben





2005 – Am Flußufer, Live in München
Dem Mond entgegen
Revoluzzer
Gedicht Erich Mühsam 'Der Revoluzzer'
Wenn die Börsianer tanzen
Flaschenpost
Vaterland
Was immer mir der Wind erzählt
Was ich an dir mag
Präposthum
Stilles Glück, trautes Heim
Ballade vom Puff, das Freiheit heißt
Allein
Das ganze schrecklich schöne Leben
Wieder im Leben
Hans Moxter wird sechzig
Die feine Gesellschaft
All die unerhörten Klänge
Lass mich einfach nicht mehr los
Statistisch erwiesen
Habemus papam
Wiegenlied
Einstein Zitat aus 'An die Europäer'
Sage Nein
Vom Sinn
Staatsanwälte küßt man nicht
Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
Liebeslied
Wenn Du fort bist
Liebeslied im alten Stil
Schlendern
Vaterland
Dshamali Wali (Ich Habe Keinen Vater)





2006 – Ich gestatte mir Revolte
A Revoluzzer
Stur die Straße lang
Der Revoluzzer
An die Nachgeborenen
Ballade von den Armem und den Reichen
Brief an die Familie
Deutschland - Ein Wintermärchen
Aufzeichnungen aus einem Totenhaus
Wiegenlied
Die Revolution des Einzelnen
Largo di molto
Gelächter von Außen
Der Klang der ungespielten Töne





2008 – Gut'n Morgen Herr Fischer – eine bairische Anmutung
Gstanzl vom Roider Jackl 1
Lang mi ned o
St. Adelheim Lied
Fliagn mit dir
So a saudummer Dog
Gstanzl vom Roider Jackl 2
Anna R. Chie
Ja, so warns die oiden Rittersleit
An München
Münchner Lied
Kikodu da
Wieda dahoam
Weil du fort bist
Oma
Wir zwoa
Gstanzl vom Roider Jackl 3
Gut'n Morgen, Herr Fischer
Blümlein steht am Waldessaum





2008 – Zugaben – Live
Gutes Gefühl
Begrüßung
Heut schaun die Madln wie Äpfel aus
Ich und Goethe
Genug ist nicht genug
Deutscher Herbst
Der alte Kaiser
Image
Frieden im Land
Endlich wieder unten
Der Herr Richter
... so was macht man nicht ...
Fangt mi wirklich koana auf
Prominenz
Wir zwoa
Niemand kann die Liebe binden
Seniorenrevolte
Präposthum
Eine Idee verkauft man nicht
Sage nein
Was keiner wagt





2010 – Kein Ende in Sicht
Leben im Leben
Schön ist das Alter
Damals
Die feine Gesellschaft
Trotz alledem III
Was immer mir der Wind erzählt
Nun muss ich gehen
In diesen Nächten
Ich singe, weil ich ein Lied hab
Mamita mia
Wiener Fiakerlied
Guttiland
Die Mine
Was keiner wagt
Traumtänzer
Schlendern





2011 – Stürmische Zeiten, mein Schatz (live)
San koane Geign da
Texte zum Thema Wollust
Was ich an dir mag
Ich liebe diese Hure
Was tat man den Mädchen
Frühlingslied
Willkommen und Abschied
Liebesflug
MondoLine / Du liebst
Ein Geständnis
Der Tango Joe
Text zum Thema Zynismus
Die weiße Rose
Under African skies
Die Liebe zum Elternhaus
Für meinen Vater
Vom Weinstock und den Reben
Stürmische Zeiten, mein Schatz
Liebe und Tod
Da muss doch noch irgendetwas sein





2011 – Wut und Zärtlichkeit
Wut und Zärtlichkeit
Absurdistan
Die Kanzlerin
Denkt mit dem Herzen
Weil ich Dich liebe
Schwanengesang
Es gibt nichts Gutes
Damen von der Kö
Weltenbrand
Der Virus
Empört euch
Buonanotte Fiorellino
Es geht zu Ende
SoScheeSchoA
Tropferl im Meer





2013 – Wut und Zärtlichkeit (Live)
Wut und Zärtlichkeit
Absurdistan
Die Kanzlerin
Fliegen mit Dir
Oh, die unerhörten Möglichkeiten
Bleib nicht liegen
Frieden im Land
Wenn unsre Brüder kommen
Es gibt nichts Gutes
Praeposthum
Sage nein!
Vom Schwimmen in Seen und Flüssen
Damen von der Kö
Ansprache an Millionäre
Schwanengesang
Weil ich Dich liebe
St. Adelheim
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen
Weltenbrand
Der Virus
Empört euch
Was keiner wagt
Die Weisse Rose
Buonanotte Fiorellino





2015 – Ohne Warum
Ich habe einen Traum
Ohne Warum (Sunder warumbe)
An meine Kinder 2017
Novalis
Der Krieg
Die Mordnacht von Kundus
Fast ein Held
Dass alles so vergänglich ist
Die Gedanken sind frei
Eins mit deinem Traum
Und dann
Auf der Suche nach dem Wunderbaren
Heiliger Tanz
Revolution
Willy
Gefrorenes Licht (Für Hans-Peter Dürr)





2016 – Ohne Warum Live
Es ist schon in Ordnung
Novalis
Vaterland
An meine Kinder
Eins mit deinem Traum
Der Krieg
Fast ein Held
Wenn unsre Brüder kommen
Die Gedanken sind frei
Heiliger Tanz
Gefrorenes Licht (Für Hans-Peter Dürr)
Ansage: Denkt mit dem Herzen
Ich habe einen Traum
Vom Glück des Gebens
Ohne Warum (Sunder warumbe)





2017 – Poesie und Widerstand
Den Parolen keine Chance
Buonanotte Fiorellino
Sage nein
Ich singe, weil ich ein Lied hab´
Der alte Kaiser
Endlich wieder unten
Was passierte in den Jahren
Weltenbrand
Niemals Applaus (Für meinen Vater)
Liebesdank
Stirb ma ned weg
Was immer mir der Wind erzählt
Wut und Zärtlichkeit
Empört euch
Was keiner wagt
Sage nein!
Leben im Leben
Die Weisse Rose
Alles das und mehr
Dass alles so vergänglich ist
Kleines Herbstlied
Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
Das ganze schrecklich schöne Leben
Nur dafür laßt uns leben
Ich habe einen Traum
Gracias a la Vida
Questa Nuova Realta
Caruso
Schlendern
Tropferl im Meer





2017 – Lieder aus dem "schrecklich schönen Leben" des Konstantin Wecker
Intro / Interview
Ich singe, weil ich ein Lied hab
Was passierte in den Jahren
"Papa, es schneit"
An meine Kinder
Eine ganze Menge Leben
Das Stöhnen meines Mitmenschen im Klo nebenan
Der alte Kaiser
Leiermann (Schubert)
Vom Weinstock und den Reben
Liebesflug
Weil ich Dich liebe
Die Mordnacht von Kundus
Wenn unsre Brüder kommen
Wut und Zärtlichkeit
Auf der Suche nach dem Wunderbaren
Endlich wieder unten
Wehdam
Ich habe einen Traum




Titel alphabetisch
Abgesang eines Gefangenen 1976
Absurdistan 2013
Ach du mein schauriges Vaterland 1982
Afrika 1996
All die unerhörten Klänge 2005
Allegretto 1991
Alle haben recht 1989
Alles das und mehr 2001
Allein 2001
Amerika 2001
Am Dichtertisch/Franz hat sich gefunden 1987
An den Mond 2001
An die Nachgeborenen 2006
Angst vorm Fliegen 1979
An meine Kinder 2014
An meine Kinder 2017
An München 2008
Anna 1984
Anna Blume 1988
Anna R. Chie 2008
Anneliese 1984
Ansage: Denkt mit dem Herzen 2015
Ansprache an Millionäre 2013
A Revoluzzer 2006
Auf der Suche nach dem Wunderbaren 2017
Aufzeichnungen aus einem Totenhaus 2006

Ballade vom Puff, das Freiheit heißt 1982
Ballade von den Armem und den Reichen 2006
Bayern Power 1986
Blau blüht der Enzian 1975
Bleib nicht liegen 1978
Blues 1994
Blümlein steht am Waldessaum 2008
Brahmberg 1979
Brich auf, Geliebte 1981
Brief an die Familie 2006
Buonanotte Fiorellino 2017

Cameroon 1996
Caruso 2016
Choral vom Baal 1998

Damals 2010
Da muß doch noch irgendwas sein 1996
Damen von der Kö 2013
dann pack ich meine Zähne aus 1973
Das Brechmittel 1975
Das deutsche Phänomen 1994
Das ganze schrecklich schöne Leben 2005
Das Lied vom abgeschnittenen Glied 1973
Das Lied vom Mannsein 1979
Das macht mir Mut 1982
Dass alles so vergänglich ist 2015
Das Schiff 1998
Das Stöhnen meines Mitmenschen im Klo nebenan 1979
Das Stöhnen meines Mitmenschen im Klo nebenan 2017
Das wird eine schöne Zeit 1982
Dem Mond entgegen 2005
Den Parolen keine Chance 2017
Der alte Kaiser 1975
Der alte Kaiser 2017
Der Baum 1986
Der Baum singt
Der dumme Bub 1976
Der dumme Bub 2 1982
Der Fachmann 1988
Der Herr Richter 1988
Der Himmel brennt 1988
Der Klang der ungespielten Töne 2006
Der Krieg 2015
Der Lauscher hinterm Baum 1973
Der Lindenbaum 1973
Der Revoluzzer 2006
Der Sänger 1986
Der Schutzengel 1981
Der Spielmann 1973
Der Tango Joe 2011
Der Virus 2013
Der Wahnsinn 2001
Der Wald 1988
Deutschland - Ein Wintermärchen 2006
Die Ballade vom Dackel Waldi 1974
Die Ballade von Amadeu Antonia Kiowa 1993
Die Bienen 1974
Die feine Gesellschaft 2005
Die feine Gesellschaft 2010
Die Gedanken sind frei 2015
Die Irren 1973
Die Kanzlerin 2011
Die Liebe zum Elternhaus 2011
Die Mine 2010
Die Mordnacht von Kundus 2017
Die Revolution des Einzelnen 2006
Die Tote 1973
Die Weisse Rose 1988
Dorthin mit dir 1974
Drunt' in der Au 1988
Dshamali Wali (Ich habe keinen Vater) 2005
Du bist so hässlich 1976
Du liebst 2011
Du mußt dir alles geben 1982
Du wolltest ein Stück Himmel 1982

D'Zigeiner san kumma 1982
Eine ganze Menge Leben 1978
Eine ganze Menge Leben 2017
Einen braucht der Mensch zum Treten 1984
Ein Geständnis 2011
Eins mit deinem Traum 2015
Einstein Zitat aus 'An die Europäer' 2005
Empört euch 2013
Endlich wieder unten 1981
Endlich wieder unten 2017
Entzündet vom Weltenbrand 2001
Erinnerung an die Marie A. 1998
Es geht zu Ende 2011
Es gibt nichts Gutes 2013
(Es herrscht wieder) Frieden im Land 1977
Es ist schon in Ordnung 1978
Es sind nicht immer die Lauten stark 1981
Es weihnachtet sehr 1988

Fangt mi wirklich koaner auf 1986
Fahr'n ma weida, fahr'n ma zua (Weekend Runner) 1989
Fast ein Held 1985
Feine Gesellschaft 1989
Flaschenpost 2005
Fliegen mit Dir 1994
Fliagn mit dir 2008
Flieg oder stirb 1976
Fragwürdig 1981
Frieden im Land 1979
Frühlingslied 1994
Für meinen Vater 1994

Gamsig 1996
Gedicht Erich Mühsam 'Der Revoluzzer' 2005
Geh noch kaputt an Dir 1996
Gelächter von Außen 2016
Genug ist nicht genug 1977
Gefrorenes Licht (Für Hans-Peter Dürr) 2016
Girasoli 2001
Gstanzl vom Roider Jackl 2008
Gut'n Morgen, Herr Fischer 2008

Habemus Papam 1979
Haberfeldtreiben 1979
Hans-Thema 1991
Hans Moxter wird sechzig 2005
Heiliger Tanz 2015
Heit no 1996
Heut' schau'n die Madl wia Äpfel aus 1976
Hexeneinmaleins 1978

Ich habe Angst (Für Petra und Gerd) 1993
Ich habe einen Traum 2016
Ich habe einen Traum 2017
Ich hab zum Sterben kein Talent 1976
Ich lebe immer am Strand (für Gottfried Benn) 1974
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen 2013
Ich liebe diese Hure (Für's Stutzerl) 1978
Ich möchte etwas bleibend Böses machen... 1974
Ich möchte weiterhin verwundbar sein 1982
Ich singe, weil ich ein Lied hab 1975
Ich singe, weil ich ein Lied hab 2017
If You Follow 1996
Image 1987
Im Namen des Wahnsinns 1983
In den Zeiten der äußersten Verfolgung 1998
In diesen Nächten 1981
Intro 1994
Inwendig warm 1984
Irgendwann 1989
I werd oid 2001

Jetzt, da Du Abschied bist 1994
Joe

Karolina komm 1975
Kennst du diese plötzlichen Sekunden (Obduktion) 2001
Kikodu da 2008
Kinderstar 1975
Kind warst Du nie 1994
Kir Royal 1991
Kleines Herbstlied 1993
Kokain 1993
Kyrie 1991

Lang mi ned o 1979
Largo di molto 2006
Lass mi wieder falln 1986
Laufen Sie mal Amok 1976
Leben im Leben 2010
Leiermann (Schubert) 2017
Lento (Filmmusik) 1991
Lieber Gott 1986
Liebesdank 2001
Liebesflug 1981
Liebesflug 2017
Liebes Leben 1981
Liebeslied 1998
Liebeslied 1976
Liebeslied im alten Stil 1993
Liebe und Tod 2011
Lied vom Mannsein 1979

Mamita mia 2010
Manche Nächte 1982
Manchmal weine ich sehr 1981
Meine Frau wollte heute ausgehen 1979
Meine Leiche 1973
Mein linker Arm 1973
Mei was is bloss aus mir wordn 1984
Mensch gib acht 1979
MondoLine / Du liebst 2011
Morgen samma dod 1984
Münchner Lied 2008

Nächtens 1981
Niemals Applaus (Für meinen Vater) 2016
Niemand kann die Liebe binden 1988
Noch lädt die Erde ein 1982
Novalis 2015
Novemberlied 2001
Nun muss ich gehen 2010
Nur dafür laßt uns leben 1982

Oamoi von vorn ofanga 1978
Oft 1979
Oh, die unerhörten Möglichkeiten 1998
Ohne Warum (Sunder warumbe) 2016
Oma 1986
Opa 1989

"Papa, es schneit" 2017
Paradies 1996
Praeposthum 2005

Questa Nuova Realta 1993
Randi 1994
Reisezeit 1976
Renn lieber, renn 1984
Revoluzzer 1982

Sage nein! 1993
San koane Geign da 1986
Schabernack 1991
Schafft Huren, Diebe, Ketzer her 1981
Schlaflied 1994
Schlaflied 2 (für Valentin und Tamino) 2001
Schlendern 2005
Schön ist das Alter 2010
Schwanengesang 2012
Sehr verehrter Herr Richter 1982
Sexual Correctness 1994
Sie war ein Mittelmass 1973
So a saudummer Dog 2008
So bleibt Vieles ungeschrieben 1984
Sommer war's 1973
So möcht' ich nicht begraben sein 1978
SoScheeSchoA 2011
Soulman 1996
Spinnen (für Günther) 1974
Staatsanwälte küßt man nicht 2005
St. Adelheim 2012
Statistisch erwiesen 1981
Stirb ma ned weg 1994
Stilles Glück, Trautes Heim 1989
Straßenbahnballade 1974
Stürmische Zeiten, mein Schatz 1994
Stur die Strasse lang 1977
Stur die Straße lang 2006
Sturmbannführer Meier 1989
Susi, Oh Susi 1974

Texte zum Thema Wollust 2015
Text zum Thema Zynismus 2011
Tod eines Familienvaters 1981
Totgeboren - aber nicht verloren 1978
Trans Tanz 1987
Traumtänzer 2010
Tropenträume 1993
Tropferl im Meer 2011
Trotz alledem III 2010

Uferlos 1993
Und dann 1982
Und dann 1993
Und das soll dann alles gewesen sein 1982
Und doch läßt etwas Kirschen blühen im April 1980
Under African skies 2011
Und ging davon 1981

Vaterland 1981
Vater, laß mich raus 1981
Verabschiedung 2015
Vom Frieren 1978
Vom Glück des Gebens 1998
Vom Herzen 1989
Vom Schwimmen in Seen und Flüssen 1996
Vom Sinn 2005
Vom Weinstock und den Reben 2017
Vom Sinn 2005

Waffenhändlertango 2001
Waidmanns Heil 1978
Warum sie geht 1981
Was hast denn Du bloß wieder angestellt mit mir 1994
Was ich an dir mag (Für Kerstin) 1993
Was immer mir der Wind erzählt 2005
Was keiner wagt 2012
Was passierte in den Jahren 1984
Was passierte in den Jahren 2017
Was tat man den Mädchen 1977
Wecker-Gedicht
Weckerleuchten 1979
Weekend Runner 1989
Wehdam 2001
Wehdam 2017
Weil du fort bist 1986
Weil ich Dich liebe 2017
Weltenbrand 2013
Wenn die Börsianer tanzen 2001
Wenn der Sommer nicht mehr weit ist 1981
Wenn Du fort bist 1994
Wenn ich erst Minister bin 1975/1983
Wenn man darüber rausschauen könnte 1981
Wenn sie trinkt, fällt sie in jedes Bett 1998
Wenn unsre Brüder kommen 1982
Wenn unsre Brüder kommen 2017
Wer nicht genießt, ist ungenießbar 1978
Wieder dahoam 1986
Wieder dort sein 1973
Wieder eine Nacht allein 1982
Wieder im Leben 2005
Wieder Sperrstund im Kaffee 1989
Wiegenlied 2005
Wiener Fiakerlied 2010
Willkommen und Abschied 2011
Willy 1978
Willy III 2001
Willy IV 2001
Wir zwoa 1996
Wut und Zärtlichkeit 2017

Zigeuner ohne Sippe 1988
Zirkus 1978
Zwischenräume 1974















Making Movies



1992 – Schtonk
Filmmusik Schtonk











Meisterwerk der politischen Unkorrektheit
Parodie der romantischen Liederkunst
(Meilen-)Stein des Anstoßes:

Die sadopoetischen Gesänge des Konstantin Wecker

Die künstlerische Thematisierung von sadistischer Gewalt und geistiger Verstümmelung der Jugend soll verstören, abgestumpfte Gefühle im positiven Sinne wecken – vor allem irrationale Gefühle, deren Ausdruck in der (tot-)schweigenden Nachkriegszeit vor der sexuellen Revolution öffentlich kaum noch stattfindet.
Ähnliches versuchen die Künstler des frühen 20. Jahrhunderts, als sie der (Vorkriegs-)Zeit der skrupellosen technokratischen und ideologischen Ausbeutung des Menschenmaterials einen schockierenden Spiegel vorhielten – und dies nicht etwa durch mahnenden Verismus oder gar belehrendes Moralisieren, sondern durch Überzeichnung, durch die ‚schamlose‘ Expression von Gewalt, Krankheit und Sex.
Viele der Liedttexte erinnern in ihrer überspitzten Brutalität stark an die Gedichte des frühen Benn. Seine Laufbahn als Sänger beginnt Wecker mit folgenden Worten:
Ich habe meinen linken Arm in Packpapier gepackt und hab ihn nach Paris geschickt, am dritten Mai zur Nacht hab ich ihn abgehackt, denn ich bin so verliebt.
Ein solch poetischer Karrierestart lässt sich vergleichen mit Benns Gedicht Kleine Aster: Ob man nun Körperteile als romantischen Blumenstrauß-Ersatz verschickt oder ob der Körper eines ersoffenen Bierfahrers zur letzten Vase einer kleinen Aster degradiert wird – beide Texte sind Ausdruck unseres Dilemmas zwischen metaphysischer Verachtung und unbändiger Obsession für den Menschenkörper. Dieses seltsame Widerspiel von Lebensbejahung und -verneinung, von anmaßender Egomanie und neurotischer Unzufriedenheit lässt uns nie zur Ruhe kommen, treibt uns in die Abgründe des Verlangens nach der (selbst-)zerstörerischen (Selbst-)Verwirklichung eines möglichen Daseins, das unserem Sosein entgegensteht.

Kleine Aster (1912)

Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt.
Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhellila Aster
zwischen die Zähne geklemmt.
Als ich von der Brust aus
unter der Haut
mit einem langen Messer
Zunge und Gaumen herausschnitt,
muß ich sie angestoßen haben, denn sie glitt
in das nebenliegende Gehirn.
Ich packte sie ihm in die Brusthöhle
zwischen die Holzwolle,
als man zunähte.
Trinke dich satt in deiner Vase!
Ruhe sanft,
kleine Aster!

dr. bierfahrer

unterm seziertisch
ham wer ihn jefunden
darauf die vielzitierte
leiche er jestemmt
statt eines herzens
schlug ihm ne satte aster
in der brust
in seinem schädel
steckten desinfizierte säjespäne
massenhaft
und zwischen seinen zähnen
war dunkelhelllila
’n hakenkreuz einjeklemmt
schön wars nich!

"Sie war ein Mittelmaß", expressionistisches Paradigma der Subjektverkennung zugunsten einer provokativen Reduktion auf dessen Körperlichkeit, erzählt aus der Perspektive des Mörders: Ein stets erregter Liebhaber ermordet seine nette, aber langweilige Freundin und verstaut sie unterm Bett, um seine ausgefallenen Gelüste ungehindert an ihrer Leiche ausleben zu können.
Nekrophilie als unvermeidlicher Schlusspunkt einer zum Scheitern verurteilten Beziehung erscheint nicht mehr anrüchig oder gar pervers.

Dann packt er seine Zähne aus, lebt im bergenden Schatten der Finsternis endlich das aus, was nie gelebt werden will. Nur unentdeckt betreibt er obsessiv, was man an sich niemals sehen möchte, was man an sich selbst nur hassen darf. Doch diese „Zähne“ im Fleisch des Menschseins wollen abgelegt werden, bevor das entblößende Licht dämmert, bevor der Vampir das eigenen Blutes erkennen kann, das er nur an sich selbst gesaugt hat: Morgens, wenn die kleine Stadt in Blut getaucht ist, von der Sonne und von seinen Träumereien, packt er seine Zähne ein und atmet den Duft seiner Wesenheit, die eine Welt war, eine Nacht und dann verschwand - und er denkt an die Bilder einer neuen Zeit, die sehr wild ist und die er erfand.
Wenn Vampire kein eigenes Spiegelbild haben, weil sie selbst ein Spiegel unserer autoaggressiven Passionen sind, dann können wir unser Selbst nur erspüren in der Befriedigung all dessen, worin dieses Vampirspiegelbild uns erscheint: Die Fingerkuppen werden verstümmelt, der Fingerabdruck der Identität muss verschwinden, ehe man auf die Mamapuppen der anerzogenen Selbstbeschränkung ejakulieren kann: Der absoluten Freiheit geht also die absolute Selbstauslöschung voran.
Benn besingt und beneidet die nichtmenschlichen Tiere in seinem Affenlied:
"O diese Landungen aller Sehnsucht / Lagern um euch!"

Was das der Sommer?
Wehmut, aber auch mit einem leichten Ekel erinnert man sich jener schwülen Hitze vergangener Erregung, die man nicht daheim verspürt, sondern nur in der entrückenden Ferne des blauen Horizonts am Meer: Sie ist immer da als der ewig verlorene Augenblick, in welchem der Genuss seiner bloßen Möglichkeit wich, in welchem das Vielleicht zu seiner Erfüllung kam ...

Benn: Karyatide

Sieh’ dieses Sommers letzten blauen Hauch
Auf Astermeeren an die fernen
Baumbraunen Ufer treiben, tagen
Sieh’ diese letzte Glück-Lügenstunde
Unserer Südlichkeit,
Hochgewölbt

Wie die frühen Expressionisten greift Wecker auf den Formalismus vergangener Epochen zurück, um ihn allein durch die inhaltliche Komponente zu parodieren oder zu brechen. Trakl versucht den chaotischen Weltzerfall in der barocken Form des Sonetts, Wecker provoziert, wenn er auf Altbekanntes zurückgreift – denn verletzt werden kann nur der Regecorpus, der auf gewisse Weise unversehrt war. Deshalb entlehnt er auch Melodien Bachs (Meine Leiche) und Chopins (Die Tote), um sie allein durch sein Textmaterial zu verfremden.
Er ahmt die deutsche Kunstlieddichtung auf ironische Weise nach:
Im Spielmann begleitet eine Gitarre allein die dunkle, mittelalterliche Melodie, an den zur Laute vortragenden Minnesänger erinnernd. Der Lindenbaum (Lied) stößt uns nicht nur als Leitmotiv, sondern mit seiner träumerischen Klavierbegleitung auch musikalisch förmlich mit der Nase auf den Inbegriff des romantischen Schubertlieds. Es gibt ein stillgelegtes Fragezeichen, das nicht viel spricht und das man selten sieht, und keiner ahnt, was sie aus ihren Einsamkeiten an lustgewinnlerischen Freuden zieht. Das Lied vom abgeschnittenen Glied erinnert wieder an Schubert, erzählt es die Geschichte einer hässlichen, jungen Outsiderin, die ein Pendant zu den unzähligen einsamen Wanderern der deutschen Romantik darstellt. Topos der großstadt-flüchtenden: Einsam ist man besonders dann, wenn man unter Vielen alleine ist – eine Erkenntnis, die nur dem bald sehr deutlich wird, der sich des Abends mit sich selbst nur paart. Wenn er der Illusion einer Norm nicht gerecht werden kann, vereinsamt der Wanderer nämlich weniger in der Natur als besonders unter vielen Menschen, da ihm nun ausgerechnet dort die Lustbefriedigung verweigert wird, wo sich doch die Möglichkeit ihrer Erfüllung massenhaft bieten würde: Sie war ein stillgelegtes Fragezeichen und hatte Augen, die, wenn man’s verstand, dem viel versprachen, der sich viel erhoffte, nur war es selten, dass sich jemand zu ihr fand. Ihre innere Spaltung wird dadurch möglich, dass ein Drittes hinzutritt und die zuvor unbändige Lust von dem, ihr unterworfenem Subjekt abtrennt, sodass letzteres nun nicht mehr mit der Lust verwachsen ist und die Lust vielmehr als ein Ding beherrschen kann – dieses Dritte, diesen Mittler beschafft sich die Frau, indem sie einen Passanten entmannt.
Zu solch einer Synthese kommt auch bei Gottfried Benn

Benn: Synthese

Ich bin gehirnlich heimgekehrt
Aus Höhlen, Himmeln, Dreck und Vieh.
Auch was sich noch die Frau gewährt,
Ist dunkle süße Onanie.

Ich wälze Welt. Ich röchle Raub.
Und nächtens nackte ich im Glück:
Es ringt kein Tod, es stinkt kein Staub
Mich, Ich-begriff, zur Welt zurück.

Wecker ist nicht in der Lächerlichkeit gelandet, wie die gealterten Spanner aus dem letzten Lied. Der Chor der Pädophilen ist dermaßen erbärmlich, dass sie einem schon fast wieder leidtun – nein, so will man bestimmt nicht enden.




Erfahrungen

Mein Aufenthalt im Münchner Gefängnis Stadelheim war richtungweisend für mein weiteres Leben. Nicht nur dass er das Ende meiner Kindheit bedeutete, sondern weil er mich zum Reflektieren zwang.
Es gab auch damals schon diese unbeschreiblichen Momente der Schönheit, ähnlich denen, die ich dreißig Jahre später erleben sollte. In genau demselben Gefängnis.
Die meisten Menschen wundern sich, wenn ich ihnen erzähle, dass ich gerade im Gefängnis Augenblicke größter Freiheit erlebt habe. Und auch mich überfiel damals diese Erkenntnis so unvorbereitet, dass ich sie erstmal nicht wahr haben wollte.
Auch diese Minuten sind wieder so ein biografischer Paukenschlag, der unauslöschbar in mir nachhallen sollte und ich erinnere mich, selten genug, an jede Einzelheit.
Wir waren vom Arbeitsraum zurückgekehrt, in dem wir Prospekte für eine Versandfirma einzutüten hatten, und ich war sehr erzürnt. Ein Wärter hatte das mir so kostbare und für den damals einzig wertvollen Tauschwert Tabak eingetauschte Papier, auf dem ich Tagebuchnotizen aufgeschrieben hatte, in meinen Taschen entdeckt, einige Zeilen dieser sehr privaten und äußerst melancholischen Aufzeichnungen unter brüllendem Gelächter aller vorgelesen und, als ich sie ihm aus der Hand reißen wollte, genüsslich zerfetzt. Er konnte mich nicht ausstehen, den „Studenten“ wie er mich abfällig bezeichnete, und meinen Knastgenossen war ich, so sehr ich mich anfänglich um ihre Gunst bemühte, auch nicht sympathisch.
Ich fühlte mich gedemütigt, und der einzigen Werte beraubt, den ich mir in dieser prosaischen Parallelwelt erhalten hatte: meiner Gedanken und meiner Poesie.
Mit meinem Zornausbruch handelte ich mir auch noch drei Tage Arrest ein, die ich in den darauf folgenden Tagen abzusitzen hatte.
Ich ließ mich auf meine Pritsche fallen und haderte mit meinem Schicksal. Meine Verzweiflung lässt sich nicht in Worte fassen und alle möglichen Ängste stürmten wie plötzlich von der Leine gelassen auf mich ein.
Der vergitterte Mond kam mich in meiner Zelle besuchen und wie jeden Abend, schlag Neun Uhr, wurde das Licht ausgeschaltet.
Stimmen des Unmuts über diese Bevormundung wurden laut, das war fast jeden Abend so, aber normalerweise ebbten die meist unflätigen Beschimpfungen bald wieder ab.

An diesem Abend lag aber etwas anderes in der Luft, ein Hauch von Revolution beseelte den Neubau von Stadelheim, die Rufe nach Licht wurden lauter, im Stockwerk unter mir begannen sie auf die Blechnäpfe zu schlagen und schon nach kurzer Zeit war ein Gebrüll und Geklapper, Gejohle und Pfeifen im Gang, das mich aus meiner Schwermut riss und neugierig machte.
In dieser Form hatte ich den geballten Unmut hunderter Gefangener noch nie erlebt, das regte die ungeheuerlichsten Fantasien an, da begannen sich Bilder in mir aufzutürmen von berstenden Mauern und wilden Horden Flüchtender, ich mittendrin, gewalttätig, zum Brandschatzen bereit, ein Aufstand nur noch der französischen Revolution vergleichbar, einzig angezettelt um mich auf flammenspeienden Pferden in die Freiheit zu entlassen.
Und erst als die ersten brennenden Klopapierrollen und Handtücher in den Hof geworfen wurden, hörte man hektisches Schlüsselgerassel, herrisches Wärtergebrüll, und schon nach wenigen Minuten war der Spuk beendet, so unvermittelt wie er begonnen hatte.
Ich hatte mich nicht vom Bett bewegt und war dennoch schweißnass, meine Fantasie war derart entzündet worden, dass ich glaubte all meine Träume körperlich durchlebt zu haben.
Am liebsten hätte ich die Marseillaise angestimmt, aber das schien mir dann doch etwas fehl am Platz. Also ergab ich mich lautlos der Konterrevolution und lächelte dem Wärter hochmütig zu, als er seinen hochroten Kopf durch meine Kostklappe steckte, um nach dem Rechten zu sehen.
„Die perfekte Guillotine“, murmelte ich, und dann schloss ich die Augen um seinen Kopf besser rollen zu sehen.
Und mit einem Mal war mir sehr leicht und wohlig im ganzen Körper zu Mute, eine süße Wärme durchflutete mich von den Füßen ausgehend bis in den Kopf und ich erlebte zum ersten mal in meinem Leben bewusst das Gefühl der Freiheit.

Das hatte ich jahrelang gesucht mit meinen Fluchtversuchen und all meinen törichten Taten: bar aller Hoffnung, allen Besitzes, selbst bar aller Wünsche und Träume frei zu sein.
Selbst wenn mich jetzt ein schwarzer Ritter in die Freiheit hätte entführen wollen, selbst wenn die Mauern geschleift, die Zellen geöffnet und alle Wege nach draußen geebnet worden wären – ich wäre geblieben, denn freier wäre ich nie mehr geworden. Was konnte mir noch passieren? Man konnte mir nichts mehr wegnehmen, denn ich besaß nichts mehr.
Ich war in diesem Moment keine Person mehr, ich hatte kein Ich mehr das es zu verteidigen galt, ich brauchte nicht mehr um Liebe buhlen, denn es war niemand da, von dem geliebt zu werden ich begehrt hätte.
Ich hatte das Rad der Zeit angehalten.
Es liegt in der Natur der Ewigkeit, dass sie nicht immer währt.
Sie hat mit der Realität des Menschlichen nichts zu tun. Sie ist an einem anderen Ort zu Hause.
Als ich wieder zurückkatapultiert wurde in die Welt, kam der Schmerz wieder. Aber ich war um eine Erkenntnis reicher.





Wer Wecker sagt, muss auch Barnikel sagen.
Für Konstantin ist der Franke schon längst sein "alter ego am Klavier" geworden.
Jo Barnikel (* 1959) ist im zarten Alter von sieben bereits dem schwarz-weißen Tastenzauber erlegen. Er absolviert ein klassisches Musikstudium am Konservatorium Nürnberg mit dem Hauptfach Klavier. 1993 wird er musikalischer Begleiter von Konstantin Wecker, später auch von Hannes Wader und Reinhard Mey. Seit Jahren ein gefragter Studio- und Livemusier, in den unterschiedlichsten Stilrichtungen zuhause. Er machte Aufnahmen, Konzerte, Tourneen und TV-Shows unter anderem mit Peter Herbolzheimer, Barry Manilow, Udo Jürgens, René Kollo, Siegfried Jerusalem, Stefan Waggershausen und v. a.




Über neue Spiritualität, Zukunft, Kindererziehung ...







Mönch und Krieger

Mein Lied »Irgendwann« schrieb ich 1989. Es ist ein sehr heiteres, ein lebensfrohes Lied, wie viele meiner Arbeiten als Liedermacher in den 70ern und 80ern. Dieser Überschwang der Lebenslust, der Übermut der Selbstoffenbarung warfen aber schon damals einen beträchtlichen Schatten. Eine Reihe schmerzhafter Erfahrungen hatte deutlich gemacht, dass hinter dem extrovertierten Genussmenschen Wecker eine handfeste Depressionsneigung lauerte. Davon legt ein Lied Zeugnis ab, das ich 2001 auf der CD Vaterland veröffentlicht habe.

Du spürst, sie will, dass man sich stellt,
vor allem dem, was nicht gefällt,
und du erkennst bald, deine Seele ist nur Leergut.

Wohin du flüchtest – du verbrennst,
wenn du sie nicht beim Namen nennst,
die Schwester deines Glücks – die Schwermut.

Eugen Drewermann nannte die Schwermut »die Schwester des Glücks« – eine Formulierung, die ich dann für mein Lied übernahm. Wieder einmal wurde mir erst durch das Nachdenken über spontan entstandene, eigene Texte ein bisher unbewusst gebliebener Seelenanteil deutlich. Bei »Mönch und Krieger« war es genauso. Erst nachdem ich die Formulierung aufgeschrieben hatte, wurde mir nach und nach klar, dass beide Begriffe sehr präzise ein Spannungsfeld innerhalb meines Charakters erfassen. Als »Dichotomie« bezeichnet man ja die Aufteilung eines Bereichs in zwei komplementäre Begriffe: Jeder Begriff hat seine eigene Bedeutung. Und sie bilden trotz der Gegensätzlichkeit eine Einheit.
Dichotomien ziehen sich – im Rückblick – durch fast alles hindurch, was ich geschrieben habe. »Sei ein Heiliger, ein Sünder, gib dir alles, werde ganz!«, heißt es in einem meiner neuen Lieder. Bezeichnenderweise steckt in dessen Titel wie­ der ein Gegensatzpaar: »Wut und Zärtlichkeit«. Die Betonung liegt dabei immer beim »und«, nicht beim »oder«.

Konstantin mit Mutter

Gegensätzliche Kräfte sind in uns wirksam. Es kommt nun nicht darauf an, sich für einen der beiden Pole zu entscheiden – auch nicht darauf, zur Mitte zu gelangen, also »durchschnittlich« zu werden –, vielmehr geht es darum, beide Seiten zuzulassen und zu leben. Mir scheint das im Rückblick ein zentrales Thema meiner Person zu sein. Bin ich also, wie der »Dumme Bub« in einem meiner älteren Lieder, schizophren? Oder besitze ich nur das, was gelehrte Psychologen einmal »Ambivalenztoleranz« genannt haben: die Fähigkeit, Wider­sprüche auszuhalten – auch bei sich selbst?
Um nun zum Mönch und zum Krieger zurückzukommen: Die eine Gestalt – der Krieger – scheint unangemessen für jemanden, der sich in der Öffentlichkeit oft als überzeugter Pazifist bezeichnet hat; die andere Gestalt – der Mönch – mag nicht wenigen als Selbstcharakterisierung meiner Person überraschend, ja absurd erscheinen. Trotzdem: Ich trage beide in mir. Und beide sind in jüngerer Zeit wieder stärker in mein Bewusstsein getreten. Ja, vielleicht ist jetzt die Zeit gekommen, in der ich diese Zweit- und Drittpersönlichkeiten noch intensiver ausleben muss.
Manche Menschen nehmen die verschiedenen Aspekte ihrer Persönlichkeit ja derart intensiv wahr, dass sie sich mehrere zusätzliche Namen geben. Etwa Fernando Pessoa, der Autor vom grandiosen Buch der Unruhe. Er veröffentlichte vornehmlich unter den Heteronymen Alberto Caeiro, Ricardo Reis, Álvaro de Campos. Oder Kurt Tucholsky, der als »Tiger, Panther & Co.« Zeitschriftenkolumnen mit unterschiedlichen Namen aus unterschiedlichen Perspektiven schrieb. Oder mein Freund und Koautor des »Aufrufs zur Revolte«, Prinz Chaos II., der über mindestens vier verschiedene Künstlernamen verfügt.
Für mich selbst habe ich entschieden, zu meinem Namen zu stehen – ohne anderen natürlich das Recht abzusprechen, den ihren zu ändern. An dem Grundsatz »Sei ein Heiliger, ein Sünder, gib dir alles, werde ganz« ist mir besonders wichtig, dass ich in all diesen Extremen immer ich bleibe. Da gibt es keinen »Dr. Jekyll«, bei dem von Zeit zu Zeit »Mr. Hyde« durchbricht. Und obwohl ich diesen Mr. Hyde-Aspekt in mir natürlich kenne, habe ich in einem langen, teilweise schmerzhaften Erkenntnisprozess durchlaufen müssen: Das ist gar kein anderer, das bin auch ich. Ich bin kein Psychiater, aber ich kann mir vorstellen, dass bestimmte Neurosen auch daher rühren, dass man das Andere, Bedrohliche, das man an sich wahrnimmt, nicht als ein Eigenes akzeptieren will, dass man es abdrängen möchte, nach dem Motto: »Dieses Schreckliche, das kann ja nicht mehr ich sein, das muss ein anderer sein, dem ich einen anderen Namen gebe.«

mit Annik Berlin

Im Jahr 1989 also, als ich mit Wolfgang Dauner und dem Programm »Stilles Glück, trautes Heim« auf Tournee war, habe ich, zuerst eher unbewusst, begonnen, diese Zerrissenheit in mir, diese »Dichotomien«, zu erkennen. In der Formulierung »Mönch und Krieger« habe ich mit diesen Persönlichkeitsanteilen kokettiert, sie jedoch noch nicht vollständig akzeptiert.
Viel später, im Jahr 2011, wurde mir dann der Titel eines neuen Liedes, einer CD und einer Tournee praktisch in den Schoß gelegt: »Wut und Zärtlichkeit«. Ich sprach öffentlich über meine Zerrissenheit, über meine Sehnsucht nach einer liebevolleren, zärtlicheren Welt und über den wachsenden Zorn über die politischen Verhältnisse. Eine Hörerin schrieb mir damals auf Facebook: »Aber Konstantin, Wut und Zärtlichkeit, das gehört doch zusammen.« Heute glaube ich, dass ich mit »Wut und Zärtlichkeit« etwas ganz Ähnliches meinte wie mit »Mönch und Krieger«. Vielleicht sogar im Kern das selbe. Der Unterschied ist nur: Jetzt konnte ich ganz bewusst beide Pole in mir zulassen.
Der Mönch und der Krieger, einträchtig in einer einzigen Person vereint – das erscheint wie eine Utopie. Ebenso utopisch mag es anmuten, sich eine Welt zu denken, in der spirituelle Versenkung ebenso ihren Platz hat wie der aktive Einsatz für eine gerechtere Welt. Vielleicht ist die Versöhnung von Gegensätzen ja das Utopische schlechthin, scheinbar am weitesten entfernt von jeglicher Realisierbarkeit im Jetzt. Warum, so werde ich oft gefragt, strecke ich mich so gern nach dem vermeintlich Unmöglichen aus, anstatt das Mögliche in kleinen Schritten zu tun? Nun, abgesehen davon, dass ich gegen Verbesserungen in kleinen Schritten absolut nichts einzuwenden habe, liegt die Antwort auf diese Frage sicher wieder im speziellen Zuschnitt meiner Persönlichkeit.
Das Herzstück dieses Buches, so glaube ich, ist mein lebenslanges Suchen nach dem Wunderbaren, die Sehnsucht nach der Rückkehr in meine geistige Heimat. Es fällt mir schwer, diese Heimat genau zu definieren, wohl aber habe ich sie in meinen Liedern immer wieder umkreist und – wie ich hoffe – erahnbar gemacht. Das meiste, was ich geschrieben habe, hat wenig mit der Rolle zu tun, die ich als Person in der Gesellschaft ausfülle, jedoch viel mit der eigentlichen Quelle, aus der ich schöpfe. Es ist diese Quelle, in der ich mich geborgen und mit der ich mich verbunden fühle. Sie ist es, die ich immer aufs Neue suche: in meinem Leben und in meinen Liedern.



Und um von vornherein wenigstens in einem Punkt keine Missverständnisse aufkeimen zu lassen: Ich bin kein studierter Philosoph, auch wenn ich es ein paar Semester lang mal versucht habe. Ich bin kein Wissenschaftler und schon gar kein in irgendeiner Weise Erleuchteter. Wenn ich in diesem Buch über Erkenntnisse und gewisse Lebensweisheiten, über Spiritualität, Politik und menschliche Abgründe sinniere, dann schreibe ich nur über Erfahrungen, die ich selbst gemacht habe. Sie sind nicht aus zweiter Hand und erheben keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit. Etwas anderes würde ich mir gar nicht erlauben.
Manche Lehren konnte ich aus meinen Erfahrungen für mein Leben ziehen, andere Erkenntnisse hätte ich viel konsequenter in die Tat umsetzen müssen. In gewissen Bereichen meines Lebens war ich leider nie besonders willensstark und oft gefährdet. Daran hat sich bis heute nicht allzu viel geändert. Dennoch – oder vielleicht gerade deshalb – halte ich das Selbstreflektieren gemeinsam mit dem Zweifel für die vielleicht wichtigste menschliche Fähigkeit. Und wenn ich den einen oder anderen damit zum Nachdenken über sich selbst anregen kann, dann hat dieses Buch seinen Zweck erfüllt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Unbewusstes oft genau das ausgeklammert hat, was ich mir unbedingt hätte bewusst machen sollen. Es bedurfte dann oft gewisser Einschläge des Schicksals zum richtigen Zeitpunkt, um mich dazu zu zwingen, genau an diesen Punkten deutlicher hinzusehen.
Vielleicht gelingt es diesem Text ja, für einige ein Ratgeber zu sein, so wie viele meiner Erlebnisse und Schicksalsschläge zum Ratgeber für mich selbst wurden. Und vielleicht ist es ja für manche, die meine Lieder kennen, interessant, einiges über die Hintergründe und Entstehungsgeschichten meiner Gedichte und Songs zu erfahren.

mit Annik Berlin

Ich möchte meinen Leserinnen und Lesern zum Schluss einen Satz von C. G. Jung mit auf den Weg geben, den er im Alter von 82 Jahren in sein Tagebuch schrieb. Er gilt ohne Einschränkungen auch für mich:

»Im Grund genommen sind mir nur die Ereignisse meines Lebens erzählenswert, bei denen die unvergängliche Welt in die vergängliche einbrach. Neben den inneren Ereignissen verblassen die anderen Erinnerungen, Reisen, Menschen und Umgebung. Aber die Begegnungen mit der anderen Wirklichkeit, der Zusammenprall mit dem Unbewussten haben sich meinem Gedächtnis unverlierbar eingegraben. Da war immer Fülle und Reichtum, und alles andere trat dahinter zurück.«

Konstantins ergreifende Lieder für mich sind "Oma" und "Für meinen Vater"
Gegen meinen Berufsstand scheint er grundsätzlich eingenommen: "Der Herr Richter" und "Sehr verehrter Herr Richter"

Schauerlich: Heute aktuell wie 1989 oder 1993 oder 2001: Sie nennen sich neu und entsteigen doch alle dem alten Morast, dem bekannten: "Sturmbannführer Meier" oder "Die Ballade von Amadeu Antonia Kiow" oder "Gespräch mit Willy"



Auftritte














Persönliche Anmerkung (Selbstanalyse meines Unterbewusstseins):
Mir (Jahrgang 1945) ging es ganz genauso: Ich wollte meinen 60. Geburtstag nicht feiern -
stürzte mich eine Treppe hinunter und riss mir die Oberschenkelsehne:
Feier fiel aus, 60 wurde ich dennoch (im Krankenbett)















Ja, ja der Wahnsinn schleicht durch die Nacht,
und nennt sich Recht und nennt sich Macht,
verjagt die Sonne, löscht die Zeit
und stiehlt uns aus der Wirklichkeit.


Links
Weckers Website:
Interview 2017
Weckers Ferienwohnung:


Wir werden sie jagen, wir werden Merkel jagen,
teilt ein gewisser Gauland (nomen es omen!) den jubelnden Parteimitgliedern der AfD auf ihrer Wahlparty 2017 am Alexanderplatz mit.
Hellseherische Weisheit des begnadeten Dichters Konstantin, der 1975 (!) schrieb:
Sie werden kommen, um zu jagen ...

Christian ist nicht nur ein paar Seemeilen weit auf Odysseus' und W. G. Sebalds Spuren und in Mozarts und Knopflers Musik gesegelt, sondern hat auch Fundstücke zu Wasser und zu Land, in Prag und anderswo und im kulturellen Kosmos entdeckt und gesammelt: