... mit welchen Fernweh ich ...
über meinen Atlas gebeugt gesessen bin...




Orte

B





Badenweiler [LW 69]


Gemeinde im Markgräflerland, etwa 30 Kilometer südl. Freiburg in den ersten Hügeln des Südschwarzwaldes.
Klimatisch günstig in warmer Luftströmung aus dem Südwesten, gegen Osten durch die Berge des Schwarzwalds abgeschirmt vom kalten Kontinentalklima, erlaubt den Anbau von Rebensorten wie Burgunder und Gutedel, die nur in dieser Umgebung in Deutschland vorkommen und in dem fast mediterranen Klima gedeihen auch südländische Gewächse.
Tschechow stirbt hier am 29. Juni 1904 an Lungentuberkulose.(Tschechow nur einer von zahlreichen Tuberkulose-Patienten. Krankheit Seuche in ganz Europa.) Um den Hustenauswurf unauffällig los zuwerden, benutzen TBC-Kranke eine Spuckdose, den sogenannten "Blauen Heinrich", den Tschechow immer dabei hat. Vom Hotel "Römerbad" bittet man das Ehepaar nach zwei Nächten, sich nach einer anderen Bleibe umzusehen. Das Ehepaar zieht in die Villa Friederike (heute Hotel Eckerlin) und später in das Hotel Sommer (heute Parktherme), wo Tschechow stirbt.

Haus Friederike
Hotel Sommer

Gedenkplakette am Hotel Sommer
Tschechow-Salon (literarisches Museum im Kurhaus) und
Tschechow-Denkmal.
Russen machen elf Prozent aller Kurgäste aus, das größte ausländische Kontingent aller Touristen.
Tschechow in Briefen: "Badenweiler ist ein sehr origineller Kurort, aber worin seine Originalität besteht, ist mir noch nicht klar geworden." Und: "Man verspürt keinen Funken Talent und keinen Funken Geschmack, aber dafür Ordnung und Ehrlichkeit im Überfluss." (im Kurpark)


Bad Kissingen [AW 290ff]

Von Bad Kissingen erzählt Luisa Lanzberg in ihren Aufzeichnungen. U. a. schildert sie den Weg von dort in ihren Geburtsort Steinach. In der Wirklichkeit gering- fügige Abweichungen (siehe Karte):
Reihenfolge Großen-brach, Kleinenbrach ist umgekehrt, Höhn heißt Hohn, es ist das neue (nicht alte) Schloss in Stainach, das Wappen ist nicht Luxyburg sondern Diemer.




Bala [AUS 65, 116, 198]




Bamberg [NN 8]




Banff [AW 143]




Banff Springs Hotel


Banja Luka [RS 121]


Bard, Dorf und Festung [SG 10]


Dorf im Aostatal, Schweiz. Der enge Durchgang zwischen dem Fluß Dora und der steil abfallenden Felswand eine Art Nadelöhr, um in das Aostatal zu gelangen. Die zum größten Teil in den Felsen gehauene Straße aus der Zeit der Römer. In vielen Reiseberichten des späten Mittelalters erwähnt. Zum wichtigen Kriegsschauplatz wird Bard während der Belagerung 1800. Im Morgengrauen am 14. Mai überqueren 40.000 Mann der Armée de réserve Napoleons die Alpen über den Paß des Großen San Bernardo mit der Aufgabe, das österreichisch-piemontesische Heer zu überrumpeln, das die Po-Ebene besetzt hält. Der Abstieg verläuft problemlos bis Bard, wo er durch das österreichischen Bataillon auf Wache in der Festung abrupt gestoppt wird. In der Nacht des 21. Mai kapituliert die Stadt Bard nach einem nächtlichen Angriff, aber der Kommandant der Festung, Hauptmann Bernkopf, weigert sich aufzugeben. Der Plan von General Marmont, die Kanonen im Dunkeln der Nacht bis auf die Spitze des Felsens zu transportieren, scheitert, ein weiterer Angriff der Franzosen abgewehrt, die Belagerung beginnt. Nach einem Tag ununterbrochener Bombardierung unterzeichnet Bernkopf am 1. Juni unter militärischen Ehren die Kapitulation. Verärgert durch den unerwarteten Widerstand läßt Napoleon die Festung bis auf ihre Grundmauern schleifen. Renoviert, der Öffentlichkeit zugänglich.


Barmouth [AUS 115ff, 161,165]







Dampfbahn von Wrexam nach Barmouth
Stadt in der Grafschaft Gwynedd in Nord-Wales an der Cardigan Bay, auf der Nordseite der Flussmündung des Mawddach, in neuerer Zeit als Ferienort populär. Stadtbild mit einigen bemerkenswerten Gebäuden auf, gleich hinter der Hauptstraße Panorama Walk, grandioser Wanderweg längs des Mawddach-Tals. Die Bahnstrecke Aberystwyth/Pwhllheli überwindet die breite Flussmündung des Mawddach auf der Barmouth-Brücke, Holzkonstruktion von 1867. Auf der Südseite der Brücke mündete auch die (stillgelegte) Bahnstrecke Barmouth-Dollgelau ein, jetzt Anfang des für Biker oder Wanderer gedachten Mawddach-Trail, der die alte Trasse nutzt. William Wordsworth, berühmter Feriengast im 19. Jahrhundert, beschrieb seine Eindrücke von Barmouth ungefähr so: "Vor sich einen schönen Blick auf das Meer, hinter sich die Berge, die großartige Flussmündung acht Meilen weit landeinwärts, oder Cader Idris einen Tagesausflug entfernt; damit kann Barmouth gegen jeden Rivalen bestehen."






Beirut [AW 201]
Siehe Adana


Berlin [RS 214]
[Logis in einem Landhaus 131]



Bern [LL 131] [AW 23ff]



Besançon [AW 68]



Biel [LL 46, 131] [AW 15]



frz. Bienne, grösste zweisprachige Stadt der Schweiz mit ca. 50.000 Einw. im bernischen Seeland, Uhrenweltmetropole (Rolex), 9 Kursschiffe der Bielersee-Schiffahrts-Gesellschaft (BSG), darunter das grösste solar-elektrisch angetriebene Passagierschiff der Welt (MobiCat), bedienen als Kurs- und Ausflugsschiffe Orte am Ufer des Bielersees, die St. Petersinsel , Murten- und Neuenburger See.


Birmingham [CS 215]




Blackburn [RS 221]




Bohušovice [AUS 268]


Bohušovice nad Ohrí, Bauschowitz an der Eger, Stadt mit 2.544 Einw.
Alle ankommenden und abgehenden Transporte bis Juni 1943 auf dem Bahnhof Bohušovice abgefertigt. Die in ankommenden Menschen müssen mit ihrem Gepäck die etwa 2,5 km lange Strecke bis zum Getto Theresienstadt unter Bewachung von Gendarmen marschieren, Kranke und Gebrechliche werden auf Lastwagen transportiert. In dieser Zeit für die Bevölkerung des Ortes Ausgangssperre. Kontakt mit Mitgliedern des Transportes strikt verboten. Dennoch gelingt es immer wieder, Kontakt zu Bewohnern von Bohušovice herzustellen, die in vielen Fällen helfen, Kassiber befördern, Medikamente besorgen usw.. Heimlich werden Fotos von den in Richtung Getto marschierenden Transportgruppen gemacht, Raritäten, denn Fotografieren bei strengen Strafen verboten. Der Beschluss der SS, eine Bahnlinie bauen zu lassen, dient sicherlich nicht der Bequemlichkeit für die Gefangenen. Vielmehr sollen das Geschehen im Getto und die Transporttätigkeit weitestgehend von der tschechischen Öffentlichkeit abgeschirmt werden.
Am 24. August 1942 mit dem Bau der 2,5 Km langen Strecke begonnen.
Zwei Gleise mündeten tief in die Straße L 2 ein, ein anderes Gleis führte nach links ab und an der Kaserne A II entlang, wo man eine Laderampe baut. So hat das Lager auch einen „Güterbahnhof“. Die Bahneinfahrt längs der Bohušovicer Ausfallstraße durch zaunartiges Brettergestell abgesperrt, das durch einen Mann der Gettowache bewacht ist. Am 1. Juni 1943 Bahnlinie in Betrieb genommen. Reste der Gleisanlage noch heute zu sehen.
Der erste Transport, der Terezin verlässt, geht 1942 nach Riga, dort im Rumbuli-Wald 2.000 Juden erschossen










Bologna [SG 27, 29]



Boma [RS 154]

Hier bekleidet 1903 Roger Casement das Amt des britischen Konsuls


Boulge [RS 7, 231ff]

Weiler im Suffolk Coastal district of Suffolk ungefährt 5 km nördlich von Woodbridge. Begräbnisort des bekannten Edward Fitzgerald

Kirche, siehe auch
Boulge Hall siehe




Mausoleum der FitzGeralds, rechts hinten Grab Edward Fitzgeralds


Grab Edward Fitzgeralds


Bournemouth [RS 259]




Bredfield [RS 232, 235, 241]

Dorf in Suffolk, ungefähr 5km nördlich von Woodbridge und 22km östlich von Ipswich. Über 300 Einw., die in 140 Anwesen leben.
Bredfield House (auch als 'White House' bekannt) im Dorf Bredfield. Gebäude im jakobinischen Stil, Sitz der Familie Jenney. Geburtshaus von Edward FitzGerald Im zweiten Weltkrieg durch V-1-Rakete schwer beschädigt und danach vollständig abgetragen. Details siehe


Bristol [RS 239]




Burnley [RS 221]


Nördlich von Burnley kämpfen sich schmale Straßen nach Norden und Westen über das einsame Hochmoor von Bowland Forest, dem unberührtesten Landstrich Lancashires. Der Bowland Forest weist trotz seines Namens kaum Bäume auf. Das ehemalige königliche Jagdrevier besteht aus offenem Heideland und einsamen Hügeln.




Buxton [AW 248f]

Market town und Kurort in der englischen Grafschaft Derbyshire/UK







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RS: Die Ringe des Saturn
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UH: Unheimliche Heimat