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Lexikon Q

Quadratista [LL 177]
Mz. quadratisti (ital.) Künstler, spezialisert auf die Verwandlung von Interieuers mittels trompe-l'oeil-Perspektiv-Malerei


Quarz [AUS 258]
siehe bei


"Queen of the desert..." [AW 202]
Zitat spielt wohl auf Lady Hester Stanhope (1776 bis 1839 ) an, sagenumwobene und exzentrische Abenteuerin, die über ein lokales “Reich” in den Drusenbergen des Libanon herrschte und zu Europas „Königin der Wüste“ oder „Mystery Lady of the Orient“ wurde. Ihr Bruder übrigens spielte einen ziemlich mysteriösen Part als Kaspar Hausers () Pate.


Queen's Own Royal West Kent Regiment [RS 220]
Spitznamen: The Blind Half Hundred, The Celestials, The Devils Royals, The Dirty Half Hundred
Motto: Invicta, Quo Fas et Gloria Ducunt
Infantrieregiment der Britischen Armee 1881-1961, bekannt als "Royal West Kents." Teilnahme an der Ägypten-Intervention 1882, weiterhin auf Zypern, im Sudan, in Südafrika, Irland, Ceylon, Hong Kong, Singapore, Peshawar und Multan.
Teilnahme am 1. WK, dann Indien, Mesopotamien, Deutschland (British Army of the Rhine), 1937 Palästina, Malta Teilname am 2. WK. Danach Malaya, Suez-Kanalzone, Zypern, 1961 im 'The Buffs' (Royal East Kent Regiment) aufgegangen.


Quelle-Katalog [CS 240]
Katalog des Versandkaufhauses "Quelle" in Fürth (1927 - 2009)


Quesnay, Francois [LL 27]
1694-1774 französischer Arzt und Ökonom. Begründer der physiokratischen Schule der Ökonomie.
Erst in weit fortgeschrittenem Alter beschäftigt sich Quesnay mit Fragen der Volkswirtschaft. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts erscheinen in Frankreich zahlreiche Schriften zu diesem Thema. Auch in der Enzyklopädie von Denis Diderot und Jean-Baptiste le Rond d’Alembert, einem zentralen Werk der Aufklärung, nehmen diese Probleme großen Raum ein. 1758 entwickelte er sein revolutionäres Modell vom wirtschaftlichen Kreislauf und dessen Gesetzmäßigkeiten, das Tableau économique, und wird so zum Begründer der Physiokratie. In Paris zehn Jahre lang zweimal wöchentlich Zusammenkünfte im Palais des Grafen Mirabeau, gesellschaftliche Ereignisse mit Diskussionen, die auch der Vorbereitung neuer Publikationen zur physiokratischen Ökonomie dienen. Auch Quesnay kommt als Siebzigjähriger noch gelegentlich zu diesen Treffen nach Paris.


Quietismus [LL 82]
Der schwäbische Pietismus geprägt von Bengel und Öttinger, die der zweiten Generation des Pietismus angehören. In Württemberg ist man nach den kriegerischen Auseinandersetzungen ab ca. 1800 offen für den Pietismus. Anders als in den meisten deutschen Landstrichen haben Pietisten großen Einfluß in kirchlichen Kreisen und müssen kaum mit Amtskirche zu kämpfen. Zahlreiche separatistische Zirkel, die Besucher der Stunden bezeichnet man als Stundenleute. Stund und Stundenleute werden im Schwäbischen zu Allgemeinbegriffen, die aus dem gesellschaftlichen Leben nicht wegzudenken sind.
Man liest den französischen Mystikers Pierre Poiret, Gottfried Arnolds “Geheimnis der göttlichen Sophia”, Taulers und Thomas a Kempis Schriften, Böhme und Spener.
Generell empfindet man in schwäbischen Landen, dass das Heil eindeutig weniger in der Amtskriche zu finden ist, sondern vielmehr in Kreisen, die dem Glauben und der Inspiration den Vorrang gaben und sich unbefleckt dem weltlichen Treiben fernhalten.


Quilter, Sir William Cuthbert [RS 267ff]

* Finsbury 1841 + 1911, 1st Baronet seit 1897, englischer Börsenmakler Kunstsammler und Liberal Unionist Politiker (House of Commons 1885 bis 1906 für Sudbury). Privat unterrichtet, Chef der Fa. Quilter Balfour & Co. Einer der Gründer der National Telephone Company, Kommodore des Royal Yacht Harwich Club, Mitglied des Rates der Yacht Racing Association. Gesetzentwurf für eine bessere Sicherung der Reinheit des Bieres. Baut 1886 Bawdsey Manor und 1874 eine dampfbetriebene Kettenfähre (Ferry Bawdsey) über den Fluss Deben als Zugang zu Felixstowe Bahnhof, die bis 1931 lief. Er besaß auch Hintlesham Hall.
Ehefrau Mary Ann Bevington. Ältester Sohn Sir Cuthbert Quilter ebenfalls MP. Sohn Roger Quilter Komponist. Quilter's Bruder Harry bedeutender Kunstkritiker


Quilter, Sir Raymond RS 270f]

* 1902 + Ipswich 1959 3rd Baronet Großneffe von Sir William Cuthbert Quilter (siehe oben). Fliegt seit 1927, bekannt als "The Flying Baronet" Geschäftsführer der Parachute Co. Ltd und Direktor der Folland Aircraft Ltd Entwirft Fallschirme, viele Absprünge, einen der ersten im verzögerten freien Fall. In der britischen Armee seine Falllschirme weit verbreitet, im 2. WK Vorsitzender des Parachute panel of the Airborne Forces Committee. 1950 erhält er £27.500 vom Ministerium für seine außergewöhnlichen Verdienste für die Fallschirmjäger. 1954 in Dunsfold spektakuläre Demonstration des weltweit ersten ausfahrbahren Bremsfallschirms, entwickelt von seiner Fa. Stammgast im Dorchester


Quilter-Standarte [RS 271]

Sebald: ein goldener Fasan auf schwarzem Grund (?)


Quincunx [RS 5, 31]

Kupferstich auf dem Titelblatt von Thomas Browns Werk: The Garden of Cyrus
Das Zitat Quintilians lautet (lat): Was ist imponierender als der Kreuzverband, der, wohin man auch schaut, gerade Reihen bildet!
Quincunx: Name der Anordnung von fünf Punkten (üblicherweise auf Würfeln, Spielkarten oder Dominosteinen) Name abgeleitet von römischer Münze (Prägung mit fünf Wertpunkten, daher "Fünf Punkte" oder "Fünf Zwölftel" in der Astronomie und Astrologie Aspekt von 150° (5/12 des Vollkreises)
Herkunft (lat quinque „fünf“ und uncia „Unze“)
Quincunx-Muster in vielen Kulturen zu findende, intuitiv einfache Anordnung von fünf Punkten, die die Eckpunkte eines regelmäßigen Vierecks und den Schnittpunkt dessen Diagonalen bilden.

In der Philosophie Bedeutung, z. B. Pythagoras oder in der chinesischen Fünf-Elemente-Lehre usw.
Quincunx war die Standard-Formation in den römischen Legionen.
Grundrisstypus, z. B. bei byzantinischen Kreuzkuppelkirchen (z. B. San Marco in Venedig,

Hossios Lucás in Griechenland) und in der sakralen Barockarchitektur (z. B. S. Carlo ai Catinari in Rom, Konviktskirche in Ehingen, Kollegienkirche in Salzburg), insbesondere bei Universitätskirchen, wobei die Anräume für die Fakultäten der Universitäten standen.
Als Kreuzform, mit Armen verbunden, nennt man es Kolbenkreuz (auch Apfelkreuz, mit zentralem Medaillion)
Quincunx-Kartenprojektion:

eine von Charles S. Peirce im Jahr 1879 veröffentlichte konforme Kartenprojektion (auch Stereografische Projektion), in allen Bereichen mit Ausnahme der Ecken der inneren Hemisphäre konform, d. h. winkeltreu.
Browne geht in seinem Werk der Entdeckung dieser Anrodung in der natur im weistesten Sinne nach (Kristallenm Seesterne, Wirbelknochen, Schlangenhaut, Wurzeln, Blattstellung usw. usw.
Siehe


Quinzaine d'Aviation de la Baie de Seine
[AW 133]

frz. Briefmarke anläßlich der Großen 2-Wochen-Flugschau an der Seinebucht (1910)



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AUS: Austerlitz
AW: Die Ausgewanderten
BU: Beschreibung des Unglücks
CS: Campo Santo
LL: Logis in einem Landhaus
LK: Luftkrieg und Literatur
LW: Über das Land und das Wasser
NN: Nach der Natur
RS: Die Ringe des Saturn
SG: Schwindel.Gefühle
UH: Unheimliche Heimat