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Ostalbkreis - Aalen - 48°50'N 010°06'E

Seit 1956 gibt es AA, Leute aus dem Altkreis Schwäbisch Gmünd können wieder 'GD-' erhalten. Kreisstadt und größte Stadt im Ostalbkreis, der zu Baden-Württemberg gehört, ist Aalen mit gut 68.000 Einwohnern. Der Ostalbkreis hat den Hauptanteil an der östlichen Schwäbischen Alb sowie am östlichen Welzheimer Wald, der zum Schwäbisch-Fränkischen Wald gehört, ebenso die Ellwanger Berge im Norden des Kreises. Im Süden des Kreises fließt die Rems in westliche Richtung und mündet bei Remseck in den Neckar. Im östlichen Kreisgebiet fließen zwei weitere Nebenflüsse des Neckars, Jagst und Kocher. Im äußersten Osten reicht das Kreisgebiet noch ins Nördlinger Ries. An den drei Flüssen liegen die drei Zentren des Kreises, Aalen, Schwäbisch Gmünd und Ellwangen.
Höchster Punkt mit 781 m ist das Franz-Keller-Haus auf dem Kalten Feld.
Den Ostalbkreis gibt es seit 1973, gebildet aus dem größten Teil des Landkreises Schwäbisch Gmünd, er umfasst 42 Gemeinden.



Aalen
70 km östlich von Stuttgart und 50 km nördlich von Ulm, liegt die Stadt im Tal des Kocher in der sogenannten Aalener Bucht. Um 140 n. Chr. wird das Gebiet Teil des Römischen Reichs direkt am damals neu gegründeten Obergermanisch-Raetischen Limes. Über tausend Reiter und fast ebenso viele Pferdeknechte beherbergt das Kastell - um 260 aufgegeben, als die Alamannen die Region übernehmen.
Kaiser Karl IV. erklärt Aalen zur Reichsstadt, den Titel behält die Stadt bis 1803. 1575 führt Aalen die Reformation ein. Von den Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges bleibt die Stadt größtenteils verschont.
2006 erlangt Aalen (unfreiwillig) Bekanntheit, als das Satellitenbild von Google Maps bei Aalen ein angeblich 50 Meter großes Insekt entdeckt. (Es entpuppt sich später als Fransenflügler, der beim Scan des Fotos auf das Bild geraten war).
Aalen hat eine Hochschule für Technik und Wirtschaft mit rund 6.000 Studenten.





Aichach - 48°28'N 011°08'E

Die Kreisstadt des Landkreises Aichach-Friedberg im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben im Städtedreieck München – Augsburg – Ingolstadt mit gut 21.000 Einwohnern liegt am Flüsschen Paar.
Aichach blickt auf eine bald tausendjährige Geschichte zurück; bis 1384 Sitz einer Deutschordenskommende, zwischen 1796 und 1809 sind insgesamt 18.699 Offiziere und 194.086 Soldaten einquartiert, im Gasthof am Stadtplatz wohnen u. a. der französische General Saint Cyr und 1799 der Kosakenführer Rimski-Korsakow. Seit 1862 besteht das Bezirksamt Aichach, Vorläufer des Landkreises. Nach der Kreisreform 1972 und Zusammenlegung mit dem Landkreis Friedberg sowie weiterer Gemeinden hat er den Namen Landkreis Aichach-Friedberg.
Sitz eines Amtsgerichts, einer JVA u.a.







Altena - 51°18'N 007°40'E

AL - das Kennzeichen des ehemaligen nordrhein-westfälischen Landkreises Altena, der bis 1968 existiert. Altena ist heute nur noch eine Kleinstadt mit 17.000 Einwohnern im Märkischen Kreis im Tal der Lenne im Sauerland und sein Kfz-Kennzeichen MK.
Die gleichnamige Burg oberhab der Stadt ist bekannt, weil Richard Schirrmann 1914 dort die erste Jugendherberge der Welt einrichtet. 1815 wird Altena preußisch und gehört zum Regierungsbezirk Arnsberg.
In der Reichspogromnacht verwüsten uniformierte SA-Angehörige die Synagoge.
Während der Flüchtlingskrise 2015 macht die Stadt Schlagzeilen. "Die Welt" nennt Altena "Hauptstadt der Mutbürger", da sie freiwillig 100 weitere Flüchtlinge über den 270 nach Quote aufnimmt. 2 Täter verüben einen Brandanschlag auf ein Haus mit Flüchtlings-Familien. Altena bekommt den „Nationalen Integrationspreis“, da ein persönlichen „Kümmerer“ jeden der 450 Migranten im Asylverfahren betreut. 2017 verübt Werner S. auf den Bürgermeister eine Messerattacke ("Mich lässt du verdursten, aber holst 200 Ausländer in die Stadt") und erhält eine Bewährungsstrafe.








Alfeld/Leine - 51°59'N 009°49'E

Die Kleinstadt im Landkreis Hildesheim (Kfz-Kennzeichen HI) im südlichen Niedersachsen ist mit ca. 20.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt (nach Hildesheim) des Landkreises. Die Stadt liegt im Leinebergland zwischen der Leine im Westen und den Sieben Bergen im Nordosten, wo man über Schneewittchenpfad mehr erfahren kann.
Die Stadt gehörte zu den kleinsten Städten in der Hanse. 1815 wird die Stadt dem Königreich Hannover unterstellt, 1866 von Preußen annektiert, seit 1946 gehört Alfeld zum Land Niedersachsen.
In der Straße Winde steht die Bürgerschänke von 1540, wo die folgende Lebensweisheit zu lesen ist: "ALLER WELT PRACHT UND MUTH: STEIT NA TITLIKEN GUTH. WEN SE DAT ERWARVEN: VALLEN SE NEDER UND STARVEN".
Weit über die Stadt hinaus ist der markante Turm des Fagus-Werkes (UNESCO Weltkulturerbe) zu sehen, das 1910 bis 1915 nach für die Architekturgeschichte zukunftsweisenden Entwürfen von Walter Gropius erbaut wurde und Alfeld zum Geburtort des Bauhausstils machte.







Alsfeld - 50°45'N 009°16'E

Stadt im mittelhessischen Vogelsbergkreis im Zentrum des Bundeslandes Hessen mit 16.000 Einwohnern und staatlich anerkannter Erholungsort am Südwestrand des Knüllgebirges (in Schwarzenborn war der Betreiber der Webseite 3 Monate als Fähnrich stationiert).
Die Stadt schließt sich früh der Reformation an. Auf der Hin- und Rückreise nach Worms nimmt Martin Luther hier Quartier. Mit einer Predigt von der Stadtmauer herab zieht der Augsutinermönch Tilemann Schnabel, Luthers Freund, sich die Ungnade des Landgrafen zu, er muss die Stadt verlassen.
1975 erklärt der Europarat Alsfeld zur "Europäischen Modellstadt", viele der 400 Fachwerkhäuser aus 7 Jahrhunderten werden restauriert, hier steht eines der ältesten Häuser Deutschlands.
Eine Besonderheit ist die Versorgung mit Straßenreinigungs- und Feuerlöschwasser: Den "Lerrebach" staute man viele Jahrhunderte lang auf. Das natürliche Gefälle geschickt ausnutzend, erhält der Bach Abzweigungen in andere Gassen. Deren Verlauf in Pflasterrinnen folgte der sich schwächende Bach, um dann beim Fulder Tor zur Schwalm hin die Stadtmauern wieder zu verlassen.
Mit Trinkwasser versorgten sich die Einwohner über Brunnen im Haus: Jedes Haus in der Kernstadt soll einen eigenen Brunnen gehabt haben. Der Landkreis Alsfeld besteht bis 1972, als er mit den Landkreisen Lauterbach und Teilen des Landkreises Schotten zum Vogelsbergkreis (Autokennzeichen VB) zusammengeschlossen und das zentrale gelegene Lauterbach zur Kreisstadt zu bestimmt wird, was zu einiger Verbitterung in Alsfeld führt.







Amberg/Opf. - 49°27'N 011°51'E

Die kreisfreie Stadt mit 42.000 Einwohnern rund 60 Kilometer östlich von Nürnberg an der Vils im Regierungsbezirk Oberpfalz in Ostbayern gehört zum Verbund "Bayerische Eisenstraße", die zwischen Pegnitz und Regensburg historische Industrie- und Kulturdenkmäler verbindet. Die historische Stadt zählt zu den besterhaltenen mittelalterlichen Stadtanlagen Europas. Gemeinsam mit Weiden ist sie Sitz der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden. Die Stdt ist vollständig vom Landkreis Amberg-Sulzbach umschlossen.
Direkt am Marktplatz steht eine Basilica minor, die St. Mrtinskirche.



Im Mittelalter zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert ist das Amberger Land eines der Zentren des Eisenerzbergbaus in der Oberpfalz. Nach Verhüttung verschiffte man das Eisen über die Vils nach Regensburg, auf der Rückfahrt – Pferde treidelten die Schiffe flussaufwärts – ist Salz geladen.
Ab 1269 kommt der Nordgau, zuvor im Besitz der Staufer, unter die Herrschaft der Wittelsbacher. Amberg wird Hauptstadt der Oberen Pfalz, während Heidelberg die Untere Pfalz administriert.
1417 lässt Kurfürst Ludwig III. das Kurfürstliche Schloss erbauen.
1474 findet in Amberg, begleitet von glanzvollen Feierlichkeiten, die „Amberger Hochzeit“ zwischen Philipp, dem Sohn des pfälzischen Kurfürsten Ludwig IV. und Margarete, der Tochter des Herzogs Ludwig IX. von Bayern-Landshut, statt.
1621 kommen die ersten Jesuiten in Begleitung der bayerischen Truppen nach Amberg, das durch den Eisenerzbergbau reiche Amberg leistet sich eine gigantische Stadtbefestigung, die so furchteinflößend ist, dass niemand Amberg bis 1703 ernsthaft belagert. Über 100 Türme und mehrere Kilometer zweireihige Stadtmauern beschützen die Amberger. Die ganze Stadt ist durch den stets gefüllten und aufgestauten Stadtgraben eine Wasserfestung. Bürgermeister Michael 1564: "München seyn die schönst, Leipzig die reichist, Amberg die festeste Fürstenstatt". Amberg war jahrhundertelang eine bedeutende Garnisonsstadt, seit 1716 mit Kasernen.
Der Betreiber der Webseite ist in in Amberg geboren und aufgewachsen.







Ansbach - 49°18'N 010°34'E



Stadt in Bayern mit über 40.000 Einwohnern etwa 40 Kilometer südwestlich von Nürnberg am Zufluss des Onolzbachs in die Fränkische Rezat, Sitz der Regierung von Mittelfranken.
748 gründet der Edelfreie Gumbert hier ein Benediktinerkloster, in den folgenden Jahrhunderten wachsen Kloster und daneben liegende Siedlung zur Stadt Ansbach zusammen.
1791 verzichtet der letzte Markgraf Karl Alexander von Brandenburg-Ansbach gegen eine jährliche Leibrente auf sein Herrschaftsgebiet und tritt seine beiden Fürstentümer Ansbach und Bayreuth an Preußen ab, um fortan mit seiner zweiten Frau Elizabeth Craven im Königreich Großbritannien zu leben und sich der Pferdezucht zu widmen.
Maximilian von Montgelas entwickelt in einer Denkschrift ein umfassendes Konzept einer radikalen Neugestaltung Bayerns. Nach Regierungsantritt des bayerischen Königs Max I. Joseph wird das Konzept Grundlage des modernen bayerischen Staates. Von 1710 bis 1839 existiert eine Fayence-Manufaktur, der es gelingt, das chinesische Dekor der Grünen Familie zu kopieren und dadurch Ansbach berühmt zu machen.
Ab 1806 wird Ansbach bayerisch und Hauptstadt des Rezatkreises.



1833 stirbt Kaspar Hauser an den Folgen einer Stichwunde. Ungeklärt ist, ob es ein Mordanschlag und wer Hauser war.
1940 verschleppen die Nazis aus der Heil- und Pflegeanstalt mindestens 500 Patienten in die als psychiatrische Anstalten getarnten Mordanstalten Sonnenstein und Hartheim und töten sie dort mit Gas. In der Ansbacher Anstalt spritzen Ärzte in einer „Kinderfachabteilung“ etwa 50 behinderte Kinder mit dem Präparat Luminal zu Tode.
Als sich bei Kriegsende der 19-jährige Student Robert Limpert aktiv für die kampflose Übergabe der Stadt an die US-Truppen einsetzt, verraten ihn Hitlerjungen und der Kampfkommandant der Stadt, Oberst Ernst Meyer, umgeben von Schaulustigen, hängt ihn persönlich am Tor des Rathauses auf.



Der Betreiber der Webseite war Richter in Ansbach.





Arnsberg - 51°24'N 008°04'E

Die große kreisangehörige Stadt mit knapp 74.000 Einwohnern im Sauerland in Nordrhein-Westfalen und Sitz des Regierungsbezirks Arnsberg, offizielles Kfz-Kennzeichen HSK - bis 1975 Sitz des Kreises Arnsberg, seitdem gehört sie zum Hochsauerlandkreis. Arnberg liegt im Norden des Rheinischen Schiefergebirges im Tal der Ruhr, die die Stadt wesentlich prägt.



Im Stadtgebiet münden Röhr und Möhne in die Ruhr. Besonders charakteristisch ist die große Ruhrschleife, die Arnsberg auf zwei Seiten einschließt.
Einer der bedeutendsten frühen Sozialdemokraten, Wilhelm Hasenclever, geboren in Arnsberg, kann dennnoch nichts bis zur Novemberrevolution von 1918/1919 erreichen. Und nach der Machtergreifung durch die Nazis wird - wie überall in Deutschland - alles anders.







Arnstadt - 50°50'N 010°57E

Auch Bachstadt Arnstadt genannt, gut 27.000 Einwohner, ist eine Kreisstadt in der Mitte von Thüringen an der Gera, rund 20 km südlich der Landeshauptstadt Erfurt und Verwaltungssitz des Ilm-Kreises, eine der ältesten Städte Deutschlands.
Bis zum 18. Jahrhundert Residenzstadt der Grafen von Schwarzburg; aus Arnstadt stammt die Thüringer Bratwurst (1404) und deutsches Weizenbier außerhalb Bayerns (1617).
Die Stadt ist eine von fünf Thüringer Bachstädten: An der neuen Kirche hat Johann Sebastian Bach seine erste Anstellung als Organist von 1703 bis 1707. Arnstadt besitzt einen gut restaurierten historischen Stadtkern, aufgrund seiner Lage am Nordrand des Thüringer Waldes wird die Stadt "Tor zum Thüringer Wald" genannt.
Im Jahr 704 ist in einer Schenkungsurkunde des Thüringer Herzogs Hedan II. an den angelsächsischen Bischof Willibrord von Utrecht Arnstadt (Arnestati) erstmals genannt.
Am 6. Februar 1945 und vom 3. bis 10. April zerstören amerikanische Fliegende Festungen B-17 Bahnanlagen, Gewerbebetriebe und Wohnhäuser, viele historische Gebäude. Zum letzgenannten Datum besetzen amerikanischen Truppen Arnstadt, die im Juli die Rote Armee abgelöst.
Arnstadt ist früh an der Friedlichen Revolution 1989/90 beteiligt.
1994 wird der Landkreis Arnstadt in seiner ursprünglichen Größe wiederhergestellt und trägt den Namen Ilm-Kreis. 2014 wird die neue Jugendstrafanstalt Arnstadt mit 340 Haftplätzen in Betrieb genommen.
Unten: Rathaus Arnstadt







Artern/Unstrut - 50°50'N 012°55'E

6800 Einwohner hat die Kleinstadt an einem Bogen der Unstrut im thüringischen Kyffhäuserkreis ganz in Nordosten an der Grenze zu Sachsen-Anhalt, umgeben von lauter Gebirgen, Harz, Kyffhäuser und Hohe Schrecke. Die Marienkirche stammt von 1200
1944 müssen im Außenlager des KZs Mittelbau-Dora Hunderte Häftlinge die Elektrik für V2-Raketen montieren, die die Nazis 1945 auf einen Todesmarsch schicken.
1994 wird der Kreis Artern mit Sondershausen zum Kyffhäuserkreis vereinigt. 2002/2003 produziert MDR Fernsehen die Doku-Soap "Artern – Stadt der Träume" (Stadt der höchsten Arbeitslosigkeit in Thüringen)







Aschendorf - 53°03'N 007°20'E

Einer der ältesten Orte Niedersachsens, bis 1972 Stadt, heute Stadtteil mit gut 8.400 Einwohnern der emsländischen Stadt Papenburg.
Wer wusste, dass an der holländischen Grenze 1945 bis 1948 eine polnische Besatzungszone-> existierte, in der auf dem Kirchplatz von Aschendorf ein Plakat mit den Namen von 35 deutschen Frauen hing, die angeblich intime Beziehungen mit Polen unterhielten?
führt Pastor Johannes Hermanni die Reformation ein, 1614 Rekatholisierung.
Während der Koalitionskriege beherbergt 1795 Haus Altenkamp Herzog von Wellington und den preußischen General Blücher. 1813 preußisch, 1932 Zusammneschluss der Landkreise Aschendorf und Hümmling zum Landkreis Aschendorf-Hümmling.
In Aschendorf hat die Gardinenmarke ADO ihren Ursprung (ADO=Kurzform für Aschendorf)







Aschersleben - 51°45'N 011°27'E

"Tor zum Harz", gut 27.000 Einwohner, im Salzlandkreis im Tale der Eine, der 2007 durch Auflösung des Landkreises Aschersleben-Staßfurt entstand (zusammen mit dem neuen Landkreis Harz), älteste urkundlich erwähnte Stadt in Sachsen-Anhalt. Die Stadt war Sitz der Askanier, einem Adelsgeschlecht, das es im 12. Jahrhundert unter Albrecht dem Bären zum Mittelpunkt des späteren Fürstentums Anhalt machte.

Im späten Mittelalter war die Stadt Mitglied der Hanse. Aschersleben besitzt eine sehr gut erhaltene Stadtbefestigungsanlage, eine weitgehend intakte Innenstadt aus dem Mittelalter und ist Zentrum des Majorananbaus in Deutschland (erstmals 1890 angebaut).
Die sogen. Benrather Linie, die Sprachgrenze zwischen Ostfälisch und Thüringisch, verläuft südlich der Stadt.
Der Wiener Kongress ordnet Aschersleben 1815 der neu geschaffenen preußischen Provinz Sachsen zu. In der Nazizeit baute Junkers die Rümpfe für Ju 88-Flugzeuge in der Stadt, etwa 450 Männer und 500 Frauen – zum überwiegenden Teil Jüdinnen – leisteten Zwangsarbeit, kurz vor Ende des Krieges schickte sie die SS auf einen mehrtägigen Todesmarsch.



1952 gründet die DDR den Kreis Aschersleben und Aschersleben ist bis 1990 Kreisstadt im Bezirk Halle.
Das Kriminalpanoptikum im 1896 eingerichteten ehemaligen Stadtgefängnis am Gerichtsgebäude zeigt die Geschichte der Kriminalpolizei in Deutschland.
Der 1960 in Leipzig geborene Kunstmaler Neo Rauch-> ist in Aschersleben aufgewachsen und hat hier die nach ihm benannte Grafikstiftung errichtet.





Viertorestadt Neubrandenburg - 53°33'N 013°16'E

AT (bezieht sich auf Altentreptow) ist das Kennzeichen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, flächenmäßig mit Abstand der größte Landkreis Deutschlands - gut doppelt so groß wie das Saarland, mit der Kreisstadt Neubrandenburg.



Neubrandenburg (niederdeutsch Bramborg), drittgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns mit rund 65.000 Einwohnern liegt zentral zwischen der Ostsee und den Ballungsräumen von Stettin in östlicher, Rostock in nordwestlicher, Berlin in südlicher und Hamburg in westlicher Richtung. Neubrandenburg, bekannt für Europas besterhaltene Stadtbefestigung der Backsteingotik (wegen der markanten vier mittelalterlichen Stadttore hat die Stadt ihren Namenszusatz) ist geprägt durch seine Lage am Tollensesee.
In dem fast kreisrund als Planstadt angelegten Stadtzentrum sind die Straßen durchgehende rechtwinklig angeordnet. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs hat die Riote Armee die Altstadt mit systematischen Brandlegung zu mehr als 80 % zerstört. Im "Nachtjackenviertel" (Jahnviertel) dominieren repräsentative Bürgerbauten aus der Gründerzeit und dort steht auch das


Denkmal für Turnvater Friedrich Ludwig Jahn.

Der Begriff Nachtjackenviertel beruht darauf, dass dort zu früheren Zeiten Bessergestellte wohnten, denn die Villeneigentümer sollen noch am späteren Morgen in der „Nachtjacke“ an der Tür erschienen sein. Seit der Wende und dem Ende der DDR hat die Stadt wegen des Geburtenrückgangs, der anfangs hohen Arbeitslosigkeit und des staatlich geförderten Fortzugs von Arbeitslosen mehr als 26.000 Einwohner verloren.





Aurich - 53°28'N 007°29'E

"In Aurich ist's schaurig" - dieser blöde Spruch über die Stadt in Ostriesland (und über dessen Bewohner gibt's noch blödere Witze) fällt meist jedem zuerst ein, wenn er von Aurich hört, wegen seiner vielen Behörden über Jahrhunderte der „Schreibtisch Ostfrieslands“.
Aurich (ostfriesisches Platt: Auerk - Aurich ist berechtigt, zweisprachige Ortsschilder in Hoch- und Plattdeutsch aufzustellen!), Kreisstadt des Landkreises Aurich in Ostfriesland im Nordwesten Niedersachsens, mit 42.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Ostfrieslands – (hinter Emden) und heimliche Hauptstadt Ostfrieslands.
Residenz der ostfriesischen Fürsten, Sitz der preußischen, hannoverschen und wiederum preußischen Verwaltungen Ostfrieslands und bis heute Sitz zahlreicher Behörden. Seit der Industriealisierung nach dem dem Zweiten Weltkrieg, besonders durch den Aufstieg des Windenergieanlagenherstellers Enercon hat Aurich sich weg von einer reinen Beamtenstadt gewandelt.

Der Sous-Turm ist eine Großplastik aus Abfällen des Forschungszentrums Jülich, genannt Auricher Tauchsieder, futuristischer Schrotthaufen oder Weltraumpenis. "Der Turm ist anstößig, und Kunst muss Anstöße geben, also anstößig sein".
Aurich liegt inmitten der Ostfriesischen Halbinsel, Geest (geomorphologische Landform, die durch Sandablagerungen während der Eiszeiten entstand - Gegensatz Marschland, nacheiszeitliches Schwemmland) und Moor prägen weite Teile des Stadtgebiets, das zu fast drei Vierteln landwirtschaftlich genutzt ist. Aurich liegt in der gemäßigten Klimazone und steht im direkten Einfluss der Nordsee. Die Sommer sind kälter, die Winter wärmer als im Inland.
Der Wiener Kongress schlägt die Stadt und Ostfriesland dem Königreich Hannover zu, nach dem Krieg 1866 kommt Aurich wieder zu Preußen. Bei den Reichstagswahlen 1932 wählen 44,2 % die NSDAP. Große Bevölkerungsschichten begrüßen die Nazis, in Auarich kommt es zu Großveranstaltungen mit mehreren Tausend begeisterten Zuhörern. 1940 melden die Behörden die Stadt als judenfrei. Im Spätjahr 1944 müssen KZ-Häftlinge Panzergräben rund um die Stadt in Handarbeit für den - nutzlosen - "Friesenwall" errichten. Täglich zweimal ziehen rund 2000 Gefangene - sie führen auch Leichen mit, mitten durch die Stadt und innerhalb von 2 Monaten sterben 188 KZ-Häftlinge.
Die Auricher Bevölkerung ist überwiegend protestantisch, die Landkreise Aurich und Wittmund haben die höchsten Anteile an Lutheranern in ganz Deutschland, rund 85 % der Einwohner.
Der 1880 bis 1888 erbaute Ems-Jade-Kanal verbindet Aurich mit Emden und Wilhelmshaven. Der Kanal mit einer Gesamtlänge von 72 km hat heute ausschließlich Bedeutung für die Sportschifffahrt.

Gespenstisch: Leben dort Menschen?







Bad Neuenahr-Ahrweiler - 50°33'N 007°07'E

Die Kreisstadt mit gut 28.000 Einwohnern ist Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Ahrweiler im nördlichen Rheinland-Pfalz und staatlich anerkanntes Heilbad. Bad Neuenahr-Ahrweiler liegt im Ahrtal im linksrheinischen Teil des Rheinlandes ca. 10 km von der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen entfernt, nach Köln sind es 45 km. Berge des Ahrgebirges umgeben die Stadt, an ihren Südhängen wächst Wein.
1000 bis 500 v. Chr. sind Kelten in der Region ansässig und betreiben Ackerbau und Viehzucht. Der Gallische Krieg 58 bis 50 v. Chr. führt zur fast vollständige Vernichtung der keltischen Urbevölkerung, vom 1. bis 3. Jahrhundert existieren zahlreiche Funde aus der Römerzeit.



Im Jahr 1794 besetzen französischen Revolutionstruppen das Linke Rheinufer, 1798 bis 1814 ist die Stadt im Rhein-Mosel-Departement (französisch Département de Rhin-et-Moselle) Hauptort (chef-lieu) des gleichnamigen Kantons. Der Wiener Kongress schlägt die Region 1815 dem Königreich Preußen zu. Seit 1969 sind die Städte Ahrweiler und Bad Neuenahr zusmmengelegt. Apollinaris (Coca-Cola) sitzt in der Stadt.
Bad Neuenahr, eines der wenigen privat geführten Heilbäder in Deutschland, steht mit seinen zahlreichen großen Kliniken und Hotels für die meisten Arbeitsplätze. Die Bad Neuenahrer Ahr-Thermen mit den weltberühmten Quellen werden zu den schönsten Thermal-Badelandschaften Europas gezählt.

Die Römervilla nebst großem Badetrakt ist sehr gut erhalten, wodurch Besucher einen sehr plastischen Einblick in die gehobene römische Wohnlebensweise erhalten. Der Stadtteil Bad Neuenahr ist eine bekannte Kurstadt mit zugehörigen beachtenswerten Kuranlagen und Kureinrichtungen, so den Ahr-Thermen und einem Spielcasino.
Im Stadtteil Heppingen befindet sich eines der renommiertesten Restaurants Deutschlands, Hans Stefan Steinheuers Restaurant Zur Alten Post.




Alzey - 49°45'N 008°07'E

Alzey mit über 18.000 Einwohnern, Sitz der Verwaltung des Landkreises Alzey-Worms in Rheinhessen und Nibelungenstadt, auch Volkerstadt geanannt.

Volker von Alzey, Spielmann am Hof der Burgunder mit Stammsitz Alzey, den Hildebrand tötet, als er auf Etzels Burg an der Seite Hagens kämpft.

Alzey, am Westrand des Nordteils der Oberrheinischen Tiefebene ist Luftlinie von Mainz 30 und Worms 22 km entfernt. Durch Alzey fließt, teilweise unterirdisch, der Selz, Nebenfluss des Rheins.
Die Römer gründen Alzey als Altiaia in der römischen Provinz Germania Superior im Hinterland von Mogontiacum (Mainz). 1529 lässt Ludwig V. von der Pfalz ohne Urteilsspruch 350 Täufer wegen ihres Glaubens in Alzey hinrichten, die Männer enthaupten und die Frauen in der Roßschwemme ertränken.
1909 Gründung der Rebschule, nach dessen ersten Leiter die Scheurebe benannt ist. Alzey ist vom Weinbau geprägt und hat 778 ha bestockte Rebfläche.







Zerbst/Anhalt - 51°58'N 012°05'E

Der Landkreis Anhalt-Zerbst war bis 2007 ein Landkreis im Osten des Landes Sachsen-Anhalt mit Verwaltungssitz in Zerbst/Anhalt, heute Stadt mit knapp 22.000 Einwohnern im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Die Kernstadt Zerbst liegt etwa 13 km nördlich der mittleren Elbe, auf halbem Weg zwischen Magdeburg und Wittenberg.
1307 erwirbt Graf Albrecht I. die Stadt und begründet die Jahrhunderte dauernde Herrschaft der askanischen Grafen von Anhalt-Zerbst. 1348 gründen Augustiner ein Kloster. Nach Besuchen Luthers 1522 wendet sich die Stadt als eine der ersten dem evangelischen Bekenntnis zu und löst die Klöster auf. 1603 bis 1793 ist Zerbst Residenz des Fürstentums Anhalt-Zerbst. Im 30-jährigen Krieg fällt jeder dritte Einwohner der Pest zum Opfer. 1745 heiratet Prinzessin von Anhalt-Zerbst den russischen Thronfolger Peter III. und besteigt als Katharina II. die Große 1762 den Zarenthron und regiert Russland bis 1796. 1797 wird die Stadt Bestandteil des Fürstentums Anhalt-Dessau.
Im April 1945 zerstört die US-amerikanische Luftwaffe die Stadt zu 80 %. Ein Arzt und ein Kaufmann überbringen der US-Armee die Kapitulation der noch vorhandenen Wehrmachtseinheiten und verhindern so die weitere totale Bombardierung.

2006 benennt sich die Stadt in Zerbst/Anhalt um.
In der Altstadt sind historische Kirchenbauten, das ehemalige Zisterzienser-Nonnenkloster und ehemalige Franziskanerkloster, die Stadtmauer mit mehreren Türmen und Toren sowie einzelne Fachwerkhäuser erhalten.