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Sternbild ORION

Orion, der mythische Himmelsjäger, ist das markanteste Sternbild am Winterhimmel. Drei Sterne in etwa gleichem Abstand bilden seinen Gürtel.
Das Sternbild liegt auf dem Himmelsäquator, in Mitteleuropa ist es von August am Morgenhimmel bis April am Abendhimmel zu sehen. Durch seine Auffälligkeit finden es Sterngucker schnell und auch Kinder erkennen es rasch wieder.
Die Sterne Beteigeuze und und Bellatrix bilden die Schulter, die Sterne Saiph und Rigel die Füße. Und Rigel ist Eckpunkt

Wintersechseck

Die Sterne des Gürtels Alnitak, Alnilam und Mintaka (ζ, ε und δ Orionis) in stark überstrecktem Winkel werden auch drei Könige (oder Jakobsstab oder Jakobsleiter) genannt.
Unten in der Mitte von Orions "Schwertgehänges" sehen wir den Orionnebel M 42: interstellare Materie, die das gesamte Sternbild durchzieht.
Das "Schwertgehänge" ist die Kette von Sternen, die sich von Norden nach Süden aus 45 , θ und ι Orionis zusammensetzt.
Den etwa 8° langen Bogen westlich des Jägers (π1 bis 6) nennen ältere Darstellungen Keule oder Bogen, Albrecht Dürer interpretiert ihn als Umhang.

λ Orionis markiert Orions Kopf.

Die alten Griechen sehen im Sternenbild den großen Jäger Orion. Schon Homer erwähnt ihn in der Odyssee und Ilias. Über Orions Leben und Wirken gibt es verschiedene Versionen, etwa die (blutrünstig und kriminell, wie alle die Mythen aus göttlichem Bereich):
So soll er der Sohn des Meeresgottes Poseidon sein, der die Insel Chios von wilden Tieren befreit. Als er jedoch Merope, die Tochter des Königs Oenopion vergewaltigt, blendet ihn ihr Vater. Orion wandert blind nach Osten, um von den Strahlen der Morgensonne geheilt zu werden. Eos, die Göttin der Morgenröte, verliebt sich augenblicklich in ihn. Die keusche Jagdgöttin Artemis missgönnt ihr aber den jungen Mann und erschießt ihn. Orion und die Plejaden, das Siebengestirn, werden an den Himmel versetzt.

Nicolas Poussin 1650

Sterne:
α Beteigeuze
β Rigel
γ Bellatrix
δ Mintaka
ε Alnilam
ζ Alnitak
κ Saiph




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