Unser Manifest

WER WIR SIND

Unsere Bewegung heißt Deutschland AG und unsere Farbe ist Weiß, aber nicht etwa, da es sich bei uns vornehmlich um weiße Menschen handelt, sondern da wir für einen kompromisslosen Neuanfang stehen. Für die kreative Zerstörung überkommener Strukturen, ohne Rücksicht auf Privilegien, auf Partikularinteressen oder auf weinerliche Anspruchshaltungen.

Unser Name ist als Rückgriff auf eine Zeit zu verstehen, in der die Einkommen der deutschen Bundesbürger in einem nachvollziehbaren Verhältnis zueinander standen. Und bei aller Zukunftsfreude: Da wollen wir wieder hin, liebe Freundinnen und Freunde. Denn dieser erhabene Teamgeist ist als der romantische Kern unserer Erfolgsgeschichte zu verstehen.

Unser Schattenkabinett rekrutiert sich aus der wirtschaftlichen Funktionselite unseres Landes, was einigen als unappetitlich erscheinen wird, heute aber unabdingbar ist: Denn nur, wer unser verworrenes System von innen kennt, wird in der Lage sein, es durch ein faires, transparentes und wettbewerbsfähiges System zu ersetzen.

Wir wollen nicht in die Politik, um uns ein Pöstchen zu sichern, um uns in den warmen Filz der Vorteilsnahme zu wickeln, im Gegenteil: Wir wollen finanzielle Opfer bringen, auf rituelle Weise, und diesen Vorgang als Befreiung empfinden. Konkret bedeutet das: Wir wollen Vermögenssteuern zahlen, um die Institutionen unseres Gemeinwesens zu stabilisieren. Wir sind der Weiße Ritter, liebe Freundinnen und Freunde, der uns alle davor bewahren soll, eine gramvolle Verlegenheitsehe mit einer unattraktiven Altpartei einzugehen.

Unser Ziel ist es, die politische Konkurrenz erst hinter uns zu lassen und dann hinter uns zu vereinen. Wir bewerben uns um die Führungsrolle bei der Neuerfindung Deutschlands, da wir als einzige Gruppierung die fachliche Expertise für diesen Vorgang mitbringen. Wohlstand für wenige zu schaffen, das gelingt auch dem Berufspolitiker, wie wir in den letzten Jahren gesehen haben. Wir von der Deutschland AG aber verfolgen die Zielsetzung, Wohlstand für alle zu schaffen.

WO DEUTSCHLAND STEHT

Der Wind fährt über die goldenen Felder, und der Frühling verbreitet eine trügerische Wärme. Denn es herrscht der Winter in der deutschen Seele. Unsere Großmütter zerren Säcke voller Leergut in Richtung unserer Discounter, um ihre Ausbeute in Schweinenacken zu investieren, an guten Tagen noch in ein Tetra Pak »Italienischer Landwein Lieblich« zu 79 Ct. Und in den Talkshows sind unsere Erbinnen zu sehen, die über die Schwere der Verantwortung jammern, mit der die braunen Milliarden auf ihnen lasteten, während die Manager ihrer Immobilien-Portfolios von unseren Krankenschwestern sittenwidrige Wuchermieten kassieren.

Klatten, geb. Quandt, reichste Frau Deutschlands, Tochter des Industriellen Herbert Quandt

Unsere Heimat ist mal wieder auf die schiefe Bahn geraten, liebe Freundinnen und Freunde. Unsere letzten paar Regierungen haben sich der irrationalen Heilslehre der Märkte verschrieben, mit der Folge, dass unser geschwächter Staatsapparat nicht einmal mehr seine Basisfunktion der Kontrolle unsere Außengrenzen erfüllen kann.

Seit der Jahrtausendwende hat die Bundesrepublik die gleiche Entwicklung wie die Deutsche Bank durchlaufen, die jahrzehntelang an allen heimischen Konzernen beteiligt war und sich auf ein solides Endkundengeschäft konzentrierte. Heute handelt es sich bei dieser um einen maroden Munitionsfrachter unter chinesischer Flagge, auf dessen Lidodeck sich ein hochnäsiges Grüppchen nihilistischer Kettenraucher zusammengerottet hat.

Der Hinweis auf diese Verwerfungen ist nicht etwa als Kritik an der Globalisierung zu verstehen, im Gegenteil: Denn unsere deutsche Exportwirtschaft muss noch um ein Vielfaches aggressiver und erfolgreicher werden. Von entscheidender Bedeutung für unsere Demokratie aber wird sein, die Renditen und Kosten unserer Vorstöße in die Fremde endlich gerecht unter unseren Bevölkerungsgruppen zu verteilen.

Es kann nicht sein, dass eine abgehobene Minderheit die Profite einkassiert, während für die hart arbeitende Mehrheit nur die Risiken übrigbleiben. Es kann nicht sein, dass Tausende Jugendliche dem deutschen Winter als Obdachlose entgegensehen, während unsere Überschüsse in unangemessene Prunkbauten fließen, in die zehn Millionen € teuren Villen, die sich in unseren Wäldern ausbreiten, und auf unseren Nordseeinseln.

DER ETIKETTENSCHWINDEL

Um die soziale Frage vom Tisch zu wischen, haben unsere Regierungsparteien einen ebenso eleganten wie verkommenen Etikettenschwindel ersonnen. Sie haben sich der Pflege seltener Fledermäuse verschrieben, biolumineszenter Eidechsen und opalisierender Amphibientiere. Um ihrer Agenda der Rückschritte einen progressiven Anstrich zu verpassen, haben sie ein Festival der Kulturkämpfe inszeniert, in denen natürlich immer die Toleranz siegreich war, die Solidarität, die Weltoffenheit.

Die Einzigen, an denen unser System kein Interesse zeigt, sind die disziplinierten Arbeitnehmer, die unsere Kinder betreuen, unsere Eltern pflegen, unsere Feuer löschen, unsere Grenzen sichern, unsere Suppen würzen, unsere Beschwerden aufnehmen, unsere Züge fahren, unsere Biere zapfen, unsere Städte bauen, unsere Steuerbetrüger jagen und unsere freie Lebensweise am Hindukusch verteidigen. Nahezu die Hälfte aller Deutschen ist zu lebenslang im Niedriglohnsektor verurteilt worden, ohne die Möglichkeit, sich aus eigener Kraft emporzuarbeiten.

Von einer Leistungsgesellschaft kann in Deutschland somit keine Rede mehr sein. Es geht nicht darum, was man kann, sondern darum, wen die Eltern kennen. Es geht um Privilegien, um Wettbewerbsverzerrung, um Ungerechtigkeit. Unsere Finanzeliten betreiben die strukturelle Prekarisierung unserer Arbeiterklasse, um deren Kindern den Zugang zu höherer Bildung und damit die Möglichkeit des gesellschaftlichen Aufstieges zu verweigern.

DAS LEISTUNGSPRINZIP

Ein System, in dem nicht das Talent, sondern die Willkür entscheidet, ist als Mühlstein um den Hals der internationalen Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft zu verstehen. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass unsere Berufspolitiker, indem sie ihren ökonomischen Rassismus ausleben, schamlos gegen die Interessen ihres Landes arbeiten.

Denn ob es uns gelingen wird, eine faire Konkurrenz zu gewährleisten, ist eine der Fragen, die unsere Zukunft als Nation bestimmen werden. Unser Ehrgeiz muss sich in einem System manifestieren, in dem alle Kinder als privilegiert behandelt werden, unabhängig von Einkommen und Bildung der Eltern. Nicht die Reichsten sollen gewinnen, sondern unsere Besten, liebe Freundinnen und Freunde.

Zudem müssen wir uns fragen, was wir meinen, wenn wir den Begriff »Leistung« verwenden. Leistung allein in Profit zu messen, ist für eine reife Gesellschaft wie die unsere ein Armutszeugnis. Wir müssen uns fragen: Wer leistet mehr? Die Krankenschwester, die unsere Hand hält, während wir sterben? Oder der Immobilienentwickler, der sie aus der Innenstadt vertreibt? Wollen wir eine Gesellschaft der Ingenieure, der Denker und der Handwerker sein, der Erfinder, der Biertrinker, der Facharbeiter? Oder sollen sich Lobbyisten, Spekulanten und Erben unsere Volkswirtschaft unter den Nagel reißen?

SIEG ODER NIEDERGANG

Um nicht leichtfertig unsere Demokratie zu riskieren, müssen wir von einem obsessiven Ich zu einem entschlossenen Wir zurückgelangen. Wir brauchen eine neue nationale Erzählung, die um Teamwork kreist, um Zusammenhalt – um das konsequente Bündeln unserer ökonomischen Kapazitäten, um uns von der chinesischen und amerikanischen Konkurrenz nicht ins Abseits drängen zu lassen. Es wird darum gehen, unsere Kräfte zu vernetzen und zu fokussieren, um sie dann zu entfesseln, liebe Freundinnen und Freunde.

In China gibt es mittlerweile über 3.000 öffentliche Universitäten, die mit einem wahren Jangtse aus frisch gedruckter Billigwährung in Richtung Weltspitze geprügelt werden. Deren Studenten kommen in den Genuss kostenfreier Wohnungen, Kindergärten und Grillpagoden, um sich voll auf ihre rigorosen Curricula konzentrieren zu können, die neben Prozessoptimierung und Lagermanagement zunehmend auch Nietzsche und Heidegger umfassen.

Diesem Nunchaku der Bildungssysteme stehen in Deutschland unbezahlte Lehrbeauftragte gegenüber, bröckelnde Institute, überfüllte Hörsäle, dynamische Budgetkürzungen und paläolithische Informatiksysteme. Wir stehen vor einer Phase der unerbittlichen intellektuellen Kampfhandlungen, an deren Ende ein historischer Sieg stehen wird – oder unser Niedergang, liebe Freundinnen und Freunde.

VIRTUELLE WOLKENBÄNKE

Schon unsere Allerkleinsten müssen in den Genuss maßgeschneiderter Förderprogramme kommen, um etwaige Nachteile im Hinblick auf die Möglichkeiten des Elternhauses auszugleichen. Die einzigen Bodenschätze der Bundesrepublik sind in den Köpfen ihrer Bürger verborgen, und so muss unsere primäre Zielsetzung sein, jedes Kind so zu fördern, als ob es aus einer wohlhabenden Establishment-Familie käme.

Wir werden unsere Reserven mobilisieren, um neue Gymnasien zu bauen, in urbanen Zentren wie in strukturschwachen ländlichen Gegenden, mit Coding-Laboren, Robotik-Werkstätten, philosophischen Bibliotheken, Schüler-Newsrooms, Llamaherden, symphonischen Orchestern sowie, wo Topographie und Terroir es hergeben: eigenen Weinbergen. Auf den Menüplänen der kostenfreien Schulkantinen werden neben regionalen Hülsenfrüchten auch saftige Braten zu finden sein, pikante Sülzen, herzhafte Frikadellen, nach alter Väter Sitte, liebe Freundinnen und Freunde.

Denn wir wollen eine Gesellschaft der virtuellen Wolkenbänke sein, aber auch der seit Jahrhunderten unveränderten Weihnachtspyramiden, über denen sich thermodynamisch optimierte, in Hinterhofwerkstätten von Hand geschliffene Kevlar-Flügelräder drehen.

DIE VOGTLÄNDISCHE PAMPELMUSE

Unsere neuen Bildungsangebote werden natürlich auch Bürgern unserer älteren Jahrgänge offenstehen – wobei wir aber keinen Zwang ausüben werden. Wem nach harten Jahrzehnten im Berufsleben die Energien fehlen, um sich neu zu erfinden, ja, um seine geschundenen Knochen noch mal aufzurappeln, den werden wir nicht sanktionieren oder gar fallenlassen, liebe Freundinnen und Freunde. Das verbietet uns der Respekt vor der gewaltigen Lebensleistung unserer Brückengenerationen.

Für deren Mitglieder werden wir vielmehr einen Sektor der traditionellen Handwerks- und Gartenbaudisziplinen schaffen, der Kleinkunst, des Liedgutes, der Renaissance ausgestorbener Rübenarten, um der märkischen Ananas endlich wieder die vogtländische Pampelmuse zur Seite zu stellen.

Wir wollen eine Gesellschaft sein, die dem Maschinenbauschlosser noch im hohen Alter seine Umschulung zum urzeitlichen Aalfischer möglich macht, sodass er seine alten Tage auf den mäandrierenden Seitenarmen unserer klaren Gewässer verbringen kann – in der Gewissheit, dass seinen Kindern alle erdenklichen Optionen offenstehen.

In sparsamen Mittelklassewagen werden wir über die makellosen Oberflächen kurviger Landstraßen durch rauschende Mischwälder fahren, um dann auf fugenlosen Autobahnen unseren sinnstiftenden Arbeitsplätzen entgegenzustreben.

WAS WIR VORHABEN

Um unsere Heimat für die Zukunft zu wappnen, werden wir in Deutschland nicht umhinkommen, die sinnlose Ballung unvorstellbarer Privatvermögen zu beenden. Nur mit einer effizienten Allokation nationaler Ressourcen wird die Politik ihre zentrale Aufgabe erfüllen können, nämlich die Verbesserung der Lebensumstände aller deutschen Bürger zu gewährleisten. Und so wird es in unserer Erzählung nun auch um Verteilungsgerechtigkeit gehen, ohne die eine kompromisslose Chancengerechtigkeit nicht seriös zu finanzieren sein wird.

Als geeignete Maßnahme erscheint eine harte Vermögensobergrenze, die wir auf der Höhe eines Nettobetrages von 25 Millionen Euro pro Bürger ziehen werden und oberhalb derer etwaige Vermögenswerte an das Gemeinwesen abzuführen sind. Denn mal ehrlich, liebe Leute: Es bricht niemandem einen Zacken aus der Krone, als Einzelperson mit nur 25 Millionen Euro auskommen zu müssen. Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass private Vermögen in Milliardenhöhe durch eine Arbeitsleistung nicht zu rechtfertigen und dass obszöne Konzentrationen von Reichtum einer hochentwickelten Zivilisation wie der deutschen unangemessen sind.

Magda Behrend gesch. Frau Günther Quandts, verh. mit Joseph Goebbels. Ermordet 1945 ihre 6 Kinder

Mal abgesehen davon, dass die Fundamente unserer Industrievermögen nahezu durchweg in Kollaboration mit den Nazis und somit auf den Massengräbern unserer Zwangsarbeiter errichtet wurden. Ein Vorfahre der Inhaberfamilie der Bayerischen Motorenwerke zum Beispiel schreckte noch nicht einmal davor zurück, seine Ehefrau mit Goebbels zu verkuppeln, um seine Geschäfte mit dem Regime voranzutreiben. Für die Nachkommen unserer Elendsprofiteure wird die Obergrenze daher eine Erlösung bedeuten – nämlich die Möglichkeit, die Schande ihres Blutes hinter sich zu lassen, um fortan ihren eigenen Weg zu gehen.

Gegen die Obergrenze spricht somit allein, dass unsere Oligarchen sich beim Jachtencheck vor Saint-Tropez ab nun ihren russischen Artgenossen werden beugen müssen; aber wir werden lernen, mit dieser Schmach zu leben. Wer als Deutscher in Zukunft auf einem Schiff der Kieler Germaniawerft in See stechen möchte, ist vielmehr dazu eingeladen, sich für eine herausfordernde Tätigkeit bei unserer hervorragenden Bundesmarine zu bewerben.

DER AMERIKABOMBER

Das Argument der Reichenlobby, dass Vermögenssteuern Unternehmenserben überfordern und somit Arbeitsplätze gefährden können, wird hier nicht greifen, da Abgaben von Reichtümern oberhalb der individuellen Grenze natürlich auch in Form von Kapitalbeteiligungen erfolgen werden.

So wird die weltgrößte staatliche Fondsgesellschaft entstehen, die German Investment Authority (»GINA«), die uns erlauben wird, auf globaler Ebene Zukunftstechnologien zu akquirieren und Schlüsselindustrien zu kontrollieren, um die ökonomischen Interessen unserer Bürger zu sichern. Einen gewaltigen nationalen Fonds aufzurichten, als Bollwerk gegen die Sturmfluten der Globalisierung, ist als unsere volkswirtschaftliche Generationenaufgabe zu verstehen.

Zumal wir uns skrupellosen Konkurrenten gegenübersehen: finsteren Wüstendiktaturen wie Katar oder Saudi-Arabien, deren Investmentgesellschaften sich nach und nach unsere industriellen Ikonen einverleiben, während sie zu Hause der strategischen Maßgabe genügen, mit Mercedessen für die Untertanen die Gewaltherrschaft degenerierender Kleptokratenklans zu stabilisieren.

Und natürlich den Chinesen, die offenbar von der Vision getrieben sind, sich mit selbstgedruckter Staatsknete systematisch die gesamte deutsche Wirtschaft unter den Nagel zu reißen. Wenn wir unsere Vorzeigebetriebe weiter verhökern wie auf einem orientalischen Basar, dann wird das hier bald nicht mehr unser Land sein, liebe Freundinnen und Freunde. Wenn wir dem Ausverkauf unserer Wirtschaft nicht kaltblütig einen Riegel vorschieben, dann werden wir unser Schicksal asiatischen Autokraten überlassen oder den Investoren amerikanischer Reichenfonds – also Reitern goldener Toiletten oder Silikonwitwen aus Florida.

Mit der Gründung der GINA wird Deutschland zur finanziellen Supermacht aufsteigen, und dies keinen Augenblick zu früh, liebe Freundinnen und Freunde: Denn unsere volatilen Zeiten erfordern eine robuste Exekutive, die auf disruptive Verwerfungen nicht nur iterativ reagieren, sondern die Globalisierung in unserem Sinne proaktiv gestalten kann.

Für uns als Volk wird beispielsweise von entscheidender Bedeutung sein, ein strategisches Portfolio im Bereich der künstlichen Intelligenz aufzubauen – denn nicht einmal unsere Regierungsparteien würden ernsthaft in Abrede stellen, dass wir auf die drohende Unterwerfung des Menschen durch den Roboter vorbereitet sein sollten. Unseren finanziellen Jagdwagen für diese Akquisitionen, unseren Amerikabomber quasi, werden wir Schwarzwald nennen, nicht Blackforest, nein: Schwarzwald – da sollen sich unsere kalifornischen Wettbewerber ruhig mal ihre veganen Zünglein verdrehen.

EHRUNG ODER FAHNDUNG

Der Gefahr sogenannter Ausweichbewegungen, also dem Bestreben unserer Superreichen, sich ihrer staatsbürgerlichen Verantwortung zu entziehen, wird ein hartes und gerechtes System der Ahndung entgegenzusetzen sein. Die Steuerpflicht auf Vermögen wird mit der deutschen Staatsbürgerschaft zu verknüpfen sein, wirksam bis zehn Jahre nach Steuerflucht oder Selbstausbürgerung; und die Zuständigkeit für das Aufspüren und Rückführen von Steuerbetrügern wird beim Direktorat Verdeckte Operationen unseres hervorragenden Auslandsgeheimdienstes angesiedelt sein.

Unsere Oligarchen werden die Wahl haben: Ehrung oder Fahndung. Denn zwei Dinge sind sicher im Leben, liebe Freundinnen und Freunde: Wir alle müssen irgendwann sterben. Und wir alle müssen unsere Steuern zahlen.

Die Obergrenze würde als radikal begriffen werden, obwohl sie natürlich als rational zu verstehen war. Bei objektiver Betrachtungsweise war es ein logischer Schritt, übertriebene Vermögen in den Dienst nationaler Interessen zu stellen. Mehr als mit Exzessen auf Superjachten würde den Menschen schließlich mit öffentlichen Waldschwimmbädern gedient sein, bezahlbaren Wohnungen, flüsterleisen Unterseebooten und idyllisch gelegenen Landschulheimen.

Die Frage war die folgende: Würden die Ausschüttungen aus milliardenschweren Industriebeteiligungen auf panamaischen Nummernkonten oder, nur zum Beispiel, im Dienste einer interdisziplinären Initiative zum Besiegen bisher unheilbarer Krankheiten einen größeren Beitrag zum Wohlergehen der Deutschen leisten?

Aus dem verkrampften Zwang der deutschen Milliardärsfamilien, ihr Vermögen durch die Jahrhunderte zu retten, spricht die verschämte Erkenntnis, dass nicht mehr viel nachkommen würde; dass mit dem einen Opportunisten, der während des Dritten Reiches den Grundstein für das spätere Tiefkühlpizza-Imperium gelegt hatte, nicht zuletzt dank hin und wieder einem Teechen mit dem Führer, das gesamte Potential der Reihe bereits ausgelöffelt war.

Oetker-Clan, an Arisierungen bereichert, durch und durch braunes Unternehmen, größter Unternehmer der Nachkriegszeit

DER SENATOR SERVICE

Wir sind Kinder der Mittelklasse, liebe Freundinnen und Freunde. Unsere Eltern haben uns zu fröhlicher Bescheidenheit erzogen. Wir haben es nicht nötig, uns einen Biturbo-Mercedes zu kaufen und damit an jeder grünen Ampel Vollgas zu geben. Unsere alten Väter hatten schließlich einen zuverlässigen, unauffälligen und perfekt verarbeiteten 230E als letzten Dienstwagen.

In den Ferien sind wir nach Mallorca gefahren, aber nicht in irgendwelche Designdomizile oder Fincaresidenzen, sondern in ordentliche Betonkästen an demokratischen Stränden, auf denen wir uns am Büdchen erst mal ein paar Albóndigas reingezogen haben. Unsere Eltern hatten nicht das Bedürfnis, mit einem gefönten Hündchen an der Champagnerbar einen Dicken zu schieben. Stattdessen liefen sie noch mal angeheitert zum Büffet, um sich zur Feier des Abends eine zweite Portion von der gefüllten Paprika zu genehmigen.

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die keine drei Klassen mehr kennt, keine First und keine Economy, sondern nur noch die Business, den Senator Service – die deutsche Mittelklasse, liebe Freundinnen und Freunde, der man, wenn man ein Mindestmaß an Selbstbewusstsein besitzt, auch noch mit einem Vermögen von 25 Millionen Euro angehören kann.

DIE GEDANKENPOLIZEI

Natürlich ist vom Geldadel brutaler Widerstand zu erwarten, denn für kollektive Interessen eintreten, das darf man nicht mehr, das ist ja verboten in unserem Land. Wenn man es wagt, für mehr bürgerliche Kontrolle über die Volkswirtschaft zu argumentieren, wird man sofort einem neoliberalen Schauprozess zugeführt, dessen Richter an die zentrale Vorgabe gebunden ist, den Störenfried für immer aus der Debatte zu kapitulieren.

Wenn man es wagt. die Friedhofsruhe des Spätkapitalismus zu stören, springt sofort ein hedonistische Gedankenpolizist aus dem nächsten Villenvorgarten, um eine Atmosphäre der Einschüchterung zu schaffen und auf diesem Wege unseren demokratischen Prozess zu sabotieren. Man muss ich mittlerweile ernsthaft Sorgen darüber machen, ob man überhaupt noch seine Meinung äußern kann.

Wenn man es wagt, den Sieg im Team zu propagieren, kann man unsere Establishments ein Loblied auf die Freiheit der Märkte anstimmen hören, auf deren Funktion der Selbstreinigung, die ja nicht mal bei unseren neuesten Öfen von Miele richtig funktioniert.

Hierzu wird folgende Anmerkung gestattet bleiben: Wenn die amerikanische Regierung sich 2008 auf die "Funktion der Selbstreinigung" verlassen hätte, ansteht in letzter Sekunde 700 Milliarden $ in den kollabierenden Markt zu pumpen, wäre in Deutschland ein ohrenbetäubendes Schlürfen zu hören gewesen, ein apokalyptischer Strudel, in dessen gurgelndem Rauschen unsere Volkswirtschaft einfach verschwunden wäre.

Wenn die Amerikaner damals den Visionen der Reichenlobby gefolgt wären, würden wir Deutschen in unseren Edelstahlküchen heute wässrige Lagersuppen aus einzelnen Kohlblättern zubereiten.

Dann würden die Kinder unserer Apotheke und Steuerberater an unseren Autobahnen für eine Handvoll faulender Kartoffelschalen anschaffen gehen.

DAS BUDDENBROOK-SYNDROM

Wenn man den Fehler macht, den Fernseher einzuschalten, hört man unsere Politiker den Erben der Unternehmerfamilie nach dem Munde reden, die angeblich sorgfältig wirtschafteten, da sie nicht den kurzfristigen Gewinnen, sondern den langfristigen Strategien ihn verpflichtet seien. Hier liegt der Gedanke an die Volkswagen AG nahe, das größte deutsche Familienunternehmen, das in diesem Jahr Strafzahlungen in Höhe von 30 Milliarden € an ausländische Regierungen abführen wird - also in etwa den gleichen Betrag, mit dem Chinesen im selben Zeitraum zig Tausende Arbeitsplätze in der Elektromobilität schaffen werden.

Wolfgang Porsche, Ferdinand Piëch

Um das hier mal kurz auszuführen: Die chinesische Regierung befeuert ihren Automobilsektor mit einem revolutionären System aus Kaskaden von ineinandergreifenden Förder- und Strukturmaßnahmen mit dem langfristigen Ziel, wie nun auf Wikileks zu lesen war, die deutschen Konkurrenten "zu demütigen und in ihre Auslöschung zu treiben". Diesem industriepolitischen Taifun haben wir nur marktradikale Denkverbote, illegale Kartellabsprachen und improvisierte Schummel-Module entgegen zu setzen. So werden wir nicht gewinnen, liebe Freundinnen und Freunde.

Ludwig Wittgenstein

Im Fall erfolgreicher Unternehmen wird die familiäre Führung natürlich am Ruder bleiben können, sogar die dynastische Nachfolge wird bei entsprechende Einigung möglich bleiben. Die Erfahrung lehrt jedoch, dass im Blute unternehmerischer Familien oftmals die Erreger des so genannten Buddenbrooks-Syndroms nachzuweisen sind: Die erste Generation baut auf und die zweite erhält, bis die dritte Generation das Bedürfnis entwickelt, sich selbst zu finden, sich zu Musiktherapeuten ausbilden zu lassen, ja ihren inneren Schmetterling zu befreien.

DIE NATIONALMANNSCHAFHT

Wie alle ernsthaft jungen Bürger werden die Kinder unserer Unternehmenserben aber natürlich dazu eingeladen sein, sich um Aufnahme in die Führungsnachwuchsprogramme der GINA zu bemühen, in einem harten und gerechten Prozess, dessen einzige Funktion sein wird, einen fairen Wettbewerb der Tribute untereinander zu gewährleisten. Denn was die Auslese unserer Funktionsträger betrifft, werden wir uns an Ludwig Ehrhardt halten, unseren auch nach 3 l Lemberger meist noch luziden Gründervater, der dafür plädierte, "alle Vorteile, die nicht unmittelbar aus höherer Leistung resultieren, zur Auflösung zu bringen".

Wer sich diesem Druck nicht gewachsen fühlt oder aus Überzeugung Altenpfleger werden will, wessen Traum es schon immer war, in seinem Kiez einen Blumenladen aufzumachen, ja, wen die technoide Kälte unsere Exportwirtschaft erschauern lässt, der wird sich nicht ausgeschlossen fühlen, der wird sich nicht sorgen müssen, liebe Freundinnen und Freunde - da das Führungsteam der GINA, also gleichsam die Mitglieder unserer finanziellen Nationalmannschaft, nicht nur für sich selber oder für irgendwelche Superreichen, sondern für uns alle spielen werden.

DER ZENTRALE INKUBATOR

Unsere Obergrenze für Vermögen bedeutet nicht etwa; dass wir gründerfeindlich wären, im Gegenteil. Denn es wäre eine dumpfe Beleidigung dieser vielschichtigen Persönlichkeiten, ihnen eine vornehmlich finanzielle Motivation zu unterstellen. Aus einem derart irdischen Antrieb werden kein ein ewiges Leben und auch keine Kolonie im Welt Raum resultieren. Die Zielsetzung der Urheber von Revolutionen ist nicht primär, auf Yachten Partys zu feiern, sondern "eine Delle in das Universum zu hauen", wie ist der Gründer von Apple formulierte.

Gerade ein nationaler Investor wird über den Spielraum verfügen, um unseren jungen Pionieren optimale Rahmenbedingungen zu bieten: Schlafsäle, Dampfbäder, Kletterwände, Sonnenterrassen, Lego-Räume, Gewächshäuser, Eisdielen, Malkurse, spirituelle Betreuung, strategische Beratung, einen gewissen Ambientefaktor, eine großzügige Risikokapital- und eine unbürokratische Kreditvergabe. Dojos, Darkrooms, DJs, tantrische Massagen, und natürlich kilometerlange Serverbänke unter den Hangars und Schalterhallen des ehemaligen Flughafens Tempelhof, in dem wir unseren zentralen Inkubator unterbringen werden.

Auch das Silicon Valley ist ja als gelenkter Wirtschaftsraum zu verstehen, als mit einer libertären Tarnidentität versehener militärisch-nachrichtendienstliche Komplex, dessen Entwicklung maßgeblich vom sogenannten schwarzen Budget der amerikanischen Sicherheitsorgane befeuert wird. Nicht der Urheber der nächsten App ist der Treiber der kalifornischen Digitalwirtschaft, sondern die staatliche Fontgesellschaft In-Q-Tel, der Investmentarm des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes, dessen Zielsetzung mit seinem Projekt "Silicon Valley" von Beginn an gewesen ist, die Geschichte des amerikanischen Imperiums weiterzuschreiben.

MADE IN GERMANY 2030

In gefährlichen Zeiten einen strategischen Masterplan implementieren, um unsere Zukunft zu sichern, ja, um rücksichtslosen Wettbewerbern gegenüber den ökonomischen Interessen unserer Bevölkerung zu wahren - wer soll das leisten? Unsere Milliardenerben, von ihren Yachten aus vielleicht? Die "freien Märkte"? Unsere müden Regierungsparteien? Das Investorensyndikat Blackrock, dessen deutsche Strukturen von bezahlten Unionspolitikern gesteuert werden?

Die Wahrheit ist: Ohne eine unternehmerische Regierung wird unsere Heimat in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Ohne eine kollektive Anstrengung wird Deutschland als Agrarwirtschafts enden, als Grimm'sche Märchenzone mit Flatrate-Bordellen auf den Waldlichtungen, in die Mitteklasse-Chinesen reisen werden, um sich unseren schmackhaften Sülzen und herben Bieren hinzugeben.

CORPORATE IDENTITY

In der Debatte über Zuwanderung hat sich unsere Demokratie allen Befürchtungen zum Trotze als lebendig und wiederstandsfähig erwiesen. In unserer Bevölkerung hat sich ein ausgewogener Konsens durchgesetzt, der den Ansprüchen genügt, denen wir als Kulturnation gerecht werden müssen, um vor uns selber bestehen zu können.

Natürlich werden wir Menschen, in deren Heimatländern blutige Konflikte wüten, weiterhin unseren Schutz zuteil werden lassen, wobei ein Bleiberecht über den Wegfall des Asylgrundes hinaus von der individuellen Integrationsperspektive abhängen wird. Um im Bilde des unternehmerischen Status zu bleiben: Wie ein Konzern bei Neueinstellungen werden wir genau darauf achten, ob Bewerber und Bewerberinnen zu uns passen, ja, ob sie bereit dazu sind, unsere über Generationen gewachsene corporate identity zu vertreten.



Die illegale Einwanderung hingegen werden wir konsequent unterbinden, durch eine lückenlose Sicherung der europäischen Außengrenzen sowie durch Abkommen mit Ägypten, Tunesien, Algerien, Libyen, Marokko, Niger, Mali und dem Sudan, die mit der Entsendung von deutschen Sicherheitsexperten einhergehen werden, von Mitarbeitern unserer Anbieter von Radarsystemen, Splitterschutzwesten, Panzerwagen, Nachtsichtgeräten, Schutzbarrieren, Drohnentechnik und Überwachungselektronik.

Unsere Werften werden keine Oligarchenjacht mehr konstruieren, sondern eine Armada aus Seenotrettungsreuzern, deren Mission sein wird, auf dem Mittelmeer die Seelenverkäufer der Schlepper abzufangen, um deren Passagiere in die einzurichtenden Sammellager der Europäischen Union entlang der Küsten Nordafrikas zu bringen.



Anstatt sich auf morschen Kähnen dem Tode zu weihen, werden wird sich Reisende in diesen Lagern bei Deutschland bewerben können, in fairen und transparenten Verfahren, die sie mit Hilfe ebenso höflicher wie kapable deutscher Verwaltungskräfte navigieren werden.



Das resultierende Kontingent der Integrationsfähigen werden wir dann durch ein humanitäres abrunden, aus allein reisenden Kindern, um der Welt ein freundliches Gesicht zu zeigen

NAKED YOGA

Was uns hingegen sehr unfreundlich stimmen wird, sind extremistische Umtriebe, ganz egal, ob sich ihre Urheber ein Hakenkreuz oder einen Krummsäbel auf die Fahne schreiben. Wer in seinem Partykeller in Wurzelroda einen Brandsatz konstruiert, um diesen in ein Asylbewerberheim zu feuern, wird fortan mit keiner Milde rechnen können, ebenso wenig wie ein Asylbewerber, den die souveräne Ausstrahlung berufstätiger Frauen zu blindwütigen Übergriffen verletet.

Wer sich einbildet, einen jüdischen Friedhof schänden zu können oder in unseren Wäldern debile Nazi-Spielchen auszurichten, wird in Zukunft die harte Hand unserer Strafverfolger in seinem Nacken spüren, deren Budget wir erhöhen, deren Kompetenz wir ausreiten und deren Personaldecke wir stärken werden.

Und wer meint, er habe das Recht, seine Frau mit einem Za'atar-Mörser zu bearbeiten, da sie sich ohne die schwarze Kutte in die Fußgängerzone vorgewagt hat, für den werden wir einen schönen Platz in einem lybischen Flüchtlingslager finden, liebe Freundinnen und Freunde. Hierzu wird es notwendig sein, unsere Abschiebepraxis konsequent zu flexibilisieren.

Es geht uns nicht um politisch korrekte Phantomdebatten, sondern zum Beispiel darum, dass die grüne Multikulturalistin nach Einbruch der Dunkelheit auf ihrem Einrad weiterhin vom Nakes Yoga zum Ayahuasca-Happening fahren kann, ohne von radikalisierten Kleinkriminellen rituell ermordet zu werden.

DIE KNUTE

Wer als Imam den Boden unseres Grundgesetzes verlässt, den werden wir vom Boden unserer Staatsgebietes entfernen, liebe Freundinnen und Freunde. Und auch der Finanzierung von deutschen Moscheen durch arabische Diktaturen werden wir in Zukunft enge Grenzen ziehen: Für jede Genehmigung werden wir von unseren Partnern in ihrem eigenen Lande ein gewichtiges Signal der Toleranz für unsere Zivilreligion der individuellen Freiheit erwarten, bei dem es sich etwa um das Ausrichten einer opulenten Parade aus Anlass des Christopher Street Day wird handeln können.

Gerade in einer Gesellschaft wie Saudi-Arabien, in der Schwule ich gekreuzigt werden, obwohl einer aktuellen Studie des Militärkrankenhauses in Dschidda zufolge die Mehrzahl aller saudischen Männer zur homosexuellen Liebe tendiert, könnte eine solche Parade eine heilsame Katharsis einleiten.

Wenn über Riad die Sonne zu sinken beginnt, steigen die Beduinen paarweise in babyblaue Biturbo-Mercedesse, um auf glühenden Asphaltbändern in Richtung entlegener Wüstentäler zu beschleunigen. In Zelten aus Brokat treffen dann ihre wolkengleichen Leiber aufeinander, die Verzückung lässt ihre Fettpolster wogen wie die Arabische See, während ihre deutschen Maschinen draußen auf dem Sande in jeder Millisekunde Tausende von operativen Parametern an die Zentrale in Untertürkheim funken.

Wer mit Aggressionen gegen unsere schwulen Bruder danach trachtet, seine innere Zerrissenheit zu kurieren, den werden wir Deutschen nicht mehr mit einer verständnisvollen Therapeutin, sondern mit einem Knebel aus Latex bekannt machen, mit einer geflochtenen Knute, mit einer Haselnussrute, liebe Freundinnen und Freunde.

Was wir allerdings nicht brauchen, um den puritanischen Gefahren zu begegnen, sind die lachhaften Playmobil-Nazis aus den Reihen unserer Rechtspopulisten, verkrachte Existenzen, die gegen die deutsche Erbsünde anmosern, um sich auf billige Weise als "unbequem" zu profilieren. Wir brauchen keine naseweisen Vollidioten, die sich mit Holocaust-Provokationen in die Presse mogeln, um sich auf Kosten der Steuerzahler dann an irgend einen Sessel zu kleben. So werden wir nicht gewinnen, liebe Freundinnen und Freunde.

DER KOLIBRI

Wem der Klang einer Frauenstimme als dämonische Verführung gilt, der kann uns Deutschen gestohlen bleiben. Wer sich einbildet, seine minderjährige Tochter verheiraten zu können, um sich von der Mitgift einen vierflutigen Sportauspuff zu leisten, wird umgehend mit der Holzklasse der Ariana Afghan Airways Bekanntschaft machen. Wer die Annahme trifft, seine Gattin verprügeln zu können, da sie zum Himmel das falsche Ziegenjoghurt gereicht hat, den werden wir in seine Wüste zurücktreiben

Diese Maßnahmen mögen als politisch inkorrekt erscheinen, aber: Wie politisch korrekt ist bitte der mittelalterliche Islam? Wie politisch korrekt ist es, junge Mädchen wegen Verstößen gegen die Schminkverordnung auf öffentlichen Plätzen lustvoll mit Tausenden von Peitschenhieben zu fleddern, während in den Mündern der Gaffer die Dattelkerne von Backe zu Backe wandern?

Wer sich erlaubt, unseren Frauen auch nur die Laune zu verderben, den werden wir unseres Landes verweisen. Ja, wer beim Anblick einer Klitoris an Beschneidungswerkzeuge denkt und nicht an den eigenen verwöhnenden Kolibri-gleichen Zungenschlag, für den werden wir in unserer Gesellschaft keine Verwendung finden. Der soll bleiben, wo der Pfeffer wächst, liebe Freundinnen und Freunde.

DIE WÖLFE

Denn wir deutschen Männer verehren unsere Gefährtinnen, unsere Mütter und Töchter, unsere Freundinnen und Kolleginnen. Unsere Frauen haben uns zu modernen Männern erzogen, die sich nicht durch ihre Leistungsbereitschaft, sondern auch durch ihre Frustrationstoleranz auszeichnen. Die im Konfliktfall nicht reflexartig zur Peitsche, sondern kontrolliert zur Flasche greifen.

Wenn unsere Frauen uns die kalte Schulter zeigen, um sich ihre Optionen offen zu halten, dann können wir das ertragen, liebe Freundinnen und Freunde. Dann führen wir sie nicht in ein verlassenes Fußballstadion, um sie vor den Kameraden mit einer Kalaschnikow zu durchsieben. Dann buddeln wir sie nicht bis zum Halse ein, um ihnen bis zum Eintritt des Todes tennisballgroße Steine an den Kopf zu werfen.

Wenn unsere Frauen den Entschluss getroffen haben, uns ihre Karrieren vorzuziehen, dann müssen wir sie darin bekräftigen. Dann müssen wir ihnen gratulieren. Ohne zu klagen. Ohne zu weinen. Dann müssen wir uns an unseren großartigen Bieren festhalten, an unseren famosen Bränden, unseren furiosen Steilterrassenweinen. Wir Deutsche haben keine Angst vor der Schwermut, liebe Habibis und Habibtis.

Wenn unsere Frauen uns seelische Wunden schlagen, dann schließen wir die Augen, dann sind wir frei. Dann verschwinden wir, dann sind wir junge Zweige, die sich im Morgenwinde wiegen. Dann sind wir Brunnen, die rauschen. Dann sind wir silberne Wölfe, liebe Freundinnen und Freunde, die mir entblößten Eckzähnen auf den Gipfellininen unserer Hügelketten patrouillieren.



Da fehlt natürlich noch so einiges in deinem Manifest ... Alexander Schimmelbusch

Einkommenssteuer
Erbschaftssteuer
Euro
Griechen
Infrastruktur
Mieten
Energiewende
Überalterung
Belegschaftsakten
Mitarbeiterbeteiligung
Assad
Erdogan
Trump
Putin
Legalisierung von Marihuana
Weltraum
Universum
Mondkolonie


Mein Manifest

WORUM GEHT ES?

Es geht um nichts weniger, als unseren Planeten und damit uns Menschen zu retten.
Und das geht nur so, liebe Deutschland AG:
Abschaffung von
- Amazon
- Automobilen mit Verbrennungsmotor
- Banken
- Börsen
- Bundesländern
- Erbrecht
- Geld
- Groß- und Tourismusindustrie (Flugzeuge, Kreuzfahrtschiffe usw)
- Grundeigentum
- Kirche
- Militär
- Privatmedizin
- Steuern
- Vermietung von Wohnraum
- Waffenproduktion
Austritt aus der EU

Das bedeutet:
- Jede Familie (Paar ab 18 Jahren) hat Anspruch auf kostenlosen angemessenen Wohnraum.
- Jeder ab 18 hat Anspruch auf ein bedingungsloses Grundeinkommen.
- Alle Erwerbseinkommen sind gleich hoch, Arbeitnehmer wählen ihre Bosse de-mokratisch auf Zeit.
- Import aus dem Ausland nur von lebensnotwendigen Dingen und nur durch Ex-port auszugleichen.
- Jeder hat Anspruch auf staatliche Gesundheitsbetreuung, Kindergarten, Schule, Studium, Fachausbildung Fortbewegungsmittel (Bahn, Automobile nur mit autarken Energien - Wind, Solar).
- Strom nur aus Wasser-, Gezeiten-, Windkraftwerken.
- Landwirtschaft produziert keinen Überschuss, Betriebe in lokalen Größen wäh- len den Betriebsvorstand auf Zeit.
- Bundestag hat minimale Rechte (Außenpolitik, Grundversorgung, Lehrpläne Schulen).
- Autarke Kommunen bestimmen demokratisch das Gemeindeleben.

Übergang:

Enteignung aller Großindustriellen, Vermieter und Verpächter, von Banken, Grund- und Geldvermögen.
Jeder Hausbesitzer erhält maximal 1.000 qm Grund und 150 qm Wohnfläche durch unveräußerliches Erbpachtrecht auf maximal 99 Jahren minus Alter.
(Beispiel: Familienvater mit 45 Jahren hat Villa mit 450 qm Wohnfläche auf 10.000 qm Grund. Er hat 300 qm Wohnung und 9.000 qm Grund abzugeben und erhält Erbp(r)achtrecht von 54 Jahren. Stirbt er eher, ist Erbpacht beendet - Gemeinde weist neuen Erbpächter ein).
Abschaffung des Großhandels mit Nahrungsmitteln, Versorgung nur über lokale Produzenten und Händler usw. usw.
(A)Soziale Netzwerke, Amazon sperren: Nur bei örtlichen Anbietern kaufen oder online bestellen.

Nur so liebe Leute, ist unser Planet zu retten!
Deutschland geht voraus, die Welt wird folgen!









siehe auch

Was ich in diesem Lied fordere, ist eine Revolution des Herzens und des Bewusstseins und, ja: eine Revolution der Liebe. Es ist wichtig, dies festzustellen, da das Wort „Revolution“ viele Menschen ängstlich zusammenzucken und an Guillotinen und Gulags denken lässt.
Wir dürfen die Gewaltstrukturen nicht zu überwinden suchen, indem wir werden wie die Täter. Aber wir dürfen dem Märchen von der Alternativlosigkeit des Unerträglichen auch nicht aufsitzen. Ich bin überzeugt: dieses erbarmungslose System ist nicht das ‚Ende der Geschichte‘. Indem wir unter der Dominanz dieses neoliberalen Irrsinns spüren, was wir nicht wollen, erkennen wir in noch größerer Schärfe, was wir wollen. Daraus kann die Kraft zum Handeln erwachsen.