home






Sternbild LEIER / LYRA

Die Leier, griech. Lyra, ist ein Sternbild des nördlichen Sternhimmels. Sein hellster Stern ist die Wega. Mit Schwan und Adler zählt die Leier zu den markantesten Sommersternbildern, in Mitteleuropa abends von Mai bis Januar zu sehen. Südlich der Wega bilden vier Sterne δ, ζ, γ und β Lyrae ein Parallelogramm. Es stellet die Saiten einer antiken Lyra dar.
Zwischen den Sternen β und γ Lyrae liegt M57, ein berühmter Sternnebel.
Wega, Deneb (Sternbild Schwan) und Altair (Sternbild Adler) bilden das große Sommerdreieck.

Südlich der Leier verläuft die Milchstraße. Die Leier gehört zu den 48 Sternbildern der Antike, die Ptolemäus beschreibt.
(Ältere Sternkarten bilden statt der Leier manchmal einen Vogel ab, meist Geier. Dieser Vogel und die Sternbilder Schwan und Adler sollen die stymphalischen Vögel darstellen, Ungeheuer aus der griechischen Mythologie mit eisernen Schnäbeln.)
In der griechischen Mythologie repäsentiert die Leier das von Gott Hermes erfundene Musikinstrument, welches er seinem Halbbruder Apollon schenkt, der es wiederum dem berühmten Sänger Orpheus gibt. Orpheus betört damit in der Unterwelt Gott Hades, um seine am Schlangenbiss verstorbene Braut Eurydike zu retten. Beim Verlassen der Unterwelt verstößt Orpheus gegen das Verbot, zurückzublicken und Eurydike muss weiter in der Unterwelt bleiben. Nach Orpheus’ Tod versetzen die Götter seine Leier an den Sternenhimmel.

Poussin: Orpeus und Euridike

Sterne:

α Wega
β Sheliak
γ Sulaphat
η Aladfar