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Sternbild WASSERSCHLANGE / HYDRA

Die Wasserschlange (lat. Hydra) südlich des Himmelsäquators ist das ausgedehnteste Sternbild des Nachthimmels. Sie erstreckt sich unterhalb der Sternbilder Krebs (Cancer), Löwe (Leo) und Jungfrau (Virgo) und ist in unseren Breiten im Frühjahr tief am südlichen Horizont zu sehen.
Die Wasserschlange ist wenig markant, da die meisten ihrer Sterne lichtschwach sind. Lediglich Hauptstern Alphard ist auffallend hell.
Die weibliche oder große Wasserschlange beschreibt auch Ptolemäus in seinen 48 Sternbildern.
Zwei Mythen:
Die Wasserschlange stellt das vielköpfige Untier Hydra dar, die Herakles töten soll. Doch der Held stellt fest, dass für jeden Kopf, dem er Hydra mit dem Schwert abschlägt, zwei neue nachwachsen und gleichzeitig attackiert ihn ein riesenhaften Krebs. Den Krebs zertritt er, Hydra besiegt er mit Hilfe seines Neffen Iolaos. Der schafft Brennholz heran und jedes Mal, wenn Herakles einen Kopf des Untiers abgetrennt hat, brennt er die Wunde so aus, dass keine Köpfe mehr nachwachsen. Hydra, Krebs und Herakles (Herkules) sind als Sternbilder am Himmel verewigt.

Ein anderer Mythos bringt die Wasserschlange mit den benachbarten Sternbildern Rabe (Corvus) und Becher (Crater) in Verbindung. Demnach schickte der Gott Apoll einen Raben aus, um frisches Quellwasser für Zeus zu holen. Der Rabe griff sich einen goldenen Becher und flog zur Quelle. Unterwegs entdeckt er einen Feigenbaum, dessen Früchte jedoch noch unreif sind. Obwohl Apoll ihn angewiesen hatte, keine Zeit zu verlieren, wartet der Rabe mehrere Tage, bis die Früchte reif sind und schlägt sich den Bauch voll. Um einer Bestrafung zu entgehen, greift er sich eine Wasserschlange und behauptet, die Schlange habe ihm den Weg versperrt, so dass er erst jetzt zurückkehren könne. Apoll durchschaut den Lügner und versetzt ihn zur Warnung samt Schlange und Becher an den Himmel.

Sterne:

α Alphard
σ Minchir